DE157221C - - Google Patents
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- DE157221C DE157221C DENDAT157221D DE157221DA DE157221C DE 157221 C DE157221 C DE 157221C DE NDAT157221 D DENDAT157221 D DE NDAT157221D DE 157221D A DE157221D A DE 157221DA DE 157221 C DE157221 C DE 157221C
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Classifications
-
- B—PERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
- B30—PRESSES
- B30B—PRESSES IN GENERAL
- B30B9/00—Presses specially adapted for particular purposes
- B30B9/02—Presses specially adapted for particular purposes for squeezing-out liquid from liquid-containing material, e.g. juice from fruits, oil from oil-containing material
- B30B9/12—Presses specially adapted for particular purposes for squeezing-out liquid from liquid-containing material, e.g. juice from fruits, oil from oil-containing material using pressing worms or screws co-operating with a permeable casing
- B30B9/16—Presses specially adapted for particular purposes for squeezing-out liquid from liquid-containing material, e.g. juice from fruits, oil from oil-containing material using pressing worms or screws co-operating with a permeable casing operating with two or more screws or worms
- B30B9/166—Presses specially adapted for particular purposes for squeezing-out liquid from liquid-containing material, e.g. juice from fruits, oil from oil-containing material using pressing worms or screws co-operating with a permeable casing operating with two or more screws or worms the screws being coaxially disposed in the same chamber
-
- C—CHEMISTRY; METALLURGY
- C11—ANIMAL OR VEGETABLE OILS, FATS, FATTY SUBSTANCES OR WAXES; FATTY ACIDS THEREFROM; DETERGENTS; CANDLES
- C11B—PRODUCING, e.g. BY PRESSING RAW MATERIALS OR BY EXTRACTION FROM WASTE MATERIALS, REFINING OR PRESERVING FATS, FATTY SUBSTANCES, e.g. LANOLIN, FATTY OILS OR WAXES; ESSENTIAL OILS; PERFUMES
- C11B1/00—Production of fats or fatty oils from raw materials
- C11B1/06—Production of fats or fatty oils from raw materials by pressing
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Description
KAISERLICHES
PATENTAMT.
- M 157221 KLASSE 586.
Die Erfindung bezieht sich auf eine Presse zum Auspressen von öl aus Samen u. dgl.
mit zwei oder mehr hintereinander in Richtung einer gemeinschaftlichen Achse angeordneten
getrennten Schnecken, die sich in der gleichen Richtung drehen. Die Erfindung besteht darin, daß die bei normalem Druck
und Vorschub des Preßgutes zusammen mit der sich stetig drehenden letzten oder Entleerungsschnecke
umlaufenden, der letzteren vorgeordneten Förderschnecken bei Überschreitung des zulässigen Widerstandes des.
Preßgutes durch diesen gehemmt, sich von der Entleerungsschnecke infolge dieser Hemmung
selbsttätig abkuppeln und langsamer bezvv. gar nicht weiter umlaufen, bis durch entsprechende
Weiterförderung der Entleerungsschnecke der Überdruck beseitigt ist und das Preßgut wieder die Drehung der vorgeordneten
Schnecken zusammen mit der Entleerungsschnecke zuläßt. Diese Einrichtung
hat den Zweck, bei Überdruck das Nachdrücken des Preßgutes durch die Förderschnecken
zu verhindern und dadurch den für eine gute Preßwirkung erforderlichen
stetigen und möglichst gleichmäßigen Preßdruck auf das Preßgut zuverlässig und dauernd zu erzielen sowie Verstopfungen zu
vermeiden.
Die Zeichnung zeigt ein Ausführungsbeispiel dieser Presse in Fig. 1 in Oberansicht
und in Fig. 2 im Längsschnitt. Fig. 3 zeigt einige Einzelheiten derselben.
A ist ein in seiner ganzen Länge oder in einem Teil hiervon mit Durchbrechungen versehenes
Gehäuse, durch welches sich eine in Stehlagern CDE gelagerte Welle B hindurch
erstreckt. Das Gehäuse A findet seine Unterstützung einerseits am Lager D und andererseits
an einem zwischen den Lagern D und E aufgestellten Lagerbock F.
Am vorderen oder Kopfende des Gehäuses A ist eine Öffnung G zum Einführen
des zu verarbeitenden Materials vorgesehen, welches, nachdem dasselbe durch das Gehäuse
A hindurchgepreßt worden ist, am hinteren Ende desselben gegen einen auf der
Welle B sitzenden Kopf H hin befördert wird und hier seinen Austritt aus dem Gehäuse
A findet. Die durch das Gehäuse A sich hindurch erstreckende Welle B ist an
ihrem hinteren Ende, über welches der Kopf H geschoben ist, im Querschnitt vieleckig gestaltet,
so daß die Welle B, mit letzterem rotierend, wenn erforderlich, gleichzeitig auch
eine hin- und hergehende Bewegung ausführen kann, zu welchem Zweck besondere Vorkehrungen getroffen werden können. Der
im Querschnitt vieleckig gestaltete Teil der Welle B trägt eine auf demselben aufgeschobene,
mit einem Schneckengang J versehene Hülse /, welche an der Umdrehung der Welle B teilnimmt. Der übrige Teil der
Welle B ist von zylindrischer Form und trägt eine über denselben geschobene Hülse K,
welche mit mehreren voneinander getrennten Schneckengängen L, M und N ausgestattet ist.
Auf die Welle B ist ferner eine Hülse O1
aufgeschoben, welche mit einem Zahnrad O versehen ist. Die Hülse O1 ist in dem Lager-
bock D drehbar gelagert und mit einem Bund O2 versehen. Letzterer besitzt seitliche
Ansätze O3, welche in entsprechende Ausnehmungen K1 der Hülse K eingreifen.
Hierdurch ist es ermöglicht, daß die der Hülse O1 durch deren Zahnrad O mitgeteilte
Bewegung auch auf die Hülse K übertragen wird und letztere trotzdem von der Welle B
heruntergeschoben werden kann, ohne daß
ίο hierbei auch die Hülse O1 mit Zahnrad O
von der Welle B abgenommen zu werden braucht. Die Welle B empfängt Drehbewegung
durch Vermittlung eines auf dieselbe aufgekeilten Zahnrades P. Letzteres empfängt
seine Bewegung von einer auf der Welle Q.1 angeordneten Riemscheibe Q. aus durch entsprechend
gelagerte Zahnräder R, S, T, U und V.
Dem Zahnrad O der Hülse O1 wird Bewegung
von der Welle W der Zahnräder S T mitgeteilt, indem auf letzterer eine Riemscheibe
α angeordnet ist, welche ihre Bewegung durch einen offenen Riemen c auf eine
auf einer Welle d angeordnete Riemscheibe b überträgt. Von dieser Welle d pflanzt sich
die Bewegung durch Räder efg auf das Zahnrad O der Hülse O1 fort. /; ist eine
unter entsprechender Gewichtsbelastung sich gegen den Riemen C anlegende und denselben
gespannt haltende Rolle.
Ist das Gehäuse A seines Inhalts entleert, so bewegen sich die Räder O P bei dem dargestellten
Antrieb derart, daß auf die Welle B und die Hülse K, welche sich beide in derselben
Drehrichtung bewegen, dieselbe Umdrehungsgeschwindigkeit übertragen wird. Wenn dagegen infolge des in das Gehäuse A
eingeführten Materials am Ende oder in dem Teil desselben, in welchem die Hülse K arbeitet,
ein übermäßiger Reibungsdruck entsteht, so gleitet oder schlüpft der Riemen c
entsprechend der jeweiligen Belastung durch die Rolle h mehr oder weniger weit über die
Riemscheiben ab lose hinweg, so daß die Hülse K mit ihren Schnecken LMN nur
aussetzend oder mit verminderter Geschwindigkeit gedreht wird, während die Entleerungsschnecke J ihre Drehbewegung ununterbrochen
und gleichmäßig fortsetzt.
Die Wirkungsweise der Presse ist folgende :
Der zu pressende Samen wird durch das Mundstück G in das Gehäuse A eingeführt
und zunächst durch die Schnecke L ergriffen.
Durch diese wird das Material vorwärts in den zwischen der nächsten Schnecke M und der
Schnecke L vorhandenen Raum gefördert, in welchem sich dasselbe, nachdem es durch die
Schnecke L bereits teilweise aufgebrochen worden ist, so lange aufspeichert und als
Hemmnis für das nachfolgende Material wirkt, bis es durch den überhandnehmenden Druck des letzteren weiter vorwärts getrieben
und durch die Schnecke M ergriffen wird. Je weiter nun die Masse in der Presse vorwärts
geschoben wird, um so mehr wächst der auf dieselbe ausgeübte Druck, welcher sich durch das ganze Gehäuse hindurch beständig
aufrecht erhält, so daß der Samen bezw. die Ölzellen desselben aufgebrochen
werden und das öl aus demselben vollständig ausgetrieben wird. Nachdem das Samenmaterial
auch dem Druck der Schnecken M und N unterworfen worden ist, wird es durch
die Schnecke J einer letzten Pressung unterzogen, wobei es von derselben gegen den
Kopf H angedrückt wird, welcher einen weiteren Widerstand bildet, zuletzt jedoch infolge
seiner konischen Gestaltung dazu dient, den von seinem Ölgehalt befreiten, aus der
Presse mantelartig austretenden Hülsenrückstand aufzubrechen und zu zerteilen.'
Bei der Behandlung von Samen mit faserartiger Umhüllung wird die Samenmasse infolge
des durch die Schnecken ausgeübten Druckes derartig zusammengepreßt, daß sich dieselbe zu einem dichten Kuchen oder
Körper zusammenballt. Derselbe würde nun von der Entleerungsschnecke nur schwierig
zu erfassen sein, wenn nicht durch die bereits erwähnten, den Druck entsprechend
regelnden Mittel rechtzeitig ein Unterbrechen des Druckes so lange herbeigeführt würde,
bis auch die Entleerungsschnecke Zeit gefunden hat, den Druck durch Verdrängen von ausgepreßtem, überschüssigem Material
genügend zu entlasten. Letzterer behält indessen stets noch eine solche Wirkung, um
das Zurücksaugen des ausgepreßten Öls durch den faserigen Rückstand des Materials zu
verhindern. Dieser aus den Fasern der Umhüllung und des Fleisches oder Kernes des
Samens bestehende Rückstand, welcher eine filzartige Masse bildet, wirkt innerhalb der
Presse als Seih- oder Filtermaterial für das öl, so daß alle unreinen Beimischungen und
Fremdkörperchen durch denselben zurückgehalten werden und das ausgepreßte Öl vollständig
rein die Presse verläßt.
Claims (2)
- Patent-Ansprüche:i. Presse zum Auspressen von Öl aus Samen u. dgl. mit zwei oder mehr getrennten konachsialen, in der gleichen Richtung sich drehenden Schnecken, dadurch gekennzeichnet, daß die bei normalem Druck und Vorschub des Preßgutes zusammen mit der sich stetig drehenden letzten oder Entleerungsschnecke (J) umlaufenden vorgeordneten Förderschnecken (N ML) bei Überschreitung deszulässigen Widerstandes des Preßgutes, durch diesen gehemmt, sich von der Entleerungsschnecke (J) entkuppeln und langsamer bezw. gar nicht weiter umlaufen, bis durch entsprechende Weiterförderung der Entleerungsschnecke (J) der Überdruck behoben ist, zum Zweck, bei Überdruck das Nachdrücken durch die Förderschnecken zu verhindern und dadurch den erforderlichen stetigen Preßdruck auf das Preßgut zu erzielen sowie Verstopfungen zu vermeiden.
- 2. Ausführungsform der Presse nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß das Abkuppeln der Förderschnecken (LMN) von der Entleerungsschnecke (J) durch bei entsprechendem Widerstand eintretendes Hinwegschlüpfen eines unter entsprechender Gewichtsbelastung stehenden Riemens (c) über die Riemscheibe (b) eines Riementriebes erfolgt, der für gewöhnlich die Förderschnecken in demselben Sinne wie die Entleerungsschnecke in Umdrehung versetzt.Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.Berlin, bedruckt in Der Reichsdruckerei.
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE157221C true DE157221C (de) |
Family
ID=423515
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DENDAT157221D Active DE157221C (de) |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE157221C (de) |
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- DE DENDAT157221D patent/DE157221C/de active Active
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