DE1541908C3 - Schalleitung mit frequenzabhängiger Laufzeit - Google Patents
Schalleitung mit frequenzabhängiger LaufzeitInfo
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Description
Die Erfindung bezieht sich auf eine Schalleitung mit frequenzabhängiger Laufzeit für die Kompression
von frequenzmodulierten elektrischen Signalen, mit zwei elektromechanischen Wandlern, deren im Abstand
voneinander liegende Strahlungsflächen mit der freien Fläche einer dünnen elastischen Schicht verbunden
sind, die auf einem elastischen Sockel angebracht ist und mit diesem ein geschichtetes Medium
bildet, in dem sich Rayleighsche Wellen mit einer frequenzabhängigen Fortpflanzungsgeschwindigkeit ausbreiten.
Anordnungen dieser Art werden insbesondere bei Radar- und Sonaranlagen angewendet, um sendeseitig
bei gleicher Spitzenleistung durch Aussendung eines längeren Impulses eine größere Impulsenergie
auszusenden und empfangsseitig durch Kompression des empfangenen Echoimpulses eine größere Amplitude
und eine bessere Auflösung zu erhalten. Zu diesem Zweck werden elektrische Schaltungen mit
konzentrierten Schaltungselementen oder Ubertragungsleitungen mit einem Wellenleiter mit frequenzabhängiger
Laufzeit angewendet. Zwischen dem Eingang und dem Ausgang der Kompressionsanordnung
erleiden die Bestandteile des Signals eine frequenzabhängige Verzögerung, wodurch sie zeitlich umgeordnet
werden. .1
Zu den bekannten Kompressionsanordnungen gehören die elektromagnetischen Anordnungen, welche
den Nachteil aufweisen, daß sie wegen der großen auftretenden Wellenlängen sehr umfangreich sind.
Man kann ferner die elektrischen Schaltungen nennen, deren Synthese und Ausführung sich als schwierig er-
weisen. Schließlich bleiben die akustischen Systeme, wie Ultraschall-Verzögerungsleitungen, welche im allgemeinen
Leitungen mit frequenzunabhängiger Laufzeit sind und mit geringen Abmessungen eine beträchtliche
Verzögerung bei allen Frequenzen erzeugen können.
In der Zeitschrift »Geophysics«, Vol. 18, Nr. 4, Oktober 1953, S. 844 bis 870, wird die Ausbreitung
von Rayleighschen Wellen in einem geschichteten Medium untersucht, das aus einer dünnen elastischen
Schicht auf einem elastischen Sockel besteht, und es wird gezeigt, daß sich die Rayleighschen Wellen in
einem solchen Medium in zwei entgegengesetzten Richtungen ohne merkliche Dämpfung mit frequenzabhängiger
Laufzeit ausbreiten. Dieser Aufsatz sagt jedoch nichts darüber aus, wie die Rayleighschen Wellen
in dem Medium erregt werden können.
Aufgabe der Erfindung ist die Schaffung einer Schalleitung mit frequenzabhängiger Laufzeit, bei der
die Eigenschaften der Ausbreitung Rayleighscher WeI-len
in einem geschichteten Medium für die Kompression frequenzmodulierter elektrischer Signale nutzbar
gemacht werden.
Bei einer Schalleitung der eingangs angegebenen Art wird dies nach der Erfindung dadurch erreicht,
daß jeder Wandler mit dem geschichteten Medium über ein Prisma gekoppelt ist, das eine in Berührung
mit dem Wandler stehende erste Fläche und eine in Berührung mit der Schicht stehende zweite Fläche aufweist,
und daß die erste Fläche gegen die zweite Fläche um einen Winkel geneigt ist, dessen Sinus für eine im
Frequentmodulationsintervall liegende Frequenz gleich dem Verhältnis der Fortpflanzungsgeschwindigkeit
der vom Wandler in das Prisma abgestrahlten Wellen zu der Fortpflanzungsgeschwindigkeit der
Rayleighschen Wellen in dem geschichteten Medium ist.
Die erfindungsgemäße Ausbildung der Schalleitung ermöglicht die Erzeugung von Rayleighschen Wellen,
welche die dem Eingangswandler zugeführten frequenzmodulierten elektrischen Signale verzerrungsfrei
wiedergeben und sich ohne Störungen durch Reflexionen mit geringen Einfügungsverlusten mit
frequenzabhängiger Laufzeit zu dem Ausgangswandler fortpflanzen, von dem sie wieder in ein elektrisches
Signal zurückverwandelt werden, das das infolge der frequenzabhängigen Laufzeit komprimierte akustische
Signal verzerrungsfrei wiedergibt. Insbesondere ergibt die erfindungsgemäße Schalleitung die Wirkung,
daß sich die von dem Eingangswandler induzierten Rayleighschen Wellen nur in der Richtung zu dem
Ausgangswandler hin ausbreiten und daß dieser nur auf die vom Eingangswandler kommenden Rayleighschen
Wellen anspricht.
Eine vorteilhafte Weiterbildung der Erfindung besteht darin, daß reflektierende Mittel an der freien
Fläche der Schicht angebracht sind. Diese reflektierenden Mittel widersetzen sich jeder Schwingungsbewegung der freien Fläche der Schicht und verbessern
dadurch die Ausbreitung der Rayleighschen Wellen.
Die Schalleitung kann entweder so ausgeführt sein, daß die Wandler in den Prismen eine Kompressions-Longitudinalwelle
erregen bzw. abnehmen, oder so, daß die Wandler in dem Prisma eine Scherungs-Transversalwelle
erregen bzw. abnehmen.
Um zu verhindern, daß an den Enden des Schallausbreitungsmediums störende Reflexionen entstehen,
ist die Schalleitung vorzugsweise so ausgestaltet, daß der Sockel zwischen den Wandlern einen konstanten
Querschnitt hat und an seinen Enden mit absorbierenden Mitteln versehen ist.
Die absorbierenden Mittel können gemäß einer bevorzugten Ausführungsform dadurch gebildet sein,
daß die Enden des Sockels so geformt sind, daß sie einen abnehmenden Querschnitt haben.
Die Erfindung wird nachstehend an Hand der Zeichnung beispielshalber beschrieben. Darin zeigt
F i g. 1 einen geschichteten Schallwellenleiter nach der Erfindung,
F i g. 2 ein Diagramm zur Erläuterung der Wirkungsweise,
F i g. 3 eine erste Ausführung der Schalleitung mit frequenzabhängiger Laufzeit nach der Erfindung,
F i g. 4 eine zweite Ausführungsform der Schalleitung mit frequenzabhängiger Laufzeit nach der Erfindung
und
F i g. 5 und 6 Diagramme zur Erläuterung der Wirkungsweise.
F i g. 1 zeigt ein Achsensystem x, y, ζ sowie einen in bezug auf das Achsensystem dargestellten Abschnitt
eines geschichteten Mediums mit einer dünnen Schicht2 der Dicke e, deren Flächen y = 0 und y = e parallel
zu der xz-Ebene liegen. Diese Feststoffschicht liegt zwischen zwei Medien, von von denen das eine einen
Feststoffsockel 1 und das andere einen Reflektor 3 bildet. Die Medien 1 und 3 haften vollkommen an der
Schicht 2 und können in allen Raumrichtungen eine unendlich große Ausdehnung haben. Erfindungsgemäß
kann der Reflektor 3 unendlich starr oder unendlich verformbar in bezug auf die beiden anderen Bestandteile
des geschichteten Mediums sein. Diese unterscheiden sich dadurch, daß sich im Medium 1
die mechanischen Schwingungen mit größerer Geschwindigkeit als im Medium 2 ausbreiten. Mit ^1
bzw. Q2 seien die spezifischen Massen, mit μ1 und μ2
die Stetigkeiten, mit C1 und C2 die Ausbreitungsgeschwindigkeiten
von Longjtudinalwellen und mit C1 und C2 die Ausbreitungsgeschwindigkeiten von Transversalwellen
im Sockel 1 bzw. in der Schicht 2 bezeichnet.
In bezug auf die Ausbreitungsrichtung einer Welle in einem festen Medium mit einer Einfallsebene können
sich drei Wellentypen ausbreiten: Die Longitudinalwellen P, deren Schwingungsausschläge parallel zu
der Ausbreitungsrichtung der Welle liegen, und die Transversalwellen SH und SSV, deren Schwingungsausschläge
senkrecht zu der Ausbreitungsrichtung und senkrecht zu der Einfallsebene bzw. in der Einfallsebene
liegen. Die Wellen P und S V erzeugen durch überlagerung eine sogenannte Rayleighsche Welle,
deren Schwingungsausschläge in Ebenen liegen, die senkrecht zu der Schicht 2 und parallel zu der x-Achse
stehen. In F i g. 1 sind die Ausschläge des Punktes S dargestellt. Diese Ausschläge haben zwei Komponenten
Sx und Sy, die sich gleichzeitig aus einer skalaren
Potentialfunktion Θ und einer Vektor-Potentialfunktion ~γ mit einer in der z-Achse liegenden Komponente
ψ ableiten lassen. Dies sind die folgenden Funktionen
V1=B1- ta[y ■
Ψι = YPi "
, ej(<»t-kx)
+ A2 ■ e-J
+ B2c-jai
Der Index 1 bezieht sich auf den Sockel 1, und der Index 2 bezieht sich auf die Schicht 2. ω ist die Kreisfrequenz
und k die Wellenzahl der in dem geschichteten Medium erregten Rayleighschen Welle. A19B1, A2,
A2, B2 und B2 sind Integrationskonstanten, und au a2,
a[, a2 sind durch die nachstehenden Gleichungen gegeben:
Y-Y-U2J
k2
k
O1 =i
CL2 =
Die Elastizitätstheorie liefert als Funktion der Potentiale Φ und ψ die Ausschläge und Spannungen
im Inneren des geschichteten Mesiums:
δΦ δψ
den Normalausschlag: Sv = — r2-
y Sy öx
δΦ δψ
den Tangentialausschlag: Sx = ——I- -~
dx oy
die Normalspannung: Py = λ·ΛΦ+2μ
öy
die Tangentialspannung: Px = μ (-r-1 + -r-^)
V δχ by)
λ und μ sind die Lame-Koeffizienten des betreffenden
Materials.
Das Vorhandensein der Rayleighschen Wellen in den geschichteten Medien von F i g. 1 ist durch die
Gleichungen bedingt, welche für die Flächen y = O und y = e der Schicht 2 erfüllt sein müssen und die
Kontinuität der Ausschläge und Spannungen ausdrücken.
Hierzu gehören vier Bedingungen für die Fläche y = O und zwei Bedingungen für die Fläche y = e.
Die beiden letzten Bedingungen können aber verschieden sein, je nachdem, ob die Fläche y = e frei
oder völlig starr ist. Man verfügt schließlich über ein System von sechs Gleichungen mit sechs Unbekannten
A1, A2, B1, B2, A[, B2, die symbolisch in folgender Form
geschrieben werden können:
_ _ _ — — — = O
_ _ _ — — — = O
a,b,c,d ... sind Funktionen von α1; a2, a[, a2, ω, k,
Hu Hit ^u ^2 und c.
Die Determinante Δ dieses Systems muß Null sein, denn es muß möglich sein, willkürlich eine der sechs
Unbekannten zu wählen, um die Tatsache zu berücksichtigen, daß die komplexe Amplitude der Rayleighschen
Wellen von den Quellen abhängig ist, welche das geschichtete Medium erregen. Wenn man
die Determinante Δ gleich Null setzt, erhält man eine Dispersionsbezeichnung, die sich symbolisch folgendermaßen
schreiben läßt:
\ O1 C2 ^2 O2 Hl J
Mit Hilfe einer etwas mühsamen Rechnung, die nicht näher erläutert zu werden, braucht, kann man
graphisch die Funktion der Phasengeschwindigkeit C der Rayleighschen Wellen in dem geschichteten Medium
von F ig. 1 darstellen.
F i g. 2 zeigt ein normalisiertes Diagramm, bei
g · / welchem auf der Abszisse der Parameter —tu- aufgetragen
ist, worin / die Frequenz der Rayleighschen Welle ist, während auf der Ordinate eine Veränder-
liehe P aufgetragen ist, welche die Verhältnisse -gr,
Vt
-Α und -^- darstellt, welche die frequenzabhängigen
Eigenschaften des geschichteten Mediums von F i g. 1 kennzeichnen. Zur Bildung dieses Diagramms ist angenommen
worden, daß die Oberseite der Schicht 2 frei ist und daß für die Medien 1 und 2 gilt:
1 _ C2 _ ]ΠΓ
Ci /-ν I J
1 C2
-§- = 3,147
Ql
02
= 1,39
= 13,766.
wählt ist, welche mit der Phasengeschwindigkeit C2
durch die Schicht 2 läuft.
Die in voller Linie gezeichnete Kurve — zeigt, daß
die Dispersionskennlinie der ersten antisymmetrischen Form der Rayleighschen Wellen sich in vollkommener
Weise zum Komprimieren eines linear frequenzmodulierten Signals eignet, weil zwischen den Werten 0,34
und 0,43 des Koeffizienten -%- eine lineare Zunahme
ίο C2
von -E- erhalten wird, die von 0,7 bis 2,4 geht. Die gestrichelte
Kurve — ist in dieser Hinsicht weniger
günstig.
F i g. 3 zeigt bei (a) ein erstes Ausfuhrungsbeispiel
einer nach der Erfindung ausgeführten Schalleitung mit frequenzabhängiger Laufzeit. Sie enthält einen
Sockel 1 der Dicke a, auf dessen Oberfläche eine dünne Schicht 2 der Dicke c aufgebracht ist. Die Außenseite
der Schicht 2 ist frei und trägt an ihren Enden O und O'
die im Abstand 1 voneinander liegen, zwei Anordnungen, die jeweils aus einem Kopplungsprisma 4 und
einem damit verbundenen elektroakustischen Wandler 5 bestehen. Die linke Anordnung 4, 5 erregt in der
Leitung 1,2 Rayleighsche Wellen, deren Schwingungsausschläge in der Zeichenebene liegen. Die rechte Anordnung
4, 5 nimmt diese Wellen auf, nachdem sie die Strecke / durchlaufen haben. Jenseits jedes Wandlers
ist die Leitung 1, 2 verjüngt, um zu vermeiden, daß die Rayleighschen Wellen am Ende der Leitung reflektiert
werden. In dem Diagramm (b) von F i g. 3 sind schematisch in Abhängigkeit von der Zeit die frequenzmodulierten
Signale V und V dargestellt, die nacheinander an den Klemmen des linken Wandlers 5
bzw. des rechten Wandlers 5 erscheinen.
Wenn das Frequenzmodulationsintervall für das Signal V mit der Dauer Γ den Wert Δ F hat, erhält
man die gewünschte Kompression, indem man eine Änderung Δ tr der Laufzeit anwendet, die den Wert T
hat. Die erforderliche Länge / der Leitung ist durch den folgenden Ausdruck gegeben:
Die in vollen Linien gezeichneten Kurven beziehen sich auf die erste antisymmetrische Schwingungsform
M11, welche sich in dem geschichteten Medium ausbreiten
kann, während die gestrichelten Kurven sich auf die erste symmetrische Schwingungsform M21 beziehen.
Die Kurven -gr zeigen, daß sich die Phasenge-
schwindigkeit C der Rayleighschen Wellen mit der Frequenz / ändert; es handelt sich also wirklich um
ein Medium mit frequenzabhängiger Ausbreitungs-
V geschwindigkeit. Die Kurven -^- sind aus den ersten
Kurven abgeleitet und stellen die Änderung der Gruppengeschwindigkeit Vg als Funktion der Frequenz
/ dar.
t
V
Die Kurven — sind die Kehrwerte der Kurven -~f.
r L2
Sie geben als Funktion der Frequenz den Wert der Laufzeit tr der Rayleighschen Wellen an, wobei als
Einheit die Laufzeit τ einer transversalen Welle ge-
worin —- die Änderung von P ist, die dem Wert
τ C2
entspricht.
In diesem Fall läßt sich zeigen, daß der linear frequenzmodulierte
Impuls V in dem Verhältnis D = T' · Δ F komprimiert wird, denn der komprimierte
Impuls V hat die Breite I/Δ F.
F i g. 4 zeigt ein zweites Ausführungsbeispiel der Schalleitung mit frequenzabhängiger Laufzeit nach
der Erfindung. Sie unterscheidet sich von der Anordnung von F i g. 3 durch die Hinzufügung eines Reflektors
3, welcher jeder Schwingbewegung der Oberseite der Schicht 2 Widerstand leistet.
Die Erregung der Rayleighschen Wellen in den Schalleitungen von F i g. 3 und 4 kann mit Hilfe der
in F i g. 5 und 6 dargestellten Anordnungen erfolgen.
F i g. 5 zeigt einen elektroakustischen Wandler 5, der über ein Prisma 4 mit der Schicht 2 des geschichteten
Mediums 1, 2 gekoppelt ist. Der Wandler 5 erzeugt in dem Prisma 4 eine Dehnungs-Longitudinalwelle
mit einem Einfallswinkel Θ in bezug auf die Fläche y = e der Schicht 2. Diese Welle erregt in der
Schicht 2 eine Rayleighsche Welle, deren parallel zur
Zeichenebene liegende Schwingungsausschläge schematisch gestrichelt angedeutet sind. Die Verformungen
der Schicht 2 sind unter der Annahme einer antisymmetrischen Wellenform, beispielsweise Mn dargestellt.
Wenn Cp die Geschwindigkeit der Longitudinalwellen
in dem Prisma 4 ist, erfüllt der Einfallswinkel Θ die Gleichung
sin Θ =
IO
Darin ist C die Phasengeschwindigkeit der Rayleighschen Wellen, die sich in der Richtung der
x-Achse ausbreiten.
F i g. 6 zeigt einen elektroakustischen Wandler 6, der über ein Prisma 4 mit der Schicht 2 des geschichteten
Mediums 1, 2 gekoppelt ist. Der Wandler 6 erzeugt in dem Prisma 4 eine Scherungs-Transversalwelle
mit einem Einfallswinkel Θ' in bezug auf die Fläche χ = e der Schicht 2. Diese Welle erregt in der
Schicht 2 eine Rayleighsche Welle, deren parallel zur Zeichenebene liegende Schwingungsausschläge sche-
matisch gestrichelt dargestellt sind. Die Verformungen der Schicht 2 sind unter der Annahme einer symmetrischen
Wellenform, z. B. M2i dargestellt. Ferner
sind gestrichelt die Verformungen des Wandlers 6 und der freien Fläche des Prismas 4 dargestellt. Wenn C'p
die Phasengeschwindigkeit der Transversalwellen im Prisma 4 ist, erfüllt der Einfallswinkel & die Beziehung
Die Erregungsanordnungen von F i g. 5 und 6 können unterschiedslos bei den Schalleitungen von
F i g. 3 und 4 angewendet werden. Die in Form von Rayleighschen Wellen sich ausbreitende Wellenform
hat allgemein die Form Mmn, deren Dispersionskennlinie die Kompression eines frequenzmodulierten
elektrischen Signals nach einer geeigneten Funktion ermöglicht. Natürlich können die Schalleitungen in
beiden Richtungen verwendet werden, d. h. sowohl zur Kompression als auch zur Dehnung von frequenzmodulierten
Signalen.
Hierzu 2 Blatt Zeichnungen 409 508/123
Claims (6)
1. Schalleitung mit frequenzabhängiger Laufzeit für die Kompression von frequenzmodulierten
elektrischen Signalen, mit zwei elektromechanischen Wandlern, deren im Abstand voneinander
liegende Strahlungsflächen mit der freien Fläche einer dünnen elastischen Schicht verbunden sind,
die auf einem elastischen Sockel angebracht ist und mit diesem ein geschichtetes Medium bildet,
in dem sich Rayleighsche Wellen mit einer frequenzabhängigen Fortpflanzungsgeschwindigkeit
ausbreiten, dadurch gekennzeichnet, daß jeder Wandler (5) mit dem geschichteten Medium
(1, 2) über ein Prisma (4) gekoppelt ist, das eine in Berührung mit dem Wandler (5) stehende
erste Fläche und eine in Berührung mit der Schicht (2) stehende zweite Fläche aufweist, und
daß die erste Fläche gegen die zweite Fläche um einen Winkel (6>) geneigt ist, dessen Sinus für eine
im Frequenzmodulationsintervall (Af) liegende Frequenz gleich dem Verhältnis der Fortpflanzungsgeschwindigkeit
(Cp) der vom Wandler (5) in das Prisma (4) abgestrahlten Wellen zu der Fortpflanzungsgeschwindigkeit
(C) der Rayleighschen Wellen in dem geschichteten Medium (1, 2) ist.
2. Schalleitung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß reflektierende Mittel (3) an der
freien Fläche der Schicht (2) angebracht sind.
3. Schalleitung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Wandler (5) in den Prismen
(4) eine Kompressions-Longitudinalwelle erregen bzw. abnehmen.
4. Schalleitung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Wandler (5) in dem
Prisma (4) eine Scherungs-Transversalwelle erregen bzw. abnehmen.
5. Schalleitung nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß der Sockel (1) zwischen
den Wandlern (5) einen konstanten Querschnitt hat und an seinen Enden mit absorbierenden
Mitteln versehen ist.
6. Schalleitung nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, daß die Enden des Sockels (1) so geformt
sind, daß sie einen abnehmenden Querschnitt haben.
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Legal Events
| Date | Code | Title | Description |
|---|---|---|---|
| C3 | Grant after two publication steps (3rd publication) | ||
| E77 | Valid patent as to the heymanns-index 1977 | ||
| EGA | New person/name/address of the applicant | ||
| EF | Willingness to grant licences | ||
| 8339 | Ceased/non-payment of the annual fee |