DE168596C - - Google Patents
Info
- Publication number
- DE168596C DE168596C DENDAT168596D DE168596DA DE168596C DE 168596 C DE168596 C DE 168596C DE NDAT168596 D DENDAT168596 D DE NDAT168596D DE 168596D A DE168596D A DE 168596DA DE 168596 C DE168596 C DE 168596C
- Authority
- DE
- Germany
- Prior art keywords
- magnetic needle
- spring
- piston
- flushing water
- released
- Prior art date
- Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
- Active
Links
Classifications
-
- E—FIXED CONSTRUCTIONS
- E21—EARTH OR ROCK DRILLING; MINING
- E21B—EARTH OR ROCK DRILLING; OBTAINING OIL, GAS, WATER, SOLUBLE OR MELTABLE MATERIALS OR A SLURRY OF MINERALS FROM WELLS
- E21B47/00—Survey of boreholes or wells
- E21B47/02—Determining slope or direction
- E21B47/026—Determining slope or direction of penetrated ground layers
Landscapes
- Physics & Mathematics (AREA)
- Life Sciences & Earth Sciences (AREA)
- Engineering & Computer Science (AREA)
- Geology (AREA)
- Mining & Mineral Resources (AREA)
- Geophysics (AREA)
- Environmental & Geological Engineering (AREA)
- Fluid Mechanics (AREA)
- General Life Sciences & Earth Sciences (AREA)
- Geochemistry & Mineralogy (AREA)
- Geophysics And Detection Of Objects (AREA)
Description
KAISERLICHES
PATENTAMT.
Bei den bekannten Vorrichtungen zur Bestimmung des Einfallens kernfähiger Schichten
in Bohrlöchern wird entweder eine ständig festgelegte Magnetnadel mittels eines mit in
das Bohrloch eingelassenen Uhrwerks zeitweilig ausgelöst, oder eine frei spielende
Magnetnadel wird von Tage aus durch eine in das Gestänge geworfene Kugel durch den
Wasserstrom o. dgl. festgelegt. Die an erster
ίο Stelle genannten Vorrichtungen haben den
Nachteil, daß man an eine bestimmte Zeit gebunden ist, während welcher der zur Bestimmung
dienende Bohrkern gewonnen sein muß, während die übrigen Vorrichtungen den Nachteil aufweisen, daß die Magnetnadel
während des Bohrens fortwährend frei spielt und allen Erschütterungen ausgesetzt ist, was
zur Folge hat, daß sie ungenau oder unrichtig anzeigt. Ferner ist es bei Vorrichtungen der
genannten Art bekannt, die Magnetnadel, welche durch Paraffinwachs oder eine ähnliche
Masse festgelegt ist, im Bohrloche dadurch freizugeben, daß die Masse im Bohrloch
durch den elektrischen Strom verflüssigt wird. Bei Verwendung dieser Vorrichtungen
ist jedoch eine elektrische Stromquelle erforderlich.
Durch die vorliegende Erfindung sollen die genannten Nachteile vermieden werden.
Bei der Ausführungsform der Erfindung gemäß den Fig. 1 bis 6 wird die durch eine
kleine Feder χ (Fig. 5) festgelegte Magnetnadel s selbsttätig durch das Aufziehen des
Arbeitsgestänges für die kurze Zeit des Einsteilens freigegeben.
Die äußere Hülse a, die mit dem Gestänge verschraubt wird, trägt nach innen vorspringende
Ansätze b und c (Fig. 3), von denen die ersteren zum Mitnehmen der
inneren Hülse d beim Bohren dienen. Die innere Hülse d besitzt auf der Außenseite
entsprechende Vorsprünge e (Fig. 2 und 6). Die Hülsen? selbst wird mit ihrem unteren'
Ende auf das Kernrohr aufgeschraubt. Die beiden Hülsen α und d sind achsial ineinander
verschiebbar. Das Herausgleiten der inneren Hülse wird durch einen mit Gewinde versehenen
Ring k und durch einen zweiteiligen Ring / (Fig. 1) verhindert. Oben in der
Hülse spielt ein kleiner Kolben f (Fig. i), der durch die Feder g gegen den Boden des
Kompaßgehäuses h gedrückt wird.
Während des Bohrens ruht die äußere Hülse α auf dem unteren verdickten Ende
der Hülse d auf und dichtet dabei die Hülsen gegeneinander ab. Das Spülwasser tritt durch
die Löcher i (Fig. 1 und 6) in das Innere der Hülse d und aus dieser in das Kernrohr,
welches an die Hülse d angeschraubt ist.
Soll die Messung vorgenommen werden, so wird das Gestänge, während die Spülpumpe
weiter arbeitet, so weit hochgezogen, daß die Löcher i des inneren Rohres d durch
die Ansätze c geschlossen werden, wodurch der Druck über dem Kolben f steigt und
dieser abwärts gedrückt wird. Infolge dieser
(2. Auflage, ausgegeben am i. Juni igoS.J
Abwärtsbewegung des Kolbens f wird beispielsweise durch eine Kolbenstange m, auf
die sich die Feder χ stützt, die Magnetnadel freigegeben und zum Spielen gebracht. Wird
jetzt das Gestänge mit der Hülse α weiter
hochgezogen, so werden die Löcher i wieder freigegeben, die Feder g drückt den Kolben/
wieder hoch und die Magnetnadel wird wieder festgelegt.
ίο Bei der in den Fig. 7 und 8 dargestellten
. Ausführungsform der Erfindung wird durch eine vermehrte Wasserzuführung ein unter
Federdruck stehendes Ventil η geschlossen und hierdurch das Freigeben der Magnetnadel
bewirkt. Die Feder des Ventils ist so eingestellt, daß das Ventil bei normalem
Spülstrom nicht geschlossen werden kann. Erst wenn man die Spülpumpe schneller laufen läßt, erfolgt das Schließen des Ventils,
welches so lange im geschlossenen Zustande verharrt, als die Pumpe Wasser in das Gestänge
drückt. In diesem Zustande ist der Kolben / nach abwärts gedrückt und die Magnetnadel spielt. Nachdem die letztere
die Nordrichtung angenommen hat, wird die Spülpumpe abgestellt, der Kolben wird durch
die Feder hochgedrückt und die Nadel festgelegt. Eine Bohrung 0 gestattet den freien
Abwärtsgang des Kolbens. Das Kompaßgehäuse wird zweckmäßig, wie üblich, mit
öl angefüllt, um zu verhindern, daß Wasser an die Magnetnadel gelangt.
Die Vorrichtung kann sowohl in der beschriebenen Weise in-Verbindung mit dem
Kernrohr als auch — wie im Patent 44299 angegeben — zusammen mit einem Meißel,
der erst den Kern mit einer Marke versieht, Verwendung finden. Sicherer ist es, den
Kern erst mit einer Marke zu versehen und dann zur Kontrolle mit dem Kernrohr auszuheben.
In allen Fällen bleiben die Vorteile der Erfindung: sichere Einstellung der Magnetnadel,
Anwendung zu jeder beliebigen Zeit und beliebig oft hintereinander, größte Einfachheit
in der Bedienung, bestehen.
Bei sehr genauen Messungen des Einfallens der Gebirgsschichten kann die Vorrichtung,
wie bekannt, mit einer Lotvorrichtung in Verbindung gebracht werden.
Claims (3)
1. Vorrichtung zur Ermittelung des , Einfallens der Schichten in Bohrlöchern
vermittels einer festgelegten, zeitweise freigegebenen Magnetnadel, dadurch gekennzeichnet,
daß die Magnetnadel durch eine Feder festgelegt ist und jederzeit zwecks Vornahme der Messung durch
den Spülwasserstrom freigegeben werden kann.
2. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß das Freigeben
der Magnetnadel durch Anheben des Gestänges in der Weise erfolgt, daß das Spülwasser abgesperrt wird und der steigende
Wasserdruck auf einen unter dem Druck einer Feder (g) stehenden Kolben ff) wirkt und diesen abwärts treibt, wodurch
ein Auslösen der Magnetnadel fs) vermittelt wird.
3. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß das Freigeben
der Magnetnadel durch Steigerung der Spülwassermenge in der Weise erfolgt, daß das Spülwasser ein unter Federdruck
offen gehaltenes Ventil (n) schließt und darauf den Kolben ff) abwärts bewegt,
der die Magnetnadel fs) beeinflußt.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE168596C true DE168596C (de) |
Family
ID=433798
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DENDAT168596D Active DE168596C (de) |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE168596C (de) |
Cited By (2)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| US2747294A (en) * | 1953-05-26 | 1956-05-29 | Exxon Research Engineering Co | Borehole inclinometer |
| DE3324003A1 (de) * | 1983-07-04 | 1985-01-17 | Hans Dr. 5300 Bonn Plaetschke | Verfahren zur herstellung von feinstem aluminiumhydroxid |
-
0
- DE DENDAT168596D patent/DE168596C/de active Active
Cited By (2)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| US2747294A (en) * | 1953-05-26 | 1956-05-29 | Exxon Research Engineering Co | Borehole inclinometer |
| DE3324003A1 (de) * | 1983-07-04 | 1985-01-17 | Hans Dr. 5300 Bonn Plaetschke | Verfahren zur herstellung von feinstem aluminiumhydroxid |
Similar Documents
| Publication | Publication Date | Title |
|---|---|---|
| DE69108670T2 (de) | Bohrloch-Fluidprobennehmer. | |
| DE3852785T2 (de) | Vorrichtung zur Probenentnahme von Flüssigkeiten aus Bohrungen. | |
| DE3242905A1 (de) | Geraet zum messen des druckes in einem bohrloch | |
| DE1433202B1 (de) | Vorrichtung zum Untersuchen von Erdformationen in Spuelung enthaltenden Bohrloechern | |
| DE102018006901B4 (de) | Vorrichtung und Verfahren zur Durchführung geologischer Untersuchungen | |
| DE60003425T2 (de) | Bohrlochvorrichtung | |
| DE2329332A1 (de) | Verfahren und vorrichtung zur entnahme von probenkernen | |
| DE69403365T2 (de) | Durch gewickelten Rohrstrang betätigte Probenentnahmevorrichtung | |
| DE2507220A1 (de) | Kernrohrbohrvorrichtung | |
| EP3339564B1 (de) | Vorrichtung und verfahren zur entnahme einer probe | |
| DE845425C (de) | Verfahren zur Messung der Kohlenfestigkeit und Geraet zur Durchfuehrung des Verfahrens | |
| DE262760C (de) | ||
| DE1533620A1 (de) | Verfahren zur Untersuchung von Bohrloechern | |
| DE2124990C3 (de) | Sicherheitsventil für Tiefbohrungen | |
| DE59393C (de) | Wassertiefenmesser | |
| DE102022105520B4 (de) | Injektionssonde | |
| DE613624C (de) | Verfahren und Vorrichtung zur Kernorientierung bei Tiefbohrungen | |
| DE459821C (de) | Vorrichtung zum Ausfuehren von Tiefbohrungen nach dem Schlagsystem | |
| DE420660C (de) | Fuer Pressluft-Werkzeuge bestimmte, in Pressluft-Leitungen einzubauende, selbsttaetige Schmiervorrichtung mit einem durch den Arbeitskolben angetriebenen OElkolben | |
| DE280868C (de) | ||
| DE685605C (de) | Durch Druckwasser betaetigter Rohrfaenger fuer Erdbohrungen | |
| AT224043B (de) | Gerät zur Entnahme von Flüssigkeitsproben aus von einem Bohrloch durchteuften Erdformationen | |
| DE154496C (de) | ||
| DE504338C (de) | Vorrichtung zur Entnahme von Stoffproben, insbesondere aus Schaechten und Bohrloechern mittels eines Gefaesses | |
| DE526619C (de) | Doppelkernrohr mit Stuetzkugellager |