DE16682C - Neuerungen in der Anlage elektrischer Stromleitungen - Google Patents
Neuerungen in der Anlage elektrischer StromleitungenInfo
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- DE16682C DE16682C DENDAT16682D DE16682DA DE16682C DE 16682 C DE16682 C DE 16682C DE NDAT16682 D DENDAT16682 D DE NDAT16682D DE 16682D A DE16682D A DE 16682DA DE 16682 C DE16682 C DE 16682C
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- H02—GENERATION; CONVERSION OR DISTRIBUTION OF ELECTRIC POWER
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- H02J1/00—Circuit arrangements for DC mains or DC distribution networks
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- Power Engineering (AREA)
- Magnetically Actuated Valves (AREA)
Description
KAISERLICHES
PATENTAMT.
In dem Haupt-Patent No. 15525 hat der
Patentsucher nur eine Art der Vertheilung der Elektricität in Betracht gezogen, und zwar die
nach der Methode, bei welcher ein Theil der Leitung als Conductor (Reservoir) functionirt
und . stets bei gleicher Intensität des elektrischen Stromes die verschiedenen Receptoren speist.
Tritt nun der Fall ein, dafs die Anzahl der Receptoren im Verhältnifs zur Stromerzeugung
sehr grofs ist, so wird an von der Stromquelle entfernten Stellen die Leitung nicht mehr als
Conductor wirken und den an sie gestellten Anforderungen bezüglich der Intensität des
Stromes nicht mehr genügen können; dieser Mangel wird stromabwärts um so mehr hervortreten,
je mehr der Consum stromaufwärts zunimmt. Sobald dieser Zustand eintritt, mufsu
die Ausströmung von der Anstalt aus dahin abgeändert werden, dafs den entfernteren
schwächsten Stellen directer Strom zugeführt wird. Dieses läfst sich durch Hand oder auf
automatischem Wege erreichen, indem man entweder die Geschwindigkeit der Induction für
ein constantes magnetisches Feld oder das inducirende magnetische Feld bezüglich einer
constanten Geschwindigkeit der inducirenden Ströme wechseln läfst.
Damit die Anstalt für Stromerzeugung zur rechten Zeit von der Sachlage bezw. den Intensitätsverhältnissen
informirt ist, stellt man an den Ausgangs- und Eingangspunkten des Stromes in der Anstalt Galvanometer (z. B. von Deprez
mit starkem und feinem Draht) auf.
Wenn man nun an dem aus der Praxis als schwächsten erkannten Punkte'der Vertheilungsleitung
einen Theil des Stromes (Erfinder nennt diesen Theil Rückstrom) abzweigt und mittelst
einer besonderen Leitung (also Rückleitung), die man durch ein Galvanometer von Deprez
oder durch ein anderes ähnliches (mit feinem Draht) führt, nach der Anstalt hinleitet, so ist
man in jedem Augenblick über den wahren Zustand dieses Punktes informirt.
Die Anwendung dieses Rückstromes bildet den Haupttheil für die Regulirung der Stromvertheilung,
wenn die Ausströmungsleiter aufgehört haben, als Conductoren zu functioniren. Soll nun gemäfs den durch den Rückstrom gelieferten
Angaben die elektromotorische Kraft der Anstalt regulirt werden, so ist zwar nur ein
einfacher Apparat erforderlich, welcher jedoch mit peinlicher Aufmerksamkeit überwacht werden
mufs, um die nöthigen Correcturen richtig zu treffen.
Da man nun nicht mit Sicherheit auf das Vorhandensein einer solchen unausgesetzten
Aufmerksamkeit rechnen kann, so hat Erfinder den in folgendem beschriebenen automatischen
Regulator angewendet; derselbe besteht, wie aus Fig. ι und 2 der beiliegenden Zeichnung
ersichtlich, aus einem Elektromagneten AB, welcher mit feinem Draht umwickelt ist, einer
horizontalen schwingenden Armatur des Elektromagneten, welche in der Art eines Wagebalkens
disponirt ist und auf einer eisernen Schneide, welche die Verlängerung des Poles A
bildet, schwingt; dieselbe ist rechts und links mit Federn CC1 versehen, welche mit anderen
Federn H1 in Contact stehen und hierdurch
den Durchgang des Localstromes durch den Inductionscylinder Bs in der einen oder der
anderen Richtung veranlassen.
Es bezeichnen ferner:
/ ein Gegengewicht; dasselbe dient dazu, der auf experimentalem Wege bestimmten
Wirkung des Rückstromes das Gleichgewicht zu halten.
Hi Isolirungen,
s s von den Schenkeln A und B des Elektromagneten
isolirte Träger; dieselben sind mit den Federn ttx versehen, deren Spannung
durch Schrauben regulirt wird,
Bs rotirende Armatur (Siemens Inductionscylinder
oder ein anderer), welche sich nach der Richtung des durch die Stärke des Rückstromes
beeinflufsten Localstromes nach rechts oder links dreht,
// Reiber, welche den Localstrom dem Inductionscylinder zuführen.
Fig. 3 der Zeichnung veranschaulicht einen Situationsplan, in welchem U die Anstalt für
Stromerzeugung und R das Leitungsnetz bezw. die Vertheilungsleitung repräsentirt, welches
. einerseits an die Anstalt durch die positive Klemmschraube ■ der dynamo-elektrischen Maschine
und andererseits an die Consumstelle angeschlossen ist, so dafs in dem Falle, in
welchem bei letzterer kein Consum stattfindet, der Strom nach der Anstalt nur vermittelst des
Rückleitungsdrahtes gelangt.
Die Consumstelle ist an das Netz und an die Erde angeschlossen. Desgleichen auch die
zweite Klemmschraube der Maschine.
Der Rückstrom, welcher von dem schwächsten, in der Stadt gelegenen Punkt, der im Situationsplan
mit ν bezeichnet ist, ausgeht, läuft durch den feinen Draht des Elektromagneten A B,
magnetisirt diesen und wirkt auf die Armatur a b ein.
Wenn das ■ Gegengewicht p bei elektro- . magnetischer Wirkung des normalen Rückstromes der Armatur das Gleichgewicht hält,
wobei die Vertheilungsleitung des Systems als Conductor functionirt, so nimmt die Armatur
die in Fig. ι gezeichnete Stellung ein.
Infolge dessen mufs jede in der einen oder anderen Richtung am Punkt ν eintretende
Aenderung Bewegungen der Armatur in einer diesen Aenderungen entsprechenden Richtung
hervorrufen.
Wenn die an dem Punkt ν disponible Kraft die Tendenz hat, zu sinken, so wird die
Wirkung des Gegengewichts / eine überwiegende; wenn diese Kraft im Gegentheil zunimmt,
so wird der Pol B ein Uebergewicht hervorrufen.
Im ersten Fall wird die Armatur mittelst der
Contacte C1 ti einen Localkreis, dessen Strom
,durch den Inductionscylinder B s geht, schliefsen und die Umdrehung des letzteren nach einer
Richtung, beispielsweise nach links, bewirken.
In dem zweiten Fall wird die Armatur mittelst der Contacte c t den Localkreis so
schliefsen, dafs der Strom in entgegengesetzter Richtung in den Cylinder B s eintritt, wodurch
derselbe nach rechts herumgedreht wird.
Diese in entgegengesetzten Richtungen stattfindenden Umdrehungen bei zu starkem bezw.
zu schwachem Rückstrom werden zur Regulirung der elektromotorischen Kraft wie folgt
benutzt:
Der Inductionscylinder B s ist an einem Ende mit einer Schnecke G versehen, die ein
Schneckenrad H in Gang setzt, welches entweder direct behufs Vergröfserung oder Verminderung
der Geschwindigkeit des Elektromotors auf ein Dampfventil V einwirkt oder
auf eine Serie von Widerständen einen Einflufs in der Art ausübt, dafs es dieselben entweder
aufhebt oder in den Inductionskreis einführt, um so die Intensität des magnetischen Inductionsfeldes
zu vergröfsern oder zu verringern. Bei diesem System bieten sich drei Fälle dar:
ι. Das System der Vertheilungsleitung functionirt
als Conductor, oder
2. als gewöhnliche Leitung, so dafs dann nachstehende zwei Fälle eintreten können:
a) wenn der allgemeine Consum steigt, wird der Punkt ν nur schwach bedient;
b) wenn der allgemeine Consum abnimmt, strömt eine überschiefsende Menge Elektricität
nach dem Punkt ν hin.
Wenn im ersteren Fall am Punkt ν alles in normaler Ordnung ist, bleibt die Kraft des
Rückstromes constant, folglich die Armatur a b im Gleichgewicht, und die Anstalt producirt und
läfst die Elektrizität unter constanter Spannung
ausströmen, jedoch in einer mit dem Consum wechselnden Menge oder besser in einem den
Bedürfnissen des Verbrauchs entsprechenden Quantum.
Wenn in dem zweiten Fall
a) der Consum zunimmt, so tritt ein Zeitpunkt ein, in welchem die Leiter den Ansprüchen,
die an sie gestellt werden, d. i. die Function als Conductoren, nicht mehr genügen.
Man sieht alsdann, dafs die Kraft des Rückstromes abnimmt; die Armatur, welche nicht
mehr im Gleichgewicht gehalten wird, beginnt unter dem Einflufs des Gewichtes/ zu schwingen,
schliefst den Localkreis bei C1 ή und dem Inductionscylinder
Bs und bewirkt dessen Umdrehung in der entsprechenden Richtung, um
so die Geschwindigkeit der Induction zu vergröfsern oder den Widerstand des Inductionskreises
abzuschwächen. Die elektromotorische Ausströmungskraft gewinnt an Bedeutung, was
man baldigst aus der Wirkung des Rückstromes ersieht, welcher das Gleichgewicht der Armatur
so lange festhält, als nicht an dem Punkt ν ein neues Sinken der Spannung eintritt.
zb. Etwas später hat der Verbrauch das Bestreben, sich zu verringern, und zwar sowohl
infolge Auslöschens der Flammen oder des Aufhörens anderer Arbeiten. Da die Anstalt
stets mit der verlangten Spannung arbeitet, so hat die Rückstromkraft das Bestreben, zuzunehmen;
in diesem Fall überwiegt die Wirkung des Elektromagneten, ruft Schwingungen der Armatur α b hervor und schliefst den Localkreis
bei et derart, dafs der Inductionscylmder Bs
in entgegengesetzter Richtung sich dreht, um so die elektromotorische Ausströmungskraft zu
vermindern, sei es, indem derselbe die Inductionen weniger schnellen Umdrehungen
unterwirft, sei es, indem er den Widerstand des Inductionskreises erhöht. Das Gleichgewicht
der Armatur stellt sich wieder her, und zwar findet dies bis zu dem Augenblick statt, in welchem die Ausströmungsleiter wieder
zu Conductoren werden.
Alsdann tritt der regelmäfsige Gang in der Anstalt wieder ein, die Arbeit geht unter constanter
Spannung vor sich, bis jeglicher Consum aufhört; dies wird in genügender Weise durch
die Kraftmesser angezeigt, von denen der eine, wie schon oben erwähnt, in den Ausströmungskreis am Ausgange der Anstalt, während der
andere in den Rückstromkreis eingeschaltet wird. Hört der. Consum am Verbrauchsorte
auf, so müssen ihre beiderseitigen Angaben identisch sein, wenn keine Verluste stattfinden.
Es hat sich herausgestellt, dafs, wenn der Emissionskreis oder das System nicht als
Conductorsystem functionirt, es erforderlich wird, dafs die Anstalt ihre elektromotorische
Ausströmungskraft in der durch den Rückstrom angedeuteten Richtung verändert, um so nach
dem Punkt ν diejenige Menge von elektrischer Kraft hingelangen zu lassen, die dort fehlt.
Es ist jedoch die Frage, ob diese durch den Punkt ν hervorgerufene Correctur nicht in
sämmtlichen anderen Punkten eine gewisse Störung verursacht. Natürlich kann dies nicht
anders sein, denn wenn man bei diesem, als dem schwächsten Punkte, die elektromotorische
Kraft verstärkt, so müssen alle anderen Punkte unter den Folgen dieser Thatsache leiden.
Um diesem Uebelstande abzuhelfen, erhält jede Consumstelle zur Regulirung des Consums
ein gleiches Mittel mit dem, welches die Anstalt zur Regulirung ihrer elektromotorischen
Kraft benutzt, je nach den Bedürfnissen der Vertheilung an den schwachen Punkten. Zu
diesem Zweck benutzt Erfinder den in Fig. ι und 2 dargestellten Apparat, welcher weiter
oben als Ausströmungsregulator beschrieben wurde, und nennt denselben Kraft- oder Consumregulator.
Ein Rückstrom wird hier nicht angewendet.
Der Strom wird an der Consumstelle selbst entnommen. Wenn die Spannung zuzunehmen
beginnt, wird die Kraft des Elektromagneten A B überwiegen und einen Localkreis, der durch
den Inductionscylmder B s geht, schliefsen, dessen Bewegung vermöge der oben beschriebenen
Vorgänge in den Vertheilungskreis successive Widerstände einbringt, bis das Gleichgewicht
der Armatur wieder hergestellt ist oder vielmehr bis zur Wiederherstellung des Gleichgewichts
in dem Consum; im Gegentheil, wenn die Spannung abzunehmen im Begriffe steht, wird das Gegengewicht /, welches alsdann
überwiegt, die Armatur in entgegengesetzter Richtung zum Schwingen bringen und eine Umdrehung
des Inductionscylinders Bs bewirken, um so aus dem Kreis den zur Wiederherstellung
des Verbrauchsgleichgewichtes erforderlichen Widerstand zu entfernen.
Fig. 4 stellt ein Schema des ersten Vertheilungsmodus dar, d. h. für den Fall, in
welchem das Netz der Vertheilungsleitung als Conductor functionirt; der Inductionscylmder Bs
hat seine Mittellage eingenommen, da kein Strom durch ihn hindurch läuft.
Fig. 5 zeigt das Schema des zweiten Vertheilungsmodus, d. h. in dem Falle, in welchem
das Netz der Vertheilungsleitung ungenügend wird und aufhört, als Conductor zu functioniren.
An dem Punkt ν des Situationsplanes wird ein Deficit eintreten; der Rückstrom nimmt an.
Stärke ab.
Das Gegengewicht / verursacht eine schwingende Bewegung der Armatur α b und schliefst
den Localkreis auf der Armatur Bs, und zwar in C1 Z1.
Die vom Strom verfolgte Richtung wird durch Pfeile angedeutet.
Der Inductionscylinder rotirt nach rechts und wirkt darauf hin, die Inductionen schneller erfolgen
zu lassen oder den schädlichen Widerstand aus dem inducirenden Stromkreis auszuschliefsen.
Fig. 6 stellt die Art und Weise der Functionirung des Regulators dar in dem dritten Fall
der Ausströmung, d. h. wenn das Netz nach Aufgabe seiner Function als Conductor die
Tendenz hat, in diesen Zustand wieder zurückzukehren. Die Kraft an dem Punkt υ und
folglich auch in dem Rückstrom strebt danach, sich zu vermehren. Die Armatur a b schwingt
unter dem Einflufs des Poles B und schliefst den Localkreis auf der Armatur Bs in C1 ή.
Die Pfeile geben die Richtung des Stromes an.
Der Inductionscylmder B s rotirt nach links
und hat das Bestreben, die Geschwindigkeit
der Motoren und infolge dessen diejenige der
Inductionen zu vermindern oder in den inducirenden Stromkreis den. nöthigen Widerstand
zur Schwächung der Intensität einzuschalten.
und hat das Bestreben, die Geschwindigkeit
der Motoren und infolge dessen diejenige der
Inductionen zu vermindern oder in den inducirenden Stromkreis den. nöthigen Widerstand
zur Schwächung der Intensität einzuschalten.
Claims (1)
- Pat ent-Ansprüche:i. Bei galvanischen Stromvertheilungsleitungen
die Anwendung des von einem zweckentsprechend gewählten Punkt ν ausgehenden
Rückstromes in Verbindung mit dem Regulator , Fig. ι und 2, zum Ausgleichen verschiedener Stromintensitäten, indem der
Rückstrom, welcher auf einen Elektromagneten und eine äqüilibrirte Armatur
einwirkt, einen Localkreis schliefst, welcher
einen Siemens'sehen oder anderen Inductionscylinder in verschiedenen Richtungen
umdreht, um so die elektromotorische Kraft
der Anstalt verändern zu können.Die Anwendung eines dem Consumenten entnommenen und um den Elektromagneten des sogenannten Consuniregulators geführten Zweigstromes, wobei der Elektromagnet auf eine äqüilibrirte Armatur einwirkt, einen Localkreis schliefst und dadurch einen Siemens'sehen oder anderen Inductionscylinder in verschiedenen Richtungen umdreht, um an der Consumstelle das Gleichgewicht im Verbrauch des galvanischen Stromes aufrecht zu erhalten. Die Construction des Regulators, Fig. 1 und 2, welcher aus einem Elektromagnet AB, einem Inductor B s, einer äquilibrirten Armatur ab, den Contacten C1 ή und et, dem Schneckenrad H und der Schnecke G besteht, vermittelst welcher Theile ■ Schwankungen der Stromintensitäten auf den den Stromerzeuger bewegenden Motor behufs Regulirung der Stromerzeugung übertragen werden.Hierzu I Blatt Zeichnungen.BERLIN. GEDRUCKT IN DER REICHSDRUCKEREJ.
Publications (1)
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