DE17542C - Kettelstich-Nähmaschine mit zwei und mehreren Nadeln - Google Patents

Kettelstich-Nähmaschine mit zwei und mehreren Nadeln

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DE17542C
DE17542C DENDAT17542D DE17542DA DE17542C DE 17542 C DE17542 C DE 17542C DE NDAT17542 D DENDAT17542 D DE NDAT17542D DE 17542D A DE17542D A DE 17542DA DE 17542 C DE17542 C DE 17542C
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DE
Germany
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needles
needle
sewing machine
stitch
chain stitch
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Application number
DENDAT17542D
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English (en)
Original Assignee
B KÖHLER in Chemnitz
Publication of DE17542C publication Critical patent/DE17542C/de
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    • DTEXTILES; PAPER
    • D05SEWING; EMBROIDERING; TUFTING
    • D05BSEWING
    • D05B1/00General types of sewing apparatus or machines without mechanism for lateral movement of the needle or the work or both
    • D05B1/02General types of sewing apparatus or machines without mechanism for lateral movement of the needle or the work or both for making single-thread seams
    • D05B1/06Single chain-stitch seams
    • DTEXTILES; PAPER
    • D05SEWING; EMBROIDERING; TUFTING
    • D05BSEWING
    • D05B57/00Loop takers, e.g. loopers
    • D05B57/02Loop takers, e.g. loopers for chain-stitch sewing machines, e.g. oscillating

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  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Textile Engineering (AREA)
  • Sewing Machines And Sewing (AREA)
  • Treatment Of Fiber Materials (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
KLASSE 52: Nähmaschinen.
Patentirt im Deutschen Reiche vom a. August 1881 ab.
Diese Maschine soll zur Herstellung von sogenannten Ziernähten vermittelst zweier oder mehrerer Nadeln dienen, und zwar in der Weise, dafs die Maschen dieser zwei oder mehreren Nadeln sämmtlich auf die vorderste Nadel beim nächstfolgenden Stiche übertragen werden.
Die Nadelführerstange A trägt zwei oder mehrere Nadeln , welche hinter einander, und zwar in der Arbeitsrichtung des Waarenfortrückers durch Druckplättchen oder dergleichen festgehalten werden, Fig. 1 und 2. Im übrigen ist das Constructionsprincip genau dasselbe wie an der bekannten einfachen Kettelstich-Nähmaschine, und ist nur der Fadenfänger B und das Fadenfängerexcenter ^1 für zwei oder mehrere Nadeln eingerichtet.
Die Fig. 1 bis 5 stellen die verschiedenen Arbeitsperioden einer Kettelstich -Nähmaschine mit zwei Nadeln dar, welche übrigens denen der einnadeligen Kettelstich-Nähmaschine ganz ähnlich sind.
Fig. ι und 2 zeigen die Stellung des Fadenfängers -S beim höchsten Stand der Nadeln. Fig. 3 zeigt die Stellung desselben beim Abwärtsgange der Nadeln, und zwar in dem Augenblicke, wo die vordere Nadel durch die vom Nadelfänger gehaltenen Maschen des vorherigen Stiches hindurchgeht. Fig. 4 zeigt die Stellung des Fadenfängers beim tiefsten Stand der Nadeln; Fig. 5 die Stellung des Fadenfängers beim Aufwärtsgange der Nadeln, wo der Fadenfänger die beiden Maschen des eben vollzogenen Stiches fängt.
Eine Naht, welche auf einer solchen zweinadeligen Maschine hergestellt wird, ist in Fig. 6 in mehrfacher Vergrößerung dargestellt, und gleicht dieselbe dem an Handschuhen bekannten sogenannten. Grünaer Zwickel, welcher bisher nur von Hand hergestellt wurde. Der beigesetzte Pfeil deutet die Arbeitsrichtung des Waarenfortrückers an.
Anstatt des in den Fig. 1 bis 5 eingezeichneten Fadenfängers B kann man auch den in Fig. 7 abgebildeten Fadenfänger B1 mit Feder β anwenden, und fällt dann die bei ersterem nothwendige seitliche Verschiebung weg.
Bei Anwendung eines solchen Fadenfängers B1 kann man mit einer dreinadeligen Kettelstich-Nähmaschine auch Nähte herstellen, wie in Fig. 8 dargestellt. Hier liegen die Nadeln C1 nicht hinter einander, sondern bilden die Ecken eines gleichschenkligen Dreiecks, dessen Spitze auf der zu nähenden Linie vorangeht.
Fig. 7 zeigt den ungefähren Stand solcher drei Nadeln zum Häkchen des Fadenfängers B1 in dem Augenblick, wo die vordere derselben durch die drei Maschen des vorherigen Stiches hindurchgehen würde. Die vordere Nadel steht zwischen der Feder β und dem Nadelfängerkörper a des Nadelfängers B1. Bei der folgenden Rückwärtsbewegung des Nadelfängers wird die Feder β durch die vordere Nadel vom Fadenfängerkörper α abgedrängt, und diese Nadel wird dadurch wieder frei.
Durch Wegnahme der rechten oder linken Ecknadel dieser drei Nadeln erhält man auch zweinadelige Nähte, wie in Fig. 9 und 10 dargestellt ist.
Zur genaueren Darlegung, wie die in Fig. 6, 8 und 9 dargestellten Nähte zu Stande kommen, dienen die Fig. 11, 12, 13 und 14.
Fig. 11 entspricht der Stellung in Fig. 2. Die Nadeln Ci1' und O1" nehmen ihren höchsten Stand ein, um zu einer erst angefangenen Naht den dritten Stich zu beginnen. Der Waarenfortrücker, welcher hier nicht gezeichnet ist, hat den Stoff schon um eine Stichlänge in Richtung des Pfeils verschoben und der Fadenfänger B hält die Maschen des eben vollendeten zweiten Stiches. Der Deutlichkeit halber ist das Stichplättchen weggelassen und die Naht locker liegend gedacht.
Fig. 12 entspricht der Stellung in Fig. 3. Die Nadeln sind im Abwärtsgange begriffen und die vordere Nadel sticht durch die vom Fadenfänger gehaltenen beiden Maschen des vorherigen Stiches hindurch, während der Fadenfänger diese Maschen eben fallen gelassen hat.
Fig. 13 entspricht der Stellung in Fig. 4. Die Nadeln nehmen ihren tiefsten Stand ein, der Fadenfänger steht ganz zurück von den Nadeln und die beiden Maschen des vorherigen Stiches hängen an der vorderen Nadel.
Fig. 14 entspricht der Stellung in Fig. 5. Die beiden Nadeln sind wieder im Aufwärtsgange begriffen, die vordere derselben wird im nächsten Augenblick die beiden Maschen des vorherigen Stiches freilassen; der Fadenfänger B fängt die Maschen des eben vollzogenen dritten Stiches und zieht diese, sobald die Nadeln durch den Stoff wieder hindurch sind, nach vorn zu, wie in Fig. 11, während der Waarenfortrücker den Stoff um eine Stichlänge verschiebt. Nach diesem wiederholt sich der ganze Vorgang.
Der Einfachheit halber ist hier die Darlegung des Zustandekommens einer Naht mit Hülfe zweier hinter einander liegenden Nadeln gewählt worden, weil sich hieraus auch die Herstellung von Nähten mit Hülfe mehrerer sowohl hinter einander liegenden Nadeln als auch Nadeln in den Stellungen von Fig. 8 und 9 leicht erklären läfst.
Ferner ist noch zu bemerken, dafs der Fadenfänger in den verschiedensten vorkommenden Formen als auch in den verschiedensten Bewegungsarten zur Anwendung kommen kann, welche hier darzustellen nicht meine Absicht ist, da solche in der herzustellenden Naht keine Aenderung hervorbringen.

Claims (1)

  1. Patent-Anspruch:
    Die Einrichtung der Kettelstich-Nähmaschine für zwei und mehrere Nadeln zur Herstellung von Ziernähten in der Weise, dafs die Maschen dieser zwei oder mehreren Nadeln auf die vordere Nadel des nächstfolgenden Stiches übertragen werden, und zwar:
    a) für Nadeln, welche hinter einander in der Arbeitsrichtung des Waarenfortrückers liegen;
    b) für drei Nadeln, welche so gegen einander liegen, dafs sie die Ecken eines gleichschenkligen Dreiecks bilden, dessen Spitze . der Arbeitsrichtimg des Waarenfortrückers entgegensteht, d. h. dessen Spitze auf der zu nähenden Linie vorangeht;
    c) für zwei Nadeln, deren Stellung zu einander man erhält, wenn man die rechte oder linke Ecknadel des vorerwähnten Dreiecks wegnimmt.
    Hierzu ι Blatt Zeichnungen.
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