DE1506103C - Schleuderemnchtung, insbesondere zum Herausschleudern eines Fallschirms aus seiner Verpackung - Google Patents

Schleuderemnchtung, insbesondere zum Herausschleudern eines Fallschirms aus seiner Verpackung

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DE1506103C
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English (en)
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Walter Richard Higgins Ri chard Ray Asheville NC Beck (V St A )
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
Stencel Aero Engineering Corp
Original Assignee
Stencel Aero Engineering Corp
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Description

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Die Erfindung bezieht sich auf eine Schleuder- In weiterer Ausbildung hierzu besteht die An-
einrichtung, insbesondere zum Herausschleudern Zeigeeinrichtung aus einer mit dem Druckgasspeicher eines Fallschirms aus seiner Verpackung, mit zwei ständig in Verbindung stehenden Bohrung mit Kopfteleskopisch ineinanderschiebbaren Rohren, die an stück, einem die Bohrung nach außen hin druckdicht je einem Ende verschlossen sind. 5 abschließenden Gleitkolben mit aus dem Kopfstück
Schleudereinrichtungen des vorstehenden Aufbaus herausragendem Anzeigestift und einer den Gleitsind bekannt (vgl. USA.-Patentschriften 2 502470, kolben federnd nach innen drückenden Anordnung. 2 965 337 und 3 173 333). Diese bekannten Schleuder- Es ist somit die Möglichkeit gegeben, die Funktionseinrichtungen arbeiten mit pyrotechnischen Treib- fähigkeit der Schleudereinrichtung durch einen einladungen. Das macht die Lagerhaltung entsprechen- io zigen Handgriff, z. B. durch Abtasten des Anzeiger . der Treibladungen erforderlich. Insbesondere ist von Stiftes bei Nacht, zu überprüfen.
Zeit zu Zeit ein Austausch der Treibladungen in den Die durch die Erfindung, erzielten Vorteile sind
Schleudereinrichtungen unumgänglich, damit die vor allem darin zu sehen, daß sich die erfindungseinwandfreie Funktionsfähigkeit sichergestellt ist. gemäße Schleudereinrichtung durch einfachen und Die Auslöseeinrichtungen bestehen zumeist aus 15 funktionssicheren Aufbau auszeichnet. Insbesondere Zündvorrichtungen, die einen Schlagbolzen auf- ist sie unabhängig von der Lagerhaltung zugeweisen, dem oftmals noch eine besondere Zünd- ordneter pyrotechnischer Treibladung vorteilhaft, kapsel zugeordnet ist. Das führt zu einem kompli- Auf komplizierte und damit störanfällige Zündzierten und damit auch störanfälligen Aufbau. einrichtungen kann bei der erfindungsgemäßen Ferner sind die Zündfähigkeit der Treibladung und 2° Schleudereinrichtung vollkommen verzichtet werden, damit die Funktionssicherheit nicht auf einfache Von besonderer Bedeutung ist ferner, daß die Weise feststellbar. Nachteilig ist insbesondere, daß Funktionsfähigkeit auf einfache Weise überprüfnach Gebrauch die Wiederherstellung der Funktions- bar ist.
fähigkeit von dem Vorhandensein der zugeordneten Ein Ausführungsbeispiel der Erfindung wird nachTreibladung abhängt. 25 stehend an Hand der beiliegenden Zeichnungen im
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine einzelnen erläutert.
Schleudervorrichtung der beschriebenen Art zu Es zeigt
schaffen, die sich durch einfachen Aufbau aus- F i g. 1 die Draufsicht auf einen fertig gepackten
zeichnet und deren Antrieb durch pneumatische Fallschirm mit einer Schleudereinrichtung,
Mittel erfolgt, um von der Verwendung pyro- 30 Fig. 2 den gleichen verpackten Fallschirm von technischer Treibladungen und der damit .verbünde- vorn gesehen,
nen Lagerhaltung unabhängig zu sein. Fig. 3 einen Auschnitt aus Fig. 1 als Schnitt
Die Erfindung löst diese Aufgabe bei einer durch diese Figur längs der Linie 3-3,
Schleudereinrichtung des eingangs beschriebenen Fig. 4 einen Schnitt durch Fig. 3 längs der
Aufbaus dadurch, daß- das innere, sich gegen einen 35 Linie 4-4,
Halter abstützende Rohr an seiner dem geschlosse- F i g. 5 einen Längsschnitt durch die Schleuder-
nen Ende gegenüberliegenden Seite eine Stirnwand einrichtung nach Fig. 1 mit den Einzelteilen der • mit einer Durchgangsöffnung aufweist, die bei voll- Schleudereinrichtung in der Ruhelage, wie sie durch kommen ineinandergeschobenen Rohren zur Bildung den Riegel vor dem Abfeuern der Schleudereinricheines Druckgasspeichers über einen Verschluß am 40 tung zusammengehalten werden,
verschlossenen Ende des äußeren Rohres verschlos- Fig. 6 einen Schnitt durch Fig. 5 längs der
sen wird und über die beim Auseinanderschieben der Linie 6-6 zur Darstellung der Einzelteile der Rohre der Gasdruck auf das geschlossene Ende des Schleudereinrichtung unmittelbar nach dem Lösen äußeren Rohres wirkt, und daß im vollkommen in- des Riegels,
einandergeschobenen Zustand die Rohre mit Hilfe 45 Fig. 7 einen Schnitt durch Fig. 5 längs der eines Riegels gegen ein Auseinanderschieben ver- Linie 7-7,
riegelt sind, und daß eine Entlüftungsbohrung vor- .ρ.*8·8 einen Schnitt durch Fig. 5 längs der gesehen ist, die ein bei ineinandergeschobenen Linie 8-8,
Rohren eventuell aus dem Druckgasspeicher in den Fig. 9 einen Schnitt durch Fig. 8 längs der
Raum zwischen der Stirnwand des Rohres und dem 5° Linie 9-9 und
verschlossenen Ende des äußeren Rohres ent- F i g. 10 eine Seitenansicht der Schleudereinrich-
weichendes Druckgas ins Freie führt. tung im Teilschnitt zur Darstellung der Einzelteile in
Nach einem besonderen Vorschlag der Erfindung voll ausgefahrenem Zustand, in welchem die ist der Aufbau so getroffen, daß das äußere Rohr Schleudereinrichtung nunmehr von der Halterung, in als Verschluß einen bei vollkommen ineinander- 55 welcher sie ursprünglich festsaß, weggeschleudert ist. geschobenen Rohren durch die Durchgangsöffnung Der Fallschirm besitzt einen Hauptschirm 1 mit
in den Druckgasspeicher hineinragenden Ansatz auf- Tragleinen 2 zur Verbindung mit ■ der nicht darweist und daß in der Durchgangsöffnung eine Dichtung gestellten Last. Dieser Hauptschirm ist in einen für den Ansatz angeordnet ist. Im Endergebnis führt Beutel 3 eingepackt und wird von diesem umdieseMaßnahmedaz^daßderRiegelnurgeringeHalte-60 schlossen. Dieser Beutel3 besitzt ein geschlossenes kräfte aufzunehmen hat und daher leicht lösbar ist. Vorderende 4 und ein Hinterende 5 mit einem Ver-
Nach einer vorteilhaften Weiterbildung der Erfin- schlußlappen 6, welcher anfangs durch einen Verdünn ist das eine Rohr an einem Ende durch ein sclilußkegel 7 und einen Stift 8 festgehalten wird. Kopfstück druckdicht verschlossen, in welchem die Eine Schleudereinrichtung 9 ist in einer Tasche 10 Entlüfluiiüsbohrung, ein Füllventil zum Einspeisen 65 angeordnet, welche an der Außenfläche des Beutels 3 des Druckgases und eine ilen Füllungsgrad des befestigt ist und in einem Halter 11 gelagert ist, Druckgasspeichers angebende Anzeigeeinrichtung welcher an der Innenfläche eines Außenbcutels 12 angeordnet sind. durch Nieten 13 befestigt ist. Dieser Außenbeutel 12
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umschließt den Beutel 3, die Schleudereinrichtung 9 50 besitzt ein Außengewinde, auf welches ein und die Tragleinen 2, welche zwischen dem Außen- Klemmring 52 aufgeschraubt ist, welcher mit einem beutel 12 und dem Innenbeutel 3 beiderseits der nach innen weisenden Bund 53 hinter den Bundring Halterung 11, wie aus den Fig. 3 und 4 zu sehen 47 greift und dadurch den Rohransatz 50 mit dem ist, verstaut sind. Über dem verpackten Fallschirm 5 Kopfstück 19 gegen den Ring 47 zieht,
wird der Außenbeutel 12 durch Bänder 14, Platte 15 Vom Hauptteil 49 dieses Kopfstückes 19 ragt in- und Reißleinen 16 verschlossen. mitten des Rohransatzes 50 konzentrisch zu diesem Die Schleudereinrichtung 9 besitzt zwei tele- ein engerer Ansatz 54 mit einem der Durchgangsskopisch ineinandergreifende Rohre 17 und 18 sowie öffnung 31 entsprechenden Außendurchmesser herein Kopfstück 19. Das innere Rohr 17 ist am einen io aus, so daß er in die Durchgangsöffnung 31 einge-Ende durch einen zylindrischen Stopfen 20 ver- schoben werden kann, wobei der O-Ring34 druckschlossen, welcher mit seinem Außengewindeteil 21 dicht am Ansatz 54 anliegt. Im Ansatz 54 ist eine in das mit Innengewinde versehene Ende des Rohres Axialbohrung 55 vorgesehen. Die Bohrung dieses
17 eingeschraubt ist, wobei ein O-Ring 22 als Ab- Ansatzes 54 ist in das Hauptteil 49 verlängert und dichtung gegenüber der Druckgasladung vorgesehen 15 ergibt eine Verbindung mit einer größeren querist. Ein zylindrischer Ansatz 23 ragt axial von der liegenden Gewindebohrung 56, in welche ein Füll-Stirnwand 24 dieses Stopfens 20 nach außen heraus ventil 57 eingeschraubt ist und über welches das und greift über ein napfförmiges Führungselement Druckgas in den Druckspeicher eingeblasen wird. 25, welches an der Stirnwand 26 des Halters 11 be- Dieser ausziehbare Druckgasspeicher wird, wie in festigt ist. 20 den F i g. 5 und 6 deutlich zu sehen ist, durch die
Das Rohr 17 besitzt auch am anderen Ende ein Rohre 17 und 18, den Stopfen 20 und das Kopfstück Innengewinde zur Aufnahme eines zylindrischen 19 begrenzt. Mit der Axialbohrung 55 steht eine rohrartigen Schaftes 27 eines Endstückes 28 mit zweite Querbohrung 58 (Fig. 6) in Verbindung, Außengewinde, wobei wiederum ein O-Ring 29 am welche am Außenende durch einen Schrauben-Schaft 27 vorgesehen ist. Dieses Endstück 28 besitzt 25 stopfen 59 verschlossen ist.
eine Stirnwand 30 mit einer zylindrischen Durch- In diese Bohrung 58 hinein mündet eine größere gangsöffnung 31, welche konzentrisch zur Mittelachse Bohrung 60, welche eine Anzeigeeinrichtung 61 aufdes Rohres 17 liegt. Diese Stirnwand 30 ragt nach nimmt. Diese Anzeigeeinrichtung 61 besitzt einen außen über das Rohr 17 hinaus und ergibt einen Gleitkolben 62, der über einen O-Ring 63 gegenüber außen über den Rohrmantel herausstehenden Bund- 30 der zylindrischen Wandung der Bohrung 60 abgering 32 mit einer Ringnut zur Aufnahme, eines dichtet ist. Nach außen hin ist die Bohrung60 durch O-Ringes 33. Die zylindrische Wandung der Durch- einen festen Ring 64 verschlossen, welcher eine gangsöifnung 31 besitzt ebenfalls eine Ringnut zur Mittelbohrung besitzt, aus welcher ein Anzeigestift Aufnahme eines O-Ringes 34. Unmittelbar neben 65 herausragt. Dieser Anzeigestift bildet gleichzeitig dem Bundring 32 sind auf dem Rohr 17 zwei Puffer- 35 die Kolbenstange des Gleitkolbens 62. Zwischen dem ringe 35 angeordnet. fest angeordneten Ring 64 und dem Gleitkolben 62
Das das Rohr 17 teleskopisch umgreifende Rohr ist eine Schraubendruckfeder 66 eingesetzt, welche
18 besitzt am einen Ende ein Außengewinde, auf den Gleitkolben 62 gegen den Boden der Bohrung welches ein Ring 36 aufgeschraubt ist. Dieser Ring 60 drückt. Wenn die Schleudereinrichtung einwand-' 36 besitzt einen über die Stirnfläche des Rohres 18 40 frei mit Druckgas gefüllt ist, drückt dieses Gas über nach innen ragenden Bundring 37 mit einer kreis- die Bohrungen 55 und 58 den Gleitkolben 62 entrunden Innenfläche, welche gleitend das Rohr 17 gegen der Wirkung der Feder 66.nach außen, so daß umschließt, sowie eine Anschlagfläche 38, mit der der Anzeigestift 65 aus der Vorderfläche 67 des er auf Pufferringe 35 trifft, wenn die beiden Rohr- Hauptteils 49 des Kopfstückes 19 herausragt. Auf teile teleskopisch voll auseinandergezogen sind. Wie 45 diese Weise läßt sich ohne weiteres mit einem Blick aus den Fig. 8 und 9 zu sehen ist, besitzt der Ring oder auch durch Nachfühlen feststellen, ob die 36 einen nach außen abstehenden Ansatz 39, Schleudereinrichtung 9 noch einwandfrei mit Druckweicher zur Aufnahme eines an der Stirnwand 26 gas gefüllt ist.
des Halters 11 befestigten Blockes 40 eingekerbt ist, Die beiden Rohre 17 und 18 sind in axialer Rich- und eine halbzylindrische Rille 41 ist derart ange- 50 tung gegeneinander verschiebbar, und. zwar von der ordnet, daß sie genau koaxial mit einer Bohrung 42 in F i g. 5. dargestellten vollkommen zusammenim Block40 fluchtet, wenn die Schleudereinrichtung geschobenen Lage in die in Fig. 10 dargestellte voll gebrauchsfertig in den Halter 11 eingebaut ist. Wie ausgefahrene Lage. Bei voll ineinandergeschobenen im einzelnen später zu beschreiben sein wird, Rohren 17 und 18 kann die Schleudereinrichtung zunehmen die Bohrung 42 und die Rille 41 den Riegel 55 sammengebaut werden, indem der Ansatz 23 über 43 auf, welcher an einer Abzugsleine 44 befestigt das Führungselement 25 geschoben und der Riegel 43 ist, die zusammen mit einer Reißleine 45 aus dem durch die Bohrung 42 in die Rille 41 eingeschoben Außenbeutel 12 heraushängt, wobei sowohl die wird. In diesem Zustand verhindert die Anlage der Reißleine 45 wie die Abzugsleine 44 an einem Ab- Außenkante des Ansatzes 23 an der Stirnwand 26 zugsring 46 befestigt sind. 60 des Halters 11 eine Bewegung des Rohres 17 nach Das andere Ende des Rohres 18 weist einen nach rechts (in F i g. 5), während der in die Rille 41 einaußen abstehenden Bundring 47 auf. Das Kopfstück geschobene Riegel das Rohr 18 an einer Bewegung
19 besteht aus einem Teil 48 mit einem Hauptteil 49 nach links hindert. Auf diese Weise werden die und sich daran anschließendem zylindrischen Rohr- Rohre 17 und 18 in dem Halter 11 festgehalten. Die ansatz 50, welcher über das Ende des Rohres 18 65 Schleudereinrichtung 9 kann nun mit komprimiertem hinweggreift und am Bundring 47 anliegt. Als Ab- Stickstoff oder einem anderen komprimierbaren dichtung zwischen dem Rohr 18 und diesem Ansatz Druckmittel über das Füllventil 57 und die Axial-50 ist ein O-Ring 51 vorgesehen. Dieser Rohransatz bohrung 55 gefüllt werden. Dies kann jederzeit er-
folgen, und zwar bevor der Halter 11 in den Außenbeutel 12 eingesetzt ist oder auch nach dem Einsetzen. Die geladene bzw. gefüllte Schleudereinrichtung 9 ist unbegrenzt lagerfähig.
Wenn die Rohre 17 und 18 in der in F i g. 5 dargestellten Lage voll ineinandergeschoben sind, ragt der Ansatz 54 ganz durch die Durchgangsöffnung 31 hindurch, und da eine druckmitteldichte Abdichtung durch die Dichtung 34 gegeben ist, kann das Druckmittel innerhalb der Schleudereinrichtung 9 nur auf eine relativ kleine Fläche (die Fläche des kreisrunden Querschnittes der Durchgangsöffnung 31) auf das Rohr 18 und das mit ihm verbundene Kopfstück 19 einwirken. Wenn daher auch der Druck im Rohr 17 sehr hoch ist, und zwar beispielsweise 100 at beträgt, ergibt sich aus diesem Aufbau ein sogenannter Differentialkolbeneffekt, welcher die tatsächlich auf das Rohr 18 mit seinem Kopfteil 19 einwirkende Kraft auf einen niedrigen Wert begrenzt, welche Kraft in gleicher Weise auf den Riegel 43 einwirkt.
Bei einem Zug am Abzugsgriff 46 werden über die Reißleinen 45 die Stifte 16 aus ihren Bohrungen herausgerissen und der Außenbeutel 12 öffnet sich, wobei gleichzeitig über die Abzugsleine 44 der Riegel 43 aus seiner Rille 41 herausgerissen wird, so daß das Rohr 18 mit seinem Kopfteil 19 freigegeben wird und sich, wie in F i g. 5 gezeigt, nach links bewegen kann, während das Rohr 17 an einer Bewegung in entgegengesetzter Richtung infolge seiner Anlage an der Stirnwand 26 des Halters 11 gehindert wird. Die Anfangsbewegung des Rohres 18 mit seinem Kopfstück 19 wird nicht durch die dem vollen Ladedruck entsprechende Kraft verursacht, sondern durch die verminderte Kraft, welche sich aus dem Flächenunterschied des Stopfens 20 und des Ansatzes 54 ergibt. Dementsprechend wird das Rohr 18 mit seinem Kopfstück 19 zusammen mit dem Fallschirm 1 und dem daran sitzenden Beutel 3 zunächst auf eine relativ geringe Geschwindigkeit beschleunigt, bis der Ansatz 54, wie dies in F i g. 6 dargestellt ist, die Durchgangsöffnung 31 freigegeben hat. Da das komprimierte Gas nun aus dem Rohr 17 durch die freie Durchgangsöffnung 31 in das Rohr 18 entweichen kann, wirkt nunmehr der volle Druck der komprimierten Ladung auf das Rohr 18 und das Kopfteil 19, so daß diese beiden Teile zusammen mit dem Fallschirm 1 und dem Beutel 3 stark beschleunigt werden. Hierbei gleitet das Rohr 18 zunächst über das Rohr 17 hinweg, bis die Anschlagfläche 38 an die Pufferringe 35 anschlägt (F i g. 10). Da zwischen den Rohren 17 und 18 keine weitere gegenseitige Verschiebung erfolgen kann, folgt das Rohr 17 der Flugbahn des Rohres 18. In diesem Zusammenhang wird darauf hingewiesen, daß der Ansatz 23 einfach von dem Führungselement 25 abgezogen wird und der gesamte Halter 11 an der am Fallschirm hängenden Last verbleibt, ebenso wie der Außenbeutel 12, während der Fallschirm 1, der Innenbeutel 3 und die Schleudereinrichtung 9 fortgeschleudert werden, bis der Fallschirm voll entfaltet ist.
Um sicherzustellen, daß der Riegel 43 tatsächlich nur unter relativ geringem Klemmdruck steht, selbst wenn Leckverluste um den Ansatz 54 herum eintreten sollten, insbesondere wenn die Schleudereinrichtung 9 in gefülltem Zustand gelagert wird, besitzt das Hauptteil 49 des Kopfstückes 19 eine Entlüftungsbohrung 68 (Fig. 5 und 7), weiche sich durch die Vorderfläche 67 hin öffnet und am anderen Ende an der Hinterfläche 69 eine kleine Entlüftungsbohrung 70 bildet. Wenn im Rohr 17 der volle Druck herrscht und die beiden Rohre 17 und vollkommen ineinandergeschoben durch den Riegel 43 zusammengehalten werden (F i g. 5), kann das Druckmittel, welches eventuell an der Dichtung entweicht, sofort durch die Entlüftungsbohrung 70 hindurch ins Freie entweichen. Infolgedessen kann sich zwischen der Stirnwand 30 und der Hinterfläche des Kopfstückes 19 kein Druck aufbauen und die relativ geringe Klemmkraft zwischen dem Riegel und dem Ansatz 39 des Ringes 36 sich nicht merklich erhöhen. In diesem Zusammenhang ist es von besonderer Bedeutung, daß infolge einer derart niedrigen Klemmkraft der Riegel 43 unschwer von Hand abgezogen werden kann, falls die Abzugsleine 44 aus irgendeinem Grunde ausfallen sollte.
Die Schleudereinrichtung 9 läßt sich zusammen mit dem Beutel 3 beispielsweise durch einen Hilfsfallschirm 80 (F i g. 1) für erneuten Einsatz wieder einfangen. Auch der Riegel 43 läßt sich nochmals verwenden, da er infolge des relativ geringen Druckes beim Abziehen nicht beschädigt wird.

Claims (4)

Patentansprüche:
1. Schleudereinrichtung, insbesondere zum Herausschleudern eines Fallschirmes aus seiner Verpackung, mit zwei teleskopisch ineinanderschiebbaren Rohren, die an je einem Ende verschlossen sind, dadurchgekennzeichnet, daß das innere, sich gegen einen Halter (11) abstützende Rohr (17) an seiner dem geschlossenen Ende gegenüberliegenden Seite eine Stirnwand (30) mit einer Durchgangsöffnung (31) aufweist, die bei vollkommen ineinandergeschobenen Rohren (17,18) zur Bildung eines Druckgasspeichers über einen Verschluß am geschlossenen Ende des äußeren Rohres (18) verschlossen wird und über die beim Auseinanderschieben der Rohre (17,18) der Gasdruck auf das geschlossene Ende des äußeren Rohres (18) wirkt, und daß im vollkommen ineinandergeschobenen Zustand die Rohre (17,18) mit Hilfe eines Riegels (43) gegen ein Auseinanderschieben verriegelt sind, und daß eine Entlüftungsbohrung (68, 70) vorgesehen ist, die ein bei ineinandergeschobenen Rohren eventuell aus dem Druckgasspeicher in den Raum zwischen der Stirnwand (30) des Rohres (17) und dem verschlossenen Ende des äußeren Rohres (18) entweichendes Druckgas ins Freie führt.
2. Schleudereinrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß das äußere Rohr (18) als Verschluß einen bei vollkommen ineinandergeschobenen Rohren (17,18) durch die Durchgangsöffnung (31) in den Druckgasspeicher hineinragenden Ansatz (54) aufweist und daß in der Durchgangsöffnung (31) eine Dichtung (34) für den Ansatz (54) angeordnet ist.
3. Schleudereinrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß das eine Rohr (18) am einen Ende durch ein Kopfstück (19) druckdicht verschlossen ist und in diesem Kopfstück (19) die Entlüftungsbohrung (68, 70), ein Füllventil (57) zum Einspeisen des Druckgases und eine den Füllgrad des Druckgasspeichers angebende Anzeigeeinrichtung (61) angeordnet sind.
4. Schleudereinrichtung nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß die Anzeigeeinrichtung (61) aus einer mit dem Druckgasspeicher ständig in Verbindung stehenden Bohrung (60) im Kopfstück (19), einem die Bohrung (60) nach
außen hin druckdicht abschließenden Gleitkolben (62) mit aus dem Kopfstück herausragendem Anzeigestift (65) und einer den Gleitkolben (62) federnd nach innen drückenden Anordnung (66) besteht.
Hierzu 2 Blatt Zeichnungen

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