DE150883C - - Google Patents

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DE150883C
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    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B21MECHANICAL METAL-WORKING WITHOUT ESSENTIALLY REMOVING MATERIAL; PUNCHING METAL
    • B21FWORKING OR PROCESSING OF METAL WIRE
    • B21F27/00Making wire network, i.e. wire nets
    • B21F27/02Making wire network, i.e. wire nets without additional connecting elements or material at crossings, e.g. connected by knitting
    • B21F27/04Manufacturing on machines with rotating blades or formers

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  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Manufacturing & Machinery (AREA)
  • Textile Engineering (AREA)
  • Mechanical Engineering (AREA)
  • Wire Processing (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
Die vorliegende Erfindung betrifft ein Verfahren nebst Vorrichtung zur Herstellung eines Drahtsackes von beliebiger unbegrenzter Länge durch Verstricken von Draht. Ein solcherart hergestellter Sack soll mit Steinen, Schotter, Kies oder ähnlichem Material gefüllt werden, um dann besonders bei Wasserbauten, beispielsweise bei der Herstellung von Strombetten und Uferbefestigungen, oder
ίο zur Sicherung von Dämmen, Talsperren usw. Verwendung zu finden.
Dieser Drahtsack besteht aus in Schraubenlinien sich aneinander reihenden Maschen, die aus mehreren mit ihren Enden vereinigten Drähten fortlaufend in jeder gewünschten, unbegrenzten Länge gearbeitet werden können.
In Fig. I der Zeichnung ist ein solcher
Drahtsack in seiner Verwendung zum Schütze eines Strombettes dargestellt.
Zur einfachsten Herstellung des Drahtsackes bedient man sich, wie Fig. 2 zeigt, einfacher Stäbe a, die in den in gleichen Abständen voneinander gedachten Erzeugungslinien einer Zylinderfläche auf irgend eine Weise, z. B. derart errichtet werden, daß ihre oberen und unteren Enden in entsprechende Scheiben drehbar eingezapft sind. Die Stäbe α besitzen hervorstehende Stifte b, die in der gewöhnlichen Stellung der Stäbe in radialer Richtung über die durch die Stäbe gelegt gedachte Zylinderfläche hervorstehen. Die Stäbe werden immer paarweise benutzt, da zur Herstellung jeder Masche zwei benachbarte Stäbe erforderlich sind. Der Drahtsack wird nunmehr auf folgende Weise gearbeitet.
Der Draht wird mit seinem Ende um den Zapfen oder Stift b1 geschlungen, von hier über den darüber befindlichen Stift b"1 und den in derselben Schraubenlinie mit diesem auf dem benachbarten Stab angeordneten Stift b3 gelegt und um den unter diesem Stift befindlichen Stift b* zu den Stiften h° b° und so fort geführt, d. h. entlang den zwei unteren, übereinander befindlichen Schraubenlinien bis zum Ausgangsstab α zurück, von wo aus in eben derselben Weise wie die Maschen bl b'2 W· bl usw. über diesen lose Maschen b2 b7 b8 b3 usw. gebildet werden, oder in anderen Worten, über einer jeden Masche der unteren zwei Schraubenlinien entsteht je eine lose Masche auf den nächst oberen zwei Schraubenlinien. Nunmehr setzt man mit der losen Maschenbildung aus und schreitet zur Vereinigung der beiden übereinander gelegten Maschenreihen bezw. zur Bildung fertiger Maschen. Zu diesem Zwecke wird der Teil c2 der oberen Masche von den Zapfen b1 bs abgehoben und diese Masche in die Ebene der Zapfen U1 ba gelegt, d. h. aus der Stellung Fig. 2 in eine um 90 ° um den als Achse gewählten Teil c1 nach abwärts gedrehte Stellung , gebracht. Alsdann dreht man die erwähnten benachbarten Stäbe a
aus der Stellung Fig. 2 um i8o° derart, daß ihre Zapfen radial nach innen gegen die Mitte des Zylinders zu gerichtet stehen, worauf man mit derselben Masche um eben denselben Teil c1 eine weitere Drehung von 2700 ausführt, so daß die Masche wieder in die in Fig. 2 gezeichnete Stellung gelangt. Nachdem dies geschehen ist, werden die vorerwähnten Stäbe α wieder in ihre normale Stellung Fig. 2 zurückgedreht, worauf der Teilte2 der nunmehr fertigen Masche dl auf die Zapfen b7 b8 wieder aufgehängt wird. '
Auf diese Weise werden sämtliche folgenden Maschen ringsherum miteinander vereinigt, worauf mit der losen Maschenbildung durch Legen des Drahtes um die Stifte b1 bs bv b10 usw. fortgefahren werden kann.
Es ist hierbei bemerkt, daß statt drehbarer Stäbe auch andere Mittel zur Durchführung des Verfahrens angewendet werden können; so kann man z. B. einen innen hohlen Zylinder benutzen, aus dessen Mantelfläche, und zwar an den Schnittpunktstellen-der Erzeugenden mit einer um die Zylinderfläche geführten Schraubenlinie, leicht herausnehmbare Stifte hervorstehen, mittels deren die Maschenbildung durchgeführt werden kann. Der Grund zur Anwendung eines hohlen Zylinders liegt darin, daß er ermöglicht, daß der unter ihm befindliche, bereits fertige Drahtsack sofort mit entsprechendem Material gefüllt werden kann.
Ist nämlich die Bildung des Drahtsackes auf der ganzen Mantelfläche des durch die Stäbe gelegt gedachten Zylinders bezw. des Hohlzylinders durchgeführt, so dreht man . sämtliche Stäbe nach jener Richtung, in der sich ihre Zapfen zwischen den Maschen fortbewegen können, bezw. man entfernt sämtliehe Stifte des Hohlzylinders und' läßt alsdann den fertigen Drahtsack um Zylinderhöhe nach unten gleiten, worauf man die obersten Maschen nach Zurückdrehen der Stäbe auf die untersten Stifte aufhängt und sodann die Arbeit fortsetzt.
Es könnte auch ebensowohl die Maschenbildung auf eine entsprechende andere Weise erfolgen, wesentlich ist bei der vorliegenden Erfindung nur die Herstellung des Sackes aus in Schraubenlinien in unbegrenzter Anzahl aneinander gereihten Maschen. Sollte z. B. der Drahtsack aus kürzeren Drähten hergestellt werden, so könnte man — ohne Drehung der oberen Maschen um die unteren — das Ende des Drahtes beim Legen um die Stifte sogleich an den Kreuzungsstellen mit den Teilen c1 c2 durch die jeweils unteren Maschen hindurchstecken, so daß die Masche zugleich mit dem Legen des Drahtes um die Stifte fertiggestellt ist.
Das vorliegende Verfahren kann auf entsprechenden Gerüsten an Ort und Stelle der Verwendung der Drahtsäcke durchgeführt werden, wobei diese Gerüste beweglich entweder auf Schiffen oder auf Schienen angeordnet sein können.
In Fig. 2 bis 5 ist eine abgeänderte Vorrichtung zur Durchführung des Verfahrens veranschaulicht. Gemäß dieser Vorrichtung gelangen Säulen e zur Verwendung (s. Querschnitt Fig. 5), die. oben und unten Zapfen f besitzen und mit diesen in der in Fig. 4 veranschaulichten Weise in Längsschlitzen i der Scheiben e (Fig. 6) ruhen, wobei ihre Seitenflächen paarweise zueinander parallel laufen. In der Richtung dieser Seitenflächen stehen von der durch die Außenfläche der Säulen e gelegt gedachten Zylinderfläche' Stifte b hervor, und das Wenden der Maschen um 360° erfolgt in den Zwischenräumen g2 zwischen den Säulen e. Die Schlitze i in den Platten g sind doppelt so lang als die Zapfen f hoch, so daß diese in diesen Schlitzen radial verschoben werden können und in ihrer in Fig. 4 veranschaulichten Stellung durch eine zwischen die oben und unten hervorstehenden Zapfen eingeschobene Platte h festgelegt werden. Diese Einrichtung hat den Zweck, nach Fertigstellen des Drahtsackes bis zur Zylinderhöhe die Platten h go herausnehmen und die Säulen e in den Schlitzen i nach der Mitte des Zylinders verschieben zu können, wodurch die Stifte b aus den Maschen des Drahtsackes heraustreten und dieser heruntergelassen werden kann. Die Platten g und h sind zweckmäßig durchbrochen und erleichtern das Einschütten des Füllmaterials — Schotter, Erde usw. — in den fertigen Drahtsack, das übrigens auch unterhalb der Vorrichtung durch die Maschen des Drahtsackes hindurch bewerkstelligt werden kann für den Fall, daß zum Füllen kein zu grobes Material verwendet wird. Die zuletzt beschriebene Vorrichtung kann noch oben mit einer Trommel k zum Aufwinden des Drahtvorrates versehen und mit Hilfe einer Spindel j beliebig aufgehängt werden.
Ein gemäß der vorliegenden Erfindung hergestellter Drahtsack weist gegenüber allen anderen Strombett- oder Uferbefestigungen den großen Vorteil auf, daß er sehr leicht und mit geringen Kosten auseinanderzunehmen ist, während derartige Arbeiten bisher stets mit einem großen Kostenaufwand verbunden waren.

Claims (4)

  1. Patent-Ansprüche:
    i. Verfahren zur Herstellung eines unbegrenzt langen Drahtsackes durch Verstricken von Draht, dadurch gekennzeichnet, daß der Draht auf einer dem
    Durchmesser des herzustellenden Drahtsackes entsprechenden Zylinderfläche durch abwechselnde Bildung von parallel der Erzeugenden des Zylinders und in Richtung einer auf dem Zylindermantel gedachten Schraubenlinie verlaufenden I egungen reihenweise zu Maschenhenkeln verarbeitet und diese dann zwecks Umbildung zu Maschen durcheinander hindurch geführt werden.
  2. 2. Ein Verfahren nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß die Maschen bei Legung des Drahtes durch Hindurchführen des freien Endes desselben durch "die bereits vorhandenen Maschen gleich fertig ausgebildet werden, die Erzeugung von Henkeln also vermieden wird.
  3. 3. Eine Vorrichtung zur Ausführung des Verfahrens nach Anspruch 1 bezw. 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Legung des Drahtes um Stifte erfolgt, welche von den Zylindermantel bildenden Leisten oder dergl. radial stehend getragen werden, die zwecks Freigabe der Maschenhenkel bezw. Maschen seitens der Stifte beim Arbeiten bezw. Abstreifen des fertigen Sackes vom Zylinder um ihre Längsachse gedreht werden können.
  4. 4. Eine Vorrichtung nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß die drehbaren Stiftenleisten ersetzt sind durch parallel zu sich selbst verschiebbare Leisten, welche in ihrer Arbeitsstellung durch Widerlagsscheiben gesichert werden.
    Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
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