DE166152C - - Google Patents
Info
- Publication number
- DE166152C DE166152C DENDAT166152D DE166152DA DE166152C DE 166152 C DE166152 C DE 166152C DE NDAT166152 D DENDAT166152 D DE NDAT166152D DE 166152D A DE166152D A DE 166152DA DE 166152 C DE166152 C DE 166152C
- Authority
- DE
- Germany
- Prior art keywords
- gases
- carbonic acid
- generator
- engine
- combustion
- Prior art date
- Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
- Active
Links
- 239000007789 gas Substances 0.000 claims description 27
- CURLTUGMZLYLDI-UHFFFAOYSA-N Carbon dioxide Chemical compound O=C=O CURLTUGMZLYLDI-UHFFFAOYSA-N 0.000 claims description 25
- 238000002485 combustion reaction Methods 0.000 claims description 12
- 238000000034 method Methods 0.000 claims description 10
- 238000004880 explosion Methods 0.000 claims description 8
- 229910002090 carbon oxide Inorganic materials 0.000 claims description 5
- 239000006096 absorbing agent Substances 0.000 claims description 4
- 229910002092 carbon dioxide Inorganic materials 0.000 claims description 2
- 239000001569 carbon dioxide Substances 0.000 claims description 2
- 238000002360 preparation method Methods 0.000 claims description 2
- 230000004913 activation Effects 0.000 claims 1
- 238000009835 boiling Methods 0.000 claims 1
- 239000002360 explosive Substances 0.000 claims 1
- 238000005215 recombination Methods 0.000 claims 1
- 230000006798 recombination Effects 0.000 claims 1
- 230000035939 shock Effects 0.000 claims 1
- XLYOFNOQVPJJNP-UHFFFAOYSA-N water Substances O XLYOFNOQVPJJNP-UHFFFAOYSA-N 0.000 description 7
- 239000000571 coke Substances 0.000 description 5
- BVKZGUZCCUSVTD-UHFFFAOYSA-M Bicarbonate Chemical compound OC([O-])=O BVKZGUZCCUSVTD-UHFFFAOYSA-M 0.000 description 2
- 238000004519 manufacturing process Methods 0.000 description 2
- 230000001105 regulatory effect Effects 0.000 description 2
- QVGXLLKOCUKJST-UHFFFAOYSA-N atomic oxygen Chemical compound [O] QVGXLLKOCUKJST-UHFFFAOYSA-N 0.000 description 1
- 230000001680 brushing effect Effects 0.000 description 1
- 235000011089 carbon dioxide Nutrition 0.000 description 1
- 150000004649 carbonic acid derivatives Chemical class 0.000 description 1
- 238000000354 decomposition reaction Methods 0.000 description 1
- 239000000284 extract Substances 0.000 description 1
- 239000002737 fuel gas Substances 0.000 description 1
- 239000013067 intermediate product Substances 0.000 description 1
- 239000007788 liquid Substances 0.000 description 1
- 238000003754 machining Methods 0.000 description 1
- 239000000203 mixture Substances 0.000 description 1
- 229910052760 oxygen Inorganic materials 0.000 description 1
- 239000001301 oxygen Substances 0.000 description 1
- 230000001902 propagating effect Effects 0.000 description 1
- 238000000926 separation method Methods 0.000 description 1
- 239000000126 substance Substances 0.000 description 1
Classifications
-
- C—CHEMISTRY; METALLURGY
- C01—INORGANIC CHEMISTRY
- C01B—NON-METALLIC ELEMENTS; COMPOUNDS THEREOF; METALLOIDS OR COMPOUNDS THEREOF NOT COVERED BY SUBCLASS C01C
- C01B32/00—Carbon; Compounds thereof
- C01B32/50—Carbon dioxide
Landscapes
- Chemical & Material Sciences (AREA)
- Organic Chemistry (AREA)
- Chemical Kinetics & Catalysis (AREA)
- Inorganic Chemistry (AREA)
- Output Control And Ontrol Of Special Type Engine (AREA)
- Engine Equipment That Uses Special Cycles (AREA)
Description
I &
KAISERLICHES
PATENTAMT.
Gegenstand der vorliegenden Erfindung bildet ein Arbeitsverfahren bei der Darstellung
von Kohlensäure, welches im wesentlichen darin besteht, daß von der gleichen Quelle (Generator) außer der Rohkohlensäure
auch die für den mechanischen Betrieb notwendigen Kraftgase geliefert werden.
In den beiliegenden Zeichnungen ist eine nach diesem Verfahren arbeitende Anlage
ίο schematisch dargestellt.
α ist der Generator, welcher sowohl für die Erzeugung von Generator- wie Wassergas
eingerichtet sein kann. In der Zeichnung ist ein Wassergasgenerator beispielsweise dargestellt.
Das im Generator erzeugte Gas wird nach zwei verschiedenen Richtungen abgeführt,
einerseits durch die Leitung n, deren Durchgang vermittels der Drosselklappe s
regulierbar ist, zur Verbrennungskammer πι.
Zu dieser Verbrennungskammer oder zu der Leitung n, kurz vor der Verbrennungskammer,
führt das Luftrohr 0, welches die zur Verbrennung notwendige Luft zuführt, die einerseits
wieder durch Bestreichen des inneren Mantels von α vorgewärmt und durch das
mittels Klappe w regulierbare Rohr q zugeführt wird. Die Bewegung der Gase geschieht
durch eine in der Zeichnung nicht dargestellte Luftpumpe, welche die Gase mittelbar aus dem Generator ansaugt. In m
wird das Generatorgas bezw. Wassergas zu Kohlensäure und Wasser verbrannt, und durch
den in der Zeichnung mit r bezeichneten, hier nur schematisch dargestellten Auskocher für
die Bikarbonatlaugen hindurchgeleitet, wo vermittels seiner Wärme die Zerlegung der
Lauge und die Abscheidung der Kohlensäure erfolgt. Die dadurch schon gekühlten Gase
werden nun durch ρ zu den Absorbern geführt. Ein anderer Teil der im Generator a
erzeugten Gase wird durch das Rohr c abgeführt und wird durch dieses Rohr von
einem Saugmotor g angesogen und leistet dort durch die Explosion unter Zuhilfenahme
der durch k zugeführten Luft mechanische Arbeit. In das Rohr c kann ein Röhrenkessel
b eingeschaltet sein, um eventuell bei h zugeführtes Wasser in Dampf zu verwandeln
und durch e, f dem Generator zuzuführen, falls mit Wassergas bezw. Halbwassergas usw.
gearbeitet wird. In der Leitung c befindet sich eventuell ferner noch ein Skrubber i,
um das für den Explosionsmotor bestimmte Gas mechanisch und chemisch zu reinigen.
Die Auspuffgase des Motors werden durch, die Leitung / der Verbrennungskammer m zugeführt,
wo sie sich mit den direkt aus dem Generator entnommenen und dann verbrannten Gasen vermischen. In die Leitung I ist
zur Sicherung des Betriebes eine Expansions- oder Explosionskammer χ χ eingeschaltet,
welche mit nach außen schlagenden Ventilen x,y, \ ausgestattet wird, von denen das
letztere im Falle einer Explosion in den Abgasen die Leitung / nach der Verbrennungskammer
abschließt, um zu verhüten, daß die Explosion sich bis in die Absorber fortpflanzt.
Bei dem Explosionsstoß öffnen sich dann die Ventile x,y, um die expandierenden
Gase ins Freie zu lassen. Zur Sicherung der Explosion etwa unverbrannt austretender Gase
im Auspuffrohr des Motors wird in dem letzteren eine geeignete, am besten elektrische
Zündvorrichtung eingerichtet oder aber eine
mechanische Zündvorrichtung an dem Stutzen« des Rohres t, welches durch das \^entil ν
mit η verbunden ist, vorgesehen. Der Motor g liefert die gesamte mechanische Kraft,
welche notwendig ist, um die Gasförderung im Apparat aufrecht zu erhalten, die Laugen
zu bewegen usw.
Bisher hat man wohl vorwiegend nach dem Οζο uf'sehen Verfahren gearbeitet, in welchem
ίο direkt Kohlensäure erzeugt wird, im Gegensatz
zum vorliegenden Verfahren, das zunächst nur Kohlenoxyd erzeugt und dieses zum Teil als Kraftgas, zum Teil als Wärmequelle
für die Laugenabkochung benutzt. Es wird im vorliegenden Falle durch eine Minderzuführung
von Sauerstoff, als zur direkten Kohlensäuredarstellung nötig, zunächst ein
Zwischenprodukt erzeugt, dessen chemische Eigenschaften eine Energieaufspeicherung bedingen.
Diese Energie, welche bei direkter Kohlensäureherstellung im Generator lediglich
einen heißeren Generatorgang zur Folge hätte, also einen gewissen Übelstand herbeiführen
würde, der nur schwer durch Ausnutzung der hohen Temperatur kompensiert werden könnte, ist nach der vorliegenden
Erfindung zunächst örtlich verlegt, dann aber auch gleichzeitig örtlich geteilt worden, indem
sie, statt im Generator verhältnismäßig wertlos zu bleiben, an zwei anderen Orten
mit außerordentlich technischem und wirtschaftlichem Vorteil benutzt ' werden kann.
Die außerhalb des Generators verlegte und dort ausgelöste Energie wird an zwei verschiedenen
Stellen verwendet, einmal zur Beheizung des Auskochkessels für die gesättigten Kohlensäurelaugen und dann an
anderer Stelle als Quelle für die mechanische Kraft, welche im Betriebe des Systems gebraucht
wird. Durch diese doppelte Ausnutzung der Energie des zunächst erzeugten Kohlenoxyds unterscheidet sich das vorliegende
Verfahren von der bekannten Kohlensäuredarstellung, bei welcher gleichfalls zunächst
Kohlenoxyd erzeugt und dieses sodann in einer besonderen Verbrennungskammer zu Kohlensäure verbrannt wird und
eine Ausnutzung der Verbrennungswärme zum Erhitzen der Bikarbonatlaugen stattfindet
(vergl. Schmatolla, die Fabrikation der flüssigen Kohlensäure [1898] S. 15.)
Das Ozouf'sche Verfahren leidet an dem
Übelstand, daß es zum Überhitzen seiner Lauge mehr Koks verbraucht als zur Gewinnung
von Kohlensäure notwendig ist. Der Erfinder gewinnt aus 1200 kg Koks in
12 Stunden 2400 kg Kohlensäure und 100 Pferdekräfte. Er holt also noch mehr
Kraft heraus, als er direkt verbraucht, er kann also beliebig hoch absorbieren.
Auch durch Verbrennung des Koks unter dem Kessel der Dampfmaschine und Sammlung
der Kohlensäuregase zum Zwecke ihrer Gewinnung kann das, was in vorliegendem Falle erzielt wird, nicht geleistet werden.
Eine Dampfmaschine braucht für eine Krafteinheit, beispielsweise 100 Pferdekräfte, wesentlich
mehr Koks als ein an den Generator angeschlossener Gasmotor. Es bleibt also bei der Dampfmaschine für die Abkochung
wesentlich weniger Wärme übrig, so daß man, um entweder die Abkochung oder die Kraftleistung
auf der Höhe zu halten, nach der einen oder anderen Richtung hin noch Koks verbrennen muß. Das ist bei dem vorliegenden
Verfahren nicht der Fall, man erhält vielmehr bei dem vorliegenden Verfahren so viel Energie sowohl an Wärme als an
mechanischer Kraft, als notwendig ist, um den Betrieb für die Bearbeitung der erzielten
Kohlensäure aufrecht zu erhalten.
Claims (2)
1. Verfahren zur Darstellung von Kohlensäure, bei welchem zunächst Kohlenoxyd
bezw. solches enthaltende Gase erzeugt und diese dann unter Ausnutzung der Verbrennungswärme zu Kohlensäure
verbrannt werden, dadurch gekennzeichnet, so daß das aus einem Generator austretende
Kohlenoxyd bezw. kohlenoxydhaltige Gas derart geteilt abgeführt wird, daß der
eine Teil in heißem Zustande durch eine Luftpumpe zunächst zur Verbrennungskammer,
dann zum Kocher zum Zwecke der Auskochung der Kohlensäurelauge und schließlich zum Absorber gesogen,
der andere Teil dagegen von einem Explosionsmotor, dessen Abgase sich mit dem ersten Teil der Generatorgase in oder
vor der Verbrennungskammer vereinigen, angesogen wird, zum Zweck, vermittels
dieses zweiten Teiles der Gase die für den Betrieb notwendige mechanische Kraft gleichzeitig zu schaffen.
2. Ausführungsform des Verfahrens nach Anspruch 1, gekennzeichnet durch die
Einschaltung einer Zündvorrichtung und eines elastischen Raumes im Auspuffrohr des Motors vor der Wiedervereinigungsstelle der Gase, zum Zweck, etwa aus
dem Motor unverbrannt entweichende Gase zur Verbrennung zu bringen und so Explosionsstöße im Kocher und Absorber
zu vermeiden.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE166152C true DE166152C (de) |
Family
ID=431579
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DENDAT166152D Active DE166152C (de) |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE166152C (de) |
-
0
- DE DENDAT166152D patent/DE166152C/de active Active
Similar Documents
| Publication | Publication Date | Title |
|---|---|---|
| DD270561A5 (de) | Gasturbinenkraftanlage entzuendbar durch wasseranlagernden brennstoff und verfahren zur ausnutzung des heizwertes von besagtem brennstoff | |
| DE102009038322A1 (de) | Verfahren und Vorrichtung zur Umwandlung thermischer Energie aus Biomasse in mechanische Arbeit | |
| DE166152C (de) | ||
| DE2546441A1 (de) | Kraftwerk und verfahren zur energieerzeugung | |
| EP0399104B1 (de) | Verfahren zur Verwendung von Müll als Brennstoff für umweltfreundliche Stromerzeugung | |
| EP2084373A2 (de) | Verfahren zum erzeugen von mischdampf | |
| DE1793095A1 (de) | Verfahren zum rueckgewinnen der energie aus den abgasen bei der aethylenoxidsynthese | |
| DE2138664B2 (de) | Gas-dampfturbinenanlage | |
| DE557597C (de) | Dampferzeuger mit Druckfeuerung | |
| DE3842325C2 (de) | Mehrzug-Abhitzekessel mit Zusatzfeuerung | |
| DE572395C (de) | Verfahren zur Gewinnung eines Druckmittels zur Fernkraftuebertragung | |
| WO2002038927A1 (de) | Verfahren zum betreiben einer gasturbinenanlage sowie eine dementsprechende anlage | |
| DE96297C (de) | ||
| DE154035C (de) | ||
| DE681688C (de) | Verfahren zur Krafterzeugung durch Wasserdampf | |
| DE23646C (de) | Verwendung von heifser Luft zur Heizung der Dampfmäntel von Dampfmaschinen | |
| DE2651280A1 (de) | Verbesserte dieselmotor-einheit | |
| DE1476903C (de) | Gas-Dampfturbinenanlage | |
| DE233573C (de) | ||
| DE420149C (de) | Verfahren zur Erzeugung von gasfoermigem Brennstoff | |
| DE210906C (de) | ||
| DE450075C (de) | Verfahren und Vorrichtung zur Erzeugung von Dampf fuer Wassergasgeneratoren | |
| DE767613C (de) | Verfahren zur Erzeugung von Starkgas durch Vergasung von bituminoesen Brennstoffen oder Entgasungsrueckstaenden | |
| DE2547858A1 (de) | Anlage zur rauchgasreinigung bei brennkraftmaschinen | |
| CH625868A5 (de) |