DE161007A - - Google Patents
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Description
KAISERLICHES
PATENTAMT.
Gegenstand vorliegender Erfindung ist eine Presse, welche hauptsächlich für den Gebrauch
in pharmazeutischen Laboratorien, zur Herstellung von Suppositorien, Vaginais, Bougies,
Pillen und dergl. bestimmt ist.
Diese Presse ist auf beiliegender Zeichnung in beispielsweiser Ausführungsform dargestellt,
und zwar stellt Fig. ι einen Längsschnitt durch die Presse dar, Fig. 2, 3 und 4
zeigen Teile der Presse in verschiedener Arbeitsstellung, während Fig. 5 eine Einzelheit
veranschaulicht.
α ist die Grundplatte, an welcher die beiden
Säulen b und bx befestigt sind, die ihrerseits
wieder das Querstück c tragen. In dem Querstücke c ist das Muttergewinde für die
Preßspindel d eingeschnitten; e ist der Kolben, der an der Spindel d drehbar befestigt ist;
f stellt den Preßzylinder dar, der mit den Gabellappen g versehen ist; h ist der Preßtisch,
welcher ebenfalls, wie der Preßzylinder, Lappen i besitzt; k ist ein Anschlagstift und /
ein mit einer Flügelmutter versehener Stellring.
Die Lappen g und i des Preßzylinders und des Preßtisches sind nun so gestaltet, daß sie
die Säule b gabelförmig umgreifen. Dabei besitzen die Lappen i des Tisches unten und
oben ringförmige Erhöhungen, welche in entsprechende ringförmige Ausnehmungen der
Grundplatte α und der Lappen g des Preßzylinders eingreifen. Die Lappen des Preßzylinders
besitzen auch oben eine ringförmige Ausnehmung, in welche der Stellring / mit seinem ringförmigen Vorsprung eingreift.
Der Zweck dieser Einrichtung ist der, die einzelnen Preßteile, in vorliegendem Falle
Zylinder und Tisch, an der Säule b drehbar zu befestigen, indem die ringförmigen Erhöhungen
und Vertief ungen bei aufgeschobenem und festgeklemmtem Stellringe Z ineinandergreifen
und ein Auseinanderfallen der einzelnen Teile verhindern, während bei hinaufgeschobenem
Stellringe die einzelnen Teile mit Leichtigkeit auseinandergenommen werden können. Selbstverständlich ist es gleichgültig,
welcher Teil die Vertiefungen und welcher die Erhöhungen trägt, nur müssen dieselben wechselweise ineinandergreifen. An
dem Tisch h ist noch eine Nase η angebracht,
welche dazu dient, die in den Preßzylinder eingeschobenen Preßformen (auf der Zeichnung
nicht dargestellt) beim Ausstoßen der Preßlinge (Suppositorien, Vaginais und dergl.)
im Preßzylinder zurückzuhalten. Der Stift k dient zur Begrenzung der Drehbewegung des
Tisches h.
Die Arbeitsweise mit der Presse, z. B. zum Herstellen von Suppositorien ist folgende:
Die Teile der Presse werden zusammengesetzt und durch Herabschieben des Stellringes
I in ihrer Lage zueinander gesichert (Fig. 1). Es wird nun die Spindel hochgeschraubt,
bis der Kolben aus dem Zylinder heraustritt; dann werden Preßzylinder und Tisch gemeinsam nach der Seite gedreht, bis
der untere Teil des Lappens i an den Stift k anstößt. In dieser Stellung, welche in Fig. 4
dargestellt ist, wird von oben her die in den Zylinder genau passende Preßform eingeschoben,
welche auf den Tisch herabsinkt. Nachdem das Preßgut eingefüllt und der Zylinder mit dem Tisch unter den Kolben
zurückgedreht ist (Fig. 2) — die Drehung wird abermals durch den Stift k begrenzt —,
wird durch Drehen der Spindel d der Kolben e so lange nach unten bewegt, bis durch
das Ansteigen des Widerstandes die Füllung der Preßform angezeigt ist; dann wird die
Spindel etwas gelüftet, der Tisch seitwärts gedreht und die Preßlinge (Suppositorien)
mittels der . Spindel ausgestoßen. Hierbei wird die Preßform durch die Nase η im
Preßzylinder zurückgehalten (Fig. 3). Fig. 5 zeigt die ringförmige Vertiefung der Grundplatte
α mit dem Anschlagstifte k im vergrößerten Maßstabe.
Claims (1)
- Patent-Anspruch :
Presse für pharmazeutische Gegenstände mit einem von Säulen gebildeten, geschlossenen Preßrahmen und einem um eine der Säulen drehbaren Preßzylinder, dadurch gekennzeichnet, daß der Preßzylinder (f), der Tisch (h) und sonstige an der Presse leicht auswechselbar zu befestigende Teile mit Lappen (g bezw. i) versehen sind, welche eine Säule (b) der Presse zwischen sich fassen und abwechselnd mit ineinandergreifenden ringförmigen Erhöhungen und Vertiefungen versehen sind, so daß diese Teile um die Säule drehbar, jedoch nicht abnehmbar sind, wenn sie durch einen Stellring (I) oder dergl. am Aufsteigen gehindert werden, während nach Hochstellen des Stellringes (I) die einzelnen Teile durch geringes Hochheben seitlich leicht herausgenommen werden können.Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
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