DE16319C - Neuerungen an sekundären galvanischen Batterien - Google Patents

Neuerungen an sekundären galvanischen Batterien

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DE16319C
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SOCIETE GENERALE D'ELECTRICITE (PROCEDES JABLOCHKOFF) in Paris
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    • H—ELECTRICITY
    • H01—ELECTRIC ELEMENTS
    • H01M—PROCESSES OR MEANS, e.g. BATTERIES, FOR THE DIRECT CONVERSION OF CHEMICAL ENERGY INTO ELECTRICAL ENERGY
    • H01M4/00—Electrodes

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  • Chemical Kinetics & Catalysis (AREA)
  • Electrochemistry (AREA)
  • General Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Battery Electrode And Active Subsutance (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
KLASSE 21: Elektrische Apparate.
Patentirt im Deutschen Reiche vom 27. April 1881 ab.
Die vorliegende galvanische Batterie bezweckt, die Elektricität anzusammeln, und functionirt nach dem Princip der secundären Batterien. Sie unterscheidet sich jedoch von den letzteren wesentlich durch ihre besondere Zusammensetzung und Wirkungsweise. Der Ausgangspunkt dieser Erfindung resultirt aus besonderen Versuchen über die elektrische Polarisation und die Umwandlung der dynamischen Elektricität in statische und umgekehrt.
In allen bisher angewendeten secundären Batterien rührt die Polarisation von der Ablagerung von Gasbläschen auf Elektroden her, welche Gasbläschen eine Folge der Zersetzung der- Flüssigkeiten sind. Um die Kraft der Batterie zu vergröfsern, hat Plante" vorgeschlagen, die Elektroden aus Metall oder anderem Material mit einer Oxydschicht zu versehen, welche die Oberfläche derselben runzlig und gleichzeitig porös macht. Die so gebildeten Poren vergröfsern die Oberfläche, ändern jedoch in keiner Weise die Polarisationsfähigkeit der Elektroden, da feststeht, dafs polirte Oberflächen stärker polarisiren.
Die vorliegende Erfindung besteht nun darin, Elektroden irgend welcher Gattung und Gestalt dadurch polarisationsfähiger zu machen, dafs man sie mit OeI oder anderen fetten, öligen oder harzigen Körpern, speciell Kohlenwasserstoffölen und Mineralölen, wie z. B. Naphta und seine Verbindungen, überzieht. Diese Körper halten die elektrischen Ladungen auf den Elektroden zurück, indem sie nach Art der öligen oder harzigen Ueberzüge wirken, welche die wirksame Fläche der Elektrophoren und Condensatoren der statischen Elektricität bilden.
Auf diese Weise verringert sich durch die neue Vermittelung dieser Körper in den secundären Batterien die chemische Wirkung der Polarisation mit dem Effect der Condensation der statischen Elektricität. Diese Doppelrolle wird, wie in folgendem beschrieben werden wird, dadurch documentirt, dafs man jede Elektrode einzeln aus der Säule nehmen und sie als mit statischer Elektricität von irgend einem Vorzeichen geladene Körper benutzen kann.
Von den auf beiliegender Zeichnung .dargestellten vier Modification en besitzt die erste, Fig. ι, zwei Elektroden A und B aus spiralförmig aufgewundenen Platten aus polirtem Metall, beispielsweise Silber, welche in ein Gefäfs oder Glas C gestellt sind, theilweise in Wasser, zum gröfsten Theil aber in OeI tauchen.
In Fig. 2 bestehen die Elektroden aus Bürsten oder Bündeln D und E aus feinem Draht, welche ebenfalls in Wasser und in OeI eintauchen. In Fig. 3 bestehen die Elektroden aus zwei mit Koks angefüllten Metallkörben F und G.
Das in Fig. 4 dargestellte Element endlich, besteht aus einem Gefäfs C, welches zwei Abtheilungen H und / enthält, die durch eine Scheidewand aus Stoff, Watte, eine Sandschicht oder ein anderes Material, das nur den Zweck hat, eine Berührung der beiden Elektroden zu vermeiden, von einander getrennt sind. Beide, Koksschicht und Scheidewand, sind mit einer Mischung aus OeI mit Wasser oder einer anderen Flüssigkeit, wie z. B. Ammoniaklösung, angefüllt.
Bei den durch die Fig. 3 und 4 dargestellten Elementen kann man, wie schon oben ange-
deutet, die Elektroden einzeln herausnehmen und deren Ladung von gewünschter Polarität aufbewahren.
Aus der Zusammensetzung dieser Batterien folgt, dafs dieselben einen bedeutenderen Widerstand besitzen und infolge dessen sich auch langsamer entladen. Dieser Widerstand kann nach Belieben variirt werden, indem man die Zusammensetzung und das Verhältnifs der benutzten Flüssigkeiten verändert. Will man im Gegensatz hierzu die Entladung beschleunigen, so genügt es, den Flüssigkeiten einige Salze hinzuzusetzen, welche dann nur den inneren Widerstand zu vermindern haben.
Ein anderer Vortheil dieser Batterien besteht darin, dafs dieselben, ohne einer Aenderung zu bedürfen, mit äufserst starken Strömen geladen werden können, wobei die Ladungszeit nur sehr kurz ist, während das Entladen dennoch äufserst langsam vor sich geht.

Claims (1)

  1. PATENT-ANSPRUCH!
    In einer galvanischen Batterie mit schneller Ladung und langsamer Entladung die Anwendung von fetten, ölartigen oder harzigen Körpern, insbesondere Kohlenwasserstoffen und Mineralölen, als Naphta, in der vorbeschriebenen Weise behufs Vergröfserung der Polarisationskraft und Verlangsamung der elektrischen Ladung, sowie die Benutzung dieser Batterien als Condensatoren oder Elektrpphore.
    Hierzu I Blatt Zeichnungen.
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