DE171464C - - Google Patents
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- DE171464C DE171464C DE1903171464D DE171464DA DE171464C DE 171464 C DE171464 C DE 171464C DE 1903171464 D DE1903171464 D DE 1903171464D DE 171464D A DE171464D A DE 171464DA DE 171464 C DE171464 C DE 171464C
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- DE
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- glass
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- Expired - Lifetime
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-
- C—CHEMISTRY; METALLURGY
- C03—GLASS; MINERAL OR SLAG WOOL
- C03C—CHEMICAL COMPOSITION OF GLASSES, GLAZES OR VITREOUS ENAMELS; SURFACE TREATMENT OF GLASS; SURFACE TREATMENT OF FIBRES OR FILAMENTS MADE FROM GLASS, MINERALS OR SLAGS; JOINING GLASS TO GLASS OR OTHER MATERIALS
- C03C17/00—Surface treatment of glass, not in the form of fibres or filaments, by coating
-
- C—CHEMISTRY; METALLURGY
- C03—GLASS; MINERAL OR SLAG WOOL
- C03C—CHEMICAL COMPOSITION OF GLASSES, GLAZES OR VITREOUS ENAMELS; SURFACE TREATMENT OF GLASS; SURFACE TREATMENT OF FIBRES OR FILAMENTS MADE FROM GLASS, MINERALS OR SLAGS; JOINING GLASS TO GLASS OR OTHER MATERIALS
- C03C2217/00—Coatings on glass
- C03C2217/70—Properties of coatings
- C03C2217/72—Decorative coatings
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- Chemical & Material Sciences (AREA)
- Life Sciences & Earth Sciences (AREA)
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- Chemical Kinetics & Catalysis (AREA)
- General Chemical & Material Sciences (AREA)
- Geochemistry & Mineralogy (AREA)
- Materials Engineering (AREA)
- Organic Chemistry (AREA)
- Securing Of Glass Panes Or The Like (AREA)
Description
KAISERLICHES
PATENTAMT.
Bei Kunstverglasungen, bei denen die einzelnen, meist verschieden geformten und verschiedenfarbigen
Glasscheiben durch Stege von I-förmigem oder ähnlichem Querschnitt zusammengehalten werden, ist es bereits bekannt,
durch nur flach an den Glastafeln anliegende und diese kreuzende verschieden gestaltete
Metallstreifen, sogenannte blinde Stege, den Anschein zu erwecken, als setze sich die
ίο Fläche aus einer größeren Anzahl einzelner
und besonders gefaßter Glasstücke zusammen. Ebenso ist es bekannt, bei Kunstverglasungen,
die Glasteile mit andersfarbigen, von denselben Stegen gehaltenen Glasteilen zu überdecken,
um so bei auffallendem Licht eine andere Farbenwirkung als bei durchscheinendem Licht hervorzurufen, oder die Farbe des
überdeckten Glasteiles durch die des aufgelegten Teiles abzuwandeln. In letzterem
Falle waren bisher die aufeinander liegenden verschiedenfarbigen Glasscheiben stets durch
dieselben durch beide Glasschichten durchgreifenden Fassungsstege verbunden und mußten daher stets von gleicher Form und
Größe sein.
Die vorliegende Erfindung gestattet, die durch die genannten Maßnahmen erzielten
Wirkungen noch dadurch zu erhöhen, daß nur an einzelnen Teilen einer meist größeren,
durch blinde Stege geteilten Glasfläche eine zweite anders- oder auch gleichfarbige Glasscheibe
dadurch angeordnet wird, daß die blinden Stege mit entsprechenden ■ Haltevorrichtungen
(Falzen und dergl.) für die aufzulegenden Glasteile versehen werden, wodurch
eine viel größere Mannigfaltigkeit erzielt und auch erst eine wirksame Wiedergabe
verschiedener Dekorationsmotive, wie besonders Blumen oder dergl., auf gleich einfache
Weise ermöglicht, sowie gleichzeitig die Herstellung von aus vielen Farben zusammengesetzten
Glasflächen vereinfacht und verbilligt wird. Auf beiliegenden Zeichnungen sind als Beispiel einige Ausführungsformen
einer Kunstverglasung nach vorliegender Erfindung dargestellt, und zwar stellen Fig. 1
und 2 Draufsichten auf die eine Seite derselben bei auffallendem Lichte, Fig. 3 einen
Querschnitt nach der Linie s-s der Fig. 2, und 4 und 5 Draufsichten von der anderen
Seite bei durchscheinendem Lichte dar.
Die großen, durch die Fassungsstege α gehaltenen
Glasscheiben der Hauptfläche b (Fig. 3) sind in den Draufsichten durch wagerechte,
die auf der Vorder- oder Rückseite aufgelegten kleineren Ergänzungsflächen c
durch senkrechte Schraffierung bezeichnet.
Mit den Fassungsstegen sind die an einer oder an beiden Seiten der Glasscheiben flach
.,aufliegenden blinden Stege d verbunden, welche je nach dem darzustellenden Ornament
oder dergl. sich über die Haupt- und u. U. auch Ergänzungsflächen erstrecken und
diese dadurch für das Auge in eine größere Anzahl kleinerer Fläche zerlegen. 6g
Die Grenzen der aufgelegten Ergänzungsflächen fallen meist ganz oder teilweise mit
solchen blinden Stegen zusammen und letztere sind an den betreffenden Stellen, wie Fig. 3.
zeigt, bei e nach vorn bezw. hinten, der Dicke der Ergänzungsscheiben entsprechend
auf- dann wieder in eine Ebene flach umge-
bogen, so daß dadurch aus winkelförmigen Leisten gebildete Rahmen für die Aufnahme
der Ergänzungsflächen entstehen, welche Rahmen mit den blinden sowie u. U. auch den Fassungsstegen der Hauptfläche zusammenhängen.
Anstatt durch Aufbiegen der Stege können diese Ergänzungsrahrnen auch durch Ansetzen von besonders hergestellten
Rahmen mittels Verlöten, Vernieten
ίο oder dergl. gebildet werden.
Statt zwei können auch drei oder mehr verschieden gestaltete, verschieden große und
verschiedenfarbige Glasflächen hintereinander oder auch seitlich verschoben angeordnet
werden, in welchem Falle entweder ein Teil der blinden Stege der zweiten oder Ergänzungsfläche
mit solchen Aufbiegungen oder angesetzten Rahmen versehen wird, oder die blinden Stege der Hauptfiäche teils an der
Vorder- und teils an der Rückseite entsprechend zu solchen Ergänzungsrahmen ausgebildet
werden.
In Verbindung hiermit kann man auch einzelnen oder allen Ergänzungsflächen gegenüber
die Glasscheibe der Hauptfläche, wie z. B. bei f (Fig. 3) angedeutet, ganz oder
teilweise weglassen, teilweise ausschneidenoder ganz oder teilweise farblos halten, so daß an
den betreffenden Stellen in der Durchsicht nicht die Mischfarbe der beiden Gläser, sondern
die Farbe der Ergänzungsfläche allein sichtbar wird. Bei drei oder mehr übereinanderliegenden
Flächen kann man durch Ausschneiden oder Farbloshalten einer odermeh-'
rerer Flächen entweder die eine oder andere Ergänzungsfläche allein oder auch die Mischfarbe
zweier beliebiger Flächen, beispielsweise zweier Ergänzungsflächen, zur Geltungbringen.
Ebenso können natürlich auch die aufgelegten Ergänzungsflächen teilweise ausgeschnitten
oder farblos gehalten sein. Bei Überfanggläsern kann man in an sich bekannter Weise
an den betreffenden Stellen auf beiden oder auch nur auf einer Seite die Farbschicht entfernen.
Auf diese Weise läßt sich mit den gleichen Befestigungsmitteln eine weit größere
Mannigfaltigkeit in der Farbenwirkung erzielen.
Die Fassung der Ergänzungsflächen bleibt hierbei die gleiche. Bei teilweise ausgeschnittenen
Hauptflächen werden die aufgelegten Erg'änzungsflächen durch die Räder dieser
Hauptflächen und die mit den blinden Stegen verbundenen Rahmen gehalten.
Die Herstellung der Kunstverglasungen nach vorliegender Erfindung geschieht am
einfachsten in der Weise, daß zunächst in die mit den blinden Stegen verbundenen Ergänzungsrahmen
die Ergänzungsflächen eingelegt, hierauf die Hauptflächen und der andere Fassungsteil aufgelegt und die beiden
Fassungshälften in üblicher Weise mittels Lötung, Verschraubung, Umbiegung oder
dergl. verbunden werden.
Wie hieraus ersichtlich, ist auch dann, wenn die Hauptfläche den Ergänzungsflächen
gegenüber auszuschneiden oder farblos zu machen ist, die Herstellung von verschiedenfarbigen
Kunstverglasungen im Vergleich zu dem bisherigen Verfahren außerordentlich vereinfacht,
da es nicht mehr nötig ist, die benachbarten verschiedenfarbigen Flächen genau
passend zu beschneiden; mittels I- förmigen Stegen oder dergl. besonders zu fassen und
zu verlöten. .
Claims (2)
1. Verfahren zur Herstellung von Kunstverglasungen mit auf den Glasstücken
aufliegenden (blinden) Stegen, gekennzeichnet dadurch, , daß die blinden Stege so eingerichtet sind, daß sie andere
Glasstücke, an die erst erwähnten anliegend, festhalten können, zum Zweck der
Schattierung und Farbenabwandlung an beliebig gewählten und begrenzten Stellen
auf der Vorder- oder Rückseite der einzelnen Glasteile der Hauptschicht der Kunstverglasung.
2. EineAusführungsform des Verfahrens nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet,
daß die Glasscheiben der Hauptschicht der Kunstverglasung den aufgelegten Glasscheiben
gegenüber ganz oder teilweise weggelassen oder teilweise ausgeschnitten oder ganz oder teilweise farblos gehalten
werden, zum Zwecke, an den betreffenden Stellen die Farben der aufgelegten Scheiben
allein zur Geltung zu bringen.
Hierzu i Blatt Zeichnungen.
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| AT29187D AT29187B (de) | 1903-04-29 | 1906-07-04 | Verfahren zur Herstellung von Kunstverglasungen. |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE171464C true DE171464C (de) |
Family
ID=436429
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DE1903171464D Expired - Lifetime DE171464C (de) | 1903-04-29 | 1903-04-29 |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE171464C (de) |
-
1903
- 1903-04-29 DE DE1903171464D patent/DE171464C/de not_active Expired - Lifetime
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