DE1531007C - Programmschaltvorrichtung für Tauchbadanlagen, insbesondere Galvanisieranlagen - Google Patents

Programmschaltvorrichtung für Tauchbadanlagen, insbesondere Galvanisieranlagen

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DE1531007C
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Expired
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English (en)
Inventor
Ernst 4801 Milse; Liebeskind Horst 4801 Altenhagen König
Original Assignee
Riedel & Co, 4800 Bielefeld
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Description

Die Erfindung bezieht sich auf eine Programmschaltvorrichtung für Tauchbadanlagen, insbesondere Galvanisieranlagen, deren Aufnahmevorrichtungen für die zu behandelnden Gegenstände mit Stützgliedern auf die an den Prögrammstationen angeordneten Lagerböcke absetzbar sind, wobei an den Aufnahmevorrichtungen Wählelemente und an den 'Programmstationen von diesen betätigbare Schalter angeordnet sind.
Programmgesteuerte Galvanisier- und Tauchbadanlagen sind vielfach so aufgebaut, daß eine Mehrzahl von Badbehältern oder Wannen zu einer größeren Anlage zusammengefaßt ist, wobei die zur Aufnahme der in den einzelnen Bädern zu behandelnden Teile dienenden Trommeln oder Gestellträger von der für alle Badbehälter gemeinsamen Fördervorrichtung dem vorgegebenen Programmablauf gemäß über den Badbehältern abgesetzt werden, eine vorgegebene Zeit in diesen verweilen, nach Ablauf der programmierten Zeitspanne angehoben und zu einem anderen Badbehälter befördert werden.
Zur Steuerung des Transportablaufes ist die Verwendung programmierbarer Informationsträger erforderlich, die an den Fahrwagen der Fördervorrichtung oder an den von diesen getragenen Trommeln, Gestellen od. dgl. so anzubringen sind, daß durch die Wechselwirkung der Informationsträger und der hiermit zusammenwirkenden Abtastelemente die Dauer einzelner Arbeitsschritte sowie deren zeitliche Reihenfolge in vorher bestimmter Weise festgelegt sind.
Beispielsweise kann durch eine solche Bauweise der Gesamtanlage bewirkt werden, daß ein aus einem Entfettungsbad ausgehobener Warenträger zu einem Spülbadbehälter gefahren, dort abgesetzt und beim Absetzvorgang über meist zentral angeordnete Steuerkreise der weitere Programmablauf so beeinflußt wird, daß entweder die Verweilzeit des Warenträgers in dem Badbehälter oder andere Kennwerte des Behandlungsverfahrens, z. B. die Badtemperatur, Lufteinblasung od. ä., innerhalb der Verweilzeit programmgemäß gesteuert werden.
In gleicher Weise kann durch zweckentsprechende Zuordnung der mit Betätigungsstößeln oder -stiften zusammenwirkende Schalter, z. B. sogenannte Mikroschalter, zu den meist im Schaltschrank der Anlage untergebrachten Leistuhgsschaltkreisen das Überfahren einzelner Badbehälter bewirkt werden. Des weiteren können die an die Gestell- oder Trommelkontakte anzulegende Galvanisierspannung und deren Polarität vorgewählt und deren Zu- oder Abschaltung programmgemäß bewirkt werden.
Bisher bekanntgewordene Schaltvorrichtungen fürv Galvanisier- und Tauchbadanlagen sind mit einer Mehrzahl von nocken- oder stößelbetätigten Endschaltern ausgerüstet, die zumeist stationär an einem der Badbehälter angebracht sind und die durch eine üblicherweise von Hand voreingestellte , Nockenkombination, die am Gestellträger angebracht ist, betätigt werden.
Weiter sind Einrichtungen bekanntgeworden, die auf Scheiben, Platten oder Schienen angeordnete Dauermagnete verwenden, die ihrerseits auf magnetbetätigte Schalter, beispielsweise die sogenannten Reed-Kontakte, so einwirken, daß diese weitere Steuerbefehle für die Anlage auslösen.
Eine unter Anwendung dieses Prinzips ausgeführte Anlage macht von einer Mehrzahl farblich verschiedener Walzen Gebrauch, in die Dauermagnete eingelassen sind. Durch Drehen und Einrasten dieser Walzen in vorgegebene Stellungen können die Kenngrößen des Behandlungsablaufes, die Verweilzeit der Warenträger in einen vorgewählten Badbehälter oder andere Kennwerte des Arbeitsverfahrens vorgewählt werden. Von dem der Gesamtanlage zugeordneten Schaltpult aus kann dann ein Startimpuls ausgelöst werden, der den Umlauf der Gestelle und/oder
ίο Trommeln durcn die Anlage freigibt. Die einzelnen Badpositionen sind hierbei nur mit sogenannten Initiatoren bestückt, während sich die als Näherungsschalter ausgebildeten Endschalter an den Deckenfahrwerken befinden.
Bei dieser bekannten Anordnung sind alle Einstellelemente nacheinander von Hand zu betätigen, was ein Stillsetzen des Fahrwagens bis zum Abschluß aller Einstellungen erforderlich machen kann. Außerdem ergeben sich bei der Anwendung in Galvanisieranlagen häufig Schwierigkeiten durch die hohe Gleichströme führenden Stromschienen, deren Magnetfelder ungewollt auf die magnetbetätigten Schaltelemente zurückwirken.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, die Programmschaltvorrichtung für Galvanisier- und Tauchbadanlagen der eingangs bezeichneten Art so weiterzubilden, daß eine störurigssichere Vorwahl einzelner Behandlungsschritte im Rahmen des Gesamtprogramms bereits beim Einlauf der Warenträger in die Anlage ermöglicht wird.
Zur Lösung dieser Aufgabe ist erfindungsgemäß vorgesehen, daß mindestens ein Lagerbock die mit ihren Betätigungsstößeln diesen überragende Schalter trägt und das zugeordnete Stützglied als Wählelement eine auf diese Stößel einwirkende lösbare Lochplatte aufweist, deren Löcher den programmgemäß nicht betätigten Schaltern zugeordnet sind.
Zum einfachen und raschen Einstellen des Programms kann das Stützglied längsverlaufende Nuten aufweisen, die zum Einschieben der dem Arbeitsprogramm entsprechend vorgelochten Lochplatten dienen. ,
An Hand eines in der Zeichnung schematisch dargestellten Ausführungsbeispiels wird die Erfindung
wie folgt erläutert. Es zeigt -
Fig. 1 einen Längsmittelschnitt der Programmschaltvorrichtung nach der Erfindung,
Fig. 2 eine Frontansicht der Programmschaltvorrichtung gemäß F i g. 1 und
F i g. 3 eine Draufsicht auf eine Lochplatte.
In den Fig. 1 und 2 bezeichnet la das linksseitige Ende des Stützgliedes 1, 2 die lösbare Lochplatte,
* 3 einen der beiden an jeder Badstation angeordneten Lagerböcke, 4, 4 a und Ab drei in einer Reihe angeordnete Schalter, die in ein sie umschließendes gemeinsames Gehäuse 6 eingesetzt und über Betätigungsstößel 5 betätigbar sind.
Die in F i g. 3 dargestellte Lochplatte 2 weist eines oder mehrere Löcher a, b, c auf, die je nach ihrer Anordnung den Durchtritt der Betätigungsstößel 5 durch die Lochplatte 2 gestatten oder diesen Durchtritt verhindern. Die größtmögliche Zahl verschiedenartiger Programme ist bei der vorbeschriebenen Anordnung zu 2" gegeben, wobei η die Anzahl der möglichen Löcher in der Lochplatte bezeichnet. Bei drei möglichen Löchern und drei zugehörigen Schaltern ergeben sich beispielsweise 23 = 8 Kombinationen, bei sechs Elementen steigt die Zahl der mög-
lichen Kombinationen auf 26 = 64 an. Die beschriebene Anordnung der Wählelemente (Lochplatten 2) und Betätigungsstößel 5 wird durch die dachförmig übergreifenden Enden la der Stützglieder 1 gegen die Einwirkung der Badlösungen, insbesondere gegen das unvermeidliche Spritzen aggressiver Metallsalzlösungen beim Ein- und Ausheben der nicht dargestellten Aufnahmevorrichtung für die zu behandelnden Gegenstände wirksam geschützt.
IO

Claims (2)

Patentansprüche:
1. Programmschaltvorrichtung für Tauchbadanlagen, insbesondere Galvanisieranlagen, deren Aufnahmevorrichtung für die zu behandelnden Gegenstände mit Stützgliedern auf an den Programmstationen angeordnete Lagerböcke absetzbar sind, wobei an den Aufnahmevorrichtungen Wählelemente und an den Programmstationen von diesen betätigbare Schalter angeordnet sind, dadurch gekennzeichnet, daß mindestens ein Lagerbock (3) die mit den Betätigungsstößeln (S) diesen überragende Schalter (4) trägt und das zugeordnete Stützglied (7) als Wählelement eine auf diese Stößel einwirkende lösbare Lochplatte (2) aufweist, deren Löcher den programmgemäß nicht betätigten Schaltern zugeordnet sind.
2. Programmschaltvorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß das Stützglied (7) längslaufende Nuten aufweist, die zum Einschieben der dem Arbeitsprogramm entsprechend gelochten Lochplatten (2) vorgesehen sind.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen

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