DE1698112B2 - Vorrichtung zur gleichzeitigen bestimmung der laufgeschwindigkeit und der mechanischen spannung eines kontinuierlich zugefuehrten fadens - Google Patents

Vorrichtung zur gleichzeitigen bestimmung der laufgeschwindigkeit und der mechanischen spannung eines kontinuierlich zugefuehrten fadens

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DE1698112B2
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Description

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Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung zur gleichzeitigen Bestimmung der Laufgeschwindigkeit und der mechanischen Spannung eines kontinuierlich zugeführten Fadens unter Verv indung eines Drehzahlmessers und eines mechanischen Spannungsmessers bei einer Strickmaschine.
Um in der Textil- und Wirkwaren Industrie bei der Herstellung von Textilprodukten genau eine bestimmte Breite und ein bestimmtes Gewicht je Flächeneinheit des gewünschten Erzeugnisses zu erhalten und um irgendwelche Web- bzw. Wirkfehler zu vermeiden, ist es vor allem bei Strickmaschinen erforderlich, sowohl den Ausstoß der Fadenspender, beispielsweise der Fadenablaufspulen, als auch die Arbeitsgeschwindigkeit der Verarbeitungseinrichtungen genau zu regeln. Hierzu hat man bisher einerseits einen Drehzahlmesser bzw. ein Tachometer und andererseits ein Gerät zur Messung der mechanischen Fadenspannung verwendet, wobei man folgendermaßen verfährt.
Um die Fadenspannungen bei den verschiedenen Arbeitsgängen der Strickmaschine gleich zu machen, hat man willkürlich den Ausstoß der Fadenspender beeinflußt. Man hat dabei beim ersten Verarbeitungsvorgang die Länge des erforderlichen Fadens mit Hilfe des Drehzahlmessers ermittelt, welcher anschließend die erforderliche Fadenlänge des nachfolgenden Verarbeitungsvorganges gemessen hat, was sich jedoch häufig als fehlerhaft erwiesen hat. Wenn man nämlich beim letzten gemessenen Verarbeitungsvorgang einen größeren Ausstoß bestimmte als beim ersten Verarbeitungsvorgang, dann konnte man zwar durch entsprechende Einstellung der Verarbeitungseinrichtung den Ausstoß wieder auf einen Wert bringen, der gleich dem am Drehzahlmesser abgelesenen Wert war, in Wirklichkeit jedoch je nach dem Typ des verwendeten Drehzahlmessers darunter oder darüber lag. Man hatte zwar dann denselben Ausstoß an den Fadenspendern aufrechterhalten, die Spannung hatte sich jedoch geändert und damit den Schlupf bzw. das Rutschen des Fadens auf der Rolle des Drehzahlmessers variiert.
Um einen genauen Wert zu erhalten, war es daher erforderlich, die Fadenspannung bei diesem neuen Verarbeitungsvorgang neu einzustellen, den Ausstoß des Fadenspenders zu modifizieren, nochmals eine Drehzahlmessung vorzunehmen und die Einstellung der Verarbeitungseinrichtung zu überprüfen und so fort Diese unpraktische Methode erforderte daher viel Zeit und es war außerdem praktisch unmöglich, auf diese Weise eine Strickmaschine, insbesondere eine solche mit mehrfachen Verarbeitungseinrichtungen, einwandfrei zu steuern.
Der wesentliche Nachteil der für diese Regelungen bisher verwendeten Drehzahlmesser bestand vor allem darin, daß sie von der Fadenspannung beeinflußt werden.
Zur Vermeidung dieses Nachteiles gibt es schon eine Vorrichtung, womit die Laufgeschwindigkeit eines Fadens an einem zwischen dem Fadenspender und der Verarbeitungseinrichtung liegenden Punkt auf einen vorbestimmten, gegebenenfalls konstanten Wert gehalten wird und die vom Fadenspender und der Verarbeitungseinrichtung herrührenden Spannungen geregelt werden, indem derart auf den Ausstoß eingewirkt wird, daß die Laufgeschwindigkeit und die Spannung des Fadens diejenigen vorbestimmten Werte einnehmen, welche entsprechend den gemessenen Eigenschaften des Fadens oder als Funktion der Eigenschaften des Fadens oder als Funktion der Eigenschaften des herzustellenden Pro duktes gewählt wurden. Eine solche Vorrichtung enthält eine regelbare Antriebseinrichtung für den Faden sowie zwei beiderseits dieser Einrichtung an geordnete, mechanische Spannungsmesser, wobei die Antriebseinrichtung für den Faden aus einer entkuppe'bar auf der Welle eines Motors angeordneten Antriebsrolle besteht, welche gleichzeitig Teil eines Drehzahlmessers ist. Diese Vorrichtung enthält drei Anzeigeeinrichtungen zur gleichzeitigen Ablesung der von den beiden Spannungsmessern gemessenen Fadenspannungen sowie der vom Drehzahlmesser gemessenen Laufgeschwindigkeit des Fadens.
Obgleich diese Vorrichtung einwandfrei arbeitet, ist sie jedoch, insbesondere durch die Anordnung der drei Anzeigeeinrichtungen, verhältnismäßig aufwendig und erfordert neben einem erhöhten Platzbedarf ziemlich hohe Herstellungskosten.
Zweck der Erfindung ist die Vermeidung dieses Nachteiles und die Schaffung einer einfacher konstruierten Vorrichtung zur gleichzeitigen Bestimmung der Laufgeschwindigkeit und der mechanischen Spannung eines kontinuierlich zugeführten Fadens, welche einen geringeren Platzbedarf und niedrigere Herstellungskosten erfordert und die in gleicher Weise zwischen einer Spender- und einer Verarbeitungseinrichtung zur Steuerung von deren Arbeitsgeschwindigkeiten verwendbar ist.
Eine solche Vorrichtung ist erfindungsgemäß dadurch gekennzeichnet, da,ß eine von dem Faden teilweise umlaufene, mit einem Drehzahlmesser gekoppelte Meßrolle zwischen zwei Umlenkrollen angeordnet ist, die an den Enden zweier, um den mit der Drehachse der Meßrolle zusammenfallenden Drehpunkt schwenkbarer, von dem geführten Faden gegen eine Federkraft auseinandergespannter Hebelarme gelagert sind, und daß eine teilkreisförmige Ableseskala an dem einen Hebelarm und eine Zeigermarkierung an dem zweiten Hebelarm zur Anzeige der Fadenspannung vorgesehen sind.
In der Zeichnung ist eine Ausführungsmöglichkeit
der erfindungsgemäßen Vorrichtung schematisch dargestellt.
Hierbei läuft der Faden 1 über eine Laufrolle 2, die auf der Welle eines Drehzahlmessers 3 sitzt. Die Führung dieses Fadens 1 um diese Rolle 2 erfolgt mittels zweier Umlenkrollen 4 und 5 an den Enden zweier Hebelarme 6 und 7, die an der Drehachse der Rolle 2 schwenkbar angelenkt sind und durch den Faden 1 entgegen der Wirkung ein ir Zugfeder 8 auseinandergezogen werden.
Zwecks Ablesung der Fadenspannung, welche durch die mehr oder weniger große Spreizung der beiden Hebelarme 6 und 7 angezeigt wird, ist der eine Hebelarm 7 mit einer teilkreisförmigen Ableseskala 9 und der andere Hebelarm 6 mit einem entsprechend angeordneten Zeiger 10 versehen, welcher über diese Ableseskala 9 gleitet. Diese Ableseeinrichtung ist selbstverständlich den jeweiligen Erfordernissen entsprechend auf bestimmte Werte der Fadenspannung geeicht, ao
Die Bestimmung der Laufgeschwindigkeit des Fadens erfolgt in üblicher Weise durch Ablesen der Skala des Drehzahlmessers oder Tachometers 3, auf dessen Welle die von dem Faden teilweise umlaufene Rolle 2 sitzt
Mit dieser erfindungsgemäßen Vorrichtung kann gleichzeitig die Laufgeschwindigkeit des Fadens 1 an dem Drehzahlmesser oder Tachometer 3 sowie die Fadenspannung durch die Anzeige des Zeigers 10 in Abhängigkeit von der Spreizung der beiden Hebelarme 6 und 7 abgelesen werden, wobei diese Anzeigen in üblicher Weise gleichzeitig zur Steuerung der Arbeitsgeschwindigkeiten, beispielsweise einer Spender- und einer Verarbeitungseinrichtung, ausgewertet werden können.
Der wesentliche Vorteil der erfindungsgemäßen Vorrichtung besteht hierbei darin, daß sie während des Betriebes einer solchen Maschine arbeitet und dauernd abgelesen werden kann, ohne daß deren Produktion durch wiederholt durchzuführende Meßvorgänge verzögert wird.
Von besonderem Interesse ist die Anwendung der erfindungsgemäßen Vorrichtung bei der Verarbeitung von synthetischen Fasern, bei welchen die geringste Abweichung von der richtigen Fadenspannung eine Beschädigung der Textur zur Folge hat.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen

Claims (1)

  1. Patentanspruch:
    Vorrichtung zur gleichzeitigen Bestimmung der Laufgeschwindigkeit und der mechanischen Spannung eines kontinuierlich zugeführten Fadens unter Verwendung eines Drehzahlmessers und eines mechanischen Spannungsmessers bei einer Strickmaschine, dadurch gekennzeichnet, daß eine von dem Faden (1) teilweise umlaufene, mit einem Drehzahlmesser (3) gekoppelte Meßrolle (2) zwischen zwei UmlenkrcUen (4,5) angeordnet ist, die an den Enden zweier, um den mit der Drehachse der Meßrolle zusammenfallenden Drehpunkt schwenkbarer, von dem geführten Faden gegen eine Federkraft (8) auseinandergesnannter Hebelarme (6,7) gelagert sind, und daß'ei .1: teilkreisförmige Ableseskala (9) an dem einen Hebelarm (7) und eine Zeigermarkierung (10) an dem zweiten Hebelarm (6) zur Anzeige der Fadenspannung vorgesehen sind.
DE19681698112 1967-03-17 1968-03-15 Vorrichtung zur gleichzeitigen Bestimmung der Laufgeschwindigkeit und der mechanischen Spannung eines kontinuierlich zugefuhrten Fadens Expired DE1698112C (de)

Applications Claiming Priority (3)

Application Number Priority Date Filing Date Title
FR99210A FR1525163A (fr) 1967-03-17 1967-03-17 Appareil de réglage du débit en fonction de la tension
FR99210 1967-03-17
DEA0058452 1968-03-15

Publications (3)

Publication Number Publication Date
DE1698112A1 DE1698112A1 (de) 1971-06-09
DE1698112B2 true DE1698112B2 (de) 1972-12-28
DE1698112C DE1698112C (de) 1973-08-02

Family

ID=

Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
FR2500261A1 (fr) * 1981-02-20 1982-08-27 Bauer Roehren Pumpen Dispositif pour la mesure de la vitesse de deplacement de retrait d'un tuyau d'arrosage d'un appareil automatique d'arrosage en pluie

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* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
FR2500261A1 (fr) * 1981-02-20 1982-08-27 Bauer Roehren Pumpen Dispositif pour la mesure de la vitesse de deplacement de retrait d'un tuyau d'arrosage d'un appareil automatique d'arrosage en pluie

Also Published As

Publication number Publication date
DE1698112A1 (de) 1971-06-09
FR1525163A (fr) 1968-05-17
GB1227591A (de) 1971-04-07

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