DE1645C - Tabaks-Dämpfapparat - Google Patents

Tabaks-Dämpfapparat

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DE1645C
DE1645C DE1645DA DE1645DA DE1645C DE 1645 C DE1645 C DE 1645C DE 1645D A DE1645D A DE 1645DA DE 1645D A DE1645D A DE 1645DA DE 1645 C DE1645 C DE 1645C
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tobacco
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    • AHUMAN NECESSITIES
    • A24TOBACCO; CIGARS; CIGARETTES; SIMULATED SMOKING DEVICES; SMOKERS' REQUISITES
    • A24BMANUFACTURE OR PREPARATION OF TOBACCO FOR SMOKING OR CHEWING; TOBACCO; SNUFF
    • A24B3/00Preparing tobacco in the factory
    • A24B3/04Humidifying or drying tobacco bunches or cut tobacco

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  • Manufacture Of Tobacco Products (AREA)

Description

1877.
Klasse 79.
JOHANN WESSEL MENKEN in FREIBURG im Breisgau. Tabaks-Dämpfapparat.
Patentirt im Deutschen Reiche vom 7. December 1877 ab.
Der auf beiliegender Zeichnung dargestellte Apparat dient zum Dämpfen der Tabaks-Deckblätter für Cigarren. Wie bekannt, wird der Tabak, welcher zum sogenannten Deckblatt für Cigarren verwendet wird, vor dem Verarbeiten mit AVasser bespritzt, um denselben für seinen Zweck geschmeidiger und weniger gebrechlich zu machen. Diese bis jetzt, noch übliche Methode des Bespritzens erfüllt den Zweck, nur sehr unvollkommen, gleichzeitig aber führt dieselbe den Nachtheil mit sich, dafs sie den Tabak fleckig und weniger ansehnlich macht, indem die Wassertropfen dunkle Flecken erzeugen.
Der Erfinder ersetzt nun diese bisherige Spritzmethode durch sein neues Verfahren, nach welchem er den Tabak einer circa 40 Minuten dauernden gleichmäfsigen Dämpfung aussetzt. Die Vortheile, die mittelst dieser Methode und des hierzu gehörenden Apparates gegenüber der bisher üblichen Methode erzielt werden, sind folgende:
1. Das Tabaksblatt verliert weit mehr seine Sprödigkeit, ist dadurch beim Wickeln nicht mehr so brüchig, sondern geschmeidig und zart und verliert der Tabak gleichzeitig den bitteren Geschmack.
2. Das Blatt erhält keine Flecken mehr und wird weit ansehnlicher und von gleichmäfsiger Färbung.
3. Das Verfahren verursacht geringe Kosten an Zeit und Brennstoff.
Die Dämpfung geschieht, wie erwähnt, während circa 40 Minuten und braucht man zu 13 kg Tabak circa 1 kg Steinkohle. Der Apparat besteht nur aus zwei Haupttheilen:
1. dem Dampferzeugungsofen und
2. dem Dämpfungsfafs.
Ersterer besteht aus einem eisernen, cylindrischen Ofen a mit einem eigenen Steinkohlenroste b. Auf dem oberen Theile des Ofens ist ein Dampftopf c eingehängt, so dafs derselbe am Boden und zum Theil an der Seitenwandung von den Feuergasen bestrichen wird. Der Boden d ist ein eigenthümlicher Zickzackboden, wie er im Schnitt A B und C D angedeutet ist. Dieser Zickzackboden bietet eine erofse Heizfläche und bewirkt eine äufserst rasche Dampferzeugung. Der Deckel e des Topfes ist aufgeschliffen und durch Bajonnetverschlufs verschliefsbar und trägt ein Sicherheitsventil; der Topf arbeitet jedoch ohne Ueberdruck. Bei / mündet das Wassereinlafsrohr in den Topf, das durch Hahn verschliefsbar mit einem Reservoir in Verbindung gebracht werden kann, g ist der Dampfablafshahn, der während des Feuerns geöffnet bleibt und durch das Bleirohr h mit dem Dämpfungsfafs in Verbindung steht. Der Dampftopf kann bequem vom Ofen weggenommen werden.
Vor Beginn des Anfeuerns wird der Topf so hoch mit Wasser gefüllt, dafs nach Beendigung der Dämpfung der Wasserspiegel noch hoch genug über der Feuerlinie steht. Ferner ist noch ein Probirhähnchen am Topf angebracht, um zu erkennen, ob der ' Wasserspiegel über seinen zulässig niedrigsten Stand sich befindet.
Der zweite Theil des Apparates besteht aus dem sogenannten Dämpfungsfasse, welches den Tabak aufzunehmen hat. Dasselbe hat folgende Theile:
i ist ein oben offenes, kübelartiges Holzgefäfs zur Aufnahme der Tabaksblätter. Boden und Wandung besitzt eine Menge kleiner Oeffnungen für den Dampfeintritt. In seiner Mitte befindet sich ein konisches Holzrohr k mit gleichen Dampföffhungen. Dieses Gefäfs i steht mit seinen Füfschen / / concentrisch in dem gleichartigen, gröfseren Holzgefäfse m m, das mittelst vier Füfsen η η auf dem Boden steht. Der obere Theil des Gefäfses m besitzt einen' dichten Deckelverschlufs 0, welcher bewirkt wird durch vier hölzerne Hebel p p und den Schraubenmechanismus q. Der Boden des gröfseren Gefäfses m hat ein Ablafshähnchen r für das Condensationswasser, sowie einen Rohrstutzen s, als Anschlufs an das Bleirohr zur Verbindung mit dem Dampftopf.
Zwischen dem hölzernen Gefäfsboden befindet sich ein mit Wasser gefülltes Gefäfs t, dessen Deckel entsprechend fein durchlöchert ist. Im Innern desselben befindet sich ein schlangenförmiges, mit gleichen Löchern versehenes Blei-
rohr, das durch den Rohransatz s mit der Dampfleitung h verbunden ist.
Der Apparat functionirt nun in folgender Weise: Der sich im Dampftopf c bildende Dampf gelangt durch die Rohrleitung g h s zunächst in das Gefäfs t, passirt das darin befindliche Wasser und nimmt dabei so viel Feuchtigkeit in sich auf, als zur richtigen Dämpfung jeweilen nöthig ist. Der gesättigte Dampf gelangt sodann durch die vielen Oefrhungen und von oben in das innere Gefäfs i und durchdringt den darin befindlichen Tabak von allen Seiten, das Hähnchen bleibt etwas geöffnet, damit das sich bildende Condensationswasser gleichzeitig abfliefsen kann.
Hierzu I Blatt Zeichnungen.
DE1645DA 1877-12-06 1877-12-06 Tabaks-Dämpfapparat Expired - Lifetime DE1645C (de)

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