DE158751C - - Google Patents
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- DE158751C DE158751C DENDAT158751D DE158751DA DE158751C DE 158751 C DE158751 C DE 158751C DE NDAT158751 D DENDAT158751 D DE NDAT158751D DE 158751D A DE158751D A DE 158751DA DE 158751 C DE158751 C DE 158751C
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- E—FIXED CONSTRUCTIONS
- E21—EARTH OR ROCK DRILLING; MINING
- E21D—SHAFTS; TUNNELS; GALLERIES; LARGE UNDERGROUND CHAMBERS
- E21D1/00—Sinking shafts
- E21D1/03—Sinking shafts mechanically, e.g. by loading shovels or loading buckets, scraping devices, conveying screws
- E21D1/06—Sinking shafts mechanically, e.g. by loading shovels or loading buckets, scraping devices, conveying screws with shaft-boring cutters
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Description
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KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
KLASSE 5 c.
Die bis jetzt bekannten stoßenden Schachtbohrer für wasserreiches, nicht schwimmendes
Gebirge werden von Tage aus vermittels Gestänge oder Seil auf- und abbewegt, gleichviel,
ob hierbei einzelne große Bohrer die Arbeit leisten oder zur Verringerung des Gewichtes Gruppen kleiner Bohrer in feststehenden
Gestellen vereinigt zur Anwendung gelangen. Zur Aufwärtsbewegung dieser
ίο Bohrer ist eine mehr oder weniger große
Kraft erforderlich, die mittels Gestänge oder Seil von Tage aus nach unten zu übertragen
ist. Aus Rücksichten auf die Betriebssicherheit darf die Kraft eine von der Stärke des
Gestänges oder Seiles abhängende Größe nicht überschreiten, so daß sowohl die Zeit
zum Anfange und damit die Hubzahl als auch die Maße der Bohrer und infolgedessen
die Wirkung eines Schlages beschränkt sind.
Die Vergrößerung des Hubes zur Erzielung einer größeren Schlagwirkung hat außer den
gefährlichen Brüchen des Bohrers große Reibungsverluste im Wasser und unter Umständen
an der Schachtwand zur Folge. Die gesamte Bohrerwirkung, d. i. das Produkt aus Schlagwirkung und Hubzahl und damit
der Bohrfortschritt, ist also an einen, und zwar verhältnismäßig niedrigen Betrag gebunden.
Diese ungünstigen Verhältnisse steigern sich infolge Zunahme des Gestängegewichtes
mit zunehrnender Teufe und schließen
endlich bei einer Teufe, die erheblich unter der mittels Abteufens von Hand erreichten
liegen dürfte, die Anwendung der alten Schachtbohrverfahren aus.
Vorliegende Erfindung beseitigt diese Übelstände und erhöht die Bohrerwirkung, indem
sie unter Vermeidung einer Kraftübertragung durch das Gestänge oder das Seil eine Gruppe
selbsttätiger Bohrer zur Arbeitsleistung vereinigt, von denen jedem einzelnen Bohrer die
Antriebskraft unmittelbar über seiner Arbeitsstelle in beim Stollenvortrieb bekannter Weise
zugeführt wird.
Nach der beiliegenden Zeichnung (Fig. 1) sind die in dem Zylinder α untergebrachten
und an der Stahlplatte d lösbar befestigten Einzelbohrer c als Solenoidbohrmaschinen
ausgeführt. Die Stromzu- und -rückleitung erfolgt durch das Kabel /, das unter wasserdichtem
Abschluß nach den einzelnen Bohrern verzweigt ist. Der Zylinder α aus Stahlguß
bildet in Verbindung mit den beiden Platten b und b1 einen luftdicht abgeschlossenen
Schwimmkörper, durch den das Gewicht der Vorrichtung zum Teil ausgeglichen wird. Die
Durchgangsrohre e der einzelnen Bohrer c dienen für die Zuleitung der Spülung zu den
einzelnen Bohrern f und gleichzeitig für die Verankerung der beiden Böden b und bl miteinander.
Der Deckel g bildet das Verbindungsglied
zwischen Gestänge /; und Zylinder a. Er
vermittelt auch das Umsetzen der Vorrichtung, während die Stoßbohrer/" selbst durch
Drehwerke, die oberhalb der Solenoide angeordnet sind, in drehender Bewegung gehalten
werden können. Mit dem Deckel g ist der Schmandnapf i verbunden. Das
untere Ende des Zylinders α ist zum Schütze der einzelnen Bohrwerkzeuge / mit einem
ίο gezahnten Schuh k versehen, der beim Aufsetzen
auf die Schachtsohle ein zu schnell erfolgtes Nachlassen der Bohrvorrichtung von
Tage aus anzeigt.
Wie die Pfeile in der Zeichnung anzeigen, umfließt der Spülstrom vor seinem Austritt
auf die Schachtsohle jeden einzelnen Bohrer, wodurch eine vorteilhafte Abkühlung der sich
beim Arbeiten erwärmenden Solenoide erreicht wird, nimmt hierauf beim Aufsteigen
zwischen der Vorrichtung und der Schachtwand das zerkleinerte Gestein mit hoch, um
dann bei der plötzlichen Abnahme der Wassergeschwindigkeit oberhalb des Schmandnapfes i
die schweren Gesteinsteilchen in diesen zurücksinken zu lassen. Von hier kann der
Bohrschmand während des Betriebes ohne Unterbrechung des Bohrfortganges durch Schlämmvorrichtungen oder bei einem etwa
nötig werdenden Wechsel der Bohrwerkzeuge mit der Vorrichtung selbst zu Tage gefördert
werden.
Fig. 2 zeigt eine Vorrichtung zum Unterschneiden der Schachtauskleidung. Diese
Anordnung weicht von der in Fig. 1 dargestellten nur insofern ab, als die Drehachse m
zum Zylinder α exzentrisch angeordnet und unten an der Vorrichtung ein tiefer liegender
Teil o, dessen Mantel konzentrisch zur Drehachse steht, als Schuh und Vorschneider
ausgebildet ist.
Das genannte Unterschneiden der Schachtauskleidung mittels eines Exzenterbohrers
kommt vorzugsweise bei solchen Schächten in Betracht, die zwar sümpf bar sind, bei
denen aber der größeren Leistung wegen die Handarbeit des Abteufens durch die Bohrarbeit
ersetzt werden soll, wobei aber die Beschaffenheit des Gebirges ein absatzweises
Auskleiden des Schachtes erforderlich macht.
Um bei jedem neuen Absatz den Schachtdurchmesser nicht verringern zu müssen, wird
der Exzenterbohrer verwendet, der den ungefähren Durchmesser des ausgekleideten lichten Schachtes hat, aber, sobald sein
unterer Teil ο unterhalb der Schachtauskleidung in der Achse des Schachtes geführt
ist, einen seiner Exzentrizität entsprechenden größeren Schacht bohrt, also die Schachtauskleidung
unterschneidet.
. Fig. 3 zeigt eine Ausführungsform der Bohrervorrichtung, mit der die Auskleidung
in wasserreichem Gebirge zwecks stetigen Nachführens unterschrämt werden kann, was
hier ähnlich wie bei Tiefbohrlöchern geschieht, wo die Unterschneidbaeken beim Verlassen
der Verrohrung austreten.
Dieses wird dadurch erreicht, daß die Bohrer c1 um feste Aufhängepunkte ρ drehbar
sind. Das Heraustreten aus dem Zylinder α und das Wiederhineintreten in diesen
wird dadurch bewirkt, daß der unter Druck der Federn q stehende Bügel r beim Durchgang
durch die Schachtauskleidung einwärts gedrückt wird, wobei die Druckstange s einen
Druck auf die Bohrer c ausübt, während beim Verlassen der Schachtauskleidung der
Bügel r und der Bohrkopf / durch den Druck der Federn austreten.
Diese Bohrvorrichtung ist wegen der damit zu erzielenden großen Arbeitsteilung bei
verhältnismäßig geringen Kosten nicht nur für das Abbohren von Schächten unter Wasser verwendbar, sondern auch vorteilhaft
für das Abteufen von Hand in trockenen oder sümpfbaren Schächten.
Selbstverständlich kann der Antrieb der Einzelbohrer außer durch Elektrizität in beliebig
anderer Weise, z. B. auch durch Gas, Wasser, Luftdruck oder dergl., erfolgen.
Claims (4)
1. Schachtbohrer mit stoßend wirkenden Einzelbohrern und mit Abführung
des Bohrschmandes durch Wasserspülung, dadurch gekennzeichnet, daß die in beliebiger
Zahl über die Arbeitsfläche des Schachtbohrers in bei Stollenbohrmaschinen bekannter Weise verteilten Bohrer (c) ihren
Antrieb in bei Einzeltiefbohrern bekannter W'eise unmittelbar über der Schachtsohle
erhalten und in ein Bohrgehäuse (a) eingebaut sind, das die Spülzuleitungen durchdringen
und das über dem Deckel (g) einen Behälter (i) zur Aufnahme des Bohrschmandes
trägt.
2. Eine Ausführungsform des Schachtbohrers nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet,
daß das Bohrgehäuse (a) zum Gewichtsausgleich durch Auftrieb als no
wasserdichter Schwimmkörper ausgebildet ist, den die gleichzeitig als Spülzuleitungen
dienenden Führungsrohre (e) der Bohrer durchdringen.
3. Eine Ausführungsform des Schachtbohrers nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet,
daß der Schachtbohrer zum Unterschneiden der Schachtauskleidung durch seitliche Verlegung seiner Achse
als Exzenterbohrer ausgebildet und durch
Tieferlegung einiger konzentrisch zur Achse stehender Bohrer in der Achse des
Schachtes geführt ist.
4. Eine Ausführungsform des Schachtbohrers nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet,
daß behufs Unterschneidens der Schachtauskleidung ein Teil der Bohrer derart um ihren Aufhängepunkt drehbar
angeordnet ist, daß sie beim Verlassen der Schachtauskleidung seitlich austreten.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE158751C true DE158751C (de) |
Family
ID=424900
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DENDAT158751D Active DE158751C (de) |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE158751C (de) |
-
0
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