DE1519978B2 - Verfahren zur Herstellung von feinver teiltes Palladium enthaltenden porösen keramischen Sinterteilchen - Google Patents

Verfahren zur Herstellung von feinver teiltes Palladium enthaltenden porösen keramischen Sinterteilchen

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Description

Die Extraktionsausbeute an schwerem Isotop ist definiert durch:
Menge des am Kopf abgezogenen schweren Isotops
Menge des in der eingeführten Mischung enthaltenen schweren Isotops
Man bezeichnet mit Restfraktion das Verhältnis:
Menge des in der Mischfraktion enthaltenen schweren Isotops
Menge des in der eingeführten Mischung enthaltenen schweren Isotops
Offensichtlich gilt die Beziehung den Merkmale definiert werden, die voneinander ab-
60 hängig und nicht allein maßgebend sind:
Ausbeute + Restfraktion = 1 bzw. 100 °/0.
Offensichtlich ist außerdem die Menge des in der 1. Die einem theoretischen Boden äquivalente
Mischfraktion enthaltenen Deuteriums um so größer Säulenhöhe, die auch als H. T. B. bezeichnet
und damit die Ausbeute um so geringer, je geringer die wird; oder auch die einem theoretischen Boden
Veränderung der Isotopenkonzentration in Abhängig- 65 äquivalente Menge des Edelmetalls Palladium,
keit vom aufgefangenen Volumen ist. ' die im folgenden mit P. T. B. (Palladiumäqui-
Unter diesen Bedingungen kann der Wirkungsgrad valent zum theoretischen Boden) bezeichnet ist.
einer Trennsäule durch eines oder mehrere der folgen- Bekanntlich bezeichnet der theoretische Boden
3 4
gewöhnlich einen Säulenabschnitt, zwischen dessen Inneren der Trägerfasern ausfällt, jedoch ist Asbest
Grenzen der erhaltene Trenneffekt gleich dem außerdem ein wenig geeigneter Träger, weil er nicht
Elementartrennfaktor cc ist (wie in Fig. 1 ge- nur das Durchströmen von Gas behindert, sondern
zeigt). auch erhebliche Wassermengen enthält.
2. Die in der Mischfraktion enthaltene Menge an 5 Silicagel, in dem Palladium ausgefällt wird, adsorschwerem Isotop (s. Fig. 1) oder auch die Ge- biert ebenfalls erhebliche Wassermengen und läßt samtgasmenge, die diese Mischfraktion darstellt. außerdem das Gas nur schwer zu den Palladiumteilchen
3. Die Extraktionsausbeute an schwerem Isotop, gelangen.
hiernach als »Ausbeute« bezeichnet. Eine ausgezeichnete Verteilung des Palladiums kann
ίο auf Körnern von aktiviertem Aluminiumoxid oder
Eine Beschreibung des Prinzips dieser Chromato- Aktivkohle durch chemische Ausfällung einer Palla-
graphiermethode mit weiteren Einzelheiten findet sich diumschicht auf der Oberfläche dieser Träger erhalten
unter anderem in den folgenden Veröffentlichungen: werden. Ein solcher Hydrierungskatalysator, Palla-
1. E. G1 u e c k a u f und G. P. K i 11, »Proceedings diuni auf Por° sen ^™1 iumoxidkörnem ist beiof the International Symposium on Isotope l5 spiekweise m der USA-Patentschrift 3 116 342 beSeparation«, 1958, North Holland Publishing schrieben. Le.der sind die so abgeschiedenen Palla-Company, Amsterdam, S. 210 bis 226; diummengen gering vorzugsweise unter 0,4 Gewichts-
2. C. O T h ο m as und H. A. S m i t h, »Journal V™z™\ u und außerdem haben die Trager die eine of Physical Chemistry (USA)«, 1959, Bd. 63, S. 427 soloh* A^f h!jldunS ermöglichen, eine erhebliche spebis 432· ■< *· ' 20 Z1fiscne Oberfläche, im angegebenen Fall Aluminium-
3. F. B ο 11 e r, J. M e η e s, S. T i s t c h e η k o, °*id %m solc}e von 5 b[s 6^ ^' vorzugsweise 10 bis G. D i r i a n, »Rapport CEA«, Nr. R. 2545. m2/g, und entsprechend sehr kleine Poren mit
Radien von unter 0,14 μΐη (1400A), vorzugsweise
Bei einer Abwandlung des Bandenverdrängungs- einen mittleren Porenradius im Bereich von 0,02 bis
Verfahrens sättigt man zunächst die Säule teilweise mit 25 0,07 μΐη, und können daher große Mengen Wasser
der zu trennenden Gasmischung, wie oben erläutert, adsorbieren.
und erwärmt dann die Säule von ihrem stromaufwärts Sämtliche bekannten palladiumhaltigen Materialien
liegenden Ende her allmählich, um den Wasserstoff sind also zur Wasserstoffisotopentrennung praktisch
fortschreitend zu desorbieren. Die am Säulenende auf- unbrauchbar.
gefangenen Produkte sind die gleichen wie im Haupt- 30 Der Erfindung liegt nun die Aufgabe zugrunde, ein
verfahren, und es können die gleichen Merkmale wie Verfahren zur Herstellung von mit Palladium über-
oben definiert werden. Obgleich also dieses abgewan- zogenen keramischen Sinterteilchen zu schaffen, die als
delte Verfahren hier nicht betrachtet wird, gilt das Adsorberstoffe zur Füllung von Gaschromatographier-
folgende ebenso auch dafür. säulen zur Wasserstoffisotopentrennung geeignet sind,
Abgesehen von der bekannten Tatsache, daß die ge- 35 damit also eine möglichst große Oberfläche bei gleichtrennten Isotopenmengen zur eingesetzten Palladium- zeitig hohem Palladiumgehalt von bis zu 25 Gewichtsmenge proportional sind, ist auch bekannt, daß die prozent aufweisen müssen, jedoch frei von den oben-Trennung um so besser erfolgt, je feiner das Palladium erwähnten Nachteilen sind.
zerteilt und je gleichmäßiger es verteilt ist. Es muß für Diese Aufgabe wird durch ein Verfahren der eindas Gas leicht zugänglich sein. Außerdem muß es fest 40 gangs angegebenen Art gelöst, das erfindungsgemäß an Ort und Stelle gehalten sein, um zu vermeiden, daß dadurch gekennzeichnet ist, daß als Teilchen solche, es vom Gasstrom weggeblasen wird, oder auch ein- die nur sehr wenig Wasser adsorbieren und ein Porenfach, daß die Teilchen verklumpen. Die Form des das volumen zwischen 50 und 500 mm3/g und Porendurch-Palladium verteilt haltenden Trägers muß so sein, daß messer zwischen 1 und 200 μπι aufweisen, eingesetzt das Gas leicht und ohne zu großen Druckverlust durch 45 werden.
das Bett strömen kann. Im übrigen besitzt das Palla- Weitere bevorzugte Ausbildungen der Erfindung er-
dium außer seiner Eigenschaft, Wasserstoff und seine geben sich aus den Unteransprüchen.
Isotopen zu adsorbieren, die Eigenschaft, Isotopen- Die Erfindung wird erläutert durch die folgende
austauschreaktionen zwischen Wasserstoff und wasser- Beschreibung und die Zeichnungen. Es zeigt:
stoff haltigen Verbindungen, besonders Wasser, zu 5° F i g. 1 eine grafische Darstellung des Verlaufs einer
katalysieren, weshalb die Gegenwart von Wasser be- Wasserstoff isotopentrennung,
sonders zu vermeiden ist. F i g. 2 einen senkrechten Schnitt einer Vorrichtung
Alle diese Erfordernisse widersprechen sich so stark, zur Herstellung des erfindungsgemäßen Palladium-
daß bisher keine der bekannten Trennsäulenfüllungen materials,
völlig befriedigt hat. 55 F i g. 3 einen senkrechten Schnitt der Vorrichtung
Geschmolzene oder gesinterte nicht poröse Träger der F i g. 2 während der letzten Verfahrensstufe, wobei {Kugeln oder Ringe aus Glas, gebrochenes geschmol- sich die Vorrichtung in einem Ofen befindet,
zenes Siliciumdioxid usw.) adsorbieren zwar kein Das Ausgangsprodukt ist poröses gesintertes Alu-Wasser und lassen das Gas gut zum Palladium gelan- miniumoxid mit einer Körnung von beispielsweise gen, weisen jedoch zwei schwere Nachteile auf, indem 60 zwischen 0,63 und 0,80 mm. Diese Körnung ist nicht sie keine genügende Dispersion des Palladiums ge- obligatorisch und kann je nach Form der Säule, ihren währleisten und dieses nur sehr schlecht festhalten, so Abmessungen, den gewünschten Gasdurchsätzen oder daß man keine genügende Palladiummenge einführen allen anderen Parametern eingestellt werden. Das kann, ohne daß das Palladium vom Gasstrom mitge- Porenvolumen liegt zwischen 50 und 500 mm3/g oder rissen wird. 65 vorzugsweise zwischen 200 und 500 mm'/g. Der mitt-
Die aus einem Gemisch von Palladium mit Asbest lere Porendurchmesser beträgt etwa 10 am, jedoch sind
bestehenden Massen sind zu heterogen. Man kann Produkte mit Porendurchmessern zwischen 1 und
diesen Nachteil beheben, indem man das Palladium im 200 μπι verwendbar.
Das gesinterte und zerkleinerte Aluminiumoxid wird zur Entfernung von Feingut gewaschen, worauf man dieses Produkt in ein am Boden mit einer gelochten Glasplatte 22 versehenes Glasgefäß 21 füllt (F ig. 2). Das Glas kann durch jedes beliebige, gegenüber den verwendeten Lösungen chemisch inerte Material ersetzt werden. Das Rohr 21 ist an seinem oberen Ende mit einem Stopfen 23 verschlossen, durch den ein Rohr 24 geführt ist. Es ist an seinem unteren Ende durch ein Rohr 25 verlängert, das durch den Stopfen 26 eines unteren Glasgefäßes 27 reicht. In dieses Gefäß 27 gibt man eine wäßrige Lösung 28 eines Palladiumchlorids, beispielsweise eine gesättigte und durch eine Fritte filtrierte Lösung von Na2PdCl4 · H2O. Diese Lösung 28 wird durch einen Luftüberdruck, der mittels eines auf einen Seitenstutzen 30 des unteren Gefäßes 27 aufgeschobenen Gummiballs 29 erzeugt wird, in das obere Gefäß 21 gedruckt. Nach mehrfachem Durchgang der Lösung 28 zieht man die in den Zwischenräumen der Füllung hängende Lösung durch ein leichtes Saugen mit dem Gummiball 29 ab. Der Vorteil dieser Maßnahme im Vergleich mit anderen, beispielsweise dem unmittelbaren Sättigen in der Lösung oder mittels eines die Körner enthaltenden Korbes, ist zweifach: Zum einen kann man so die Körner mit einem sehr geringen Überschuß an Lösung imprägnieren, und zum anderen können auf diese Weise die Imprägnierung, die Trocknung und Reduktion mit Wasserstoff im gleichen Gefäß 21 vorgenommen werden.
Man nimmt dann das untere Gefäß 27 vom oberen Gefäß 21 ab und bringt letzteres in einen Ofen 31 (Fig. 3). Das Rohr25 wird dann über einen Durchflußmesser (Rotameter) 32 mit einem Dreiwegehahn 33 verbunden, dessen Anschlüsse 34 und 35 mit der Stickstoff- bzw. Wasserstoffzuleitung verbunden sind.
Die im Gefäß 21 enthaltene Masse wird dann unter Durchleiten von Stickstoff unter allmählichem Erwärmen im Ofen 31 bis auf ungefähr 180° C getrocknet.
Die langsam zunehmende Erwärmung verhindert, daß das mitgeführte Wasser sich am Ausgang des Rohrs 24 kondensiert, auf die Füllung zurückfällt und das Salz der oberen Schichten wieder auflöst. Eine andere Möglichkeit zur Verhinderung dieses Nachteils besteht darin, einen abwärts gerichteten Gasstrom zu verwenden.
Wenn am Ausgang des Rohrs 24 kein Wasserdampf mehr austritt, läßt man das Gefäß 21 im Stickstoffstrom erkalten. Anschließend leitet man einen Wasserstoffstrom hindurch. Es entwickelt sich sofort Chlorwasserstoffsäure. Wenn deren Entwicklung nachläßt, erwärmt man allmählich bis auf 200° C.
Man verfolgt die Entwicklung der Chlorwasserstoffsäure, beispielsweise, indem man ein pH-Indikatorpapier an den Auslaß hält. Wenn die Entwicklung aufhört, verdrängt man den Wasserstoff durch Stickstoff, während der Ofen noch heiß ist, und läßt im Stickstoffstrom erkalten.
Selbstverständlich muß man in jedem Fall achtgeben, daß niemals Wasserstoff in Gegenwart von Luftsauerstoff auf die Masse einwirkt, die dabei als Katalysator der Wiedervereinigung des Gemisches O2 + H2 wirken würde, was zu einer schädlichen Erwärmung führen würde.
Auf dieser Stufe sind die Körner der Füllmasse durch das gebildete Natriumchlorid stark agglomeriert. Man extrahiert die Masse mit Wasser und gibt sie in einen Becher. Die Körner lösen sich voneinander. Man wäscht mit kochendem destilliertem Wasser bis zur vollständigen Entfernung der Chloride.
Man trocknet im Trockenschrank und führt dann erneut einen vollständigen Verfahrenszyklus durch. Am Ende wird der Palladiumschwarzstaub abgesiebt. Auf diese Weise kann man etwa folgende Palladiummengen auf 100 g Aluminiumoxid abscheiden:
In einem Durchgang 7,3 g Pd,
ίο in zwei Durchgängen 15,0 g Pd,
in drei Durchgängen 19,9 g Pd,
in vier Durchgängen 24,8 g Pd.
Die Bestimmung der abgeschiedenen Palladiummengen kann entweder durch Wägung des Aluminiumoxids für sich und des paüadiumhaltigen Aluminiumoxids unter Berücksichtigung der Aluminiumoxidverluste in Form von Staub oder durch eine gravimetrische Analyse eines aliquoten Teils der palladiumhaltigen Massen nach Auflösung des Palladiums mittels Königswasser erfolgen.
Beispielsweise hat ein erfindungsgemäßes Palladiummaterial mit einer Körnung von 0,63 bis 0,8 mm aus Aluminiumoxid als Träger mit einem Gesamtpalladiumgehalt von 23,15 g/100 g Aluminiumoxid eine Wasserstoffaufnahmekapazität von 25 cm3 pro cm3 des Materials.
Die durch Verwendung des erfindungsgemäßen Palladiummaterials bei der Wasserstoffisotopentrennung durch Gaschromatographie erzielbaren Vorteile zeigen die folgenden Vergleichsversuche:
Als Chromatographiersäule wurde dabei ein Rohr von 1 m Länge, 10 mm Innen- und 14 mm Außendurchmesser verwendet, in dem unmittelbar über dem unten befindlichen Auslaßende und zwischen Drahtnetzen eingeschlossen das fast die ganze Länge des Rohrs füllende Palladiummaterial und darüber eine kleine Menge von Molekularsiebmaterial der Körnung 0,4 bis 0,5 mm angeordnet war.
Zweck des letzteren ist die Zurückhaltung von im Gas enthaltenen Wasserspuren und die Verhinderung einer möglichen Verunreinigung des Gases durch an den Rohrwänden absorbiertes Wasser, da die Anwesenheit von Wasserdampf aus den oben angegebenen Gründen nachteilig ist. Der Vorteil dieser Anordnung und der Wahl dieses besonderen Trockenmittels liegt darin, daß man durch Erhitzen der gesamten Säule auf ungefähr 200° C gleichzeitig das Trockenmittel und das Palladiummaterial regenerieren kann.
Die Menge des Trockenmittels ist zwischen zwei Grenzen gewählt, die von seiner spezifischen Kapazität abhängen: einerseits muß seine Menge zur Bindung des gesamten Wassergehalts des zu behandelnden Gases ausreichen, andererseits muß sie so gering wie möglich sein, damit die zurückgehaltenen gasförmigen Verunreinigungen (z. B. Stickstoff) vom Wasserstoff eluiert worden sind und die Trennsäule bereits verlassen haben, bevor die Front des Deuteriums oder Tritiums am Säulenausgang erscheint. Das »Zurückhaltevolumen« der Verunreinigungen im Trockenmittel muß also deutlich kleiner als das Volumen des bis zu diesem Augenblick eingeleiteten verdrängenden Protiums sein. Im vorliegenden Fall beträgt das Volumen des Molekularsiebs 2 cm3. Diese Menge ist reichlich, da sie den Wassergehalt von 5 1 bei Raumtemperatur gesättigten Gases zurückhalten kann, jedoch auch klein genug, um Störungen wegen der Zurückhaltung inerter Verunreinigungen und deren
verzögerter Elution zu vermeiden, da beispielsweise für Stickstoff das Zurückhaltevolumen nur 38 cm3 bei Raumtemperatur beträgt, während das Volumen des eingeführten verdrängenden Protiums 700 bis 1000 cm3 erreicht, bis das schwere Isotop am Säulenausgang erscheint.
Die Chromatographiersäule ist mittels einer Heizwicklung oder eines Heizmittels von außen heizbar.
Zur Isotopentrennung wird der Gasstrom abwärts gerichtet durch die Säule geleitet, da die Übereinanderschichtung verschiedener Gase in der Reihenfolge abnehmender Dichten vom Boden der Säule her (Tritium, Deuterium, Protium) deren erneute Vermischung durch Konvektion vermindert und daher deren Trennung begünstigt. Ein zweiter sehr wichtiger Vorteil der abwärts gerichteten Strömung ist, daß ein mögliches Setzen der Säulenfüllung keine schädlichen Volumina am Auslaßende der Säule erzeugt, die zu einer unerwünschten teilweisen Rückvermischung der getrennten Gasfraktionen führen können.
Vergleichsversuche
1. Wasserstoff und Deuterium werden mittels einer Trennsäule getrennt, die mit einer erfindungsgemäßen Aluminiumoxidmasse mit einem Gehalt von 24,8 g Palladium auf 100 g Aluminiumoxid gefüllt ist. Man erhält für das Palladiumäquivalent eines theoretischen Bodens (P. T. B. —wie oben definiert) einen Wert von 9,65 mg Palladium.
Bei einem identischen Trennversuch unter Verwendung von nach dem gleichen Verfahren auf Sinterglaskörnern abgeschiedenem Palladium als Füllung beträgt dieser Wert 13 mg Palladium.
Bei identischen Vergleichsversuchen wurden Kontaktmassen bekannter Art, nämlich ein Aktivkohleträger, der durch Kochen mit wäßriger Palladiumchloridlösung, und ein Asbestträger, der durch Fällung des Palladiums mittels Formaldehyd in alkalischem Milieu, jeweils in bekannter Weise mit Palladium beladen wurden, verwendet. Dabei erhielt man die folgenden P. T. B.-Werte:
80 mg für Aktivkohle-Trägermaterial;
mehr als 100 mg für Asbest-Trägermaterial.
2. Um im Vergleich die Leistungen verschiedener Adsorptionsmaterialien bei der Wasserstoffisotopentrennung zu bestimmen, wurde eine Chromatographiersäule verwendet, die eine Behandlung von 80 1 eines Gemisches mit ungefähr 10% Deuterium oder Tritium ermöglicht. Die Trägermaterialien gesintertes Aluminiumoxid (Säule 1), gesintertes Glas (Säule 2) und Bimsstein (Säule 3) wurden nach dem erfindungsgemäßen Verfahren, der Aktivkohleträger (Säule 4) und der Asbestträger (Säule 5) in der oben angegebenen Weise mit Palladium beladen. Der Träger aus Körnern von glasartigem Siliciumdioxid wurde durch Verdampfen einer Lösung eines Palladiumsalzes und Reduktion mittels Wasserstoff nach dem in der eingangs an zweiter Stelle genannten Veröffentlichung angegebenen Verfahren mit Palladium überzogen. In der folgenden Tabelle sind die erhaltenen Ergebnisse für die beiden Systeme Protium-Deuterium und Protium-Tritium aufgeführt.
Trägermaterial
Aluminiumoxid, gesintert Glas,
gesintert
Bimsstein
Aktivkohle
5
Asbest
System Protium + Deuterium
Volumen der Mischfraktion (ml)
Deuteriumgehalt in der Mischfraktion (ml) ...
Ausbeute (%)
Isotopenreinheit des erhaltenen Deuteriums (%)
System Protium + Tritium
Volumen der Mischfraktion (ml)
Tritiumgehalt in der Mischfraktion (ml)
Ausbeute (%)
Isotopenreinheit des erhaltenen Tritiums (%)..
260 120 98,5 99,5 ± 0,2
120 56 99,3 99,5 ± 0,3 430
190
97,6
99,5 ± 0,2
175
80
99
99,4 ± 0,3
810
320
99,3 ± 0,2
410
160
99 ± 0,3
3500
1100
86,3
99,0 ± 0,2
5200
2000
75
98,5 ± 0,2
Man ersieht den erheblichen Vorteil, der durch die 55 Bimsstein zu etwas ungünstigeren Ergebnissen führt,
Erfindung erzielt wird, und zwar sowohl hinsichtlich was darauf beruht, daß dieser Träger, wie bekannt,
der Ausbeute als auch der Isotopenreinheit des Pro- Poren sehr heterogener Abmessungen besitzt, was eine
dukts. Ferner ist ersichtlich, daß die Verwendung von ungleichmäßigere Verteilung des Palladiums bewirkt.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen ■5ΠΡ

Claims (7)

1 2 Die Erfindung betrifft ein Verfahren zur Herstellung Patentansprüche: von feinverteiltes Palladium enthaltenden porösen keramischen Sinterteilchen, wobei die Teilchen mit
1. Verfahren zur Herstellung von feinverteiltes einer Palladiumsalzlösung imprägniert und getrocknet Palladium enthaltenden porösen keramischen Sin- 5 werden und das Palladiumsalz dann auf den Teilchen terteilchen zur Verwendung als Füllung von Gas- reduziert wird. Ein solches Palladiummaterial ist gechromatographiersäulen zur Wasserstoffisotopen- eignet als Füllung von Chromatographiersäulen, die trennung, wobei die Teilchen mit einer Palladium- zur Wasserstoffisotopentrennung benutzt werden.
Salzlösung imprägniert, getrocknet und das Palla- Bekanntlich tritt bei der Lösung von Wasserstoff in diumsalz dann auf den Teilchen reduziert wird, io Palladium eine Isotopentrennung auf, da das Protium dadurch gekennzeichnet, daß als löslicher als das Deuterium und dieses wiederum lös-Teilchen solche, die nur sehr wenig Wasser ab- licher als das Tritium ist. Dieser Effekt kann zur Trensorbieren und ein Porenvolumen zwischen 50 und nung von Protium-Deuterium- oder Protium-Tritium-500 mm3/g und Porendurchmesser zwischen 1 und sowie auch zur Trennung von Deuterium-Tritium-Ge-200 μΐη aufweisen, eingesetzt werden. 15 mischen benutzt werden.
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekenn- Im Gleichgewicht ist der Elementartrennfaktor α zeichnet, daß Teilchen mit einem Porenvolumen wie folgt definiert:
zwischen 200 und 500 mm3/g und einem mittleren Isotopenverhältnis in der Gasphase
Porendurchmesser von etwa 10 am verwendet a = — ——: : - - ~ ~ >
werden 20 Isotopenverhaltnis m der adsorbierten Phase
3. Verfahren nach Anspruch 1 oder 2, dadurch worin mit »Isotopenverhältnis« das Verhältnis zwischen gekennzeichnet, daß als Teilchen solche aus gesin- der Anzahl Atome des leichten Isotops und der Anzahl tertem Glas oder gesintertem Aluminiumoxid ver- Atome des schweren Isotops bezeichnet ist. Bei einer wendet werden. Temperatur von 20° C findet man ungefähr
4. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 3, 25 „ ... , _, . _
dadurch gekennzeichnet, daß die Reduktion mittels Ά = ? fur das System Protium-Deutenum,
Wasserstoff ohne vorherige thermische Zersetzung « = 2/Λ »r d/s System Protmm-Tntmm,
des Palladiumsalzes durchgeführt wird. Ä = 1^ fur das System Deutermm-Tntmm.
5. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 4, Es ist auch für das den besten Wirkungsgrad bietende dadurch gekennzeichnet, daß die Imprägnierung 30 Verfahren der Bandenverdrängung bekannt, das und Reduktion zur Abscheidung der gewünschten Palladium in feinverteilter Form im Inneren der soge-Palladiummenge auf den Teilchen mehrfach wieder- nannten Trennsäule anzuordnen, auf diese Säule von holt werden. einem ihrer Enden her die zu behandelnde Gasmi-
6. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 5, schung in einer solchen Menge zu geben, daß nur ein dadurch gekennzeichnet, daß als Palladiumsalz ein 35 Teil der Säule an dieser Mischung gesättigt ist, darauf Palladiumchlorid, insbesondere Na2PdCl4 · H2O, stärker als das schwere Isotop adsorbiertes Protium in wäßriger Lösung verwendet wird. einzuleiten und am Ausgang der Säule nacheinander
7. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 6, eine bestimmte Menge des schweren Isotops praktisch dadurch gekennzeichnet, daß zur Beendigung der rein, darauf ein eine aus einem Gemisch wechselnder Reduktion allmählich bis auf 200° C bis zur Beendi- 40 Zusammensetzung bestehende Mischfraktion dieses gung der Säuredampfentwicklung erwärmt und Isotops mit Protium und schließlich reines Protium abdarauf im Stickstoffstrom erkalten gelassen wird. zunehmen. F i g. 1 zeigt grafisch den Verlauf der Trennung, wobei die Konzentrationen an schweren Isotopen in Abhängigkeit vom aufgefangenen Gasvolumen auf-
45 getragen sind.
DE1519978A 1964-08-28 1965-08-26 Verfahren zur Herstellung von feinverteiltes Palladium enthaltenden porösen keramischen Sinterteilchen Expired DE1519978C3 (de)

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