DE150803C - - Google Patents

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DE150803C
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hook
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telephone
disinfection device
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    • HELECTRICITY
    • H04ELECTRIC COMMUNICATION TECHNIQUE
    • H04MTELEPHONIC COMMUNICATION
    • H04M1/00Substation equipment, e.g. for use by subscribers
    • H04M1/02Constructional features of telephone sets
    • H04M1/17Hygienic or sanitary devices on telephone equipment

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  • Health & Medical Sciences (AREA)
  • Public Health (AREA)
  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Signal Processing (AREA)
  • Apparatus For Disinfection Or Sterilisation (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
ENTSCHRIFT
- Ju 150803
KLASSE 2\n.
Es gibt bereits eine Einrichtung zum Desinfizieren von Fernsprechapparaten, bei welcher das Desinfektionsmittel nach dem Sprechtrichter mittels blasebalgartiger Behälter getrieben wird, deren Tätigkeit entweder durch die beim Abnehmen des Hörers auftretende Bewegung des Fernhörerhakenhebels oder durch die Drehbewegung der Weckerkurbel herbeigeführt wird. Diese Einrichtung ist
ίο aber verhältnismäßig kompliziert und kann leicht reparaturbedürftig werden; ferner ist man auf die Zuverlässigkeit von Federn angewiesen und schließlich desinfizierte die Einrichtung zwar vor, der Benutzung des Fern-Sprechers, aber nicht in allen Fällen auch nach der Benutzung, nämlich ' dann nicht, wenn man, wie es in neuerer Zeit bei den behördlichen Sprechapparaten sogar Vorschrift ist, das sogen. Abläuten unterläßt.
Nach vorliegender Erfindung ist in dem Rohr, welches unter Druck stehende Desinfektionsflüssigkeit nach den Sprech- bezw. Hörflächen des Fernsprechapparates führen soll, ein Abschlußorgan vorgesehen, welches durch den Schalthaken bewegt wird. Dieses Abschlußorgan wird zweckmäßig durch einen Hahn gebildet, der nur in der Mittelstellung des Hakenhebels die Offenstellung einnimmt, so daß bei der Bewegung des Schalthakens aufwärts oder abwärts diese Offenstellung des Hahnes nur vorübergehend eingenommen werden kann. Dadurch wird nicht allein eine stoßweise Zufuhr der Flüssigkeit erzielt, sondern es wird erreicht, daß sowohl beim Abnehmen des Hörers vom Haken als auch beim Anhängen, also sowohl vor als auch nach der Benutzung des Apparates dieser desinfiziert wird. Die Einrichtung bedarf eines besonderen Treibwerkes nicht, da die Flüssigkeit in einem höherliegenden Behälter untergebracht sein und somit infolge ihres Eigengewichtes dem Abschlußorgan zufließen kann.
Fig. ι stellt die Vorrichtung in Verbindung mit einem Fernsprechapparat dar.
Fig. 2 ist der Querschnitt eines Ventils und
Fig. 3 ist ein Schnitt durch dieses Ventil nach der Linie x-y in Fig. 2.
An dem Fernsprechapparat 1 ist ein Hahn 2 angeordnet, dessen trommelartiges Küken 3 durch einen Hebel 4 mit dem Schalthaken 5 des Fernsprechers derart verbunden ist, daß bei der Auf- und Niederbewegung des Schalthakens das Küken hin- und herschwingt. Der Hahn besitzt einen Eintrittsstutzen 6 und einen Austrittsstutzen 7, und die entsprechenden Ausschnitte 8 und 9 der Kükeriwandung sind so angeordnet, daß der Hahn in den beiden Endstellungen des Hebels 4 (in Fig. ι durch strichpunktierte Linien angegeben) geschlossen, in der mittleren Stellung dieses Hebels dagegen geöffnet ist. Statt eines trommelartigen Hahnkükens 3 kann natürlich auch ein volles Küken mit entsprechender Durchbohrung Verwendung finden.
Der Eintrittsstutzen 6 ist durch einen Schlauch oder ein Rohr 10 mit einem Behälter 11 verbunden, der mit einer geeigneten Desinfektionsflüssigkeit angefüllt ist. An den Austrittsstutzen 7 schließt sich ein Schlauch 12
an, der zu einem an dem Hörer 13 angebrachten Verteilerrohr 14 für die Desinfektionsflüssigkeit führt.
Bei dem in Fig. τ dargestellten Ausführungsbeispiel ist an dem Fernsprecher 13 außer der Hörplatte 15 die Sprechplatte 16 angeordnet. Das A^erteilerrohr 14, das aus geeignetem Stoff, wie Hartgummi, Ebonit usw., besteht, ist mit zwei ringförmigen, auf dem Hör- und Sprechtrichter konzentrisch angeordneten Ausspritzrohren 17 versehen, die innen zahlreiche kleine Öffnungen besitzen. Die Form der Ausspritzvorrichtung ändert sich natürlich je nach der Anordnung des Sprcch- und des Hörtrichters. Ist beispielsweise der Sprechtrichter anstatt an dem Hörer an dem Fernsprechapparat angeordnet, so führt eine besondere Leitung von dem Stutzen 7 nach dem den Sprechtrichter umgebenden Ausspritzrohr.
Der Behälter 11 ist so hoch über dem Fernsprechapparat anzubringen, daß die Flüssigkeit mit genügendem Druck aus den , ringförmigen Rohren 17 ausfließt.
Die Wirkungsweise der Vorrichtung ist folgende:
Wird der Fernsprecher nicht benutzt, so hängt der Hörer 13 an dem Schalthaken 5; der Hebel 4 befindet sich daher in seiner tiefsten Stellung und der Hahn 2 ist geschlossen. Beim Gebrauch des Fernsprechers hängt der Benutzer den Hörer von dem Schalthaken ab, so daß der Schalthaken 5 mit dem Hebel 4 nach oben sich bewegt. In der mittleren Stellung des Hebels 4 wird hierbei der Hahn 2 geöffnet und in der höchsten Stellung des ersteren wieder geschlossen. Während der Öffnung des Hahnes 2 wird durch die Löcher der Ausspritzrohre 17 Desinfektionsflüssigkeit gegen die Sprech- und
Hörflächen gespritzt. Diese Flächen werden daher unmittelbar vor Benutzung des Fernsprechers selbsttätig desinfiziert. In gleicher Weise erfolgt die Desinfektion der Flächen sofort nach der Benutzung des Apparates. 45 Nach beendetem Gespräch hängt der Benutzer den Hörer \vieder an den Schalthaken, so daß der Hebel 4 wieder nach unten bewegt wird; in der Mitte des Hebel weges wird wieder der Hahn 2 geöffnet und Des- 50 infektionsflüssigkeit aus den Verteilungsrohren gespritzt.
Wünscht ein Benutzer die Desinfektion zu wiederholen, so bedarf es hierzu nur eines mehrmaligen Aus- und Einhängens des Hörers.
Das Desinfektionsmittel kann beliebig gewählt werden; vorteilhaft wird eine solche Desinfektionsflüssigkeit verwendet, die geruchlos ist und die Teile des Fernsprechers nicht angreift.

Claims (3)

  1. Patent-Ansprüche:
    r. Desinfektionseinrichtung für Fernsprechapparate, dadurch gekennzeichnet, daß in dem Zuleitungsrohr für die Desinfektionsflüssigkeit ein Abschlußorgan vorgesehen ist, welches durch den Schalthaken (5) bewegt wird.
  2. 2. Desinfektionseinrichtung nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß als Abschlußorgan ein Hahn (2) in Anwendung kommt, der nur in der Mittelstellung geöffnet ist, so daß das Öffnen des Hahnes bei der Bewegung des Schalt-
    . hakens (5) nur vorübergehend erfolgt.
  3. 3. Desinfektionseinrichtung nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß die Flüssigkeit dem Abschlußorgan von einem höher liegenden Behälter (ri) infolge ihres Eigengewichtes zufließt.
    Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
    Berlin, gedruckt in der reichsdruckerel
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