DE1546292B - Verfahren zum Aufbringen von Gummier leim auf saugfähige Werkstoffe - Google Patents

Verfahren zum Aufbringen von Gummier leim auf saugfähige Werkstoffe

Info

Publication number
DE1546292B
DE1546292B DE1546292B DE 1546292 B DE1546292 B DE 1546292B DE 1546292 B DE1546292 B DE 1546292B
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
glue
absorbent materials
applying
line
gumming
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Pending
Application number
Other languages
English (en)
Inventor
Heinz Dipl Phys 3380 Goslar Picker
Original Assignee
Papierwerke Waldhof Aschaffenburg AG, 8000 München

Links

Description

Die Erfindung betrifft ein Verfahren zum Gummieren von saugfähigen Werkstoffen, wie Papierbahnen, Vliese od. dgl. mit insbesondere tierischem Gummierleim, wobei der Leim in mindestens zwei hintereinanderliegenden Streichwerken aufgebracht wird.
Gummierleim wird im allgemeinen mittels eines Mehrwalzenauftragswerks mit Dosierungsvorrichtungen sowie Verreiberwalzen auf die Papierbahn aufgebracht. Dieses Verfahren besitzt aber den Nachteil, daß verhältnismäßig viel Leim aufgetragen werden muß, da ein Teil davon in den saugfähigen Untergrund eindringt. Da nach dem Trocknen nur eine eng begrenzte Restfeuchte verbleiben darf, muß eine hohe Trocknungsenergie dem Trocknungskanal zugeführt werden, um die Maschinengeschwindigkeit rationell auszunutzen.
Es wurde daher vorgeschlagen, zwei Auftragswerke hintereinander vorzusehen, wobei gegebenenfalls zwischen den beiden Auftragswerken Trockungsvorrichtungen vorgesehen wurden. Damit konnte das Papierblatt zuerst mit einem porenschließenden Vorstrich versehen werden, welcher anschließend getrocknet wurde und auf den dann der eigentliche Gummiauftrag aufgebracht wurde. Dieses Verfahren hat aber für die Herstellung von Klebestreifen den Nachteil, daß es unwirtschaftlich ist und die Maschinengeschwindigkeit erheblich absinken läßt.
Der Erfindung liegt nun die Aufgabe zugrunde, ein Verfahren zu finden, das einerseits die vorgenannten Nachteile ausschaltet und mit dem andererseits trotz einer verringerten Klebstoffmenge ein qualitativ hochwertiges Klebstoffband erzeugt werden kann.
Die Lösung dieser Aufgabe besteht darin, daß unmittelbar nach dem Aufbringen des ersten Striches mit einer sehr geringen Menge Klebstoff, dessen Oberfläche mittels eines kalten Luftstromes geschlossen wird, und daß anschließend die für die Wiederanfeuchtung notwendige Menge Leim auf den ersten Strich aufgebracht wird.
Vorzugsweise liegt die Temperatur der Luft unterhalb des Erstarrungspunktes der Leimflotte.
Bei dem erfindungsgemäßen Verfahren wird mit dem ersten Auftragswerk nur ein sehr geringer Leimauftrag aufgebracht. Mit dem in kurzer Entfernung dahinter liegenden zweiten Auftragswerk wird auf der gleichen Auftragsseite ein zweiter Leimstrich aufgebracht. Damit nun nicht der zweite Leimstrich, der noch auf den flüssigen ersten Leimstrich aufgebracht wird, mit in den saugfähigen Träger eindringt ist "es notwendig, die Oberfläche des ersten Leimstrichs'zu schließen. Dies geschieht dadurch, daß zwischen den beiden Leimauftragswerken eine Blasdüse mit KaItluft zwischengeschaltet ist. Die nach dem ersten Leimstrich auf treffende Kaltluft läßt nun die Oberfläche gelieren und verschließt, da warmer Gummierleim bei Berührung mit Kaltluft an der Oberfläche erstarrt. Jetzt wird auf die erstarrte Leimoberfläche des Grund-Striches eine dünne zweite Gummierleimschicht mittels des zweiten Auftragswerkes aufgetragen. Das erfindungsgemäß beschichtete Trägermaterial wird dann anschließend in einen Trockenkanal und nach Austritt aufgerollt.
Mit diesem Verfahren erreicht man, daß man beim Gummieren mit einer geringeren Klebstoffmenge auskommt als es bisher üblich war. Außerdem verläuft das erfindungsgemäße Verfahren schneller und somit rationeller, da wegen des geringeren flüssigen Kleb-Stoffauftrages weniger Wasser bei der Trocknung verdunstet werden muß.

Claims (2)

Patentansprüche:
1. Verfahren zum Gummieren von saugfähigen Werkstoffen, wie Papierbahnen, Vliese od. dgl. mit insbesondere tierischem Gummierleim, wobei der Leim in mindestens zwei hintereinanderliegenden Streichwerken aufgebracht wird, d a durch gekennzeichnet, daß unmittelbar nach dem Aufbringen des ersten Striches mit einer sehr geringen Menge Klebstoff dessen Oberfläche mittels eines kalten Luftstromes geschlossen wird und daß anschließend die für die Wiederanfeuchtung notwendige Menge Leim auf . den ersten Strich aufgebracht wird.
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Temperatur der Luft unterhalb des Erstarrungspunktes der Leimflotte liegt.

Family

ID=

Similar Documents

Publication Publication Date Title
DE2507116A1 (de) Vorrichtung zum aufbringen eines beschichtungsmaterials und verfahren unter verwendung derselben
DE69424491T2 (de) Hochtemperaturbeständiges Abdeckband
DE19751697A1 (de) Vorrichtung zum indirekten Auftragen eines flüssigen oder pastösen Mediums auf eine Materialbahn, insbesondere aus Papier oder Karton
DE2027458B2 (de) Verfahren und vorrichtung zum auftragen einer lackschicht auf einen traeger aus kunststoff, insbesondere zum herstellen von magnetbaendern
DE202015009603U1 (de) Auftragswerk für Papier-, Karton- oder Tissuebahn
DE4002256A1 (de) Beschichtungsverfahren und auftragseinrichtung zur beschichtung laufender warenbahnen aus papier oder karton
DE1546292C (de) Verfahren zum Aufbringen von Gummierleim auf saugfähige Werkstoffe
DE2904097A1 (de) Verfahren und vorrichtung zum aufbringen von kleber beim binden von buechern
DE1546292B (de) Verfahren zum Aufbringen von Gummier leim auf saugfähige Werkstoffe
DE3903599A1 (de) Maschine zum anbringen eines klebmittels auf langgestrecktem bahnmaterial
EP0812957A1 (de) Verfahren und Vorrichtung zur Beschichtung einer laufenden Materialbahn
DE3146382A1 (de) Oberflaechenleimungs- und/oder streichvorrichtung fuer eine papierbahn oder dergleichen
DE3235151A1 (de) Einrichtung zum auftragen von klebstoffen in mehreren schichten auf einen traeger bei der herstellung von selbstklebebaendern
WO2001068272A2 (de) Verfahren und vorrichtung zum auftrag einer partiellen oberflächenbeschichtung
DE3438489A1 (de) Verfahren zur oberflaechenkaschierung selbsttragender formteile, beispielsweise fuer die innenverkleidung von kraftfahrzeugen, und vorrichtung zur durchfuehrung des verfahrens
DE1546292A1 (de) Verfahren zum Aufbringen von Gummierleim auf saugfaehige Werkstoffe
EP0812958A1 (de) Vorrichtung zum aufeinanderfolgenden Auftragen von zwei Schichten von flüssigen oder pastösen Medien auf eine Seite einer laufenden Materialbahn
DE1904928C3 (de) Verfahren zum Beschichten von Schichtträgerbahnen sowie Vorrichtung zur Durchführung des Verfahrens
DE4239163C1 (de) Verfahren und Vorrichtung zum Herstellen schnellhärtender Überzüge
DE102008034479A1 (de) Verfahren und Vorrichtung zur Herstellung einer beschichteten Materialbahn, insbesondere einer Kunstlederbahn
DE19960772A1 (de) Auftragsverfahren
DE1942351B2 (de) Verfahren und einrichtung zum auftragen von streichmasse auf eine laufende papierbahn oder dergl.
DE2000451B2 (de) Verfahren und Vorrichtung zum kontinuierlichen Aufbringen von Überzügen auf Papierbahnen
DE7905847U1 (de) Gipskartonplatte mit einer beschichteten Ansichtsseite
DE614569C (de) Verfahren zur Herstellung von Kreppapier