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Österreichische PATENTSCHRIFT N 17259. VALERIUS D. ANDERSON IN CLEVELAND (OHIO, V. ST. A.)
Schneckenpresse.
Die vorliegende Erfindung betrifft eine Schneckenpresse, bei welcher die einzelnen
Schneckenelemente unabhängig voneinander, je nach dem im Pressgehfiuse herrschenden
Drucke beeinflusst werden, während die Bewegung der auf der Hauptantriebswelle fest- sitzenden Entleorungsschneeke stets unverändert bleibt. Die Zeichnungen zeigen die Presse in Fig. 1 im Längsschnitt, Fig. 2 stellt Einzelheiten, Fig. 3 den Grundriss dar. A ist das
Pressgehäuse, durch welches sich eine in Stehlagern C, D, E gelagerte Welle B hindurch erstreckt.
Das Gehäuse A findet seine Unterstützung einerseits am Lager D und anderer- seits an einem zwischen den Lagern D und E aufgestellten Lagerbock F. Am vorderen oder Kopfende des Gehäuses A ist eine Öffnung G zum Einführen des zu verarbeitenden
Materiales vorgesehen, welches, nachdem es durch das Gehäuse A hindurchgepresst worden ist, am anderen Ende desselben gegen einen auf der Welle ss sitzenden koniseh gestaltete.
Kopf 11 hin befördert wird und hier austritt. Jenes Ende der Welle B, über welches der
Kopf H geschoben ist, hat vieleckigen Querschnitt, damit die Welle, mit dem Teile 77 rotierend, auch gleichzeitig eine hin und her gehende Bewegung ausführen kann. Auf diesem
Teil der Welle ist eine mit einem Schneckengang. J versehene Hülse 1 aufgeschoben, welche an der Umdrehung der Welle B teilnimmt. Der übrige Teil der We) le ist zylindrisch und trägt eine Hülse K mit mehreren voneinander getrennten Schneckengänge L, Mund N, deren Anzahl jedoch beliebig sein kann.
Auf die Welle B ist ferner eine Hülse 01 aufgeschoben, welche mit einem Zahn- rad 0 und einem Bund 0'-'versehen ist ; sie ist in dem Lagerbock D drehbar gelagert.
Der Bund 02 besitzt seitliche Ansätze 0 : 3, welche in entsprechende Ausnehmungen E1 der Hülse K eingreifen. Hiedurch ist es ermöglicht, dass die der Hülse 01 durch deren
Zahnrad 0 mitgeteilte Bewegung auch auf die Hülse (übertragen wird, und dass letztere von der Welle B heruntergeschoben werden kann, ohne dass hiebei auch die Hülse 01 mit dem Zahnrad 0 von der Welle abgenommen werden muss. Die Welle B empfängt die
Drehbewegung durch das Zahnrad P von einer auf der Welle Ql angeordneten Riemen- scheibe Q durch entsprechend gelagerte Zahnräder R, S, T, U und V.
Das Zahnrad 0 der Hülse 01 erhält seinen Antrieb von der Welle W der Zahnräder S, T, indem auf letzterer eine Riemenscheibe a angeordnet ist, welche ihre Bewegung durch einen geraden
Riemen c auf eine auf der Welle d befestigte Riemenscheibe überträgt. Von dieser Welle d geht die Bewegung durch Räder e, f, g auf das Zahnrad 0 der Hülse 01 über. h ist eine unter entsprechender Gewichtsbelastung stehende Spannrolle für den Riemen b.
Ist das Gehäuse J seines Inhaltes entleert, so bewegen sich die Räder 0, P bei der dargestellten Anordnung mit gleicher Geschwindigkeit, und damit die Welle B und die
Hülse K mit derselben Umdrehungsgeschwindigkeit. Wenn dagegen, infolge des in das
Gehäuse A eingeführten Materiales am Ende oder in dem Teil desselben, in welchem die
Hülse K arbeitet, ein übermässiger Reibungsdruck entsteht, so gleitet der Riemen c ent- sprechend der jeweiligen Belastung durch die Rolle h mehr oder weniger auf den beiden, durch ihn verbundenen Riemenscheiben a, b, so dass die Hülse K mit ihren Schnecken L, j, N nur absetzend oder mit veränderlichen Geschwindigkeiten rotiert, während die
Schnecke J ihre Drehbewegung ununterbrochen und gleichmässig fortsetzt.
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ist, solange aufspeichert und als Hemmnis für das nachfolgende Material wirkt, bis es durch den überhandnehmenden Druck des letzteren weiter vorwärts getrieben und durch die Schnecke M ergriffen wird. Je weiter nun die Masse in der Presse vorwärts geschoben wird, um so intensiver gestaltet sich der auf dieselbe ausgeübte Druck, welcher sich durch das ganze Gehäuse hindurch beständig aufrecht erhält und den Samen bezw. die Ölzellen desselben derartig aufbricht bezw. zerdrückt, dass das Öl vollständig ausgetrieben wird.
Nachdem das Samenmaterial auch dem Druck der Schnecken M und N unterworfen worden ist, wird.
es durch die Schnecke J einer letzten Pressung unterzogen, wobei es von der- selben gegen den Kopf JE ? gedruckt wird, welcher einen weiteren Widerstand bildet, zu- letzt jedoch infolge seiner konischen Gestaltung dazu dient, den von seinem Ölgehalt be- freiten, aus der Presse mantelartig austretenden Hülsenrückstand aufzubrechen und zu zerteilen.
Bei der Behandlung von Samen u. dgl. mit faseriger Umhüllung wird die Samen- masse infolge des durch die Schnecken ausgeübten Druckes derart zusammengepresst, dass sie sich zu einem dichten Kuchen oder Körper formt. Derselbe würde nun von der Ent- leorungsscbnecke J nur schwierig erfasst werden, wenn nicht durch die bereits erwähnten, den Druck entsprechend regelnden Mittel rechtzeitig eine Unterbrechung des Druckes so- lange herbeigeführt würde, bis auch die Entleerungsschnecke Zeit gefunden hat, den Druck durch Verdrängen von ausgepresstem, überschüssigem Material genügend zu verringern.
Letzterer ist aber stets noch genügend gross, um das Zurücksaugen des ausgepressten Öles durch den faserigen Rückstand des Materiales zu verhindern.
Es ist unwesentlich, ob die auf der Welle B angeordneten Schnecken L, M, N so- wie die Entleerungsschnecke J rechts-oder linksgängig sind. Die Schnecke J muss jedoch in einer solchen Richtung rotieren, dass ihr inneres Ende in das in den zwischen ihr und der benachbarten Schnecke vorhandenen Raum eingepresste Material eindringen kann.