DE1607021C3 - Vorrichtung zur Übernahme von Milch - Google Patents

Vorrichtung zur Übernahme von Milch

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DE1607021C3 DE19671607021 DE1607021A DE1607021C3 DE 1607021 C3 DE1607021 C3 DE 1607021C3 DE 19671607021 DE19671607021 DE 19671607021 DE 1607021 A DE1607021 A DE 1607021A DE 1607021 C3 DE1607021 C3 DE 1607021C3
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Hans 4730 Ahlen; Eismann Josef 4732 Vorhelm Schwarte
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Alfons Schwarte Gmbh, 4730 Ahlen
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Description

Die Erfindung bezieht sich auf eine Vorrichtung zur Übernahme von Milch aus Milchbehältern in Milchsammelbehälter, bei der Milch aus dem Milchbehälter mittels eines in diesen einführbaren Saugleitungsteils übernommen oder in einem Annahmebehälter angenommen und über eine Förderleitung mit einem in diese eingeschalteten Luftabscheider und einem dem Luftabscheider nachgeordneten Durchlaufzähler mit Anzeige- und Löschmechanismus in den Sammelbehälter gefördert wird, wobei ein Anteil der übernommenen Milchmenge mittels einer mit einem Steuerorgan zur Abzweigmengensteuerung versehenen Abzweigleitung fortlaufend abgezweigt einem Zwischenbehälter zugeführt, über ein mittels eines Umschalthebels, Druckmittelantriebs od. dgl. schaltbares Probeentnahmegerät, dem ein Flaschenträger nacheinander Probeflaschen in Probeaufnahmestellung zuführt, umgepumpt und nach Beendigung der Milchübernahme durch Umschalten der Vorrichtung von einer Milchübernahmestellung auf eine Probeentnahmestellung dem Sammelbehälter zugeführt wird.
In Milchbehältern, z. B. Milchkannen oder Hofbehältern, zur Übernahme namentlich durch einem Milchsammelwagen bereitgestellte Milch kann in ihrer Zusammensetzung, inbesondere hinsichtlich des Fettgehalts, in den einzelnen Behältern recht unterschiedlich sein. So kann das sogenannte Nachgemelk bis zu 5% mehr Fett enthalten als die vorher abgemolkene Milch. Wenn die Milch in größeren Behältern bereitgestellt wird, kann auch die Zusammensetzung innerhalb ein und desselben Behälters recht unterschiedlich sein, da
das Fett bei längerer Verweildauer der Milch in dem Behälter aufrahmt und sich demzufolge im unteren Teil des Behälters an Fett ärmere Milch befindet. In der aufgerahmten Schicht kann der Fettgehalt z. B. 10 bis 15% und im unteren Behälterbereich nur etwa 1,5% betragen.
Bei der Milchübernahme sind entsprechend der Kapazität der einzelnen Milchlieferanten regelmäßig in sich beliebig einstellender Reihenfolge Milchmengen unterschiedlicher Größe zu übernehmen. Da der die abgezweigte Milch bei der Milchübernahme aufnehmende Behälter nicht beliebig groß ausgeführt werden kann, im Gegenteil zur Platzersparnis möglichst geringe Abmessungen haben soll, muß die Abzweigmenge, die bei einem Übernahmevorgang abgezweigt wird, einstellbar sein. Für die Übernahme einer kleinen Milchmenge zweigt man z. B. 10% der Gesamtübernahmemenge, bei einer mittleren Milchmenge etwa 4% und bei einer großen Milchmenge nur 1% der Gesamtübernahmemenge ab. Hierfür ist die Abzweigleitung mit einem Hahn, Ventil od. dgl. Steuerorgan versehen, welches die Bedienungsperson vor der Annahme der Milch entsprechend der jeweils zu übernehmenden Menge verstellen kann. Dieses Steuerorgan kann bei den bekannten Vorrichtungen beliebig sowohl vor Beginn einer Milchübernahme als auch während dieser verstellt werden. Dies eröffnet eine Manipulationsmöglichkeit bei der Milchübernahme, durch welche die zu nehmende Probe verfälscht werden kann. So kann z. B. von der Milch mit niedrigem Fettgehalt nur ein Anteil von 1% abgezweigt werden, während von der Milch mit höherem Fettgehalt z. B. 10% abzweigbar ist.
Der Erfindung liegt nun die Aufgabe zugrunde, die durch Manipulationen am Steuerorgan der Abzweigleitung eröffnete Möglichkeit zu Probenverfälschungen auszuschließen, und sie löst diese Aufgabe ausgehend von einer Vorrichtung der eingangs genannten Art dadurch, daß das Steuerorgan zur Abzweigmengensteuerung mit einer dieses während des Milchübernahmevorgangs verriegelnden, in Abhängigkeit von einem Umschalten der Vorrichtung auf Probeentnahme auslösbaren Sperrvorrichtung versehen ist. Gemäß einer weiteren Ausgestaltung kann zusätzlich auch der Löschmechanismus des Durchlaufzählers mit einer Sperrvorrichtung versehen sein, die gemeinsam mit der Sperrvorrichtung für das Steuerorgan in Abhängigkeit von der Umschaltung der Vorrichtung betätigbar ist. Bei einer mit einem Umschalthebel zum Umschalten der Vorrichtung von Milchübernahme auf Probeentnahme ausgerüsteten Milchübernahmevorrichtung ist bzw. sind die Sperrvorrichtungen über den Umschalthebel betätigbar. Bei Ausrüstung des Umschaltmechanismus mit einem Druckmittelantrieb weisen die Sperrvorrichtungen zur Betätigung einen einseitig gegen die Wirkung einer auslösenden Rückstellkraft wirkenden Druckmittelantrieb auf, der an diejenige Druckmittelzuleitung zum Druckmittelantrieb des Probeentnahmegeräts angeschlossen ist, welche Druckmittel zur Rückstellung des Umschaltmechanismus in Milchübernahmestellung führt.
Die Ausbildung nach der Erfindung stellt sicher, daß nur vor einer Milchübernahme eine Einstellung des Steuerorgans zur Anpasssung an die Milchübernahmenge erfolgen kann. Eine Verstellung des Steuerorgans während der Milchübernahme ist ausgeschlossen. Da Steuerorgan und gegebenenfalls Löschmechanismus des Durchlaufzählers lediglich dann betätigbar sind, wenn sich die Vorrichtung in ihrer Probeentnahmestellung befindet, ist die Bedienungsperson gezwungen, eine Einstellungsveränderung des Steuerorgans sowie ein Löschen des Durchlaufzählers vor einem Umschalten der Vorrichtung auf ihre Milchübernahmestellung vorzunehmen, was einem neuerlichen Milchübernahmevorgang vorausgehen muß.
Eine weitere Ausgestaltung sieht vor, daß die Sperrvorrichtung von einem gesonderten Antrieb für die Betätigung des Steuerorgans gebildet und vom Flaschenträger oder mittelbar oder unmittelbar von den Probeflaschen gesteuert ist. Bei Ausbildung des Falschenträgers als Drehkranz kann dieser mit Probeflaschen zugeordneten Schaltnocken od. dgl. versehen sein, die mit einem den Antrieb für das Steuerorgan betätigenden Schaltorgan zusammenwirken.
Zweckmäßig ist bei Ausbildung des Antriebs für das Steuerorgan als doppelt wirkender Druckmittelantrieb ein Ventil als Schaltorgan vorgesehen, das bei Betätigung durch einen Schaltnocken die Beaufschlagung des Druckmittelantriebs umkehrt Das Schaltventil weist dabei vorzugsweie eine dieses stets in einer bestimmten Ventilstellung haltende Ausbildung auf und ändert lediglich während des Eingriffs mit einem Schaltnocken seine Ventilstellung in eine andere.
Diese weitere Ausgestaltung nach der Erfindung stellt sicher, daß in jenen zahlreichen Fällen, in denen in festliegender Reihenfolge Stapelproben entnommen werden, die Einstellung des Steuerorgans auf die zu übernehmende Milchmenge der jeweiligen Lieferanten automatisch und von einer Bedienungsperson unbeeinflußt vorgenommen wird.
Zur Erzielung einer zwangläufigen Reihenfolge der Bedienung kann in weiterer Ausgestaltung der Erfindung ein Rückstellantrieb zur Rückstellung des Umschalthebels aus seiner Probeentnahmeschaltstellung in seine Milchübernahmeschaltstellung vorgesehen sein, dessen Betätigung mit dem Löschen des Anzeige- und Löschmechanismus gekoppelt ist.
Der Rückstellantrieb kann dabei vorteilhaft als doppeltwirkender Druckmittelantrieb ausgebildet und ferner ein in Abhängigkeit des Löschmechanismus kurzzeitig umschaltendes Ventil vorgesehen sein, welches dem Druckmittelantrieb bei seinem Umschalten aus einem beidseitig drucklosen Zustand in einen einseitig mit Druck beaufschlagten, die Rückstellbewegung hervorrufenden Zustand überführt.
Weitere Merkmale und Vorteile ergeben sich aus den Ansprüchen und der Beschreibung in Verbindung mit der Zeichnung, in der ein Ausführungsbeispiel des Gegenstands der Erfindung veranschaulicht ist Es zeigt
F i g. 1 eine schematische Gesamtdarstellung der Vorrichtung nach der Erfindung in ihrer Stellung bei der Milchübernahme,
F i g. 2 eine Ansicht ähnlich F i g. 1 bei Stellung der Vorrichtung während der Probeentnahme,
F i g. 3 eine vergrößerte Ausschnittdarstellung des Steuerorgans der Abzweigleitung in einem vereinfachten Schnitt,
F i g. 4a und 4b Darstellungen des Löschmechanismus am Durchlaufzähler als vergrößerte Einzelheiten,
F i g. 5 und 6 zwei schematische Teildarstellungen zur Veranschaulichung der automatischen Steuerung der Umschaltventileinstellung in Abhängigkeit vom Drehkranz des Flaschenträgers.
Die Vorrichtung besteht bei dem dargestellten Ausführungsbeispiel im einzelnen aus einer Übernahmesaugleitung 1, einem Probeentnahmegerät 2, das mittels eines Antriebs 3 aus einer Durchlaufstellung in eine
Probeentnahmestellung und umgekehrt schaltbar ist und dessen Umschaltung bei dem dargestellten Ausführungsbeispiel die Umschaltung der Vorrichtung von einer Milchübernahmestellung auf eine Probeentnahmestellung bewirkt, einer vom Probeentnahmegerät 2 zum nicht dargestellten Sammelbehälter führenden Förderleitung 4, in die eine Förderpumpe 5, ein Luftabscheider 6 und ein Druchlaufzähler 7 mit Anzeige- und Löschmechanismus 8 eingeschaltet sind, einer von der Förderleitung 4 zwischen Pumpe 5 und Luftabscheider 6 abzweigenden Abzweigleitung 9, die zum Probeentnahmegerät 2 führt, einem Zwischenbehälter 10 zur Aufnahme der abgezweigten Milchmenge mit Pumpe 11 und von dieser zum Probeentnahmegerät führenden Umpumpleitung 12, einem vom Probeentnahmegerät 2 zum Zwischenbehälter 10 führenden Verbindungsleitungsstück 13 und einer Rückführungsleitung 14, über die die den Pipettenraum bei der Milchübernahme durchströmende, aus dem Zwischenbehälter 10 umgepumpte Milchmenge zu diesem zurückgeführt wird. Ferner ist ein Flaschenträger 15 für Probenflaschen 16 vorgesehen, der für jeweils aufeinanderfolgende Probenahmen die Probeflaschen in eine Probeaufnahmestellung transportiert und in Form eines weiterschaltbaren Drehkranzes ausgebildet ist
Bezüglich der näheren Ausgestaltung der insoweit beschriebenen Vorrichtung und deren Funktion im einzelnen wird auf die DT-AS 12 36 960 verwiesen.
In die Abzweigleitung 9 ist ein Steuerorgan 17 eingeschaltet, mit dem die Abzweigmenge einstellbar ist. Dieses Steuerorgan kann der Abzweigleitung auch vor- oder nachgeordnet sein. Das dargestellte Steuerorgan 17 weist einen in einem Gehäuse 18 längsverschieblichen Steuerschieber 19 auf, der bei dem dargestellten Beispiel drei Durchflußöffnungen 20, 21, 22 enthält. Diese Durchflußöffnungen 20 bis 22 weisen unterschiedliche Querschnitte auf, die in ihrer Abmessung so gestaltet sind, daß sie in der Reihenfolge der Bezeichnung 10, 4 und 1% der Gesamtübernahmemilchmenge als Abzweigmilchmenge passieren lassen. Zur Einstellung der jeweils gewünschten Abzweigmilchmenge wird die passende Durchflußöffnung in Strömungsverbindung mit der Abzweigleitung 9 gebracht.
Wie insbesondere aus F i g. 3 ersichtlich ist, ist der Steuerschieber 19 mit drei Riegelausnehmungen bzw. -nuten 23, 24 und 25 versehen, die mit einem Riegel 26 einer Verriegelungsvorrichtung 27 zusammenwirken. Diese Riegelausnehmungen 23 bis 25 sind den Durchflußöffnungen 20 bis 22 derart zugeordnet, daß bei Eingriff des Riegels 26 in einer Ausnehmung jeweils die dieser Ausnehmung zugeordnete Durchflußöffnung in Strömungsverbindung mit der Abzweigleitung 9 liegt.
Die Riegel- oder Sperrvorrichtung 27 ist bei dem dargestellten Ausführungsbeispiel als druckmittelbetätigte Vorrichtung ausgebildet und besteht aus einem Druckmittelzylinder 28, der auf dem Gehäuse 18 befestigt ist, und aus einem in dem Zylinder 28 gleitenden Kolben 29, der den Riegel 26 trägt. Die Sperrvorrichtung ist als einseitig mit Druckmittel beaufschlagbare Vorrichtung ausgebildet, die bei Beaufschlagung mit Druckmittel ihre Sperrstellung entgegen der Rückstellwirkung einer Feder 30 einnimmt Bei Fortfall der Beaufschlagung des Zylinders 28 löst die Feder 30 daher die Sperrung des Ventilkörpers 19 aus.
Eine entsprechende Sperrvorrichtung 31 ist für den Löschmechanismus 8 des Durchlaufzählers 7 vorgesehen und des näheren in Fig.4a veranschaulicht. Der Riegel 31 greift in eine Aussparung 32 am Umfang einer Scheibe 33, die auf der mittels Handkurbel 34 betätigbaren Welle 35 des Löschmechanismus 8 befestigt ist.
Die Druckmittelzuleitung 36 zur Sperrvorrichtung 27 ist ebenso wie die Druckmittelzuleitung 37 zur Sperrvorrichtung 31 von derjenigen Druckmittelzuleitung 38 zum Druckmittelantrieb 3 des Probeentnahmegeräts 2 abgezweigt, welche das den Antrieb 3 in eine das Probeentnahmegerät 2 in Durchlaufstellung einstellende Druckmittel führt Die Druckmittelhauptzuleitung 38 ist ebenso wie die weitere Druckmittelhauptzuleitung 39 zum zweiseitig wirkenden Antrieb 3 über ein umschaltbares Ventil 40 geführt, dessen Betätigungsgriff mit 41 bezeichnet ist. Dieses Ventil 40 ermöglicht es, die Hauptzuleitungen 38, 39 wechselweise drucklos zu schalten bzw. zu entlüften oder für eine Druckmittelzufuhr zu öffnen und so je nach Wunsch über den Antrieb 3 eine Umschaltung des Probeentnahmegeräts und damit hier zugleich der Vorrichtung von Milchübernahmestellung auf Probeentnahmestellung herbeizuführen.
Bei der in F i g. 1 veranschaulichten Stellung der Vorrichtung, bei der die Sperrvorrichtungen 27 und 31 die in F i g. 3 und 4a veranschaulichten Stellungen einnehmen, läuft der Milchübernahmevorgang ab. Während dieses Milchübernahmevorgangs sind dementsprechend das Steuerorgan 17 und der Löschmechanismus 8 des Durchlaufzählers 7 gegen eine Einstellbewegung gesperrt. Erst das Umlegen des Betätigungsgriffs 41 des Ventils 40 aus der in F i g. 1 veranschaulichten Stellung in die Stellung gemäß F i g. 2 schaltet die Druckmittelzuleitung 38 und damit die Druckmittelzuleitungen 36 und 37 zu den Sperrvorrichtungen drucklos, so daß die in den Sperrvorrichtungen 27 und 31 enthaltenen Federn die Sperrung aufheben können. Dieses Umlegen des Betätigungsgriffs 41 bewirkt zugleich ein Umschalten des Probeentnahmegeräts 2 über seinen Antrieb 3 aus seiner Stellung während der Milchübernahme in seine Probeentnahmestellung nach Beendigung derselben. Während gemäß F i g. 2 die Milchübernahme unterbrochen ist und die Probeentnahme erfolgt, besteht für eine Bedienungsperson nunmehr die Möglichkeit, die Anzeige des Durchlaufzählers 7 durch Betätigung des Löschmechanismus 8 zu löschen und das Steuerorgan 17 in eine Einstellung zu bringen, die der nächsten Milchübernahmemenge entspricht. Vor Übernahme der nächsten Milchmenge muß zwangläufig der Betätigungsgriff·41 wieder in seine in F i g. 1 veranschaulichte Stellung zurückbewegt werden, woraufhin Steuerorgan 17 und Löschmechanismus 8 wieder verriegelt sind und nicht mehr beeinflußt werden können. Danach kann der nächste Milchübernahmevorgang ablaufen.
Ein mit 42 bezeichneter Vorschub, bestehend aus einem zweiseitig wirkenden Druckmittelantrieb samt Vorschubklinke, zur Betätigung des Flaschenträgers 15 ist ebenfalls in die Druckmittelhauptzuleitungen 38, 39 eingeschaltet und wird mit deren Umschalten über das Ventil 40 betätigt. Dies ist an sich bekannt und bewirkt, daß mit jedem Umlegen des Betätigungsgriffs 41 des Ventils 40 in eine das Probeentnahmegerät auf Umlauf schaltende Stellung der Flaschenträger um eine Flaschenteilung weitergedreht wird, so daß für eine erneute Probenahme jeweils die nächstfolgende Probeflasche 16 auf dem Flaschenträger in Probeaufnahmestellung gelangt.
Bekanntlich wird in vielen Fällen, in denen von Milchsammeifahrzeugen Milch einzelner Lieferanten übernommen wird, von jedem Lieferanten täglich eine
Probe der jeweils bereit gestellten Milchmenge genommen und diese Probe stets in die gleiche nummerierte bzw. sonst in geeigneter Weise bezeichnete Flasche dieses Lieferanten gegeben. Den Probeflaschen werden dabei einige Tropfen Konservierungsmittel zugesetzt, so daß die Milch nicht sauer werden und für eine Untersuchung unbrauchbar werden kann. Nach zehn bzw. vierzehn Tagen wird diese sogenannte Stapelprobe auf ihren Fettgehalt untersucht. Hierdurch erhält man eine genaue Bestimmungsmöglichkeit der angelieferten ϊ0 Fettmenge eines Lieferanten. Für das Nehmen von Stapelproben ist es erforderlich, daß der Sammelwagen die Milch von den Lieferanten in einer genau festgesetzten Reihenfolge übernimmt Diese Reihenfolge ergibt sich aus der Fahrtroute des Sammelwagens und bleibt stets gleich, sofern der Sammelwagen stets die gleiche Fahrtroute nimmt.
Die Einzelmilchmengen der jeweiligen Lieferanten schwanken von Tag zu Tag nur in relativ unbedeutendem Maße. Dies ermöglicht es, die erforderliche Einstellung des Steuerorgans 17 im voraus für die einzelnen nacheinander zur Übernahme anstehenden Milchübernahmemengen vorzunehmen. Diese Einstellung kann von der Bedienungsperson von Hand vorgenommen werden. Um jedoch auch hierbei Manipulations- und Verfälschungsmöglichkeiten auszuschalten, sieht die Erfindung eine automatische Einstellung des Steuerorgans in Abhängigkeit von der zu übernehmenden Milchmenge in festliegender Aufeinanderfolge von Lieferanten vor.
In F i g. 5 und 6 ist hierzu ein Steuerorgan 17' veranschaulicht, das mit einer kleinen Durchlauföffnung 22' für große Milchübernahmemengen und mit einer großen Durchlauföffnung 20' für kleine Milchübernahmemengen versehen ist Bei diesem Steuerorgan 17' ist der Steuerschieber 19' mit einem Druckmittelantrieb 43 versehen, der aus einer zweiseitig wirkenden Kolben-Zylinder-Einheit besteht Die Stellung des Kolbens 44 am einen bzw. am anderen Ende innerhalb des Zylinders bestimmt dabei die Zuordnung der Durchlauföffnung 22' bzw. 20' zur Abzweigleitung 9. Der Druckmittelantrieb 43 ist über Zuleitungen 45,46 in umschaltbarer Weise an eine nicht dargestellte Druckmittelquelle angeschlossen, die mit der Druckmittelquelle für die Gesamtvorrichtung identisch sein kann. Die Druckmittelzuleitungen 45, 46 sind über ein Schaltventil 47 geführt, über das je nach seiner Schaltstellung entweder die Zuleitung 45 oder die Zuleitung 46 mit dem Druckmittel beaufschlagt bzw. drucklos geschaltet werden kann. Das Schaltventil 47 ist in unmittelbarer Nähe des als Drehkranz ausgebildeten Flaschenträgers 15 angeordnet, der bei dem dargestellten Ausführungsbeispiel an seinem Umfang eine Ventilsteuerbahn 48 aufweist Die einzelnen Abteilungen 49 auf dem Flaschenträger nehmen jeweils eine Probeflasche auf. Vor denjenigen Abteilungen 49, in denen sich die Probeflaschen von Lieferanten mit regelmäßig verhältnismäßig großen Milchübernahmemengen befinden, ist auf der Steuerbahn 48 jeweils ein Nocken 50 befestigt, der die Steuerbahn 48 unterbricht Das Schaltventil 47 ist mit einem Fühlerhebel 51 ausgerüstet, dessen Bewegung sich unmittelbar auf den Ventilkörper des Schaltventils 47 übertragen. Dieser Fühlerhebel 51 steht unter Wirkung einer nicht dargestellten Feder, die ihn federnd an die Steuerbahn 48 andrückt In dieser in Fig.6 veranschaulichten Stellung des Fühlerhebels 51 befindet sich infolge der Schaltung des Antriebs 43 die große Durchflußöffnung 20' in Strömungsverbindung mit der Abzweigleitung 9.
Trifft hingegen der Fühlerhebel 51, der ein Nockenfolgeglied bildet, im Verlauf der fortschreitenden Drehbewegung des Flaschenträgerkranzes 15 auf einen Schaltnocken 50 an diesem, so wird dieser unter Ausschwenken des Hebels 51 überlaufen, was eine Umschaltung des Ventils 47 zur Folge hat solange Hebel
51 und Schaltnocken 50 miteinander in Eingriff stehen. Daraus resultiert die in Fig.5 veranschaulichte Einstellung des Steuerorgans 17'.
Statt einer Abtastung einer Steuerbahn am Drehkranz kann auch eine Abtastung der z. B. verschieden geformten oder auch mit Nocken od. dgl. versehenen Probeflaschen selbst erfolgen.
Die in F i g. 5 und 6 veranschaulichte Ausbildung enthebt die Bedienungsperson von jeglicher Handeinstellung des Steuerorgans 17 und stellt sicher, daß in Abstimmung auf die vorbekannte Milchübernahmemenge eines jeweiligen Lieferanten die Einstellung des Steuerorgans 17 bzw. 17' automatisch erfolgt und Eingriffen von außen entzogen ist
In F i g. 1 und 2 ist weiterhin ein als doppeltwirkender Druckmittelantrieb ausgebildeter Rückstellantrieb
52 vorgesehen, in dessen Zylinder 53 ein Kolben 54 mit Kolbenstange 55 gleitet die am Rückstellhebel 41 gelenkig angreift. Die der Kolbenstange 55 abgewandte Kammer des Zylinders 53 ist über eine Druckmittelleitung 56 an die Hauptzuleitung 39 zum Antrieb 3 und über eine Leitung 57 an ein Ventil 58 angeschlossen, das beim Anzeige- und Löschmechanismus 8 angeordnet ist An dieses Ventil 58 ist ebenfalls eine Leitung 59 angeschlossen, die in die der Kolbenstange 55 zugewandte Zylinderkammer mündet.
Das des näheren schematisch in F i g.4a und 4b dargestellte Ventil 58 wird bei dem dargestellten Beispiel mittels eines unter Federdruck an dem Außenumfang der Scheibe 33 anliegenden Tasthebels 60 betätigt der eine Tastrolle 61 trägt
In der in Fig.4a dargestellten Ventilhauptstellung stellt das Ventil 58 eine Verbindung zwischen der Leitung 58 und einer an das Ventil angeschlossenen Entlüftungsleitung 62 her und unterbricht die Verbindung der Leitung 57 mit einer zur Druckmittelquelle führenden Zuleitung 63, die ebenfalls an das Ventil 58 angeschlossen ist. In dieser Ventilstellung ist der Antrieb 52 beidseitig drucklos.
Wird über die Kurbel 34 die Scheibe 33 gedreht was beim Löschvorgang des Mechanismus 8 der Fall ist, so gelangt die Tastrolle 61 in die Kerbe 32 und der Tasthebel hebt sich hierbei an, bis durch Weiterdrehen der Scheibe 33 die Rolle 61 von der Kerbe 32 wieder freikommt
Durch das Ausschwenken des Tasthebels wird das Ventil 58 umgeschaltet und gelangt in einen Zustand, in der es die Leitung 59 mit der Zuleitung 63 und die Leitung 57 mit der Entlüftungsleitung 62 verbindet Hierdurch wird der Rückstellantrieb auf seiner der Kolbenstange zugewandten Seite mit Druck beaufschlagt so daß er den Umschalthebel 41 in seine Milchübernahmeschaltstellung gemäß F i g. 1 zu stellen sucht
Im Betrieb wird nach Beendigung der Milchübernahme der Hebel 41 von Hand aus seiner Stellung in F i g. 1 in seine Probeentnahmeschaltstellung in F i g. 2 umgelegt Für die Bedienungsperson besteht nun die Möglichkeit der Einstellungsänderung des Steuerorgans der Abzweigleitung. Vor erneuter Milchübernahme muß jetzt die Bedienungsperson den Anzeige- und Löschmechanismus 8 betätigen und die Anzeige lö-
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sehen, da erst damit eine Rückstellung des Umschalthebels 41 in seine Milchübernahmeschaltstellung möglich ist Mit dieser automatisch erfolgenden Rückstellung jedoch tritt dann wieder die Sperrung des Steuerorgans und des Anzeige- und Löchmechanismus ein, der mit einem Anzeigedruckwerk zum Fixieren der jeweiligen angezeigten Milchmengen auf Karten oder fortlaufendem Streifen versehen sein kann.
Es versteht sich, daß im Rahmen der vorbeschriebenen Erfindung verschiedentliche Abwandlungsmöglichkeiten für den Fachmann gegeben sind. So ist es z. B. denkbar, an Stelle von Druckmittelantrieben für das Probeentnahmegerät 2, die Sperrvorrichtungen 27 und
31, das Umschaltventil 17' bzw. elektrische bzw. elektromagnetische Antriebe oder auch mechanische Antriebe vorzusehen. In diesen Fällen ist in analoger Weise sicherzustellen, daß durch geeignete Schaltung der Sperrvorichtungen 27 und 31, der Antriebsvorrichtungen 42 und 43 usw. die vorbeschriebene Abstimmung zwischen den Schaltstellungen des Probeentnahmegeräts und den Sperrvorrichtungen sowie sonstigen Antrieben sichergestellt ist. Ferner ist es denkbar, als Schaltorgan an Stelle des Ventils 47 einen elektrischen Schalter vorzusehen, der über mechanische oder elektrische Impulse geschaltet wird.
Hierzu 4 Blatt Zeichnungen

Claims (11)

Patentansprüche:
1. Vorrichtung zur Übernahme von Milch aus Milchbehältern in Milchsammelbehälter, bei der Milch aus dem Milchbehälter mittels eines in diesen einführbaren Saugleitungsteils übernommen oder in einem Annahmebehälter angenommen und über eine Förderleitung mit einem in diese eingeschalteten Luftabscheider und einem dem Luftabscheider nachgeordneten Durchlaufzähler mit Anzeige- und Löschmechanismus in den Sammelbehälter gefördert wird, wobei ein Anteil der übernommenen Milchmenge mittels einer mit einem Steuerorgan zur Abzweigmengensteuerung versehenen Abzweigleitung fortlaufend abgezweigt, einem Zwischenbehälter zugeführt, über ein mittels eines Umschalthebels, Druckmittelantriebs od. dgl. schaltbares Probeentnahmegerät, dem ein Flaschenträger nacheinander Probeflaschen in Probeaufnahmestellung zuführt, umgepumpt und nach Beendigung der Milchübernahme durch Umschalten der Vorrichtung von einer Milchübernahmestellung auf eine Probeentnahmestellung dem Sammelbehälter zugeführt wird, dadurch gekennzeichnet, daß das Steuerorgan (17,17') zur Abzweigmengensteuerung mit einer dieses während des Milchübernahmevorgangs verriegelnden, in Abhängigkeit von einem Umschalten der Vorrichtung auf Probeentnahme auslösbaren Sperrvorrichtung (27,43) versehen ist.
2. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß zusätzlich auch der Löschmechanismus (8) des Durchlaufzählers (7) mit einer Sperrvorrichtung (31) versehen ist, die gemeinsam mit der Sperrvorrichtung (27) für das Steuerorgan (17) in Abhängigkeit von dem Umschalten der Vorrichtung betätigbar ist.
3. Vorrichtung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß bei einem Umschalthebel (41) zum Umschalten der Vorrichtung von Milchübernahme auf Probeentnahme die Sperrvorrichung(en) (27,31) über diesen betätigbar ist bzw. sind.
4. Vorrichtung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß bei einem Druckmittelantrieb für das Umschalten der Vorrichtung die Sperrvorrichtung(en) (27, 31) zur Betätigung ihrerseits einen einseitig gegen die Wirkung einer auslösenden Rückstellkraft wirkenden Druckmittelantrieb aufweisen, der an diejenige Druckmittelzuleitung (38) zum Druckmittelantrieb (3) für das Proebeentnahmegerät (2) angeschlossen ist, welche Druckmittel zur Rückstellung des Probeentnahmegeräts in Milchübernahmestellung führt
5. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Sperrvorrichtung von einem gesonderten Antrieb (43) für die Betätigung des Steuerorgans (17') gebildet und vom Flaschenträger (15) oder mittelbar oder unmittelbar von den Probeflaschen gesteuert ist
6. Vorrichtung nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet daß bei Ausbildung des Flaschenträgers (15) als Drehkranz dieser mit Probeflaschen (16) zugeordneten Schaltnocken od. dgl. (50) versehen ist, die mit einem den Antrieb (43) für das Steuerorgan betätigenden Schaltorgan (47) zusammenwirken.
7. Vorrichtung nach Anspruch 5 oder 6, dadurch gekennzeichnet, daß bei Ausbildung des Antriebs
(43) für das Steuerorgan als doppeltwirkender Druckmittelantrieb ein Ventil als Schaltorgan (47) vorgesehen ist, das bei Betätigung durch einen Schaltnocken die Beaufschlagung des Druckmittelantriebs (43) umkehrt.
8. Vorrichtung nach Anspruch 6 oder 7, dadurch gekennzeichnet, daß das Schaltventil (47) eine dieses stets in einer bestimmten Ventilstellung haltende Ausbildung aufweist und lediglich während des Eingriffs mit einem Schaltnocken (50) seine Ventilstellung in eine andere ändert.
9. Vorrichtung nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet daß das Schaltventil (47) ein eine Steuerbahn (48) des Flaschenträgerkranzes (15) abtastendes Nockenfolgeglied (51) aufweist.
10. Vorrichtung nach einem oder mehreren der vorhergehenden Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet daß zur Rückstellung des Umschalthebels (41) aus seiner Probeentnahmeschaltstellung in seine Milchübernahmeschaltstellung ein Rückstellantrieb (52) vorgesehen ist, dessen Betätigung mit dem Löschen des Anzeige- und Löschmechanismus (18) gekoppelt ist
11. Vorrichtung nach Anspruch 10, dadurch gekennzeichnet daß der Rückstellantrieb (52) als doppeltwirkender Druckmittelantrieb ausgebildet und ein in Abhängigkeit von einer Betätigung des Löschmechanismus kurzzeitig umschaltendes Ventil (58) vorgesehen ist welches den Druckmittelantrieb bei seinem Umschalten aus einem beidseitig drucklosen Zustand in einen einseitig mit Druck beaufschlagten, die Rückstellbewegung hervorrufenden Zustand überführt
DE19671607021 1967-08-18 1967-08-18 Vorrichtung zur Übernahme von Milch Expired DE1607021C3 (de)

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DE1607021B2 DE1607021B2 (de) 1975-10-09
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