DE1619103C - Verfahren zur Modifizierung der Oberflache von Faden, Fasern und Geweben - Google Patents

Verfahren zur Modifizierung der Oberflache von Faden, Fasern und Geweben

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DE1619103C
DE1619103C DE19671619103 DE1619103A DE1619103C DE 1619103 C DE1619103 C DE 1619103C DE 19671619103 DE19671619103 DE 19671619103 DE 1619103 A DE1619103 A DE 1619103A DE 1619103 C DE1619103 C DE 1619103C
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Description

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mere Verbindung 0,1 bis__2 Gewichtsprozent, bezogen Blockpolymere mit Polyoxyalkylenesterabschnitten auf das Substrat, eines Äthylenterephthalat-Polyoxy- mit einem durchschnittlichen Molekulargewicht von äthylenterephthalt-Mischpolymers aufbringt, das ein 1000 bis 3000 sind wirksamer als Copolymere mit Viskositätsverhältnis über 1,5 und bis zu 4,5, gemessen ähnlichen Abschnitten, deren durchschnittliches Molein einer l°/oigen Lösung von Orthochlorphenol bei 5 kulargewicht geringer als 1000 oder größer als 3000 ist. 25° C, aufweist, und daß man die Erhitzung bei einer Die in dieser Beschreibung verwendete Bezeichnung Temperatur vom Erweichungspunkt des Mischpoly- »Erweichungspunkt« des Copolymers ist als die Tempemers bis zu 600C über dem Erweichungspunkt des ratur, bei welcher das Copolymer nach dem Strang-Mischpolymers durchführt. Die wasserunlösliche co- pressen desselben in geschmolzener Form sowie polymere Verbindung wird in Form einer Schmelze, io Festwerdenlassen und Kristallisieren durch Kondi-Lösung, Dispersion bzw. dispergierten Lösung auf- tionieren bei 200C und 35% relativer Feuchte unter gebracht. einer Last von 570 g durch ein Penetrometer defor-
An Hand der F i g. 3 ist zu sehen, daß, wenn die miert wird, festgelegt. Die Penetrometererweichungs-
vom Gewebe nach einem Waschgang zurückgehaltene punkte wurden in einer ähnlichen Vorrichtung wie die
Copolymermenge mehr als 50 % sein soll, es notwendig 15 von Edgar und E11 e r y [J. Chem. Soc. (1952),
ist, ein Copolymer mit einem Viskositätsverhältnis S. 2633 bis 2638] beschriebene, ausgenommen, daß das
von über 1,5 sowie den festgelegten Prozentgehalt an verwendete Gewicht 570 g betrug, gemessen. Die
der Polyoxyäthylenterephthalatkomponente, welche Vorrichtung bestand im wesentlichen aus einer
sich vorzugsweise von einem Polyglycol mit einem vertikalen Stahlspindel mit einer Länge von 203,2 mm
Molekulargewicht von 1540 ableitet, im Copolymer 20 und einem Durchmesser von 6,35 mm, die in einem
zu verwenden. starren Gestell so befestigt bzw. gelagert war, daß sie
Es ist klar, daß es wünschenswert ist, die aufge- sich in vertikaler Richtung frei bewegte. Die in die
brachten Mengen niedrig zu halten. Wenn die aufge- Form einer flachen Scheibe mit einem Durchmesser
brachte Menge 2% übersteigt, dann wird der Griff von 12,7 mm und einer Dicke von 3,18 mm geschnit-
des behandelten Gewebes ungünstig beeinflußt und die 25 tene Copolymerprobe wurde auf die Grundplatte des
Farbreibechtheit vermindert. Im Extremfall, daß die Gestelles unter das untere Ende der Spindel mit einer
ursprünglich aufgebrachte Menge auf unterhalb 0,1 % Gesamtlast von 570 g gebracht, und die untere Hälfte
vermindert wird, fällt die erwünschte hydrophile der Vorrichtung wurde in ein Siliconölbad getaucht.
Wirkung ab, und die Behandlung ergibt nicht mehr Die Temperatur des Bades wurde um 1° C pro Minute
eine dauerhafte Verbesserung. 30 erhöht, und es wurden Mikrometerablesungen in
Wenn die Copolymere mit Viskositätsverhältnissen Zeitabständen von 1 Minute vorgenommen,
von 1,5 und darunter, welche in der deutschen Aus- Der Erweichungspunkt wurde als der Schnittpunkt
legeschrift 1469 403 bevorzugt waren, verwendet der Tangenten der zwei Äste der durch Auftragen
werden, dann ist die erhaltene Verbesserung weniger eines Diagramms der Mikrometerablesungen gegen
waschfest, und der bei einer ähnlichen Behandlung 35 die Temperatur erhaltenen Kurve genommen,
erhaltene Überzug ergibt ein Zurückhalten von " Der in dieser Beschreibung verwendete Ausdruck
weniger als 50% auf dem Gewebe nach einem Wasch- »Viskositätsverhältnis« bezeichnet das Verhältnis der
gang. Fließzeit einer l%igen Lösung des Copolymers in
Es schiene daher wünschenswert, Copolymere mit o-Chlorphenol in Sekunden zur Fließzeit des als
hohen Viskositätsverhältnissen zu haben, es wurde 40 Lösungsmittel verwendeten o-Chlorphenols in Sekun-
jedoch festgestellt, daß Copolymere mit Viskositäts- den, jeweils bei 25°C mit einem Viskosimeter des
Verhältnissen von größenordnungsmäßig 4,5 und Typs Ostwald BSS Nr. IA.
darüber äußerst schwer herzustellen sind und spezielle Der in dieser Beschreibung verwendete Ausdruck und kostspielige Polymerisationsverfahren zu ihrer »kristalliner Schmelzpunkt« bezeichnet die Tempera-Herstellung erfordern. 45 tür, bei welcher die kristalline Doppelbrechung endgül-
Je nach ihrer Zusammensetzung und ihrem Visko- tig verschwindet, wenn das kristalline Copolymer auf sitätsverhältnis erfordern Copolymere mit einem einem heißen Träger bzw. einer Heizplatte unter einem kristallinen Schmelzpunkt von über 1400C einen Polarisationsmikroskop beobachtet wird.
Mindestanteil von kristallisierbaren Polyesterabschnit- Copolymere mit einem Viskositätsverhältnis von über ten, nämlich nicht weniger als 10%. Durch Erhöhung 5° 1,5 sind auf Grund ihrer erhöhten Schmelzviskosität des Anteiles der Polyesterabschnitte auf bis zu 50% und Zähigkeit in wäßrigen Medien schwerer zu disperwird der kristalline Schmelzpunkt auf etwa 2500C gieren. Es wurde jedoch festgestellt, daß wäßrige erhöht. In diesem Zusammenhang sei bemerkt, daß der Dispersionen von ausreichend geringer und gleichkristalline Schmelzpunkt von Polyäthylenterephthalat- mäßiger Teilchengröße unter Verwendung einer Vorhomopolymer etwa 2600C ist. 55 richtung, die im folgenden beispielhaft unter Bezug-
Es wurde festgestellt, daß, wenn die Behandlungs- nähme auf die Fig. 5, in welcher die Vorrichtung
temperatur 0 bis 6O0C über dem Erweichungspunkt im Seitenriß dargestellt ist, beschrieben wird, her-
des Copolymers ist, die besten Ergebnisse erhalten gestellt werden können.
werden. Wenn die Behandlungstemperatur unterhalb Die Vorrichtung umfaßt ein J-Rohr 10 mit einem
des Erweichungspunktes des Copolymers ist, fließt das 60 Schenkel 12 und einem kürzeren Schenkel 14, wobei
Copolymer nicht, und es ergibt sich ein ungleich- der erstere einen kleineren Durchmesser hat als der
mäßiges Aufbringen. Wenn andererseits die Behänd- letztere. Der Schenkel 12 hat eine trichterförmige
lungstemperatur auf mehr als 6O0C oberhalb des Öffnung 16, und der Schenkel 14 hat ein Endbördel 18.
Erweichungspunktes des Copolymers erhöht wird, ist In dieser Ausführungsform war das J-Rohr 10 aus
die Behandlung weniger dauerhaft (wie es durch den 65 Glas hergestellt.
Prozentsatz des Copolymers, welcher vom Gewebe Das umgebördelte Ende 18 des J-Rohres 10 ist
nach dem Waschen zurückgehalten wurde, beurteilt unter Zwischenschaltung einer ringförmigen Dichtung
wurde). 22 durch Federbügel bzw. Federklammern 24 mit
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einem Homogenisiervorrichtungskopfstück 20 verbun- lieh aufgebrachten Copolymers) und der Copolymer-
den. Das Homogenisiervorrichtungskopfstück 20 um- zusammensetzung. Es wurde festgestellt, daß, wenn
faßt eine zylindrische Kammer 26, welche durch eine die vom Gewebe zurückgehaltene Copolymermenge
Öffnung bzw. Löcher aufweisende zylindrische Wand nach einem einzigen Waschgang größer als 5O°/o
28, die in dieser Ausführungsform von einer rostfreien 5 des ursprünglich aufgebrachten Copolymers ist, die
bzw. korrosionsbeständigen Stahlgaze gebildet war, Behandlung gegenüber wiederholtem Waschen, Reini-
festgelegt ist. Innerhalb der Kammer 26 ist eine Reihe gen, Chemisch-Reinigen und anderen derartigen
von Flügeln bzw. Schaufeln 30, welche sich von einer Verfahren äußerst beständig ist. Wie es sich aus der
mit einem Antriebsmittel (nicht dargestellt), beispiels- F i g. 3 ergibt, wird eine ausreichende Copolymer-
weise einem Elektromotor, verbundenen Spindel bzw. io Zurückhaltung erhalten, wenn das Copolymer ein
Welle 32 radial estrecken, drehbar angebracht bzw. Viskositätsverhältnis von gerade über 1,5 hat und
eingebaut. etwa 64 Gewichtsprozent Polyoxyäthylenterephthalat-
Der Zusammenbau des J-Rohres 10 und des Homo- abschnitte und entsprechend etwa 36 Gewichtsprozent
genisiervorrichtungskopfstückes 20 ist in einem zylin- Poly-(äthylenterephthalat)-abschnitte aufweist. Bei
drischen Behälter bzw. Becher 34 angeordnet. Der 15 einem Viskositätsverhältnis von 1,6 soll das Copolymer
letztere wird dann mit einer Flüssigkeit so gefüllt, 60 bis 70 Gewichtsprozent Polyoxyäthylenterephthalat
daß der Spiegel derselben gerade oberhalb des Standes und 40 bis 30 Gewichtsprozent Poly-(äthylentere-
der trichterförmigen Öffnung 16 des J-Rohres 10 ist, phthalat) aufweisen. Demgemäß soll das Copolymer
wie es dargestellt ist. ein möglichst hohes Viskositätsverhältnis haben.
Im Betrieb verursacht die Drehung der Flügel bzw. 20 Copolymere mit Viskositätsverhältnissen von über 1,8
Schaufeln 30 des Homogenisiervorrichtungskopf- sind jedoch zwar wirksam, aber in Wasser beträchtlich
Stückes 20 das Saugen bzw. Ziehen von Flüssigkeit schwerer zu dispergieren, selbst wenn beispielsweise
durch das J-Rohr 10 in die Kammer 26, aus welcher sie die in Fig. 5 dargestellte und oben beschriebene"
durch die Öffnungen bzw. Löcher aufweisende Vorrichtung verwendet wird.
Wand 08 hinausgedrückt wird. Wenn ein Strom von 25 Zur Behandlung von Geweben, die entweder aus geschmolzenem polymerem Material in die trichter- endlosem Garn oder aus gesponnenem Garn bestehen, förmige öffnung 16 des J-Rohres 10 eingeführt wird, .welches mit Baumwollfasern gemischt worden ist, ist wird er rasch durch das J-Rohr 10 gesaugt bzw. es vorteilhaft, das Substrat mit einer wäßrigen Dispergezogen und durch die Wirkung der Schleuder- sion eines Blockcopolymers mit einem Viskositätsströmung der Flüssigkeit gedehnt bzw. verlängert, 30 verhältnis von über 1,5 und bis zu 1,8 und 30 bis bevor er in das Homogenisiervorrichtungskopf stück 20 40 Gewichtsprozent Polyäthylenterephthalatabschniteintritt. Die Scherwirkung der Flügel bzw. Schaufeln 30 ten und 70 bis 60 Gewichtsprozent Polyoxyäthylen- und die Öffnungen bzw. Löcher aufweisende Wand 28 terephthalatabschnitten mit einem durchschnittlichen zerkleinern das polymere Material, und die Teilchen Molekulargewicht von 1400 bis 2000 zu imprägnieren desselben bilden eine Dispersion in der Flüssigkeit. 35 und danach auf eine Temperatur von 180 bis 2200C
Gegebenenfalls kann die Größe der dispergierten zu erhitzen.
Copolymerteilchen durch Verwendung von herkömm- Bestimmte Polyestergewebe, wie die aus voluminös
liehen Kolloidmühlen, Perlmühlen und Kugelmühlen gemachten Polyestergarnen, beispielsweise einem stabi-
weiter vermindert werden. lisierten gekräuselten Garn mit umgekehrter Zwir-
Wenn das erfindungsgemäße Verfahren zur Be- 40 nung und mit einer Kräuselungsdehnung von weniger
handlung von Polyestergeweben verwendet wird, ist als 10%, hergestellten oder sogenannte Mischgewebe,
es zweckmäßig, das erfindungsgemäße Verfahren in beispielsweise Mischungen aus Polyester mit Cellu-
die normale Textilverarbeitung von Polyestergeweben losefasern bzw. cellulosehaltigen Fasern, welche mit
einzubeziehen und den herkömmlichen Heißfixierungs- knitterfesten Bügelappreturen behandelt wurden, oder arbeitsgang für Gewebe bei 140 bis 2200C als erfin- 45 Gewebe mit einem Gehalt an einer Mischung von
dungsgemäße Wärmebehandlung zu verwenden. Polyesterfasern mit Wolle, werden normalerweise bei
Wenn das Copolymer in Form einer wäßrigen einer Temperatur von 130 bis 17O0C in der Hitze
Dispersion aufgebracht und hitzebehandelt wird, dann fixiert. Das Heißfixieren bei Temperaturen oberhalb
ist es bevorzugt, daß die Dispersion ein oder mehr dieses Bereiches kann eine nachteilige Wirkung auf geeignete Antioxidationsmittel enthält. Brauchbare 5° derartige Gewebe haben. Wenn im erfindungs-
Antioxidationsmittel enthalten ein sterisch gehindertes gemäßen Verfahren Temperaturen von 130 bis 170° C
Phenol zusammen mit einem Thiophosphat, Thio- als Wärmebehandlung verwendet werden, wurde
phosphit bzw. Xanthat. Es wurde festgestellt, daß festgestellt, daß eine andere optimale Copolymer-
(2-Hydroxy-3-«-methylcyclohexyl-5-methyl-phenyl)- zusammensetzung besteht, wie es in der F i g. 4 methan zusammen mit Zinkdiisopropyldithiophosphat 55 graphisch dargestellt ist.
ein besonders gut brauchbares Antioxidationssystem Es wird ein ausreichendes Zurückhalten auf dem
ergibt. Gewebe nach einem Waschgang und somit eine hohe
Bestimmte Polyestergewebe und -gewirke, wie aus Dauerhaftigkeit der Oberflächenbehandlung gegenendlosen Garnen und Polyestermischgewebe, z. B. über wiederholten Waschgängen erhalten, wenn das Mischungen mit Baumwolle, werden normalerweise 60 Copolymer ein Viskositätsverhältnis von über 1,6, bei einer Temperatur von 180 bis 2200C in der Hitze vorzugsweise etwa 1,7, hat und etwa 78 Gewichtsfixiert. Wenn diese Bedingungen als Hitzebehandlung prozentPolyoxyäthylenterephthalatabschnitte und etwa im erfindungsgemäßen Verfahren angewandt werden, 22 Gewichtsprozent Poly-(äthylenterephthalat)-abwurde überraschenderweise festgestellt, daß eine schnitte aufweist. Bei einem Viskositätsverhältnis von optimale Copolymerzusammensetzung besteht. F i g. 3 65 2,0 soll das Copolymer etwa 70 bis 80 Gewichtszeigt graphisch die Beziehung zwischen der Menge des prozent Polyoxyäthylenterephthalatabschnitte und vom Gewebe nach einem einzigen Waschgang zurück- etwa 30 bis 20 Gewichtsprozent Poly-(äthylenteregehaltenen Copolymers (als Prozentsatz des Ursprung- phthalat)-abschnitte aufweisen. Copolymere von diesen
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Zusammensetzungen, jedoch mit Viskositätsverhält- schung bei Raumtemperatur fließfähig sein. Lösungsnissen von über 2,5 sind zwar wirksam, aber beträcht- mittelmischungen können Copolymerlösungsmittel, lieh schwerer in Wasser zu dispergieren, selbst wenn welche allein bei Raumtemperatur fest sind, und die oben beschriebene Vorrichtung verwendet wird. Flüssigkeiten, welche keine Lösungsmittel für das
Es wurde auch festgestellt, daß das erfindungsgemäße 5 Copolymer sind, jedoch zum Fließfähighalten der Verfahren durch Aufbringen des Copolymers aus einer Mischung bei Raumtemperatur dienen, enthalten. Lösung oder aus einer aus der genannten Lösung Die Lösung soll mit Wasser im wesentlichen nicht hergestellten wäßrigen Dispersion durchgeführt werden mischbar sein, kann jedoch mit Wasser mischbare kann. Wenn Copolymere mit Viskositätsverhältnissen Lösungsmittel enthalten, um das Dispergieren der von über 1,5 verwendet werden, sind sie im allgemeinen io Lösung in Wasser zu fördern. Die Lösung kann ein in nicht wäßrigen Lösungsmitteln löslicher, und die oder mehr Dispergiermittel, vorzugsweise Alkylaryl-Lösung des Copolymers im Lösungsmittel hat im Ver- sulfonsäuren, wie Dodecylbenzolsulfonsäure, entgleich zu Copolymerlösungen, in welchen das Viskosi- halten. Ein Antioxidationsmittel für die Polyoxytätsverhältnis des Copolymers geringer als 1,5 ist, äthylenabschnitte im Copolymer kann ebenfalls zueine erhöhte Beständigkeit gegenüber der Wiederaus- 15 gegen sein. Zum Gebrauch wird die Lösung in Wasser fällung durch Medien, welche keine Lösungsmittel dispergiert. Wenn die Lösung kein Dispergiermittel oder schlechte Lösungsmittel für das Copolymer sind. enthält, dann wird ein Dispergiermittel, vorzugsweise Eine derartige Wiederausfällung ist unerwünscht, da eine Alkylarylsulfonsäure bzw. ein Natriumsalz dersie zu einer nicht gleichmäßigen Behandlung von selben, wie Natriumdodecylbenzolsulfonat, in der wäß-Polyestergeweben und auch zu einem ungleichmäßigen 20 rigen Phase vor dem Dispergieren der Copolymerlösung Färben, wenn die Mischung aus Gründen der Einfach- gelöst. Bevorzugte Lösungsmittel für das Copolymer heit und Wirtschaftlichkeit gleichzeitig mit einem sind o-Phenylphenol, Benzylphenolisomere und Meherkömmlichen Färbearbeitsgang aufgebracht wird, thylnaphthalin. Ein brauchbares Gewichtsverhältnis führen kann. von Copolymer zu Lösungsmittel ist 2:98 bis 50: 50,
Zum Aufbringen des Copolymers aus einer Lösung 25 vorzugsweise 10:90 bis 30: 70. Flüssigkeiten, welche
oder aus einer wäßrigen Dispersion einer Lösung des das Copolymer im wesentlichen nicht lösen, jedoch
Copolymers sind folgende Lösungsmittel geeignet: zum Fließfähighalten der Copolymerlösung zugegeben
Benzylalkohol, Benzylphenole, o-Phenylphenol, p-Phe- werden können, umfassen Xylolisomere und Mischun-
nylphenol, Salicylsäuremethylester bzw. Methylsali- gen derselben, Toluol, Benzol, Tetrahydronaphthalin,
cylat, 1-Phenyläthanol, Methylenchlorid, Chloroform, 30 Dekahydronaphthalin, Trimethylbenzolisomere und
Methylchloroform, Tetrachloräthan, Monochlorben- Mischungen derselben.
zol, Dichlorbenzole, Trichlorbenzole, Trichloräthylen, Nach dem erfindungsgemäßen Verfahren können
o-Chlorphenol, m-Kresol, Xylenole, Benzaldehyd, Fäden, Fasern und Gewebe aus Polyäthylenterephtha-
Dimethylphthalat, Oxalsäurediäthylester bzw. Di- lat mit einer Lösung des Blockcopolymers in minde-
äthyloxalat, Bernsteinsäurediäthylester bzw. Diäthyl- 35 stens einem in Wasser dispergierten Lösungsmittel bei
succinat, Methyljodid, Diphenyläther, Anisol, Dioxan, einer Temperatur von 90 bis 140° C und einem Druck
Benzoesäuremethylester bzw. Methylbenzoat, Cyclo- über dem Atmosphärendruck, im Falle des Arbeitens
hexanon, Isobutanol, Essigsäure, Cyclopentanon, Di- bei einer Temperatur oberhalb der Siedetemperatur
methylformamid, Ameisensäure, Äthylenchlorhydrin, der wäßrigen Phase, behandelt werden, wobei das
1,3-Dioxalon und Methylnaphthalin. 40 Copolymer ein Viskositätsverhältnis von über 1,5 und
Es wurde festgestellt, daß das erfindungsgemäße bis zu 3,0 und einen kristallinen Schmelzpunkt von
Verfahren auch zur Behandlung von Fäden, Fasern über 1400C hat und 15 bis 30 Gewichtsprozent
und Geweben aus Polyethylenterephthalat) während kristalline Poly-(äthylenterephthalat)-abschnitte und
einer Färbebehandlung bzw. einer Behandlung zur 85 bis 70 Gewichtsprozent Polyoxyäthylenterephthalat-
optischen Aufhellung besonders gut geeignet ist. In 45 abschnitte mit einem Molekulargewicht von 1400 bis
diesem Falle, wenn das Copolymer in einem Lösungs- 2000 aufweist.
mittel, welches als Färbehilfsmittel und Quellungs- Wenn das Copolymer aus einer Lösung in einem mittel für das geformte Polyestererzeugnis wirkt, gelöst Lösungsmittel, insbesondere auf endlose Polyesterwird, kann ein getrennter Farbstoffträger nicht garne während der Herstellung, aufgebracht wird, sind erforderlich sein. Die Behandlung soll bei einer 50 Copolymere mit beträchtlich hohen Viskositätsver-Temperatur von 90 bis 1300C, welcher der beim hältnissen notwendig. Copolymere mit Viskositäts-Färben von Fäden, Fasern und Geweben herkömm- Verhältnissen von mindestens 1,8 und bis zu 4,5 sind licherweise verwendete Temperaturbereich ist, durch- wirksam, wie es sich aus dem Beispiel 4, in welchem geführt werden. An Hand der F i g. 1 und 2 zeigt es ein Copolymer mit einem Viskositätsverhältnis von sich, daß zur Erreichung der erwünschten besseren 55 2,4 verwendet wurde, ergibt.
Waschbeständigkeit die Behandlung unter Verwen- Es sei darauf hingewiesen, daß, wenn das Copolymer
dung eines Copolymers mit 70 bis 85 Gewichtsprozent aus einer Lösung in einem Lösungsmittel oder sogar
Polyoxyäthylenterephthalatabschnitten und 15 bis in einer Dispersion während der Herstellung des
30 Gewichtsprozent Poly-(äthylenterephthalat)-ab- Polyestergarnes, beispielsweise nach oder während des
schnitten und einem Viskositätsverhältnis von über 60 Streckens, aufgebracht wird, hohe Gamgeschwindig-
1,5 durchgeführt werden soll. Copolymere von diesen keiten notwendig sind und demgemäß wirksame
Zusammensetzungen, jedoch mit Viskositätsverhält- Wärmeaustauschmittel verwendet werden müssen, um
nissen von über 3,0 ergeben äußerst viskose Lösungen, das aufgebrachte Copolymer vor dem Aufwickeln zu
wenn sie in Lö ungsmitteln gelöst werden und sind trocknen.
daher zum Dispergieren in einem Färbebad ungeeig- 65 Die Erfindung wird an Hand der folgenden Beispiele
net. näher erläutert. Alle Teile sind Gewichtsteile, und alle
Vorzugsweise soll die Lösung des Copolymers in Prozente sind Gewichtsprozente, soweit nichts anderes
einem Lösungsmittel bzw. einer Lösungsmittelmi- angegeben ist.
209 540/487
Beispiel 1
Dieses Beispiel veranschaulicht die Herstellung von brauchbaren Copolymerdispersionen in Wasser und die Oberflächenbehandlung von Poly-(äthylenterephthalat)-geweben mit kristallisierbaren Poly-(äthylenterephthalat) / Polyoxyäthylenterephthalat - Copolymeren mit Viskositätsverhältnissen von über 1,5 durch Aufbringen derselben aus wäßrigen-Dispersionen und Hitzebehandeln bei 1500C sowie die erhaltenen Verbesserungen.
Herstellung der Copolymere
n Es wurden 339 Teile Dimethylterephthalat, 271 Teile Äthylenglycol, 770 Teile Poly-(oxyäthylen)-glycol mit einem durchschnittlichen Molekulargewicht von 1540, 3,5 Teile 2,4-Dimethyl-6-a-methylcyclohexylphenol, 0,9923 Teile Calciumacetat und 0,1272 Teile Antimontrioxid zusammen erhitzt, wobei Methanol mit Hilfe einer Fraktionierkolonne entfernt wurde, bis sich kein weiteres Methanol entwickelte. Es wurde phosphorige Säure (1,63 Teile einer 26,3%igen Lösung in Wasser) zugesetzt, und eine Probe (150 Teile) des geschmolzenen Materials wurde in ein auf 282° C erhitztes Polymerisationsrohr überführt. Nach Abblasen des überschüssigen Glycols in einem raschen Stickstoffstrom wurde der Druck auf 0,1 mm Hg vermindert, und die Polymerisation wurde 105 Minuten fortgesetzt. Der Druck wurde mit Stickstoff auf Atmosphärendruck zurückgebracht, und das geschmolzene Material wurde in Wasser bei 65° C, welches mit einer mit einem Sieb aus korrosionsbeständigem Stahl versehenen Homogenisiervorrichtung vom Typ »Silverson« Laboratory Model, an welche ein J-Rohr angeschlossen war, wie es oben beschrieben ist, rasch bewegt wurde, abgeführt. Die entstandene Anfangsdispersion wurde kühlen gelassen, während sie noch 1 Stunde homogenisiert wurde. In diesem Stadium waren die Teilchengrößen der Dispersion im Bereich von weniger als 2 bis etwa 100 μ. Die Dispersion wurde dann zur Verminderung der durchschnittlichen Teilchengröße auf weniger als 5 μ in einer Kugelmühle vermählen. Die endgültige Dispersion enthielt 15 Gewichtsprozent Copolymer in Volumkonzentration ausgedrückt (Molverhältnis von Äthylenterephthalat zu Polyoxyäthylenterephthalat = 5: 2, Viskositätsverhältnis = 1,97, gemessen in einer l%igen Lösung in o-Chlorphenol bei 25°C, Erweichungspunkt = 125° C und Schmelzpunkt = 158° C, gemessen durch den endgültigen Verlust der Kristallinität). Weitere Proben wurden während solcher Zeiten polymerisiert, daß sich Produkte mit Viskositätsverhältnissen von 1,25,1,47,1,72 und 2,13 ergaben. Es wurden als Antioxidationsmittel Bis-(2-hydroxy-S-a-methylcyclohexyl-S-methylphenyty-methan und Zinkdiisopropyldithiophosphat (0,5 Gewichtsprozent von jedem, bezogen auf die dispergierten Feststoffe) unter Rühren zu den Dispersionen zugegeben. Das Zinkdiisopropyldithiophosphat (24 Teile) wurde zuerst in Dimethylsulfoxid (16 Teile) gelöst, wozu Bis-(2-hydroxy-3-a-methylcy_clohexyl-5-methylphenyl)-methan (24 Teile) und ein Äthylenoxidkondensat von Nonylphenol [mit 9,5 Mol Äthylenoxideinheiten] (72 Teile) zugegeben wurden.
ao Behandlung mit Copolymeren
Es wurden Proben von aus einem stabilisierten gekräuselten Poly-(äthylenterephthalat)-garn mit umgekehrter Zwirnung hergestelltem Gewirke mit den" wäßrigen Dispersionen geklotzt, so daß sich 1 Gewichtsprozent Copolymer auf den Gewirken ergab. Die Gewirke wurden dann auf einem Rahmen 30 Sekunden lang bei 150° C in der Hitze fixiert. Die Gewirke wurden dann einem Wasch/Trocknungsgang, bestehend aus einem 6 Minuten dauernden Waschen in einer 0,07%igeri Lösung eines handelsüblichen Seifenpulvers bei 60° C in einer Waschmaschine, einem Spülen in Wasser, 3 Trockenschleuderbehandlungen und einem Trocknen in einem Heißlufttrommeltrockner bei 6O0C, unterworfen. Die Menge des zurückgehaltenen Copolymers wurde dann durch Wägen ermittelt. Nach 20 ähnlichen Wasch/Trocknungsgängen wurden die Gewirke in Wasser mit einem Gehalt an Kaliumbromid mit einer Leitfähigkeit von 1,5 · ΙΟ-3 Ω-1 gespült, 2 Minuten lang dem Trockenschleudern unterworfen und bei 60° C in einer Trommel getrocknet. Die elektrischen Widerstände von Proben von 177,8 mm · 38,1 mm in der Längsrichtung wurden bei 65% relativer Feuchte gemessen. Es wurden die folgenden Ergebnisse erhalten.-
Tabelle
Erweichungs
punkt in 0C
verhältnis des
CoDolvmers
Gewichtsprozent Copolymer Gewirke
nach einem
Elektrischer Wider
Copolymer ^^ \^ fj ^J Λ J * * ' VA ·* auf dem
ursprünglich
Waschgang stand des behandelten
Gewirkes in ΜΩ nach
aufgebracht 20 Waschgängen
Vergleichsversuche 50 1,25 0,18
A 50 1,25 3,0 0,06 2,8 · 105
B 86 1,47 1,0 0,34 6,1 · 105
C 100 1,72 1,0 0,55 3,1 · 105
1 125 1,97 ι,ο 0,68 2,4 · 105
Is) 124 2,13 ι,ο 0,72 1,6 · 105
3 ι,ο 3,0 · 10s
Es ergibt sich aus der Tabelle 1, daß ein wesentlich verminderter elektrischer Widerstand und eine wesentlich erhöhte Menge von zurückgehaltenem Copolymer nach dem Waschen mit Copolymeren mit Viskositätsverhältnissen von über 1,5 erhalten wird. Darüber hinaus wurden im Falle von mit den Copolymeren mit Viskositätsverhältnissen von über 1,5 behandelten Gewirken ein besseres antistatisches Verhalten sowie eine bessere Benetzbarkeit und ölverdrängung durch Wasser nach wiederholten Waschgängen beibehalten. Wenn gefärbtes Gewirke in ähnlicher Weise behandelt wurde, wurde die Reibechtheit der Farbstoffe
durch die Copolymere 1 bis 3 mit Viskositätsverhältnissen von über 1,5 im Vergleich zu den Copolymeren A bis C weniger beeinträchtigt.
Beispiel 2
Dieses Beispiel veranschaulicht die Oberflächenbehandlung eines Poly-(äthylenterephthalat)-gewebes mit einem kristallisierbaren Poly-(äthylenterephthalat)/ Polyoxyäthylenterephthalat-Copolymer mit einem Viskositätsverhältnis von über 1,5.
Das in diesem Beispiel verwendete Copolymer hatte einen höheren Erweichungspunkt als das des Beispieles 1, was es besonders gut geeignet macht, wenn Fixierungstemperaturen von etwa 180 bis 2000C zu verwenden sind.
Es wurden 91,6 Teile Dimethylterephthalat, 73 Teile Äthylenglycol, 121 Teile Poly-(oxyäthylen)-glycol mit einem durchschnittlichen Molekulargewicht von 1540, 0,534 Teile 2,4-Dimethyl-6-«-methylcyclohexylphenol, 0,268 Teile Calciumacetat und 0,0183 Teile Antimontrioxid während eines Zeitraumes von 3 Stunden von 159 auf 225° C erhitzt, während welcher Zeit zuerst Methanol (27 Teile) und dann Äthylenglykol (9 Teile) durch Destillation entfernt wurden. Es wurden 0,138 Teile phosphorige Säure als Lösung in Äthylenglycol zugegeben, und dann wurde das geschmolzene Material in einen Polymerisationsautoklav, welcher auf 2500C vorerhitzt worden ist, überführt. Die Polymerisationstemperatur wurde dann von 237 auf 278° C erhöht, und der Druck wurde während eines Zeitraumes von 35 Minuten auf 1 mm Hg vermindert. Nach noch 44 Minuten bei 278 0C wurde der Druck mit Stickstoff auf Atmosphärendruck zurückgebracht, und das geschmolzene Material wurde durch die im Beispiel 1 verwendete Vorrichtung in Wasser bei 55° C abgeführt. Die entstandene Anfangsdispersion wurde kühlen gelassen, wobei sie noch 1 Stunde homogenisiert wurde. In diesem Stadium waren die Dispersionsteilchengrößen im Bereich von 2 bis etwa 100 μ. Die Dispersion wurde dann zur Verminderung der Teilchengröße auf weniger als 5 μ in einer Perlmühle vermählen. Die endgültige Dispersion hatte eine Viskosität von 70 cP, gemessen bei einer Schergeschwindigkeit von 258,4 Sekunden"1 und enthielt 15 Gewichtsprozent Copolymer, ausgedrückt in Volumkonzentration (Molverhältnis von Äthylenterephthalat zu Polyoxyäthylenterephthalat = 5:1, Viskostätsverhältnis = 1,54, ger messen in einer l%igen Lösung in o-Chlorphenol bei 25° C in einem Viskosimeter des Typs Ostwald Nr. IA, Erweichungspunkt = 183 0C und Schmelzpunkt = 234° C, gemessen durch den endgültigen Verlust der Kristallinität). Es wurden die Antioxidationsmittel Bis-(2-hydroxy-3-a-methylcyclohexyl-5-methylphenyl)-methan und Zinkdiisopropyldithiophosphat (0,5 Gewichtsprozent von jedem, bezogen auf die dispergierten Feststoffe) aus einer Lösung wie im Beispiel 1 zur Dispersion zugegeben.
Zu Vergleichszwecken wurde ein weiteres Copolymer derselben Zusammensetzung, jedoch mit einem Viskositätsverhältnis von 1,45 hergestellt und in Wasser dispergiert.
Es wurden Proben eines 100%igen Poly-(äthylenterephthalat)-taftgewebes, bei dem Kette und Schuß gleich stark waren, mit den wäßrigen Dispersionen geklotzt, so daß sich 1 Gewichtsprozent Copolymere auf den Geweben ergaben. Die Gewebe wurden dann auf einem Spannrahmen 30 Sekunden lang auf 2000C erhitzt.
Dann wurden die Gewebe einem Wasch/Trocknungs-Gang, wie im Beispiel 1 beschrieben, unterworfen, und die vom Gewebe zurückgehaltene Copolymermenge nach einem Waschgang wurde durch Wägen ermittelt. Die Gewebe wurden dann weiteren Wasch/Trocknungs-Gängen unterworfen und wie im Beispiel 1 konditioniert.
Tabelle 2
Viskositätsverhältnis
des
Copolymers
1,45
1,54
% Copolymer
auf Gewebe
aufgebracht
nacheinem
Waschgang
0,00
1,00
1,00
0,00
0,32
0,53
Elektrischer Widerstand
des Gewebes in ΜΩ nach
80 Waschgängen
größer als 107 Vergleichs-2,5 · 106 versuch
3,0 · 105
Es wurden beim mit dem Copolymer mit einem Viskositätsverhältnis von 1,54 behandelten Gewebe ein wesentlich besseres antistatisches Verhalten sowie eine wesentlich bessere Benetzbarkeit und Ölverdrängung durch Wasser erhalten.
Beispiel3
Dieses Beispiel veranschaulicht das gleichzeitige Färben und die dauerhafte Oberflächenbehandlung von 100%igem Poly-(äthylenterephthalat)-gewebe, wobei die Behandlung in der Siedehitze unter Verwendung von wäßrigen Dispersionen von Lösungen von Poly - (äthylenterephthalat) / Poly - (oxyäthylen) - terephthalat-Copolymeren in einer Mischung aus o-Phenylphenol und Xylol durchgeführt wurde. Dieses Beispiel veranschaulicht besonders die geeigneteste Copolymerzusammensetzung und die Vorteile der Verwendung von Copolymerenmit Viskositätsverhältnissen vonmehr als 1,5.
Es wurden Copolymere mit Molverhältnissen von Äthylenterephthalat zu Polyoxyäthylenterephthalat von 1:1, 2:1, 5: 2, 3:1 und 4:1 aus Dimethylterephthalat, Äthylenglycol und Poly-(oxyäthylen)-glycol mit einem durchschnittlichen Molekulargewicht von 1540 nach der Verfahrensweise des Beispiels 1 hergestellt. Diese Copolymere wurden mit Viskositäts-Verhältnissen (l%ige Lösung in o-Chlorphenol bei 25 0C) von über 1,5 bis 2,0 und zum Vergleich mit Viskositätsverhältnissen von unter 1,5 bis 1,2 hergestellt.
Es wurde eine Lösung jedes Copolymers durch Lösen von 1 Teil Copolymer in 5 Teilen geschmolzenem o-Phenylphenol mit einem Gehalt an 0,005 Teilen Bis-(2-hydroxy-3-a-methylcyclohexyl-5-methylphenyl)-methan als Antioxidationsmittel hergestellt. Zu dieser Lösung wurde bei 70° C unter Rühren eine Mischung aus 3 Teilen Xylolisomeren und 0,5 Teilen Dodecylbenzolsulfonsäure mit einer Reinheit von annähernd 85% zugegeben. 1 Teil dieser Masse wurde mit 1 Teil kaltem Wasser verrührt, um eine stabile Emulsion zu erhalten.
Es wurde ein Färbebad durch Zugabe von 0,3 Teilen einer 25°/oigen wäßrigen Lösung des Dinatriumsalzes von Methylendinaphthalinsulfonsäure und 0,5 Teilen einer 30°/0igen wäßrigen Lösung von Eisessig zu 100 Teilen Wasser hergestellt. Es wurden 2,5 Teile eines aus einem stabilisierten gekräuselten PoIy-(äthylenterephthalat)-garn mit umgekehrter Zwirnung hergestellten Gewirkes in das Färbebad, eingebracht und die Temperatur wurde auf 5O0C erhöht, worauf
13 14
1,2 Teile einer wie oben hergestellten Emulsion zum schnittlichen Molekulargewicht von 1540, 0,64 Teile Färbebad zugegeben wurden. Das Bad wurde unter 2,4-Dimethyl-6-a-methylcyclohexylphenol und 0,251 Bewegen 10 Minuten lang auf 500C gehalten, worauf Teile Antimontrioxid in einem Autoklav 60 Minuten 0,025 Teile des Farbstoffes l,5-Di-(methylamino)- ■ lang auf 255°C erhitzt. Der Druck wurde während 4,8-dihydroxyanthrachinon in Wasser dispergiert bei 5 eines Zeitraumes von 15 Minuten auf weniger als 50 bis 600C zugegeben wurde. Die Temperatur des 0,2 mm Hg vermindert, und die Polymerisation wurde Färbebades wurde dann auf den Siedepunkt erhöht 285 Minuten lang bei 255° C fortgesetzt. Das entstan- und unter zeitweiligem Bewegen 90 Minuten lang auf dene Copolymer (Viskositätsverhältnis = 2,40, gediesem gehalten. messen in einer l%igen Lösung in o-Chlorphenol bei
Bei Beendigung des Färbens wurde das Gewirke in io 25 0C) enthielt annähernd 55 Gewichtsprozent PqIy-Wasser gespült, dann 20 Minuten lang bei 500C in (oxyäthylen)-terephthalat und hatte einen Erweieinem Bad mit einem Gehalt an 0,3 Teilen Natrium- chungspunkt von 193° C und einen Schmelzpunkt von dithionit, 0,35 Teilen einer Ammoniaklösung mit einem 240° C, gemessen durch die Temperatur des endgültigen spezifischen Gewicht von 0,880, 0,04 Teilen eines Verlustes der Doppelbrechung. Das Copolymer Äthylenoxidkondensates von Cetylalkohol mit 23 Mol 15 (16,7 Teile) und ein Antioxidationsmittel, nämlich Äthylenoxid und 100 Teilen Wasser reduzierend Bis-(2-hydroxy-3-«-methylcydohexyl-5-methylphenyl)-gereinigt. Nach dem reduzierenden Reinigen wurde das methan (0,084 Teile) wurden durch Rühren bei 350C Gewirke in Wasser gespült und dann 20 Minuten in 1336 Teilen Methylenchlorid gelöst, lang bei 6O0C in 100 Teilen Wasser mit einem Gehalt Die entstandene Copolymerlösung wurde auf 30f ä-
an 0,25 Teilen Natriumoleylsulfat und 0,28 Teilen 20 diges gestrecktes Poly-(äthylenterephthalat)-garn von eines Äthylenoxidkondensates von Nonylphenol mit 150 Denier bei 304,8 m/Minute mit Hilfe eines 9,5 Mol Äthylenoxid geseift. Das Gewirke wurde dann T-förmigen Metallrohres mit einem Innendurchmesser waschmittelfrei gespült und schließlich getrocknet. von 1 mm aufgebracht. Das Garn wurde gerade durch" Es wurde der elektrische Widerstand des so be- das Rohr geleitet, und die Copolymerlösung' wurde handelten und gefärbten Gewirkes, nach dem es 25 durch den Seitenarm des Rohres mit einer solchen 30 Wasch/Trocknungs-Gängen und dem Konditio- Geschwindigkeit zudosiert, daß die aufgebrachte nieren, wie in Beispiel 1 beschrieben, unterworfen Menge 1 Gewichtsprozent Copolymer, bezogen auf worden war, in der Längsrichtung (Probe von 177,8 mm das Garn, betrug. Das überzogene Garn wurde dann worden-war, in der Längsrichtung (Probe von 3mal um eine erhitzte Walze (Durchmesser: 127 mm) 177,8 mm · 38,1 mm) gemessen. Die bei Copolymeren 30 bei 1100C geleitet und unter Spannung in normaler von verschiedenen Zusammensetzungen, jedoch mit Weise auf eine Spule aufgewickelt. Viskositätsverhältnissen (in einer lo/0igen Lösung in Eine Probe des behandelten Garnes wurde zur
o-Chlorphenol bei 25° C) im Bereich von 1,53 bis 1,59 Prüfung zu einem Strumpfhosenbein gewirkt, erhaltenen Ergebnisse sind in der F i g. 1, in welcher Eine weitere Probe des behandelten Garnes wurde
sich die Copolymerzusammensetzung mit 19 Gewichts- 35 mit einer Maschine des Typs Scragg Mini-Bulk umgeprozent Äthylenterephthalateinheiten und 81 Gewichts- kehrt gezwirnt und voluminös gemacht, wobei die heiße prozentPoly-(oxyäthylen)-terephthalateinheitenalsdas Platte von 0,61 m bei 193 0C war und der Durchsatz optimale Copolymer zur Erzielung einer dauerhaften 73,15 m/Minute betrug. Das voluminös gemachte bzw. beständigen antistatischen Wirkung zeigt, ver- Garn wurde durch Dämpfen bei 1,96 kg/cm2 während anschaulicht. ■ 40 20 Minuten fixiert. Das voluminös gemachte Garn
F i g. 2 ist eine Auftragung des elektrischen Wider- wurde dann zur Prüfung zu einem Strumpfhosenbein Standes in Ω gegen das Viskositätsverhältnis (wiederum gewirkt.
in einer l°/oigen Lösung in o-Chlorphenol) eines Die aus den nicht voluminös gemachten und
Copolymers mit 5 Mol Äthylenterephthalat zu 2 Mol voluminös gemachten behandelten Garnen hergestell-Poly-(oxyäthylen)-terephthalat, welches sich von einem 45 ten Gewirke wurden einer reduzierenden Reinigung Poly-(oxyäthylen)-glycol mit einem durchschnittlichen in 2 g/l Natriumdithionit, 2 g/l Natriumhydroxid, Molekulargewicht von 1540 ableitete. Diese Angaben 0,2 g/l eines Äthylenoxidkondensates von Cetyl/Oleylzeigen, daß Copolymere mit Viskositätsverhältnissen alkohol mit 22 Mol Äthylenoxid und 0,5 g/l Cetyl von mehr als 1,5 eine wirksamere antistatische Wir- trimethylammoniumbromid bei 500C während 20 Mikung ergeben als die mit Viskositätsverhältnissen 50 nuten unter Verwendung eines Gewichtsverhältnisses von unterhalb 1,5. Ferner wurde festgestellt, daß sich von Flüssigkeit zu Gewirke von 40:1 unterworfen, die Fällung dieses letztgenannten Copolymers aus, Nach der reduzierenden Reinigung, welche eine wie in diesem Beispiel beschrieben, hergestellten scharfe alkalische Behandlung von Polyestergarnen Lösungen mit zunehmendem Viskositätsverhältnis während der Textilverarbeitung ist und eine Neigung verminderte und bei Viskositätsverhältnisseri von über 55 zur Entfernung des Copolymerfilmes hat, wurden das 1,5 bei längerem Stehen wenig oder überhaupt keine Gewirke in Wasser gründlich gespült, getrocknet, in Fällung beobachtet wurde. destilliertem Wasser mit einem Gehalt an 1,5 g/l
Kaliumbromid gespült, 2 Minuten lang abgeschleudert
Beispiel 4 un<i bei 6O0C in einer Trommel getrocknet. Die
60 elektrischen Widerstände von Gewirkeproben von
Dieses Beispiel veranschaulicht die Oberflächen- 177,8 mm · 38,1 mm, bestehend aus sechs Gewirkebehandlung von Poly-(äthylenterephthalat)-garn mit schichten, in der Längsrichtung wurden bei einer einer Methylenchloridlösung eines kristallisierbaren relativen Feuchte von 65% gemessen. Die elek-Poly-(äthylenterephthalat)/Polyoxyäthylen-terephthairischen Widerstände der nicht voluminös gemachten lat-Copolymers mit einem Viskositätsverhältnis von 65 und voluminös gemachten Proben betrugen 1,9 · 105 2,40. . ΜΩ bzw. 1,0 · 104 ΜΩ gegenüber ΙΟ7 ΜΩ bei einer
Es wurden 162,6 Teile Dihydroxyäthylterephthalat, unbehandelten Poly-(äthylentrephthalat)-probe. Über-123,2 Teile Poly-(oxyäthylen)-glykol mit einem durch- dies wurden bei den behandelten Gewirken eine bessere
Benetzbarkeit und Ölverdrängung durch Wasser von 0,508 mm aus 48fädigem stabilisiertem gekräu-
erhalten. selten Poly-(äthylenterephthalat)-garn mit umgekehrter
Beispiel 5 Zwirnung von 100Denier gewirkt wurde und die
Gewirke mit den aufgebrachten Copolymeren 30 Se-
Dieses Beispiel veranschaulicht den optimalen 5 künden lang auf 1500C erhitzt wurden.
Bereich von Copolymerzusammensetzungen und Vis- Die Beziehung zwischen dem vom Gewebe bzw.
kositätsverhältnissen für das Behandeln von Poly- Gewirke nach einem Waschgang zurückgehaltenen
(äthylenterephthalat)-geweben bei Heißfixierungstem- Copolymer und der Copolymerzusammensetzung und
peraturen von etwa 200°C und 150°C. dem Viskositätsverhältnis ist in der Fig. 4 darge-
Es wurden Dimethylterephthalat, Äthylenglycol und io stellt.
Polyoxyäthylenglycol mit einem durchschnittlichen Es ist klar, daß obwohl Gewebe bzw. Gewirke mit Molekulargewicht von 1540 in solchen Anteilen der festgelegten Bindungen verwendet wurden, die Ver-Umesterung und Polymerisationsbedingungen unter- Wendung von Poly-(äthylenterephthalat)-geweben bzw. worfen, daß Copolymere mit 59 bis 81 Gewichtspro- -gewirken mit anderen Bindungen ähnliche Copolymerzent Polyoxyäthylenterephthalatabschnitten und 41 bis 15 zusammensetzungen und Viskositätsverhältnisse er-19 Gewichtsprozent Poly-(äthylenterephthalat)-ab- fordern, um optimale Ergebnisse zu liefern, schnitten sowie mit Viskostätsverhältnissen von über . . 1,5 erzeugt wurden. Diese Copolymere wurden, wie Beispiel Beispiel 1 beschrieben, in Wasser dispergiert, wodurch Ein Mischpolymerisat von Äthylenterephthalat und sich Dispersionen mit einer Teilchengröße von weniger 20 Polyoxyäthylenterephthalat mit einem Viskositätsais 10 μ ergaben, wobei die Mehrzahl der Teilchen verhältnis von 4,4, das für das den Gegenstand der geringer als 5 μ war. Es wurden Antioxidationsmittel Erfindung bildende Verfahren brauchbar ist, kann wie im Beispiel 1 zur Dispersion zugegeben. Die wie folgt hergestellt werden:
Dispersionen wurden auf Polyethylenterephthalat)- Bei einer Temperatur von 225° C wird eine Esterproben (762 mm · 254 mm) in einer Menge von 1 Ge* 25 austauschreaktion mit folgender Mischung durchwichtsprozent Copolymer, bezogen auf das Gewebe, geführt:
aufgebracht. Das verwendete Gewebe war ein Taft Dimethylterephthalat 776 Teile
bei, tem11\™ Schuß gleich stark waren und Polyäthylenglykol 1540 770 Teile
welches 120 Schusse und 110 Enden pro 25,4 mm Äthylenglykol 620 Teile
hatte und aus 24fädigem Poly-(äthylenterephthalat)- 30 ^-Dimethyl-ö-methylcycionexyl-
garn von 50 Denier mil.VJ2 Windungen bzw. Dre- phenol (Antioxydationsmittel) 4,025 Teüe
hungen pro 25,4 mm Zwirnung gewebt war. Die Calciumacetat 2,265 Teüe
Gewebe mit den aufgebrachten Copolymeren wurden Antimontrioxyd 0,1945 Teüe
m einem Nadelspannrahmen 30 Sekunden lang auf
200° C erhitzt. Die behandelten Gewebeproben wurden 35 Nach Beendigung der Esteraustauschreaktion wureinem Wasch/Trocknungs-Gang mit einem 6 Minuten den 3,4 Teile 25%ige wäßrige Phosphorsäure zugesetzt, dauernden Waschen in einer 0,07%igen Lösung eines Eine gewisse Menge des sich ergebenden Esterhandelsüblichen Waschmittelpulvers bei 60° C in einer austauschproduktes wurde in ein Zentrifugengefäß Haushalttrommelwaschmaschine, einem Spülen in eingefüüt, dessen senkrechte Wände mit einem Belag Wasser, einem Schleudertrocknen und einem Trocknen 40 aus Poly-(tetrafluoräthylen) belegt waren. Die Schichtin einem Heißlufttrommeltrockner bei 60° C unter- dicke des an den Wandungen der Zentrifuge gebildeten worfen. Ausgangsmaterials betrug etwa 0,25 mm. Das Produkt
Die Gewebe wurden 1 Stunde lang bei 20°C und wurde dann erwärmt auf 268°C und 2 Stunden bei
35 % relativer Feuchte konditioniert und zur Ermitt- dieser Temperatur unter einer Kraft gehalten, die
lung der von den Geweben zurückgehaltenen Copoly- 45 etwa dem lOOOfachen der Schwerkraft entsprach,
mermengen nach dem Waschgang gewogen. Die Während dieser Zeit wurde das Zentrifugengefäß mit
Beziehung zwichen dem vom Gewebe zurückgehaltenen Stickstoff gespült, und zwar mit einer Menge von
Copolymer nach einem Waschgang, ausgedrückt in 0,75 l/min/g des Produktes. Wenn das Gefäß nach
Gewichtsprozenten des ursprünglich aufgebrachten Beendigung dieses Versuches abgekühlt wurde, so Copolymers, und der Copolymerzusammensetzung 50 enthielt es einen Film aus einem Mischpolymerisat von
und dem Viskositätsverhältnis ist in der F i g. 3 Polyethylenterephthalat) und Poly-(oxyäthylentere-
dargestellt. phthalat) mit einem Viskositätsverhältnis von 4,40.
Das Obige wurde wiederholt, ausgenommen, daß Dieser Film besaß eine gleichmäßige Stärke von das verwendete Substrat eine Einfachpikeestruktur 0,2 mm und eine glatte Oberfläche, und er ließ sich
mit 32 Maschenstäbchen pro 25,4 mm und 39 Ma- 55 ohne Schwierigkeit von der Wandung entfernen,
schenreihen pro 25,4 mm und ein Gewicht von Dieses Produkt ließ sich auf Textilien in der in der
179,7 g/m2 hatte und in einer Verklinkungsmaschine übrigen Beispielen beschriebenen Weise aufbringen.
Hierzu 2 Blatt Zeichnungen

Claims (1)

1 2
und in den Textileigenschaften der so behandelten Patentanspruch: Gewebe beschränkt.
■ Das Ziel der Erfindung ist die Bereitstellung von
Verfahren zur Modifizierung der Oberfläche von Mitteln zur Behebung dieser Nachteile und das VorFäden, Fasern und Geweben, die aus linearen 5 sehen einer besseren Oberflächenbehandlung von kristallisierbaren Polyestern bestehen, bei welchem Fäden, Fasern und Geweben aus Polyestern.
. man auf das zu behandelnde Gut eine wasser- Im Falle' der Behandlung von Geweben mit einem unlösliche polymere Verbindung aufbringt, die < Gehalt an Polyesterfasern mit'einem Copolymer mit einen Schmelzpunkt von über 1000C besitzt und einem Gehalt an identischen Polyesterabschnitten und im Molekül eine zur Kristallisierbarkeit aus- io Polyoxyalkylenabschnitten, wobei das Gewebe bei reichende Anzahl von Wiederholungseinheiten Temperaturen von über 900C in inniger Berührung gleich denjenigen des Polyestersubstrats aufweist mit dem genannten Copolymer hitzebeharidelt wird, ist und die außerdem eine in Wasser solvatiersierbare es zweckmäßig, das Copolymer in Form einer Dis-Polyoxyalkylengruppe enthält, welche von einem persion bzw. Lösung auf das Gewebe aufzubringen. Polyoxyalkylenglycol mit einem durchschnittlichen 15 Es wurde jedoch festgestellt, daß bei Verwendung von Molekulargewicht im Bereich von 300 bis 6000 Copolymeren mit einem Viskositätsverhältnis von abgeleitet ist, und wobei die polymere Verbindung unterhalb 1,5 ein hoher Anteil des Copolymers nicht 10 bis 50 Gewichtsprozent kristallisierbare Äthylen- waschfest ist, so' daß ein großer Überschuß des therephthalatwiederholungseinheiten und 90 bis Copolymers verwendet werden muß, um eine Ober-' 50 Gewichtsprozent solvatisierbarePolyoxyäthylen- 20 flächenbehandlung, welche nach vielen Waschgängen terephthalatsegmente aufweist, worauf man das dauerhaft und wirksam ist, zu erzielen,
zu behandelnde Gut auf eine Temperatur über Ferner wurde festgestellt, daß bei Geweben mit
900C erhitzt, nach Patent 1469 403, dadurch bestimmten Bindungen aus endlosen Garnen ein gekennzeichnet, daß man als wasser- Copolymerüberschuß auf dem behandelten Gewebe unlösliche polymere · Verbindung 0,1 bis 2 Ge- as eine Verminderung der Faserreibeigenschaften und wichtsprozent, bezogen auf das Substrat, eines eine Beeinträchtigung des Gewebegriffes verursacht, Äthylenterephthalat - Polyoxyäthylenterephthalat- so daß die mechanische Festigkeit der Gewebe wegen Mischpolymers aufbringt, das ein Viskositätsver-~~ des Schlupfes zwischen den Fasern beeinträchtigt hältnis über 1,5 und bis zu 4,5, gemessen in einer . werden kann. Dies kann durch ein Vorwaschverfahren l°/oigen Lösung von Orthochlorphenol bei 25° C, 30 behoben werden, dies ist jedoch unerwünscht, da es die aufweist, und daß man die Erhitzung bei einer Behandlungskosten erhöht und somit den Nutzen der Temperatur vom Erweichungspunkt des Misch- Behandlung vermindert.
polymers bis zu 6O0C über dem Erweichungspunkt Ferner wurde festgestellt, daß nach der Behandlung
des Mischpolymers durchführt. . von gefärbten Geweben nach dem Verfahren der
35 deutschen Auslegeschrift 1469 403 ein Copolymerüberschuß auf den gefärbten Geweben zu einer
beeinträchtigten Reibechtheit der Farbstoffe führt,
so daß der Farbstoff von den behandelten Geweben andere Gewebe oder Oberflächen, welche sich an die
In der deutschen Auslegeschrift 1 469 403 ist ein 40 erfindungsgemäß behandelten gefärbten Gewebe reiben, Verfahren zur Modifizierung der Oberfläche von anfärben kann.
Fäden, Fasern und Geweben, die aus kristallisierbaren Diese Nachteile können behoben werden, wenn
Polyestern bestehen, durch Behandlung mit polymeren Copolymere mit hohem Zurückbleiben am Gewebe Stoffen beschrieben, wobei man auf das zu behandelnde nach dem Waschen verwendet werden. Es wurde Gut eine wasserunlösliche kristallisierbare polymere 45 festgestellt, daß ein Zurückbleiben von mehr als 50% Verbindung aufbringt, die einen Schmelzpunkt von des aufgebrachten Copolymers naeh einem Waschüber 1000C besitzt und im Molekül eine zur Kristalli- gang erwünscht ist, um diese Nachteile zu beheben, sierbarkeit ausreichende Anzahl von Wiederholungs- ' Gegenstand der Erfindung ist ein Verfahren zur einheiten gleich denjenigen des Polyestersubstrat's Modifizierung der Oberfläche von Fäden, Fasern und .aufweist und die außerdem im Molekül zumindest 50 Geweben, die aus linearen kristallisierbaren PoIyeine aktive Gruppe zur Modifizierung der Oberfläche estern bestehen, bei welchem man auf das zu behändes Substrats enthält, worauf man das zu behandelnde delnde Gut eine wasserunlösliche polymere Verbin-Gut auf eine Temperatur oberhalb 900C erhitzt. dung aufbringt, die einen Schmelzpunkt von über Im Falle, daß die aktive Gruppe eine von einem 100° C besitzt und im Molekül eine zur Kristallisier-Polyoxyalkylenglycol mit einem durchschnittlichen 55 barkeit ausreichende Anzahl von Wiederholungs-Molekulargewicht von 300 bis 6000 abgeleitete Poly- einheiten gleich denjenigen des Polyestersubstrats oxyalkylengruppe ist, sind die bevorzugten Copoly- aufweist und die außerdem eine in Wasser solvatisierester als Viskositätsverhältnisse von 1,1 bis 1,5 auf- bare Polyoxyalkylengruppe enthält, weiche von einem weisend festgelegt, wobei das Viskositätsverhältnis Polyoxyalkylenglycol mit einem durchschnittlichen weiter unten definiert ist. 60 Molekulargewicht im Bereich von 300 bis 6000
Während die Copolyester mit Polyoxyalkylen- abgeleitet ist, und wobei die polymere Verbindung gruppen der deutschen Auslegeschrift 1469 403 eine 10 bis 50 Gewichtsprozent kristallisierbare Äthylenwirksame und beständige Oberflächenmodifizierung terephalatwiederholungseinheiten und 90 bis 50 Gevon aus geeigneten Polyestern hergestellten Fäden, wichtsprozent solvatisierbarePolyoxyäthylenterephtha-Fasern und Geweben liefern, ist ihre allgemeine Ver- 65 latsegmente aufweist, worauf man das zu behandelnde Wendung bei Geweben, bestehend aus oder mit einem Gut auf eine Temperatur über 9O0C erhitzt, nach Gehalt an Polyesterfasern, zum Teil durch einige Nach- deutsche Auslegeschrift 1 469 403, das dadurch geteile beim Verfahren des Aufbringens der Copolymere kennzeichnet ist, daß man als wasserunlösliche poly-
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