DE1499C - Vertikale Mehlsichtemaschine mit trichterförmig nach unten sich verjüngendem Sichteraum - Google Patents
Vertikale Mehlsichtemaschine mit trichterförmig nach unten sich verjüngendem SichteraumInfo
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Classifications
-
- B—PERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
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- B07B—SEPARATING SOLIDS FROM SOLIDS BY SIEVING, SCREENING, SIFTING OR BY USING GAS CURRENTS; SEPARATING BY OTHER DRY METHODS APPLICABLE TO BULK MATERIAL, e.g. LOOSE ARTICLES FIT TO BE HANDLED LIKE BULK MATERIAL
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Landscapes
- Combined Means For Separation Of Solids (AREA)
Description
1877.
Kläs'öö 50
ADOLPH WILHELM SCHÖNLEBEN in BITTERFELD. Verticale Mehlsichtemaschine mit trichterförmig nach unten sich verjüngendem Sichteraum.
Patentirt im Deutschen Reiche vom 28. August 1877 ab.
Die durch beiliegende Zeichnung dargestellte verticale Sichtemaschine zeigt in Fig. 1 den
oberen Theil der Maschine, die Decke mit Antrieb und den Ventilator abgehoben gedacht,
in Fig. 2 dagegen einen Schnitt nach α b in Fig. i. Der gufseiseme hohle Cylinder a mit
Rand, Armen und Nabe ist mittelst Keil an der verticalen schmiedeisernen Welle b befestigt,
welche in einer Spurpfanne c steht; derselbe trägt auf der Randfläche einen aus hartem Holze
zusammengefügten und mit Holzschrauben befestigten Ring g. Auf diesem Holzringe g erhebt
sich, aus zwölf Leisten i mit angehobelten Falzen von hartem Holze angefertigt, ein nach
oben erweitertes zwölfseitiges Gestell, ähnlich einer umgestürzten, abgestumpften, gleichseitigen
Pyramide, welches oben durch Falzbrettchen d und einen aufgesetzten Holzring/ mittelst Holzschrauben
fest zusammengehalten wird. In die offenen Seitenflächen des Gestelles werden zwischen die Leisten eingepafste, mit seidener
Müllergaze bespannte Holzrahmen e eingelegt und mit Federn durch Hebel angedrückt und
festgehalten, so dafs das Gestell eine dicht geschlossene Siebfläche bildet. Die Drehung der
verticalen Welle α erfolgt durch ein konisches Räderpaar, welches von der Riemscheibe q angetrieben
wird.
Das zu sichtende, gemahlene Getreide wird durch die beiden auf der Decke der Maschine
' angebrachten Rohre m m, welche in schräg gestellte Schutzbretter r ausmünden, auf die geschlossene,
rotirende Siebfläche geleitet und die gröberen Theile fallen sofort der mittleren Oeffnung
h zur Ableitung zu, während das Mehl durch die Seidengaze in den Raum A fällt.
In diesem Räume A befindet sich, an den gufseisernen Cylinder α äufserlich befestigt, ein vierarmiger
Holzrechen s, dessen Arme auf der unteren Seite schräg gestellte, schwache Brettchen
tragen, die über den Boden in geringer Entfernung hinwegstreichen. Bei der Drehung
des Rechen ί nach der Pfeilrichtung wird das Mehl nach aufsen geschoben und durch die Falllöcher
/ / abgeleitet. Unter diesen Löchern /
und h sind am Boden der Maschine die Abfallrohre η η angebracht, an welche Säcke angehängt
werden können, um das Mehl und die gröberen ausgesichteten Theile aufzunehmen.
Im oberen Theile des Sichteraumes ist ein Ventilator mit Flügeln f angebracht, welcher
Luft durch die Oeflhung w der Decke einsaugt;
zum Schütze gegen einfallende Körper ist diese Oeffnung mit Drahtgaze überdeckt. Die Anordnung
zur Bewegung des Ventilators ist in Fig. 2, dessen Antrieb durch Riemen in Fig. 3
und Fig. 4 ersichtlich. Auf der Decke quer über die Maschine hinweg liegt ein Rahmen 0
aus hartem Holze, auf welchem sich die Lagerstühle und sämmtliche Theile zum Antrieb der
Maschine befinden. Die auf beiden Seiten befindlichen Rohre mm in Fig. 3 sind die Fallrohre
zur Zuleitung des gemahlenen Getreides auf die Siebfläche.
Die äufsere Umhüllung der Maschine ist aus Rahmen mit Füllungen von weichem Holze gefertigt,
zwei gegenüberliegende Seiten sind mit Thüren eingerichtet. Zur Verzierung sind die
Umfangsseiten unten und oben mit hervorragenden Gesimsleisten eingefafst.
Diese verticale Sichtemaschine kann je nach Umständen unter die Etagendecke durch Eisenconstruction
oder Holzwerk an den Balken aufgehängt werden, oder sie kann auf dem Fufsboden
einer Etage stehen oder auch auf einem stabilen Gestell mit vier Säulen ruhen. Zum
Gebrauch dieser verticalen Sichtemaschine für Getreidearten und Graupen, läfst sich die
Construction einrichten, indem die Seiten der pyramidalen Siebfläche mehr geneigt zum Horizont
angeordnet werden, damit dieselben in mäfsiger Geschwindigkeit auf den Siebflächen
herabrollen; dieselbe liefse sich auch anwenden um gestofsene Mineralien, Farben und dergl.
Materialien zu sichten und würden zu diesen Zwecken die Theile der Maschine aus Eisen zu
construiren sein; zum Gebrauch als Mehlsichtemaschine genügt Holzconstruction vollständig.
Die Siebflächen müfsten, um hartes Material, wie Getreide, Graupen, Mineralien, Farben u. s. w.
zu sichten, mit feinerem und gröberem Drahtgeflecht und Drahtgaze oder auch mit gelochten
Blechen, anstatt der Seidengaze, belegt sein.
Claims (1)
- Als Vortheile dieser verticalen Sichtemaschine hebt Erfinder folgende hervor: Einfachheit der Construction, geringer Raumbedarf, leichte und übersichtliche Handhabung, leichtes Umwechseln der Gaze auf den Sichterahmen in kurzer Zeit und endlich die Vermeidung des nachtheiligen Anstauens des zu sichtenden Materials auf der Siebfläche.Patent-Anspruch: Die oben beschriebene, durch beiliegende Zeichnung erläuterte Sichtemaschine in ihrer Anwendung für Mehl, Graupen, alle Arten' Getreide, zerstofsene Mineralien, Farben und in sonstigen Fabrikationszweigen zu sichtende Materialien.Hierzu ι Blatt Zeichnungen.
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE1499T | 1877-08-27 |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE1499C true DE1499C (de) |
Family
ID=70912222
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DE1499DA Expired - Lifetime DE1499C (de) | 1877-08-27 | 1877-08-27 | Vertikale Mehlsichtemaschine mit trichterförmig nach unten sich verjüngendem Sichteraum |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE1499C (de) |
-
1877
- 1877-08-27 DE DE1499DA patent/DE1499C/de not_active Expired - Lifetime
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