DE1615976C - Wechselstrom Elektromagnet - Google Patents
Wechselstrom ElektromagnetInfo
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Description
Die Erfindung betrifft einen Wechselstrom-Elektromagnet mit beweglichem Anker zum Betätigen
von elektrischen Schaltern, Kupplungen od. dgl., der in seinem Magnetkreis zwei oder mehrere induktiv
gekoppelte Wicklungen hat zum Schalten oder Betätigen von Schaltschützen, Kupplungen u. dgl. mittels
eines Ankers, wobei die auf einem Magnetkern befindliche Wicklung zur Betätigung des Ankers mit
Niederspannung betrieben wird.
Derartige magnetische Betätigungsorgane werden in großem Maße praktisch verwendet. Die Schwierigkeit
besteht jedoch oft darin, daß keine geeignete Niederspannungsquelle von beispielsweise 10 oder
20 Volt zur Verfügung steht bzw. die Verwendung einer eigenen Spannungsquelle für das Betätigungsorgan
zu aufwendig ist. Die Verwendung der üblichen Netzspannung zum Betrieb solcher Betätigungsorgane
hat zwar den Vorteil, daß eine höhere magnetische Kraftwirkung erzeugt wird, hat aber andererseits den
Nachteil, daß jeweils die volle Spannung von 220 Volt geschaltet werden muß, wodurch die entsprechenden
Schaltkontakte entsprechend schnell abgenutzt werden. Um diese Schwierigkeiten zu umgehen, hat man
sich bisher damit beholfen, einen Transformator vorzusehen, welcher die Netzspannung auf eine für den
Betrieb des magnetischen Betätigungsorgans geeignete Niederspannung herabtransformiert. Diese
Lösung umgeht zwar die letztgenannten Schwierigkeiten, hat jedoch den Nachteil eines recht hohen
Aufwandes, da zusätzlich zu dem magnetischen Betätigungsorgan mit Magnetkern, Wicklung und Anker
außerdem ein vollständiger Transformator nötig ist.
Aus der deutschen Patentschrift 960 744 ist es auch bekannt, die Erregerwicklung eines Haltemagneten
transformatorisch mit einer auf dem gleichen Magnetsystem angeordneten zweiten Wicklung zu koppeln.
Diese Anordnung gibt jedoch keine Hinweise zur Lösung der der Erfindung gestellten Aufgabe.
Diese Aufgabe der Erfindung besteht nun darin, ausgehend von dem bekannten Stand der Technik
einen Wechselstrom-Elektromagneten anzugeben, welcher im Vergleich zu der als vorletzte genannten
Lösung wesentlich weniger Raumaufwand hat und außerdem wesentlich billiger ist.
Erfindungsgemäß wird daher vorgeschlagen, daß die für niedrige Spannung, z. B. für 10 bis 20 Volt,
ausgelegte Erregerwicklung des Magneten zugleich die Sekundärwicklung eines Transformators ist, dessen
mit höherer Spannung, z. B. Netzspannung, gespeiste Primärwicklung zusammen mit der Sekundärwicklung
auf einem als geschlossener Transformatorkern ausgebildeten Teil des Magnetkernes angeordnet
ist, und daß die Betätigung des Elektromagneten bzw. seines Ankers durch Kurzschließen der Sekundärwicklung
über einen Schalter erfolgt.
Gemäß einer bevorzugten weiteren Ausbildung der Erfindung ist vorgesehen, daß der Magnetkern ein
zweischenkeliger, durch Joche verbundener Kern ist, auf dessen einem Schenkel die Primärwicklung und
auf dessen anderem Schenkel die Sekundärwicklung angeordnet ist, und bei welchem die Joche über den
die Sükundwärwicklung tragenden Kern hinaus verlängert .sind und mit diesen Verlängerungen Pole für
den Anker bilden.
Weiterhin kann die Hrfindung so ausgebildet sein, daß der Anker mit seinem einen linde an der einen
Verlängerung des Joches schwenkbar gelagert ist.
Als Schaltelement zum Kurzschließen der Sekundärwicklung
kann entweder ein mechanischer Schaltkontakt oder aber eine elektronische Schaltung dienen.
Die Erfindung beruht in ihrem Grundprinzip darauf, daß bei offenem Schalter die Sekundärwicklung
im Leerlauf betrieben wird und die magnetischen Kraftlinien einen geschlossenen magnetischen Kreis
bilden^·.der die Primär- und die Sekundärwicklung
durchsetzt. Der Anker wird dabei nicht an die Verlängerungsstücke des Magnetkernes angezogen. Wird
ίο hingegen die Sekundärwicklung durch den Schalter
kurzgeschlossen, so werden die magnetischen Kraftlinien aus dem Schenkel der Sekundärwicklung verdrängt
und schließen sich über die beiden Verlängerungsstücke des Magnetkernes und den Anker, indem
dieser an den Magnetkern angezogen wird. Dieser Verdrängungseffekt entsteht dadurch, daß durch das
Kurzschließen der Sekundärwicklung von dieser ein Gegenmagnetfeld oder auch bremsendes Magnetfeld
erzeugt wird, welches den ursprünglich den Schenkel der Sekundärwicklung durchsetzenden Kraftlinien
einen sehr hohen magnetischen Widerstand entgegensetzt, der diese Kraftlinien veranlaßt, den längeren r
magnetischen Weg über den Anker zu nehmen. Durch ^ die geschilderte Art der Umschaltung werden natür-Hch
Verluste in der Sekundärwicklung erzeugt. Diese sind jedoch nicht so groß, daß der an und für sich
nicht sehr gute Wirkungsgrad solcher Schaltmagnete wesentlich verändert wird.
Im folgenden soll die Erfindung an Hand der Zeichnung, die ein Ausführungsbeispiel darstellt,
noch näher erläutert werden.
Mit 1 ist ein Magnetkern, bestehend aus einem Blechpaket, bezeichnet, auf dessen beiden Schenkeln 2
und 3 eine Primärspule 4 und eine Sekundärspule 5
angeordnet sind. Die Primärspule liegt ah der Netz- '
spannung von 220 Volt. Die Sekundärspule weist eine Windungszahl mit gegenüber der Primärwicklung solchem
Wicklungsverhältnis auf, daß ihre Ausgangsspannung an den Klemmen 6 etwa 20 Volt beträgt.
Diese Ausgangsklemmen 6 können durch einen Schalter 7 kurzgeschlossen werden, der entweder als
mechanischer Schaltkontakt oder aber als elektronische Schaltung ausgebildet sein kann.
-An dem Magnetkern ist mit seinem einen Ende ' ein Anker 8 befestigt, dessen freies Ende 9 zur Betätigung
einer Kupplung 10 herangezogen wird. Letztere enthält eine Kupplungsscheibe 11, welche auf
■ einer angetriebenen Welle 12 längsverschieblich angeordnet ist. Bei Betätigung wird diese Kupplungsscheibe
entgegen der Federkraft 13 gegen eine Mitnehmerscheibe 14 gedrückt.
Ist der Schalter 7 offen, so befindet sich der Transformator im Leerlauf, und der Anker 8 und die Kupplung
10 nehmen die in der Zeichnung dargestellte Ruhelage ein. Wird der Schalter 7 geschlossen, so
schließen sich die von der Primärwicklung 4 ausgehenden magnetischen Kraftlinien nicht mehr über die
Sekiindärspule 5, sondern über den Anker 8, wodurch
letzterer an den Magnetkern 1 angezogen wird und dadurch mit seinem freien Ende 9 die Kupplungs- ■
scheibe 11 mit der Mitnehmerscheibe 14 in Eingriff bringt. Wird der Schalter 7 wieder geöffnet, so fällt
der Anker 8 wieder vom Magneten ab, und die Kupplung kehrt in die dargestellte Ruhelage zurück.
Claims (3)
- Patentansprüche:I. Wechselstrom-Elektromagnet mit beweglichem Anker zum Betätigen von elektrischenSchaltern, Kupplungen od. dgl., der in seinem Magnetkreis zwei oder mehrere induktiv gekoppelte Wicklungen hat, dadurch gekennzeichnet, daß die für niedrige Spannung, z. B. für 10 bis 20 Volt, ausgelegte Erregerwicklung des Magneten zugleich die Sekundärwicklung eines Transformators ist, dessen mit höherer Spannung, z. B. Netzspannung, gespeiste Primärwicklung zusammen mit der Sekundärwicklung auf einem als geschlossener Transformatorkern ausgebildeter Teil des Magnetkernes angeordnet ist, und daß die Betätigung des Elektromagneten bzw. seines Ankers durch Kurzschließen der Sekundärwicklung über einen Schalter erfolgt.
- 2. Wechselstrom-Elektromagnet nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der Magnetkern ein zweischenkeliger, durch Joche verbundener Kern ist, auf dessen einem Schenkel die Primärwicklung und auf dessen anderem Schenkel die Sekundärwicklung angeordnet ist, und bei welchem die Joche über den die Sekundärwicklung tragenden Kern hinaus verlängert sind und mit diesen Verlängerungen Pole für den Anker bilden.
- 3. Wechselstrom-Elektromagnet nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß der Anker mit seinem einen Ende an der einen Verlängerung des Jochs schwenkbar gelagert ist.Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
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