DE16968C - Neuerungen an Pumpen mit hydraulischem Gestänge - Google Patents
Neuerungen an Pumpen mit hydraulischem GestängeInfo
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- F—MECHANICAL ENGINEERING; LIGHTING; HEATING; WEAPONS; BLASTING
- F04—POSITIVE - DISPLACEMENT MACHINES FOR LIQUIDS; PUMPS FOR LIQUIDS OR ELASTIC FLUIDS
- F04B—POSITIVE-DISPLACEMENT MACHINES FOR LIQUIDS; PUMPS
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- F04B9/08—Piston machines or pumps characterised by the driving or driven means to or from their working members the means being fluid
- F04B9/10—Piston machines or pumps characterised by the driving or driven means to or from their working members the means being fluid the fluid being liquid
- F04B9/109—Piston machines or pumps characterised by the driving or driven means to or from their working members the means being fluid the fluid being liquid having plural pumping chambers
- F04B9/111—Piston machines or pumps characterised by the driving or driven means to or from their working members the means being fluid the fluid being liquid having plural pumping chambers with two mechanically connected pumping members
- F04B9/113—Piston machines or pumps characterised by the driving or driven means to or from their working members the means being fluid the fluid being liquid having plural pumping chambers with two mechanically connected pumping members reciprocating movement of the pumping members being obtained by a double-acting liquid motor
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- F—MECHANICAL ENGINEERING; LIGHTING; HEATING; WEAPONS; BLASTING
- F01—MACHINES OR ENGINES IN GENERAL; ENGINE PLANTS IN GENERAL; STEAM ENGINES
- F01L—CYCLICALLY OPERATING VALVES FOR MACHINES OR ENGINES
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- F04B53/10—Valves; Arrangement of valves
- F04B53/12—Valves; Arrangement of valves arranged in or on pistons
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Description
KAISERLICHES
PATENTAMT.
Die vorliegende Erfindung betrifft Pumpen, welche Wasser oder andere Flüssigkeiten aus
gröfseren Tiefen, als die Maximalsaugehöhe der betreffenden zu hebenden Flüssigkeit beträgt,
fördern sollen; dies wird im wesentlichen durch ein oder mehrere in den Brunnenschacht in
gewisser Tiefe einzubauende Hülfspumpen mit Differentialkolben, welche abwechselnd durch
Ansaugen und durch den 'eigenen Druck der gehobenen Flüssigkeitssäule bewegt werden, erreicht.
Fig. ι und 2 zeigen in schematischer Form
die Anordnung solcher Pumpenanlagen. A in Fig. ι _ ist eine gewöhnliche Säugpumpe, in
Fig. 2 eine Saug- und Druckpumpe, beide ohne Saugventile; B ist eine Hülfspumpe mit Differentialkolben.
Der Kolben α ist ein gewöhnlicher Saugkolben
mit Ventil und durch die Stange c fest mit dem vollen Kolben b verbunden.
Der Querschnitt des Kolbens b ist der Förderhöhe entsprechend gröfser als der des
Kolbens a. Die Hülfspumpe B communicirt durch Rohr d mit der Pumpe A; f ist das
Saugventil, g das Saugrohr der Hülfspumpe.-Je nach der Förderhöhe ist der Kolben b zu
belasten oder zu entlasten.
Die Pumpe functionirt nun wie folgt:
Angenommen, es seien beide Pumpen, sowie die Rohre d und g mit Wasser gefüllt und
Kolben b nähme seine höchste Lage ein. Wird nun Kolben i herabbewegt, so tritt Flüssigkeit
durch Ventil m. Bewegt man den Kolben darauf nach oben, so wird derselbe die Flüssigkeit
aus der Hülfspumpe B heraussaugen, vorausgesetzt, dafs die Belastung des Kolbens b
derart bemessen ist, dafs der Atmosphärendruck hinreicht, denselben niederzudrücken. Wird
nun Kolben i wieder nach unten bewegt, so wird die Flüssigkeitssäule des Rohres d ein
Heben der beiden Kolben b und α und dadurch ein Ansaugen durch Kolben α bewirken,
vorausgesetzt, dafs diese Flüssigkeitssäule schwer genug ist.
Die Beziehungen, welche zwischen den Gröfsen herrschen, berechnet Erfinder folgendermafsen:
Es bezeichnen:
/ die verticale Entfernung des Kolbens b bei seinem höchsten Stand vom niedrigsten Flüssigkeitsspiegel
in Decimeter;
Q das auf den Kolben b wirkende Gewicht in Kilogramm;
a2 den Querschnitt des Kolbens a in Quadratdecimeter;
b2 den Querschnitt des Kolbens b in Quadratdecimeter;
h und h1 die verticale Höhe der Flüssigkeitssäule in Decimeter von unterhalb Kolben b bei
seinem höchsten Stand bis zum Auslauf der Flüssigkeit;
k die verticale Höhe einer Flüssigkeitssäule in Decimeter, welche dem mittleren Drucke der
atmosphärischen Luft entspricht;
y der Maximalhub des Kolbens b in Decimeter,;
ζ die Höhe in Decimeter, um welche die Flüssigkeit mit dem Kolben i zurückgeht.
Damit bei einer Aufwärtsbewegung des Kolbens i die Flüssigkeitssäule demselben folgt,
mufs sein:
P ' k -4- Q
> P (h + y),
und wird bei vollem Hub des Kolbens b von
der Pumpe A ein Quantum angesaugt, welches dem Räume y b"* entspricht. Damit ferner bei
der Abwärtsbewegung des Kolbens i die Flüssigkeitssäule im Rohre d ein Heben der beiden
Kolben b und α bewirkt, mufs sein:
bei Fig. ι (V — a2) (A — z)
> «2 /+ Q,
bei Fig. 2....{P — a*)(/i+A')>a*/+Q.
Es tritt also bei vollem Hub des Kolbens b in die Pumpe B eine Flüssigkeitsmenge y (b2 — a2)
zurück. Ist der Kolben V am Ende seines Hubes angekommen, so wird bei einer weiteren
Abwärtsbewegung des Kolbens i Ventil m sich öffnen, so dafs so viel Flüssigkeit ausgiefst, als
von dem Kolben α angesaugt war, d.h. y a2
bezw. um wie viel weniger Flüssigkeit in die Hülfspumpe B zurückgetreten war, welches ist:
y.p—y(P — a*)=zya\
Sieht man von den Widerständen ab, so läfst sich Formel I auch wie folgt schreiben:
Aus dieser Gleichung geht hervor, dafs Q positiv, negativ oder Null sein kann, je nachdem
oder k = h-\-y ist.
In Fig. ι ist angenommen, dafs h -\- y kleiner
als k, also bei Wasser beispielsweise bedeutend kleiner als io m, dann wird Q negativ, d. h.
der Kolben b mufs entlastet werden. Am bequemsten erfolgt dies durch die dargestellte
Hebelentlastung mittelst Stange t des durch r gestützten Hebels s mit Gewicht q. Ist jedoch
h -{-y gröfser als k, so mufs der Kolben b
belastet werden, was mittelst Gewichtes, wie Fig. 2 zeigt, oder mittelst einer Flüssigkeitssäule
von entsprechender Höhe oder Windkessel erfolgen kann.
Um bei gröfseren Tiefen bezw. Förderhöhen jede Belastung des Kolbens b zu vermeiden,
kann man auch mehrere derartige, durch Rohr d mit einander verbundene Hülfspumpen B über
einander anordnen; jedoch ist zu bemerken, dafs bei allen diesen Hülfspumpen, mit Ausnahme
der am tiefsten gelegenen, das Saugventil fortfallen mufs.
Fig. 3 zeigt eine Zwillingshülfspumpe, welche mit einer doppelt wirkenden Pumpe ohne Saugventil
oder zwei einfachen, abwechselnd wirkenden, wie in Fig. ι und 2, oder mit einem
Wassermotor A, Fig. 3, verbunden werden kann. Diese Hülfspumpe besitzt zwei Saugcylinder mit
Saugkolben α und a1 und zwei Saug- und zwei
Druckventile, sowie einen Arbeitscylinder mit Arbeitskolben b. Diese drei Kolben sind conaxial
und durch eine Stange mit einander verbunden. Hier ersetzt abwechselnd eine der Wassersäulen der Rohre d und d! das Treibgewicht
Q.
Claims (3)
1. An der in Fig. 2 dargestellten Pumpe das sich nach aufsen öffnende Ventil m.
2. Bei Pumpen mit hydraulischem Gestänge die Verbindung der mit Ventilkolben i versehenen
Pumpe A, Fig. 1, ohne Saugventil durch Rohr d mit der mit dem durch Gewicht
g abbalancirten Differentialkolben a b versehenen Pumpe B.
3. Die Combination der Zwillingshülfspumpe B, Fig. 3, mit Differentialkolben und zwei Steigeröhren
d und d1 mit dem doppelt wirkenden Wassermotor A, Fig. 3, oder mit einer doppelt
wirkenden oder zwei abwechselnd einfach wirkenden Pumpen ohne Saugventile.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE16968C true DE16968C (de) |
Family
ID=293940
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DENDAT16968D Active DE16968C (de) | Neuerungen an Pumpen mit hydraulischem Gestänge |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE16968C (de) |
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE3036097A1 (de) * | 1980-09-25 | 1982-05-06 | Kunststoffbau Dipl.-Ing. A. Voß, 5788 Winterberg | Foerderpumpe fuer brunnen |
-
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- DE DENDAT16968D patent/DE16968C/de active Active
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE3036097A1 (de) * | 1980-09-25 | 1982-05-06 | Kunststoffbau Dipl.-Ing. A. Voß, 5788 Winterberg | Foerderpumpe fuer brunnen |
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