DE1546292C - Verfahren zum Aufbringen von Gummierleim auf saugfähige Werkstoffe - Google Patents
Verfahren zum Aufbringen von Gummierleim auf saugfähige WerkstoffeInfo
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Description
Die Erfindung betrifft ein Verfahren zum Gummieren von saugfähigen Werkstoffen, wie Papierbahnen,
Vliese od. dgl. mit insbesondere tierischem Gummierleim, wobei der Leim in mindestens zwei
hintereinanderliegenden Streichwerken aufgebracht wird. ·
Gummierleim wird im allgemeinen mittels eines Mehrwalzenauftragswerks mit Dosierungsvorrichtungen
sowie Verreiberwalzen auf die Papierbahn aufgebracht. Dieses Verfahren besitzt aber den Nachteil,
daß verhältnismäßig viel Leim aufgetragen werden muß, da ein Teil davon in den saugfähigen Untergrund
eindringt. Da nach dem Trocknen nur eine eng begrenzte Restfeuchte verbleiben darf, muß eine
hohe Trocknungsenergie dem Trocknungskanal zugeführt werden, um die . Maschinengeschwindigkeit
rationell auszunutzen.
Es wurde daher vorgeschlagen, zwei Auftragswerke hintereinander vorzusehen, wobei gegebenenfalls
zwischen den beiden Auftragswerken Trockungsvorrichtungen vorgesehen wurden. Damit konnte das
Papierblatt zuerst mit einem porenschließenden Vorstrich versehen werden, welcher anschließend getrocknet
wurde und auf den dann der eigentliche Gummiauftrag aufgebracht wurde. Dieses Verfahren
hat aber für die Herstellung von Klebestreifen den Nachteil, daß es unwirtschaftlich ist und die Maschinengeschwindigkeit
erheblich absinken läßt.
Der Erfindung liegt nun die Aufgabe zugrunde, ein Verfahren zu finden, das einerseits die vorgenannten
Nachteile ausschaltet und mit dem andererseits trotz einer verringerten Klebstoff menge ein qualitativ hochwertiges
Klebstoffband erzeugt werden kann.
Die Lösung dieser Aufgabe besteht darin, daß unmittelbar nach dem Aufbringen des ersten Striches
mit einer sehr geringen Menge Klebstoff, dessen Oberfläche mittels eines kalten Luftstromes geschlossen
wird, und daß anschließend die für die Wiederanfeuchtung notwendige Menge Leim auf den ersten
Strich aufgebracht wird.
Vorzugsweise liegt die Temperatur der Luft unterhalb des Erstarrungspunktes der Leimflotte.
Bei dem erfindungsgemäßen Verfahren wird mit dem ersten Auftragswerk nur ein sehr geringer Leimauftrag
aufgebracht. Mit dem in kurzer Entfernung dahinter liegenden zweiten Auftragswerk wird auf der
gleichen Auftragsseite ein zweiter Leimstrichj aufgebracht. Damit nun nicht der zweite Leimstrich, der
noch auf den flüssigen ersten Leimstrich aufgebracht wird, mit in den saugfähigen Träger eindringt, ist es
notwendig, die Oberfläche des ersten Leimstrichs zu schließen. Dies geschieht dadurch, daß zwischen den
beiden Leimauftragswerken eine Blasdüse mit KaItluft zwischengeschaltet ist. Die nach dem ersteh Leimstrich
auftreffende Kaltluft läßt nun die Oberfläche gelieren und verschließt, da warmer Gummierieim bei
. Berührung mit Kaltluft an der Oberfläche erstarrt. Jetzt wird auf die erstarrte Leimoberfläche des Qrund-Striches
eine dünne zweite Gummierleimschicht mittels des zweiten Auftragswerkes aufgetragen.. Das erfindungsgemäß
beschichtete Trägermaterial, wird dann anschließend in einen Trockenkanal und nach
Austritt aufgerollt. , ,
Mit diesem Verfahren erreicht man, daß man beim Gummieren mit einer geringeren Klebstoffmenge auskommt
als es bisher üblich war. Außerdem verläuft das erfindungsgemäße Verfahren schneller und somit
rationeller, da wegen des geringeren flüssigen Kleb-Stoffauftrages
weniger Wasser bei der Trocknung verdunstet werden muß. '*'■■'·'
Claims (2)
1. Verfahren zum Gummieren von saugfähigen Werkstoffen, wie Papierbahnen, Vliese od. dgl.
, mit insbesondere tierischem Gummierleim, wobei der Leim in mindestens zwei hintereinariderlie-'
genden Streichwerken aufgebracht wird, d a durch gekennzeichnet, daß unmittelbar
nach dem Aufbringen des ersten Striches mit einer sehr geringen Menge Klebstoff dessen
Oberfläche mittels eines kalten Luftstromes geschlossen wird und daß anschließend die für die
Wiederanfeuchtung notwendige Menge Leim auf . den ersten Strich aufgebracht wird. - . -
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Temperatur der Luft unterhalb
des Erstarrungspunktes der Leimflotte liegt.
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