DE14786C - Elektrische Postverbindung - Google Patents

Elektrische Postverbindung

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DE14786C
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Classifications

    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B61RAILWAYS
    • B61LGUIDING RAILWAY TRAFFIC; ENSURING THE SAFETY OF RAILWAY TRAFFIC
    • B61L23/00Control, warning or like safety means along the route or between vehicles or trains
    • B61L23/002Control or safety means for heart-points and crossings of aerial railways, funicular rack-railway
    • B61L23/005Automatic control or safety means for points for operator-less railway, e.g. transportation systems

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  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Transportation (AREA)
  • Health & Medical Sciences (AREA)
  • Heart & Thoracic Surgery (AREA)
  • Mechanical Engineering (AREA)
  • Electric Propulsion And Braking For Vehicles (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAM
Die Beförderung der Correspondenz und leichter Postsendungen zwischen entfernten Orten ist bisher an die Eisenbahnzüge gebunden oder wird durch gewöhnliche Postfuhrwerke bewirkt. Die pneumatische Beförderung durch Röhren ist nur für kurze Entfernungen anwendbar.
Der Gegenstand dieser Erfindung ist eine Einrichtung, welche gestattet, auch auf grofse Entfernungen die Correspondenz zu jeder Zeit in ähnlicher Weise, wie vermittelst der Pneumatik (Rohrpost), in grofser Geschwindigkeit mit Hülfe des elektrischen Stromes zu befördern. Derselbe ist in der beiliegenden Zeichnung in Fig. ι und 2 dargestellt.
α und α1 sind leichte Schienen, welche auf etwa 0,5 m langen Schwellen aus Holz oder Hartglas ruhen, die ihrerseits durch Säulen oder Träger unterstützt werden. An die Enden der Schwellen sind Blechträger b und b1 befestigt, welche oben durch eine aufgeschraubte Eisenblechdecke d verbunden sind. Der so gebildete Blechkasten ist zugleich Träger des Schienengeleises zwischen den einzelnen Tragesäulen, Bedachung gegen Regen, Schnee und willkürliche Störung des Dienstes, sowie Leiter des elektrischen Stromes. Zu diesem Zwecke ist eine der leichten Schienen α in Abständen von S bis 10 m mit den Blechträgern b b1 und der Blechdecke d in leitende Verbindung gebracht, während die andere mit jeder der eisernen Tragsäulen leitend verbunden ist, so dafs diese sämmtlich als Ableitung zur Erde dienen. Der grofse leitende Querschnitt des eisernen Schutzkastens macht den Leitungswiderstand des Kreises sehr klein, wenn auch die Schienen sehr leicht gewählt werden. Um die Schwellen anbringen, das Geleise legen, sowie spätere Erneuerungen und Reparaturen vornehmen zu können, ist die Decke d mittelst Schrauben befestigt und läfst sich stückweise abnehmen und wieder aufsetzen.
Der für diese elektrische Post bestimmte Wagen ist gleichfalls in Fig. 1 und 2 dargestellt. Die Axen, an deren Enden die Räder RR1 • befestigt sind, bestehen aus zwei fest mit einander verbundenen, von einander isolirten Theilen, und wird diese isolirende Verbindung durch Hartglas oder mittelst eines anderen isolirenden Materials in bekannter Weise bewirkt. Bei dem zugleich als Locomotive dienenden Wagen sitzt der rotirende Cylinder der dynamoelektrischen Maschine D direct auf der Axe der Triebräder T und T1 fest, so dafs jede Umdrehung des Cylinders eine Umdrehung der Triebräder bewirkt.
Die tragenden Säulen werden von einer solchen Höhe gewählt, dafs die gewünschte Höhenlage des Geleises erzielt wird. Ist ein geebneter und möglichst horizontaler Weg, wie auf dem Plateau der Eisenbahnen und Chausseen, bereits vorhanden, so erhalten die Tragesäulen eine nur geringe Höhe. Zur Ueberschreitung der Wegeübergänge und Stationen wird die Höhenlage der Bahn durch Verlängerung der Säulen allmälig vergröfsert und nach Ueberschreitung des Hindernisses wieder entsprechend gesenkt.
Die Einrichtungen, welche erforderlich sind, um die Geschwindigkeit der ankommenden Briefwagen allmälig ; zu vermindern und dieselben entweder die Station passiren zu lassen oder sie in derselben ganz in Ruhe zu setzen, bleiben hier aufser Betracht.

Claims (2)

P ATENT-Ansprüche:
1. Die beschriebene Einrichtung bedeckter, schmalspuriger Säulenbahnen zur Beförderung von Postsendungen.
2. Die isolirte Anbringung der eisernen Bahnbedachung bei gleichzeitiger Benutzung derselben als Träger für die Schwellen und Schienen der Bahn und als Leiter für den elektrischen Strom.
Die leitende Verbindung der einen Schiene mit der eisernen Bedachung und der anderen mit den tragenden Eisensäulen zur Verminderung des gesammten Leitungswiderstandes. Die beschriebene Construction der Brief- und Packetbeförderungswagen, bei welcher der Triebcylinder der dynamoelektrischen Maschine selbst die Triebaxe bildet, während die andere Axe des Wagens aus zwei von einander isolirten Theilen besteht.
Hierzu ι Blatt Zeichnungen.
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