DE1473423B2 - Verfahren zur Messung mechanischer Spannungen - Google Patents
Verfahren zur Messung mechanischer SpannungenInfo
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- DE1473423B2 DE1473423B2 DE1964E0028118 DEE0028118A DE1473423B2 DE 1473423 B2 DE1473423 B2 DE 1473423B2 DE 1964E0028118 DE1964E0028118 DE 1964E0028118 DE E0028118 A DEE0028118 A DE E0028118A DE 1473423 B2 DE1473423 B2 DE 1473423B2
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Description
a) Ein Bündel elektromagnetischer Strahlung wird auf den zu untersuchenden Punkt des
Körpers gerichtet und die gestreute Strahlung quer zum einfallenden Strahl beobachtet;
b) der zu untersuchende Körper wird um die Beobachtungsachse relativ zum einfallenden
Strahl gedreht;
c) die gestreute Strahlung wird in Beobachtungsrichtung gemessen;
d) der zu untersuchende Körper wird entlang der Beobachtungsachse um ein kleines Stück (A x)
verschoben, wieder zum einfallenden Strahl um die Beobachtungsachse gedreht und die
gestreute Strahlung erneut in dieser Richtung gemessen;
e) auf Grund der beiden Messungen werden die Achsen der Polarisationsellipse und der Phasenverschiebung
bezüglich der Doppelbrechung einer dünnen Platte ermittelt.
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der photoelastische Körper dreidimensionalen
mechanischen Spannungen ausgesetzt ist.
3. Verfahren nach Anspruch 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Beobachtung senkrecht
zum einfallenden Strahl erfolgt.
4. Verfahren nach Anspruch 1 und einem oder beiden der folgenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet,
daß der einfallende Strahl unpolarisiert ist.
5. Verfahren nach Anspruch 1 und einem oder mehreren der folgenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet,
daß der einfallende Strahl konvergent auf den zu untersuchenden Punkt gerichtet ist.
6. Verfahren nach Anspruch 1 und einem oder mehreren der folgenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet,
daß die Messungen in drei sich in einem kleinen Volumen kreuzenden Ebenen wiederholt
werden, um auf diese Weise die Richtung der Hauptspännungen sowie ihre Differenz zu
bestimmen.
7. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß das Verfahren auf mechanische
Spannungen angewendet wird, die längs einer Linie des photoelastischen Körpers integriert sind.
8. Verfahren nach einem oder mehreren der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet,
daß jede einzelne Messung mit Hilfe eines rotierenden Analysators erfolgt und ein Informationssignal
bezüglich der Abflachung der Polarisationsellipse der Streustrahlung in Form einer Wechselstromkomponente
eines modulierten Signals liefert, dessen Frequenz doppelt so hoch ist wie die Rotationsfrequenz des Analysators, und das durch
Frequenzfilterung erhalten werden kann, während der mittlere Wert des Signals konstant gehalten
wird.
9. Verfahren nach einem oder mehreren der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet,
daß der Teil des Körpers, der von der gestreuten Strahlung längs der genannten Linie durchsetzt
wird, einem doppeltbrechenden Medium äquivalent ist, dem ein anderes Medium mit Rotationseigenschaft
folgt.
10. Verfahren nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet, daß die oder jede einzelne Messung
im Verlauf der Rotation eine Untersuchung der verschiedenen Werte der Abflachung der elliptischen
Polarisation für verschiedene bestimmte Lagen des Körpers um die genannte Linie herum
enthält.
11. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet,
daß die Intensität der Strahlungsquelle für den in den zu untersuchenden Körper einfallenden Strahl mittels einer Gleichspannung
innerhalb vorgebbarer Grenzen konstant gehalten ist.
Die Erfindung betrifft ein Verfahren zur Messung und Bestimmung des Ortes mechanischer Spannungen
in einem entsprechenden photoelastischen Körper.
Es ist bekannt, daß eine von einem Lichtbündel durchstrahlte Substanz das Licht in alle Richtungen
streut. Liegt die Beobachtungsrichtung senkrecht zum einfallenden Lichtbündel, dann ist das erhaltene
Streulicht polarisiert, wobei die Polarisationsrichtung senkrecht zu der Ebene steht, die durch den einfallenden
Strahl und die Beobachtungsrichtung gebildet ist.
Bekannte Streulichtverfahren verwenden den zu untersuchenden Körper als Analysator. Sie werten
dabei den Verlauf und die Lage der unter mechanischer Belastung an dem zu untersuchenden Körper auftretenden
Isochromaten aus. Die bekannten Verfahren sind dadurch begrenzt, daß sie nur in den Symmetrieebenen
des zu untersuchenden Körpers zur Anwendung gelangen können.
Aufgabe der Erfindung ist es, die Richtungen der sekundären Hauptspannungserscheinungen und die
Phasenverschiebungen in einem Punkt eines dünnen Plättchens isoliert im Innern eines Körpers bestimmbar
zu machen.
Erfindungsgemäß ist die Aufgabe durch die Kombination folgender an sich bekannter Merkmale gelöst:
a) Ein Bündel elektromagnetischer Strahlung wird auf den zu untersuchenden Punkt des Körpers
gerichtet und die gestreute Strahlung quer zum einfallenden Strahl beobachtet;
b) der zu untersuchende Körper wird um die Beobachtungsachse relativ zum einfallenden
Strahl gedreht;
c) die gestreute Strahlung wird in Beobachtungsrichtung gemessen;
d) der zu untersuchende Körper wird entlang der Beobachtungsachse um ein kleines Stück verschoben, wieder zum einfallenden Strahl um die
Beobachtungsachse gedreht und die gestreute Strahlung erneut in dieser Richtung gemessen;
e) auf Grund der beiden Messungen werden die Achsen der Polarisationsellipse und der Phasenverschiebung
bezüglich der Doppelbrechung einer dünnen Platte ermittelt.
Bei dem erfindungsgemäßen Verfahren wird mit
Differenzwerten gearbeitet, wobei Messungen vorgenommen werden bevor und nachdem das einfallende
Lichtbündel jeweils um ein kleines Stück verschoben wurde. Aus den Veränderungen des Polarisationszustandes
von einem zum anderen Fall wird für das kleine Volumen der zwischen gewissermaßen punktförmigen
Zonen befindlichen Substanz entsprechend den beiden einfallenden Bündeln die Richtung der
Hauptspannung abgeleitet. (Es handelt sich im allgemeinen um sekundäre Hauptspannungen in der
Wellenebene des diffusen Licht bündeis.) Außerdem wird auch die Differenz zwischen den Werten dieser
Hauptspannung bestimmt. Drei Untersuchungen dieser Art auf drei verschiedenen, am untersuchten
Punkt zusammenlaufenden Ebenen genügen in allen Fällen, um in diesem Punkt die Richtungen der
Hauptspannungen und die jeweils zwischen zwei Werten liegende Differenz festzustellen.
* Der Polarisationszustand läßt sich einfach durch Messung unter Zuhilfenahme einer geeigneten elektronischen Vorrichtung bestimmen, und zwar aus der Energie, die durch einen sich rasch drehenden Analysator übertragen wird, durch den ein Lichtbündel hindurchtritt, das aus dem Körper senkrecht zum einfallenden Lichtbündel wieder austritt. ' .>
* Der Polarisationszustand läßt sich einfach durch Messung unter Zuhilfenahme einer geeigneten elektronischen Vorrichtung bestimmen, und zwar aus der Energie, die durch einen sich rasch drehenden Analysator übertragen wird, durch den ein Lichtbündel hindurchtritt, das aus dem Körper senkrecht zum einfallenden Lichtbündel wieder austritt. ' .>
Die Erfindung macht sich dabei die Erkenntnis zunutze, daß die gleiche Streulichterscheinung sowohl
als Analysator und als Polarisator angewandt werden kann.
Ein bevorzugter weiterer Verfahrensschritt ist dadurch gekennzeichnet, daß die Messung in drei sich
in einem kleinen Volumen kreuzenden Ebenen wiederholt werden, um auf diese Weise die Richtung der
Hauptspannungen sowie ihre Differenz zu bestimmen.
Bei der Durchführung der einzelnen Messungen wird bevorzugt so vorgegangen, daß jede Messung mit
Hilfe eines rotierenden Analysators erfolgt und ein Informationssignal bezüglich der Abflachung der
Polarisationsellipse der Streustrahlung in Form einer Wechselkomponente eines modulierten Signals liefert,
dessen Frequenz doppelt so hoch ist wie die Rotationsfrequenz des Analysators und das durch Frequenzfilterung
erhalten werden kann, während der mittlere Wert des Signals konstant gehalten wird.
Weitere vorteilhafte Verfahrensschritte ergeben sich aus der folgenden Beschreibung und den Unteransprüchen.
·.....·: .■■■',·
Die Figuren zeigen im einzelnen:
Fig. 1 eine geradlinige.Schwingung, in bezug auf
zwei im rechten Winkel zueinander liegende Achsen,
Fig. 2 die Änderung der Abflachung und der Orientierung der Ellipse, die sich aus der Zusammensetzung
zweier Schwingungen ergibt, die entlang der Achsen eines doppeltbrechenden Plättchens gerichtet
sind, - : '■
F i g. 3 eine geometrische Konstruktion, mit deren Hilfe die geometrischen Orte von τ = C- und Θ — CM
erhalten werden,
Fig. 4 eine stereographische Projektion einer Schwingung, die auf den rechtwinkeligen Achsen U
und V aufgetragen ist,
■ F i g. 5 eine Darstellung einer Reihe von Winkeln,
■ F i g. 5 eine Darstellung einer Reihe von Winkeln,
Fig. 6 den Fall eines Bündels diffusen Lichts mit einem nichtpolarisierten einfallenden Bündel,
Fig. 7 in einem System von drei rechtwinkeligen Achsen eine Reihe von in der nachfolgenden Beschreibung
verwendeten Größen,
F i g. 8 eine Lichtschwingung mit den Halbachsen α und b,
F i g. 9 eine geometrische Konstruktion, die in der nachfolgenden Beschreibung der Erfindung verwendet
wird,
Fig. 10, 11 und 12 einerseits eine Lichtschwingung
und andererseits die Änderung einer Größe, welche mit der Abflachung τ der Ellipse der betrachteten
Schwingung in Abhängigkeit vom Winkel Θ verbunden ist,
Fig. 13 eine schematische Darstellung eines Anordnungsbeispiels,
bei dem die Merkmale der Erfindung zur Untersuchung und Messung mechanischer Kontraktionserscheinungen an einem in seiner Ebene
belasteten ebenen Modell zur Anwendung gebracht werden,
Fig. 14 eine schematische Darstellung eines Teils der der Vorrichtung nach Fig. 13 zugeordneten
elektrischen Schaltung,
Fig. 15 zeigt die Veränderung der Wechselspannung am Ausgang des Photomultiplikators in Abhängigkeit
von der Winkelstellung des Polarisators,
Fig. 16 gibt eine Darstellung zweier Spannungen N1 und N2 in bezug auf zueinander rechtwinkelige
Achsen,
Fig. 17 ein quadratisches Liniennetz, durch das
eine ■ Spannungserscheinung M[ ' untersucht werden kann,
Fig. -18 die unter Zuhilfenahme eines auf Zug
beanspruchten dicken Ringes aus Methyl-Polymethacrylat erzielten experimentellen Resultate,
F i g. 19 eine Schwingung, beispielsweise eine Lichtschwingung in einem dreifach rechtwinkeligen Achsensystem,
F i g. 20 den Fall eines teilweise polarisierten Lichts,
Fig. 21 ein in der Beschreibung der Erfindung verwendetes Diagramm,
F i g. 22 zeigt schematisch eine Reihe von Variablen, die in der Beschreibung verwendet sind,
F i g. 23 schematisch eine Anlage zur Durchführung der Erfindung, die insbesondere für Untersuchungen
an einem auf Druck beanspruchten Probekörper mit Abmessungen von 30 χ 30 χ 120 mm verwendet
wurde,
F i g. 24 und 25 die experimentell erhaltenen Ergebnisse im rechtwinkeligen Koordinatensystem,
Fig. 26 schematisch, eine. Vorrichtung zur Konstanthaltung
der Spannung des Photomultiplikators.
Die Anwendung dieses Verfahrens erfordert jedoch die Untersuchung des Polarisationszustandes des
nach dem Durchtritt durch eine vorbestimmte Dicke des Modells aus diesem austretenden Lichtbündels,
wo die Spannungen im Modell nicht ■ die. gleiche Orientierung behalten. Es sei deshalb zunächst auf
diese Untersuchung Bezug genommen..
Im zweiten Teil der Beschreibung wird dann ein
neuartiges Verfahren zur Bestimmung der Achsen und der Phasenverschiebung eines doppeltbrechenden
Elementes beschrieben, wobei dieses letztere gegebenenfalls auch noch durch ein Dreh vermögen gekennzeichnet
sein kann. Bei Anwendung dieses Verfahrens auf ein der Einwirkung von Spannungen ausgesetztes
ebenes Element kann die Gültigkeit und die Genauigkeit des vorliegenden Verfahrens zur Messung der
Spännurigserscheinungen ohne weiteres nachgewiesen
werden.
Die theoretischen Grundlagen der Erfindung seien zunächst erörtert:
Die Untersuchung stützt sich auf die Arbeiten von Poincare, die in einem Werke mit dem Titel
»Theorie Mathematique de la Lumiere«, herausgegeben von Gauthier-Villars in Paris, veröffentlicht
wurden und eine sehr umfassende geometrische Darstellung von Lichtschwingungen geben.
Es sei zunächst eine geradlinige Schwingung V betrachtet, die auf ein Plättchen aus einem doppeltbrechenden
Material auftrifft, dessen Achsen mit Ox und Oy (Fig. 1) bezeichnet sind. Es sei
V= V0COSWi dieser Schwingung. Beim Eintritt in
das Plättchen können die Schwingungen jeweils in zwei Schwingungen nach den Achsen des Plättchens
zerlegt werden. Es ergibt sich —
\X = An cos ω t
Υ = B0COS ωί
20
Ia0=V0 cos α
[B0 —. K0 sin α,
[B0 —. K0 sin α,
wenn α der Winkel der Schwingung ist, die in die Achsen des Plättchens fällt.
Diese beiden Schwingungen setzen sich nun in
dem Plättchen mit unterschiedlicher Geschwindigkeit fort, so daß man am Austritt schreiben kann:
"■- J ξ = A0COS (ωί + φ)
: ". j η = B0COS (ωί + ψ).
: ". j η = B0COS (ωί + ψ).
Nach*dek Ausführungen von Poincare sind diese
Komponenten der Schwingung am Ausgang des Plättchens der reelle Teil der Ausdrücke
Das Verhältnis -j- ist im allgemeinen imaginär.
Geschrieben in der Form
B_
A
= u + iv
Ist —r dagegen ein rein imaginärer Wert, so liegt der
Darstellungspunkt N auf der Achse von v. Die Komponenten stellen eine Phasenverschiebung von
■y dar, die Schwingung ist eine Ellipse, deren gemäß
Ox und Oy verlaufende Achsen im Verhältnis
— = ON stehen.
Die oberhalb Ou liegenden Punkte stellen jechtsdrehende,
die unterhalb liegenden Punkte linksdrehende Schwingungen dar.
Es sei eine durch den Punkt M dargestellte Schwingung betrachtet und angenommen, daß sie durch ein
Plättchen dringt, dessen Hauptschnitte nach den
Koordinatenachsen orientiert sind. Das Verhältnis -τ
■ B-
ändert sich und wird-zu -je1*". Der die neue Schwingung repräsentierende Punkt M' ist so, daß OM' = 0M
und MOM' = ψ ist. Alles geht so vor sich, als ob sich die Ebene um einen Winkel φ um O verdreht hätte.
Dann sucht Poincare den Ort derjenigen Punkte, welche die Schwingungen darstellen, deren Achsen
die gleiche Orientierung θ oder das gleiche Verhältnis
(oder Abflachung) τ haben. Er betrachtet zu diesem Zweck die Größe
und setzt an
40
ergibt es die Form und die Orientierung der Ellipse, welche sich aus der Zusammensetzung der beiden
entlang der Achsen des Plättchens gerichteten Schwingungen ergibt. ,
Poincare stellt die Änderungen dieser Ellipse
durch1 Verschiebungen des Affixes der Imaginäre
u + iv dar; d. ti. des Punktes, der u als Abszisse und
υ als Ordinate hat (Fig. 2). ν ^
,Ist -τ- ein reeller Wert, so liegt der Darstellungspunkt1
Q auf der Achse «; -^- ist reell, und die
Schwingung ist somit geradlinig, und ihr Richtungswinkel mit Ox ist '·......
: : ~ = tg<9 =' u = 0Q. Γ
ω — U + it)
a + bt
c + dt
wobei a, b und c und d imaginäre Konstante und t
eine reelle Veränderliche ist. Der ermittelte Lehrsatz, der hier nicht im einzelnen bewiesen zu werden
braucht, lautet wie folgt:
»Wenn sich t von —00 bis +cp verändert, so
beschreibt der Punkt der Koordinaten u und ν einen Kreis.«
Nimmt man an, daß Θ = konstant, d. h., daß die
Orientierung der Achsen der Ellipse fest ist, so beschreibt, wenn τ sich von —00 bis +00 verändert,
der repräsentative Punkt einen Kreis, der durch die Punkte P und P' der Koordinaten 0,1 und —0,1 verläuft(Fig.3).
■ ■ ■ "
Nimmt man jetzt τ = konstant an, so beschreibt
bei Veränderung von tg(9 von —00 bis +00 der
repräsentative Punkt einen Kreis, dessen Mittelpunkt auf der Achse von ν liegt und der senkrecht zum vorstehenden
Kreis verläuft, da man,' wenn man zwei
Ellipsen JV und JV' mit einer Abflachung von τ und—
annimmt, erhält: . ·
1 = OJV- ON' = OP2 = OP'2:
Ist also eine Schwingung durch einen Punkt M
(F i g. 3) dargestellt, so wird ihre Orientierung dadurch erhalten, daß der durch die Punkte P, P' und M
gehende Kreis gezogen und ig 6> = OQ angenommen
wird; die Abflachung wird erhalten, indem·der Kreis
gezogen wird, der beim Durchgang durch M rechtwinklig zum vorhergehenden Kreis ist, wobei τ = ON
genommen wird. --'■■■" " ·
Zur Erleichterung der nachfolgenden Überlegung setzt Poincare an Stelle dieser ebenen Darstellung
eine Darstellung auf einer Kugel, die er durch stereographische Projektion der Ebene m, v erhält, wobei der
Punkt O den Berührungspunkt der Ebene und der Kugel darstellt (Fi g. 4). Bei der stereographischen
Projektion bleiben die Winkel erhalten.
Dem Punkt M der Ebene entspricht der Punkt m,
in dem die Gerade VM die Kugel schneidet. Es ist
das der Punkt m, der zweckmäßig als repräsentativer Punkt für die Schwingung genommen wird.
Die Achse der u-Werte projiziert sich auf einem
großen Kreis der durch O oder den Äquator geht.
Die Punkte des Äquators stellen also geradlinige Schwingungen dar. .
Außerdem ist OQ = tg<9. Hat also die Kugel
einen Durchmesser = 1, so ist
Θ =
26» = OCn.
Der Winkel Θ der Ellipse mit den Koordinatenachsen ist gleich der halben Länge des Punktes q.
Zwei einander diametral gegenüberliegende Punkte q und q' stellen geradlinige Schwingungen dar, die
unter sich rechtwinkelig sind.
Die Punkte der Achse der v-Werte projizieren sich
auf dem zum Äquator senkrechten Großkreis, der nachstehend als erster Meridian bezeichnet sei.
OCh | = I = Breite |
όλ | / 2 |
τ = ΟΝ | -4- |
Die Punkte P und P' entsprechen kreisförmigen
Schwingungen, die sich an den Polen ρ und p' des ersten Meridians projizieren.^
Da die Orientierung Θ der Achsen lediglich von der Länge abhängt, sind die Orte der Punkte von
Θ = konstant Meridiane, welche durch ρ und p'
hindurch verlaufen.
Die Abflachung τ ist nur von der Breite abhängig,
und der Ort der Punkte von τ = konstant sind Parallelkreise.
Es sei nunmehr angenommen, daß der Lichtstrahl durch ein doppeltbrechendes Plättchen hindurchgeht,
welches kein Drehvermögen besitzt, wobei eine Phasenverschiebung φ eintritt. Die eine der Achsen des
Plättchens entspricht beispielsweise dem Punkt q und die andere dem Punkt q'.
Die Schwingung am Ausgang des Plättchens leitet sich von der Schwingung am Eintritt her, und zwar
durch eine Drehung des betrachteten Punktes um einen Winkel φ um die Achse q q', d. h. also um eine
in der Ebene des Äquators liegende Achse. -
Geht der Lichtstrahl durch ein ein Drehvermögen R besitzendes Plättchen hindurch, das jedoch keine
doppelte Brechkraft besitzt, so ändert sich zwar die Orientierung der Ellipse, jedoch bleibt deren Form
aufrechterhalten. Es geht also alles so vor sich, wenn sich die Kugel um einen Winkel 2 R um pn' drehen
würde.
Es sei nunmehr die Wirkung einer Folge von doppeltbrechenden Elementen auf eine Schwingung
beschrieben: ■ .■·■·-■■
Wenn ein Lichtstrahl durch eine Folge von doppeltbrechenden
Körpern hindurchgeht, deren Achsen gegeneinander versetzt sind, die aber kein Drehvermögen
besitzen, so läßt sich folgender Lehrsatz beweisen:
»Eine Folge von Doppelbrechungen ist einer
einzigen Doppelbrechung mit einem darauf folgenden ein Dreh vermögen besitzenden Milieu
äquivalent.« . ν
Es sei nunmehr der Fall betrachtet, in dem es zwei Doppelbrechungen gibt. Dafür hat Poincare folgenden
Lehrsatz aufgestellt: ;
. »Zwei Doppelbrechungen sind äquivalent einem ein Drehvermögen besitzenden Milieu mit darauf
folgender einziger Doppelbrechung:«
Es sei der Kugel von Poincare (Fig. 4) ein Trieder Cxyz zugeordnet; die Achse Cz falle mit pp'
zusammen; die Ebene xy ist die Äquatorebene
(Fig. 5). Eine Doppelbrechung entspricht also einer Drehung um eine Achse der Ebene xy und ein Drehvermögen
einer Drehung um Cz. Es ist sehr zu beachten, daß diese Drehachsen im Räume feststehen
und nicht an die Kugel gebunden sind.
Es handelt sich darum, auf der Kugel von einem Punkt rrii welcher die Schwingung beim Eintritt darstellt,
zu einem Punkt m2 überzugehen, der die ' Schwingung darstellt, die nach dem Durchgang durch
zwei Doppelbrechungen erhalten wird, wobei die Phasenverschiebungen ^1 und <p2 eingeführt werden.
Der Punkt m2 ist also von m durch zwei nacheinander
folgende Drehungen um die Winkel φ1 und φ2 um die
beiden Achsen qx und q2 der Ebene :xy abgeleitet,
wobei die Achse χ. als mit q1 zusammenfallend
angenommen werden kann (Fig. 5). Poincare hat nachgewiesen, daß diese beiden Drehungen äquivalent
einer Drehung um den Winkel 2 R und Cz sind, denen eine Drehung um den Winkel φ um eine
Achse q der Ebene xy folgt, die mit Cx einen bestimm-
ten Winkel 2u einschließt. Durch einfache, an Hand
von Triedern durchgeführte Überlegungen läßt es sich' nachweisen, daß man vom Punkt m zum Punkt m2
auch durch eine Winkeldrehung φ um eine Achse q3
der Ebene xy gelangen kann, die mit- Ox einen
Winkel 2(u — JR) einschließt und der eine Drehung
2 J? um Cz folgt. H- ;v '■ -; ·.;'::.■' ' " ;
Es wird also somit folgender Lehrsatz bewiesen:
»Zwei Doppelbrechungen φι und 9J2 smd äquivalent
einer einzigen Doppelbrechung <p, der ein ein Drehvermögen R besitzendes Milieu folgt.«
Aus diesem Ergebnis läßt sich ableiten, daß es stets
möglich ist; von einem Punkt m der Kugel zu einem .60 anderen Punkt m2 dieser Kugel überzugehen durch
zwei aufeinanderfolgende Drehungen, von denen die eine um eine Achse, die in der Ebene des Äquators
liegt, und die andere um die Achse pp' erfolgt.
Es sei nunmehr eine Schwingung betrachtet, die eine Reihe von doppeltbrechenden Elementen durchdringt.
Am Eingang ist die Schwingung durch den Punkt m dargestellt. Am Ausgang ist die neue Schwingung
durch den Punkt m2 dargestellt.
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ίο
Eine Reihe von Doppelbrechungen ist also äquivalent einer einzigen Doppelbrechung, der ein ein
Drehvermögen besitzendes Milieu folgt.
Die Anwendung auf Licht mit nichtpolarisiertem
einfallendem Lichtbündel sei nachstehend beschrieben:
Es sei zunächst der Fall gemäß F i g. 6 betrachtet.
Ein nichtpolarisierter einfallender Strahl SM wird in der senkrechten Richtung MO betrachtet. Bei M
wird das nach MO gestreute Licht in der zur Ebene SMO senkrechten Richtung P polarisiert.
Bei N, beim Austritt aus dem Modell, ist die
Schwingung elliptisch geworden; das Modell kann von M nach JV einer Folge von Doppelbrechungen angenähert
werden, die einer einzigen Doppelbrechung φ
äquivalent sind, dessen Achsen mit, einer Bezugsrichtung einen Winkel 02 einschließen, zufolge eines
Ablenk- bzw. ,Drehyerrnögens R2 ... , ■ , ,;; ■.■. . -
Es wird später gezeigt werden^ wie man experimen- * teil φ2, 02 und R2 bestimmen kann. ■ :, .·. ;:.,-. ■. .-
Es werde, das einfallende Bündel SM nach S'M'.
verschoben, was. bedeutet, daß dem vorstehend: beschriebenen,
Ganzen eine unbekannte; ■. poppelbrechung
φ1 vorgeschaltet wäre, deren Achsen mit der
Bezugsrichtung einen unbekannten Winkel O1 einschließen.
Von M' nach N entspricht das Ganze einer Doppelbrechung φ3),deren Achsen mit der Bezugsrichtung einen Winkel 03 einschließen, zufolge eines
Ablenk-bzw. Dreh Vermögens R3.. :.
Es seien nunmehr die gegenseitigen Beziehungen aufgestellt, die Q1, ^1, O2, <p2,.R2, O3, <p3 und R3 verbinden
und daraus die Unbekannten O1 und φ1
abgeleitet. ..·.■ ·■.·;.;;-. .... \ ··■:·■.■■:-■. ..--. .
Zunächst ist zu beachte^: daß; hinsichtlich der
Drehkräfte lediglich die Differenz:R. = R3- R2 eingeht.
Da die Bezugsrichtung beliebig gewählt werden kann, kann sie derart gewählt werden, daß. O2 == O,
■ d. h., es werden als Bezug die Achsen; der ersten
gemessenen Doppelbrechung gewählt (Fig. 7).
Es ergibt sich dann folgende Gleichung:
;.. Drehung φί um die Achse ^1, die in einem Winkel
20J zu Ox geneigt ist, mal Drehung
<p2 um.Ox
gleich der Drehung ψ3 um,die Achse q3, die in
einem; Winkel yon 2O3- zu Ox geneigt ist mal'
einer Drehung 2 R um Oz.
Die Umformungsmatrix für die Drehungen φι und
<p2 lautet:
A =
1 0 0
0 cos <p2 — sin φ2
0 sin 9J2 cos 9P2
0 sin 9J2 cos 9P2
cos 20t — sin 2 O1
SiTIiO1 cos26>i
0 0
1 0 0
0 cos 9J1 — sin φ1
0 sin φ1 cos 9P1
0 sin φ1 cos 9P1
cos 2 O1 sin 2 O1 0
-sin 20t cos 2O1 0
Ö 0 1
Die Umwandlung der Matrix der Drehungen 9^3 und 2R ist:
B =
COS | 2R | — sin | 2R | 0 | cos | 203 | — sin | 203 | 0 | 1 | 0 | Ψ2 | 0 |
sin | 2 R | cos | 0 | sin | cos | 203 | 0 | 0 | cos | — sin 933 | |||
0 | 0 | 1 | 0 | 0 | 1 | 0 | sin | COS φ | |||||
cos 2 0, sin 20, 0
■ ill\
-sin 20, cos 20, 0
und.es muß dann-A ,^=.-B. sein..v ;,;■■ cr;ib: ;ich
Nach Ermittlung der Produkte ergibt sich:
Nach Ermittlung der Produkte ergibt sich:
A =
1 — .sin2 2O1. (1 — cos ^1
sin 2O1 cos 2O1[I — cos
sin 2O1 cos 2O1[I — cos
sin 2O1 sin φ1 ,. . ,
sin 201 cos 2O1 (1 — cos φί) cos <p2 + sin 2.O1 sin φ1 sin <p2
I 1 ·- i'ü^- 2«-.-, ;' ■■■· cos i: ·. ί; cos 5 -. ■ -■ cas -L ■--', >ir>
c-, sm <; -,
[1 — cos2 2O1 (1 — cos ^1)] cos 9J2 — cos 2O1 sin 9J1 sin <p2
i\K ' ?·■'; Sin .; L COS i; ; - C^1S -·;. SlV, >. ,
[1 — cos 20t (1 — cos 9J1)] sin 9>2 + c
— cos 2 ©! sin 9^1' sin <p2 — cos 9J1 cos φ>2
B
=
feu =
b12 = b13 =
fc21 =
b22 =
b12 = b13 =
fc21 =
b22 =
£>23 —
b3l =
b3l =
f>33 =
cos 2jR [1 — sin2 2Θ3 (1 - cos φ3)] - sin 2R sin 26>3 cos 2<93 (1 - cos
cos 2R sin 26>3 cos 203 (1 - cos φ3).- sin 2R [1 - cos2 2Θ3 (1 - cos
< cos 2R sin 26>3 sin φ3 -f- sin 2R cos 26>3 sin 9?3 . .
sin 2R [1 — sin2 2<93 (1 - cos ^3)] + cos 2R sin 26>3 cos 26>3 (1 - cos
sin 2R sin 203 cos 2<93 (1 — cos 9>3).+. cos 2R [1 — cos2 203 (1 — cos
sin 2 R sin 2<93 sin φ3 — cos 2 R cos 2 Q3 sin 933
— sin 2 03 sin 9J3
cos 2 (93 sin ^3
cos 2 (93 sin ^3
COS
Wt.
953)
933)
-■.(::·. UOv '..!ίΟίί'ϊ',ΙΠίίϊίϋ'ι
Aus den Gleichungen
«23 = «33 =
leiten sich O1 und ^1 ab, ohne daß dabei das Drehyermögen eingeführt wird. Es zeigt sich,, daß
t|2β =
1
sin
'■''''''/1 ■ : sin 99, sin 953 cos,2 (Θ3. τ
cos φ, = — ϊ:ί—·■"■ ■■■■
(^2 — cos 2 Q3 sin 953
■ .'■' ; COS .; 1V, - cü-. ■ : >'i"'S ;; .
-6>ij,cös 2.Q1 — cos φ2 cos ^3
sin2
2 O1 + (1)
und
E =
t;;Esgen.ügt;also; ψ£,:Θ2; φ3ηηά Q3 zu messen, um
und,6>i feststellen zu;können.\-:b:,:» wd ocr Γ'ϋ;^;^,.- j- ~.
.,rEürudie!Bestimmung der.Achsen und der Phasen- s.o.-ergibt sich: ^
verschiebung ergibt sich.folgendes;,±en Umei-siut,;.;!;-ο^ιΐβ,-ϊίβη.vorstehenden,
thepre.tischen iUntersuchunr; gen-geht hervpri;daß;eiil·zweifaches experimentell zu
lösendes;Prpblerniyorliegtö; DunpeH.reciüiüv ü;>J dii:
ι 21 Es, rnüssep; dje Achsen ;der--;f?oppelbrecnung und die
Phasenverschiebung bestimmt werderu;:, ■ ;..: -; - .; -n
:]Es.,-seivcriunmehr eine iLichtsehwingung iirutiden
Halbachsen c:;und,fc:'.(ßig>
8)(betrachtet,;,Sie.;kann. ....
dabei; stets;ial.ScResuItarite,i-:der;i Zusammensetzung 40
Wird die Ahiiuchuna ' -■ !■ -hr KiH;.se ;*in:.;C:Hi;-:.
Wird die Abflachung τ = — der Ellipse eingeführt,
iht iia
(3)
35 hs \\ 'ji'uii b.vi'e;!:i r-e-Tsfrkt, uaö. w-vpft yfiai; un eine:'
;."·Es:wijrde!bereits;bemerkt,' daß; Wenn ;nia.n;an: einer
Doppelbrechung eine geradlinige Schwingung :erhält;:
didbibdDii
v; werden, dieigemäßj denjAchseniiO^IcUnd Ö^jders EUipse iverlaufen,
wobei die Amplituden α und b sind und die
HKiÄünvcrscinobiürÄ -.-■ in!, h's !Si also
Phasenverschiebung ^ ist. Es ist also
sich jedo.ch ;ändert,r>die^bflaehung.r der, IHipse sich'
am.jiAHS.tritiiräridert, daß aber die Größe o2 + b2
kons.tan;t^iejbfcessunir se; auiiieführi:
ZurEftergiemessung;sei.ausgeführteefebene üchirDiö edurche diei^Gieichungi (3)i !.angegeben' ei t Lieht-: ^jl^iJPJbltil^lihd
ZurEftergiemessung;sei.ausgeführteefebene üchirDiö edurche diei^Gieichungi (3)i !.angegeben' ei t Lieht-: ^jl^iJPJbltil^lihd
X ~ ti COS ei I
x = α cos ω ί
45
y = fecos Γ«)ί —
Fs sei n;ich iicrieniüeü Lichtinisnsitai .«c-fragi,
w-Eßh sei] unacheiderjerugen^ sXJchtintejisitätiiigefragtj
wdche, jdurch, einepr; Anajysatprvhindurchgehtj;; der
gegenüber, den.Achseniujm einendWinkel; cf^ggneigt ist;:
fiiPerV^Analysatprcuiibertragt sdißviSchwingungntals
Su.mrne;der Komponenten der Schwingungen χ und y,
nämlich . ..λ
£7 COS >! COS ,,.■/ ~ h SJ;! α COS t-.--.-f -- j^O . .
α cos α cos cot + ft sin α cos Not —~J.
Die Vom Arsalysaloi" übertragne intensität oder
55 umgewandelt :,-Man-i mißt die.
Patentiftljdiffecen^-i,di^l,dufehh.den·,pStfoim andden
Kle;mmen;einjes;;. Widers^
toEn;W.erde;iin schnelle,; Umdrehung
tztjiiiDies Spannung am Ausgang des Photomultiplikators
ist
Sa rüiiri her aus der überlagerung cwa1 isiachsr.Sie-.r;üh/t
her aus der überlagerung einer Gleichspannung , et + ir
ig^pgnXpgu^g^frVsMdpif
Ener.gieiist;glejch.dem Quadrat der Amplitude dieser
Schwingung, d. h.
B -~ t'C COS*
<: + b~ nViJ a
{■•ο 60 und einer iiräoicla.'en Spannung ·
und einer sinoidalen Spannung
und einer sinoidalen Spannung
2 f i; 1
oder
oder ■
oder ■
(2)
65
1 COS 2 α
E =
CO2a COS 2a .
her. so daß, tve-nn parsKci da:;u ein Spaniiangsmes^Hf
her,:|o;4aß^;wenn:parall.el;dazu ein ;Spannurigsrfle§s.erfür
.Gleichstrom; und eirr,Spanriungsmessjerofür s^Vechr
s^lstrpm;^geschaltet..werdeni':der;.erstere. die: Gleicht
spannung und der zweite die Wirkspannung anzeigt,
die auf einfache Weise mit der Abflachung τ der Ellipse
verbunden ist.
Die Bestimmung der Achsen erfolgt wie nachstehend angegeben:
Es sei nunmehr unter Rückgriff auf die ebene Darstellung von Poincare eine Doppelbrechung mit den
Achsen Ox und Oy (Fig. 9) betrachtet, wobei eine
Phasenverschiebung φ eingeführt wird. Es sei angenommen,
daß dieses Plättchen eine lineare Schwingung aufnimmt, deren Orientierung sich in bezug auf to
die Achse verändern läßt.
Es seien nun die Stellungen des Polarisators gesucht, d.h. der geradlinig einfallenden Schwingung; die am
Austritt aus dem Plättchen elliptische Schwingungen mit der gleichen Abflachung ergibt.
Diese elliptischen Schwingungen sind durch die Punkte MJVfM1MJ (Fig. 9) dargestellt, d.h. durch
die Schnittpunkte der beiden Kreise gleicher Abflachung mit der Geraden - = tg<p. Es werden also
geradlinige Schwingungen erhalten, welche durch die Punkte 80'O1Qi gegeben sind. :
Dabei ist sofort festzustellen, daß
OQ OQ' = OM OM' = 0P2 = 1,
tg0x tg<9' = 1.
tg0x tg<9' = 1.
Die Schwingungen Q und Q' sind also in bezug auf die in einem Winkel von 45° zu den Achsen der
Doppelbrechung liegenden Richtung symmetrisch.
,Weiter ist zu bemerken, daß
OQ= -OQ1
OQ'=-QQ1,.
tg<9 — — tgi?!
■- ■■· .■,-·.■■ - \:: .■■■ ■ ·..■■";·■■■■■ ■-■,.·
Die Schwingungen Q und Q1, Q' und Q[ sind also
in bezug auf die Achsen der Doppelbrechung symmetrisch. ■■ ■_ ;■■■ ': ■-.'.. *<■■ ,1V- .-::, ·':...· ■ ',--■:' ■■ ■/::■ ,'
I Zusammenfassend kann gesagt werden, daß zwei geradlinige Schwingungen, die elliptische Schwingungen. gleicher Abflachung geben, in. bezug auf die Achsen der Doppelbrechung oder in bezug auf die im Winkel von 45° zu diesen Achsen liegende Richtung symmetrisch sind, κ: ■■■:>■ : ^ -
I Zusammenfassend kann gesagt werden, daß zwei geradlinige Schwingungen, die elliptische Schwingungen. gleicher Abflachung geben, in. bezug auf die Achsen der Doppelbrechung oder in bezug auf die im Winkel von 45° zu diesen Achsen liegende Richtung symmetrisch sind, κ: ■■■:>■ : ^ -
Das Prinzip der Methode zur Bestimmung der Achsen einer Doppelbrechung besteht also darin,
zwei Orientierungen des Polarisators zu suchen, die am Ausgang zwei Ellipsen mit gleicher Abflachung
ergeben. ; ;
Diese wird mit Hilfe einer langsamen Umdrehung des Polarisators ermittelt, in deren Verlauf zwei
Stellungen gesucht werden, für welche die Wirkspannung die gleiche ist.
In dem Fall eines in gestreutem Licht untersuchten Modells wird der Polarisator selbst durch das Modell
gebildet, das sich um den zu untersuchenden Punkt drehen läßt, was zur Folge hat, daß damit die Richtungen
der Achsen in bezug auf die feststehende
Polarisationsrichtung gedreht werden. Dabei ist es von ganz wesentlicher Bedeutung, zu beachten, daß
man auf diese Weise unmittelbar, die. Achsen: der
Doppelbrechung erhält, die vor 4er Drehkraft eingestellt
ist. .: . : · :v : . ....;. -...·.
Die Feststellung der Phasenverschiebung geschieht wie folgt:
Es sei Θ der Winkel der einfallenden Schwingung V
mit den Achsen Ox Oy der Doppelbrechung bei Einführung einer Phasenverschiebung φ (F i g. 10).
Bezogen auf die Achsen OxOy lautet die Gleichung der Ellipse am Ausgang der Doppelbrechung:
2xy . . y2 . ,
cos φ + = sin2φ.
cos Θ sin Θ sin Θ
Ihre Abflachung τ ist also an den Winkel Θ und
an die Phasenverschiebung φ gemäß der Gleichung
gebunden:
1 -
= Fl - sin2 2Θ sin2 φ.
Die Wirkspannung
b2
1 -τ2
2 ψϊ 1 + τ2 '
die am Wechselstromspannungsmesser abgelesen wird, ist somit proportional zu
1 - sin2 20 sin2 φ.
Es sei nunmehr in Abhängigkeit von dem Winkel Θ die Kurve ;. :ϊ .: ;.- . :.·■■...·.· . .-. .
y = Fl- sin2 2Θ sin2 φ ■■'.■■
untersucht, welche die Veränderung der Größe angibt ;- :.;■,:.·;■■.,ü · ν ..*■ :: : :· .,v.:: ·. ·.;,, 1T ^,
Die Änderung dieser Funktion y ist in der nachfolgenden
Tabelle I angegeben: · ■.'■·■■■·.
Θ | 0 | Ψ. | π τ ■ |
0 | — (sin?) ψ —■ J | ||
■ ' -ι; :';y "■-·;;■ | ^lcos^l, . | ||
Krümmungsradius D |
■ |cos : ι■■-'-. | ||
4 sin2 | 4 sin2 φ | ||
Der Verlauf der Kurve der Veränderung der Funktion y ist inF ig. 11 dargestellt. :, ■ .· ν ;
Unabhängig von der Phasenverschiebung . φ ist
der Krümmungsradius der Kurve stets beim Mindestwert (θ = |j kleiner als beim Maximalwert (Θ = 0).
In dem Fall, in dem 95 = 5 ist, ergibt sich
■ y =|cos26>|. .",
Die entsprechende Kurve ist in F i g. 12 angegeben. Aus der Tabelle I und den Kurven der F i g. 11 und
12 folgt, daß
I cos 991 =
y mim
y maxi
yo-0
(4)
Es ergibt sich somit folgendes Meßprinzip :
Nach Bestimmung der Achsen gemäß dem vorstehend beschriebenen Verfahren wird nacheinander
die Richtung der einfallenden Schwingung in einem Winkel von 45° zu diesen Achsen und auf eine dieser
Achsen gelegt. Das Verhältnis der beiden Wirkspannungen V ergibt den absoluten Wert des Cosinus
des Verschiebungswinkels, nachdem die Gleichspannung konstant gehalten würde.
Die Anwendung des Verfahrens zur Untersuchung mechanischer Spannungserscheinungen am planen
Modell ergibt folgendes:
* Vor Anwendung dieses Verfahrens auf die dreidimensionale
Photoelastizimetrie mit Hilfe von gestreutem Licht wurde der Untersuchung zunächst ein
Planmodell zugrunde gelegt, das aus einem auf Zug beanspruchten Plättchen aus Methylpolymethacrylat
bestand; , ,, . ,
Das $chema der Anwendung ist in Fig. 13 dargestellt.
Dabei ist:
S = die Lichtquelle,
F = ein monochromatisches Filter, L1 = ein Kondensator,
D = eine Diaphragma,
L2 = eine Linse,
P ·..= ein Polarisator, ..
M = das Modell,
A = ein Drehanalysator,
PM = ein Photomultiplikator.
F = ein monochromatisches Filter, L1 = ein Kondensator,
D = eine Diaphragma,
L2 = eine Linse,
P ·..= ein Polarisator, ..
M = das Modell,
A = ein Drehanalysator,
PM = ein Photomultiplikator.
wird. Die Ergebnisse dieser Messungen sind in der nachfolgenden Tabelle II und in Fig. 15 eingetragen. ■ ■■■■·■;.:■:.■:· ,VV-
Der Analysator wird durch einen Motor mit einer Umdrehungszahl von annähernd 2800 U/min gedreht.
· ■· .:
Um' jede parasitäre stroboskopisch e Einwirkung zu vermeiden, wird die Lichtquelle mit Gleichstrom
gespeist und durch einen Widerstand gegebenenfalls der .Lichtfluß derart korrigiert, daß er konstant
gehalten wird. Bei dem zur Anwendung gebrachten Photomultiplikator handelt es sich um eine Elektronenröhre
vom Typ RCA 5819, welche mit einer Spannung von — 1000 Volt gespeist ist. Die Ablesung
erfolgt über einen Widerstand zwischen der Anode An undderMasse. : :
In der Fig. 14 ist die elektrische Einrichtung gezeigt, die dem Elektronen-Photomultiplikator PM
der F i g. 13 zugeordnet ist. Wie aus der Figur hervorgeht^
ist die Kathode K des Photomültiplikators
einem Generator GEN für stabilisierte Hochspannung zugeordnet, der durch1 die Spannung des elektrischen
Netzes über einen Spanhungsstabilisator S T gespeist wird. Dem Ausgang des! Elektronen-Photomultiplikators ist ein Widerstand R nachgeschaltet, an dessen
Klemmen in; Parallelschaltung zwei Meßgeräte V1
und V2 angeschlossen sind. ■
Nach Einsetzen des Modells wird der Polarisator jeweils um 5 Grad von 0 bis 200° gedreht, wobei die
Stellung 0 in bezug auf die Achsen des Modells beliebig ist. Für jede Stellung des Polarisators wird die
Angabe V des Wechselstromvoltmessers abgelesen, wobei die Angabe Vx des Gleichstromvoltmessers mit
Hilfe des Widerstandes vollkommen konstant gehalten
Polarisator- | V | Polarisator | V |
stellung | (mV) | stellung | (mV) |
(Grad) | 20 | (Grad) | 21 |
0 | 36 | 100 ' | 36,5 |
5 | '. 54 | 105. | .·..·,.·,·. $4.;..,;-, |
10. | 71 ' u | 110 ,,: | - --;·70,5·: |
15. | 86,5 | ^' 115 | 87 |
20 : | 99,5 '''" | 120-i | ;ί99 |
25! | 111 : : | •1(; 125: | !ill,5 |
30 | 119 : | 119,5 | |
35 | 122 ' - | ■■125,5 | |
40 | 126 | 128 | |
45 | 126 '■' | '128,5 | |
50 | 122,5 | ; 125 | |
55" | 117 - | 118 | |
60 | 108 : | "108,5 | |
65' | 92,5 '■■' | !i 95,5 | |
70 | 78,5 '·"-"· | 130 | r" 81 |
75 | 64 L | 135 ; | :i>64,5 |
80 | 47 | ' 140 | ■ f 4j |
85 | 30 | 1 145 | •"''29 |
90 | 17,5 :i | 150 | ' :'"-n |
95 | ' 155 | !V--22 | |
160 | |||
; 165 | |||
··'■" 170 | |||
; -■■'·■ 175 | |||
1 180 | |||
' 185 | |||
190 | |||
1 195 | |||
200 | |||
Aus der F i g. 15 wird deutlich, daß die verschiedenen
Abschnitte der Kurve jeweils zwei zu zwei in bezug auf Gerade vollkommen symmetrisch sind, entsprechend
den Neigungen in bezug auf die Stellung 0 des Polarisators bei 46,5°, 96,4° und 146,6°. Die Achsen
des döppeltbrecheriden Modells sind' also in bezug
auf den Nullpunkt des Polarisators iri'einem Winkel
von 46,5° mit einer Genauigkeit von etwa 0,1° geneigt.
Die Kurve der Fig. 15 wurde deshalb gezeichnet^ um ein Bild vom Verlauf der Änderung der Wirkspannung zu geben; ■"-'■■' ''·'■'■''-'■■ ■"■''■'■'"■'■'· '■ ■ ■ '■■■ '·'■■'
Da deren Symmetrie vollkommen' ist, braucht die Kurve zur Ermittlung der Achsen nicht ganz ausgezeichnet zu werden. Es genügt, wenn- ein Wert der
Wirkspannung gewählt wird, der in der-Zone der größten Ansprechempfindlichkeit liegtj um dann diejenigen
Stellungen des Polärisators zu suchen, welche
diesen gleichen Wert für die Wirkspanhüng ergeben.
In dem Bereich von Q bis 200° findet man also für
eine mit 75 mV festgelegte Wechselspannung die
Winkel: 15,2°-—77^2°— 115,9° und 177,2°,
Wird jeweils von zweien dieser Werte- das Mittel
genommen, so erhält man für die Achsen der Doppelbrechung und deren Halbierende die Werte: 46,2° —
96,55° und 146,55°.'■:- ; -..---^y--'-φ. r- ■■ ; -i
Nach diesen Ergebnissen ist festzustellen, daß die
Stellung der Achsen sehr rasch mit einer Genauigkeit
von etwa 0,2° bestimmt ist: "'■'■'-■'■■■:'::'--'?- ' :' ; .:
Es ist zu beachten, daß diese Messungen mit einem Polarisator durchgeführt wurden, dessen Gradeinteilung
keinen Nonius aufwies, so daß die Ablesungen lediglich mit einer Genauigkeit von etwa 0,2er durchgeführt
werden konnten. ': ■■■··"■■··■'^1V : -
309 547/124
Das Verfahren müßte es also tatsächlich gestatten, die Stellung der Achsen einer Doppelbrechung mit
einer höchstens bei 0,1° liegenden Fehlertoleranz zu ermitteln, d. h. mit einer wesentlich höheren Genauigkeit,
als man sie mit Hilfe der Isoklinen erhält.
Die Phasenverschiebung wurde mit dem vorstehend angegebenen Verfahren für wechselnde Belastungen
gemessen. Die Ergebnisse dieser Messungen sind in der Tabelle III und in F i g. 25 aufgezeigt.
Gradeinteilung des Dynamometers |
(kg/mm2) | Messung für Θ = 0 | Messung für Θ = ·§- | I COS tp\ | φ (Grad) |
(mV) | (mV) | ||||
25 | 0,049 | 96,5 | 91 | 0,9430 | 19° 26' |
30 | 0,070 | 96,5 | 86,95 | 0,9010 | 25° 42' |
35 | 0,092 | 96,5 | 81 | 0,8394 | 32° 55' |
40 | 0,113 | 96,5 | 73,25 | 0,7591 | 40° 37' |
45 | 0,135 | 96,5 | 65,1 | 0,6746 | 47° 3.5' |
50 | 0,156 | 96,5 | 56 | 0,5803 | 54° 32' |
55 | 0,177 | 96,5 | 44,75 | 0,4637 | 62° 22' |
60 | 0,199 | 96,5 | 34 | 0,3523 | 69° 22' |
65 | 0,220 | 96,5 | 23,6 | 0,2446 | 75°51' |
70 | 0,242 | 96,5 | 12,3 | 0,1275 | 82°41' |
75 | 0,262 | 96,5 | 6,85 | 0,0710 | 85° 56' |
80 | 0,284 | 96,5 | 12 | 0,1243 | 97°09' |
84,9 | 0,305 | 96,5 | 22,2 | 0,2300 | 103° 18' |
89,9 | 0,326 | 96,5 | 32,5 | 0,3368 | 109°41' |
95 | 0,348 | 96,5 | 44 | 0,4560 | 117°08' |
100 | 0,370 | 96,5 | 54 | 0,5596 | 124° 02' |
105 | 0,391 | 96,5 | 64 | 0,6632 | 13Γ33' |
110 | 0,412 | 96,5 | 72 | 0,7461 | 138° 15' |
Wie aus der F i g. 25 hervorgeht, liegen diese Punkte völlig auf einer Linie, da sie sich von der Geraden
höchstens um weniger als 1° entfernen, was etwa einer Ungenauigkeit von "/ioo^ntspridrt- Dieser Fehler
kann im übrigen auch mindestens teilweise auf das Belastungssystem zurückgeführt werden.
Weiter ist festzustellen, daß das Verfahren von Tardy, das häufig zum Zwecke der Photoelastizimetrie
verwendet wird, lediglich Phasenverschiebungsmessungen mit einer Ungenauigkeit von etwa einem
Hundertstel ermöglicht.
Trotzdem läßt sich in der Kurve gemäß Fig. 25 ein Punkt feststellen, der ganz deutlich (etwa um 3°)
von der Geraden abweicht. Dieser Punkt entspricht
einer Phasenverschiebung von ^ , d. h, einem Wert,
für den ein Null-Wert der Wirkspannung zu erwarten gewesen wäre.
Für diesen Wert φ = | ist der vom Photomultiplikator
aufgenommene Lichtfluß nicht mehr moduliert. Nun ,wurde bei einem kontinuierlichen Fluß, im
Oszilloskop das Auftreten von Ungleichmäßigkeiten bestimmter Amplituden festgestellt. Diese Ungleichmäßigkeiten
verschwinden, sobald der Fluß leicht moduliert wird.
Wie aus der Kurve der Fig. 25 hervorgeht, wird diese Abweichung für benachbarte Punkte entsprechend
Phasenverschiebungen von 82° und 97° 45
gleich Null. Es ergeben sich also lediglich im allernächsten Bereich von 90° Ablesungen mit Abweichungen;
im übrigen entspricht diese Abweichung von 3° nur einem Hundertstel, d. h. 4% im relativen
Wert. Für eine Phasenverschiebung von -γ- wäre die
absolute Abweichung noch immer 1Z100, wodurch
sich nur eine Relativabweichung von etwa 1% ergeben würde.
Da die am Gleichspannungsvoltmesser abgelesene Spannung mit Hilfe eines Widerstandes konstant gehalten
wird, wird am Wechselstromvoltmesser die Wirkspannung V für verschiedene Orientierungen des
Polarisators P abgelesen. Wie bereits aus den vor-. stehenden Ausführungen deutlich wurde, ist die Orientierung
α der Achsen in bezug auf eine Bezugsrichtung • derart, daß die Wirkspannung V bei zwei zur Bezugsrichtung symmetrischen Stellungen ein und dieselbe
ist. Es wird andererseits der Cosinus des Phasenverschiebungswinkels
φ durch das Verhältnis der Minimal- und Maximalwerte der Wechselspannung erhalten:
|cos ψ I =
V minimal
V maximal
Die Orientierung α der Achsen und die Phasenverschiebung φ kann also für alle Punkte des Modells
als experimentell bekannt angenommen werden.
Es seien N1 und N2 der beiden Hauptspannungen
in einem Punkt M eines gegebenen Modells, wobei nach Voraussetzung N1
> N2 jm algebraischen Wert ist, und es sei α der Winkel von N1 mit der Bezugsrichtung, beispielsweise Ox (s. F i g. 16).
Es seien in gleicher Weise X und Y die Normalkontraktionen
in M und T die Schubkraft in dem Achsensystem χ und y.
Die Gleichgewichtsgleichungen in M lauten wie folgt:
δΧ ÖT
öx
öy
δΤ δΥ
δχ
= 0
= 0
(a)
(b)
-τ- (N1 — N2) sin 2a = -y φ sin 2a .
Nachdem die Winkel φ und α experimentell bekannt
sind, ist auch Γ in jedem Punkt des Modells bekannt und ebenso seine Ableitungen in bezug auf χ und
y ■ T wird in der gleichen Einheit ausgedrückt wie φ.
Aus der ersten vorstehend angegebenen Gleichgewichtsgleichung ergibt sich durch Integration entlang
einer Parallelen Ox die Normalkontraktion X.
Mit Hilfe der folgenden Relation kann wiederum durch Integration entlang einer Parallelen zu Oy die
Normalkontraktion Y bestimmt werden.
Im übrigen kann ohne weiteres für jeden Punkt bei Kenntnis von X der Wert von Y bestimmt werden
oder umgekehrt, da
X = N1 cos2a~~+ N2 sin2 a
Y — N1SVO2 a + N2COS2 a
und daraus
X - Y=(N1- N2) cos 2a = φ cos 2a. (6)
Theoretisch können also X und Y für jeden Punkt eines Modells bestimmt werden; N1 und N2 lassen sich
ohne jede Schwierigkeit ermitteln, da
N1 -N2 = φ )
N1 + N2= X + Yj.
Es sei nun ein Experimentalverfahren zur Trennung der Kontraktion beschrieben:
Es werden experimentell α und φ an den Knotenpunkten
eines quadratischen Liniennetzes bestimmt, das aus zu Ox und Oy parallelen Linien besteht
(s. Fig. 17).
Dabei ist zu beachten, daß das Meßverfahren die
Bestimmung der Orientierung der Kontraktionen bei 4- nur annähernd gestattet. Der genaue Wert
α = Mx ■ N1 läßt sich nicht in der Weise feststellen,
daß von einem Rand aus, an dem die Kontraktionen
zo bekannt sind, kontinuierlich weiter gegangen wird.
Ein Punkt dieses quadratischen Liniennetzes läßt sich unter Zuhilfenahme zweier Indizes ausmachen,
beispielsweise Mj, wobei k die Abszisse und j die
Ordinate bezeichnet (F i g. 17).
Ist der Abstand zwischen den Ordinaten und zwischen den Abszissen jeweils ausreichend klein, so
können die Verhältnisgleichungen (a) und (b) beispielsweise am Punkt Mj in folgender Weise als
endliche Differenzen geschrieben werden:
Xj-XU
yJ - y]~
xk+l **-l
= 0 (C)
Bei Kenntnis von X{-i ergibt sich aus der Gleichung
(c) der Wert von X{, und bei Kenntnis von Y{~1
der Wert von Y{ aus der Gleichung (d)..
Die Normalkontraktionen können also für jeden Punkt ermittelt werden. Es genügt, ihre Werte an
einem beliebigen Punkt zu kennen. Das wird im allgemeinen bei Beginn ein Punkt des Umfangs sein.
Von den Werten X und Y in diesem Punkt ausgehend, lassen sich die Kontraktionen überall feststellen,
wobei die Integrationsstrecke absolut beliebig
iSt. ■···.':■■..
Von den experimentell festgestellten Werten ausgehend
lauten die Gleichungen (c) und (d) wie folgt:
Xj-XU
xk '— xk-i
dazu kommt
sin
Xl- Yl = φ{ cos2al.
(g)
Die zweite Seite der Gleichungen (e), (f) und (g) leitet sich jeweils aus den experimentell ermittelten
Werten ab.
Diese Gleichungen (e), (f) und (g) bilden also ein System leicht lösbarer linearer Gleichungen.
Da sich die zweiten Teile der Gleichungen (e), (f) und (g) nur mit großem Zeitaufwand errechnen
lassen, erfolgt die Berechnung vorzugsweise unter Zuhilfenahme eines Rechenprogramms mit einer elektronischen
Rechenmaschine. ,
Anwendungsbeispiel
Es wurde beispielsweise die Bestimmung der Orientierung der Achsen und der Phasenverschiebung in
einem Modell vorgenommen, das aus einem dicken Ring aus Methylpolymethacrylat bestand, der auf
Zug beansprucht wurde, dessen Innendurchmesser 65 mm und dessen Außendurchmesser 135 mm betrug.
Die Linien des quadratischen Liniennetzes lagen jeweils in einem Abstand von 5 mm auseinander.
Die experimentell erzielten Ergebnisse sind in Fig; 18 aufgezeigt: Die an den Rändern für-a-und φ
angegebenen Werte wurden-"durch" "Extrapolation
erhalten. ■"■■'-'· ■■'■ ■ -^<; · '■'■ >■-■■■'■'■■■' ■·■<·■ . ■ ·■■'"'■ ■ ■
Dann wurde1 beispielsweise eine; Integration; vom
PunktΆ (Fig. 18) ausgehend vorgenommen, der ein
singulärer Punkt ist, in dem N1 = N2 = X = Y = O,
und es wurden dann ■ die Werte der Kontraktionen
imrPunkt B gesutht (N1 ■= 0, W2 =■ -67P),' wobei
folgende Punkte durchlaufen wurden: . .
/M1?; Af1?
f0f
Mi
MI
1I
M1* B.
führten zu
^ιΐ! =?."""'f-p;28'Grja.!d! , (fürÖ G) J
N2B = -67,28 Grad (für 67G).
V 2ß
Die Messungen von: α und φ wurden dabei unter
unvollkommenen Bedingungen durchgeführt, da ohne das nachstehend noch >
im einzelnen beschriebene Hilfssystem zur Stabilisierung; der am Gleichspannungsvoltmesser
abgelesenen Spannung die Genauigkeit nicht höher als etwa 0,5° geschätzt werden kann.
Es liegt somit eine gute Übereinstimmung mit dem experimentellen Wert vor. Man sieht also, daß mit
einem in bezug auf den Gradienten der Veränderung von α und φ passenden Integrationsschritt das erfindungsgemäße
Verfahren zu ausgezeichneten Ergebnisseh führt;-- '■'■■■■■ :::^ · ·· .'-.· ·
Im Hinblick auf die Anwendung auf die dreidimensionale
Photoelastizimetrie der Methode des gestreuten Lichts mit einem einfallenden nicht polarisierten
Bündel wurde zunächst einmal eine vollständige theoretische Untersuchung der Wirkung einer Säule
von Doppelbrechungen -auf -eine Lichtschwingung durchgeführt/ : ; ;
Auf der Grundläge dieser theoretischen Unter-,
suchung konnte eine neuartige Methode zur Bestimmung der Achsen und der Phasenverschiebung
von Doppelbrechungen ermittelt werden. Dieses Verfahren
hat sich als rasch und genau erwiesen.'
Die durch Streuung ausgestrahlte Lichtenergie, welche der von dem streuenden Teilchen aufgefangenen
Energie proportional ist, ist nur schwach. Infolgedessen hat die Durchführung des erfindungsgemäßen
Verfahrens dazu geführt, die Belichtung des zu untersuchenden Modellpunktes bis zu. einem
Höchstwert zu erhöhen, und zwar unter Berücksichtigung
der physikalischen Eigenschaften des gestreuten Lichts. Aus diesem Grunde muß zunächst
einmal auf diese Eigenschaften eingegangen werden.
Im zweiten Teil der Ausführungen wird dann untersucht, welche Einflüsse die öffnung und die
Dicke des den zu untersuchenden Punkt am Modell
beleuchtenden Lichtbüschels auf die Messungen der Achsenorientierung und der■■'■ Phasenverschiebung
haben. ... . ,
Schließlich wird im dritten Teil der nachfolgenden Ausführungen die zur Verwendung gebrachte optische
Vorrichtung beschrieben; gleichzeitig werden
auch die Ergebnisse angegeben, welche mit einem auf Druck beanspruchten Probestück erzielt wurden.
Es sei ein natürliches Lichtbündel betrachtet, das sich in der Richtung Ox fortpflanzt (Fi g. 19). In O
lassen sich die Schwingungen des: Lichts in zwei inkohärente rechtwinkelige Schwingungen gleicher
Amplitude A zerlegen, die eine gemäß der Richtung Oy und die andere gemäß der Richtung Oz.
Es sei der Schwingungszustand des gestreuten ίο Lichts in einer Richtung OM der Ebene xOζ untersucht,
die: in bezug auf die Einfallsrichtung in einem
Winkel α geneigt ist. Die Schwingung y parallel zu Oy im Punkt M, beispielsweise OM = r, hat eine Amplitude
α, die durch die Gleichung
=, C
bestimmt ist, wobei C von α unabhängig ist.
Die zu OM senkrechte und in der Ebene
liegende Schwingung Z hat eine Amplitude von
liegende Schwingung Z hat eine Amplitude von
xOz
α cos α.
Das in beliebige Richtung gestreute Licht ist also ' *
nur teilweise polarisiert. Nur das in zum einfallenden Lichtbündel senkrecht gestreute Licht ist total polarisiert,
und es ist - :
α =
und
α cos α/= Ο';■■
Die Schwingungen X und Z sind inkohärent.
Andererseits ist es erkennbar, das für ein gleiches Element mit streuendem Volumen der in eine Richtung gestreute Fluß um so größer ist, je größer der einfallende Lichtfluß ist. Hat man nun jedoch eine Lichtquelle vorgegebener Intensität, so läßt sich der einfallende Lichtfluß nur in der Weise erhöhen, daß nian die öffnung des das streuende Element beleuchtenden Lichtbüschels vergrößert; ,':■■■■■
Der Einfluß der öffnung und der Dicke des Lichtbüschels und Einfluß der öffnung des Lichtbüschels seien nachstehend betrachtet:
Andererseits ist es erkennbar, das für ein gleiches Element mit streuendem Volumen der in eine Richtung gestreute Fluß um so größer ist, je größer der einfallende Lichtfluß ist. Hat man nun jedoch eine Lichtquelle vorgegebener Intensität, so läßt sich der einfallende Lichtfluß nur in der Weise erhöhen, daß nian die öffnung des das streuende Element beleuchtenden Lichtbüschels vergrößert; ,':■■■■■
Der Einfluß der öffnung und der Dicke des Lichtbüschels und Einfluß der öffnung des Lichtbüschels seien nachstehend betrachtet:
Bei dem im ersten Teil der vorstehenden Ausführung
dargelegten Verfahren wurde angenommen, daß das Modell von einem Bündel parallelen Lichts beleuchtet
wurde. Das in der Beobachtungsrichtung gestreute
- Licht war also total polarisiert. - ;
Wird nun das Modell von einem konvergierenden » Lichtbündel beleuchtet, so ist das in der Beobachtungsrichtung
gestreute Licht nur teilweise polarisiert. Es muß also nunmehr untersucht werden,
welchen Einfluß eine teilweise Polarisation des Lichts auf das in den vorstehenden Ausführungen dargelegte
Prinzip der Messungen der Achsenorientierung und der Phasenverschiebung hat.
Es sei angenommen, daß eine Doppelbrechung
mit den Achsen Ox und Oy (Fig. 20) ein teilweise
polarisiertes Licht aufnimmt. : ■ :;;
Die Schwingungen dieses Lichts lassen sich in zwei
, 60 inkohärente und zueinander senkrechte Schwingungen X und Y mit der Intensität A2 bzw. a2 zerlegen.
Am Ausgang des Drehanalysators ergibt die Schwingung
X mit der Intensität A2 eine modulierte Energie
gemäß der Formel .· ..
E = A2 \l'+ cos 2 (Ωί - /
L .. - 1 + rf
L .. - 1 + rf
wobei T1 die Abflachung der Lichtellipse durch die
Schwingung X und /J1 der Winkel der Achsen dieser
Ellipse in bezug auf die Achsen Ox und Oy ist.
Die Schwingung Y mit der Intensität a2 ergibt eine
modulierte Energie
= a2 [l +
ι-
cos 2
wobei τ2 die Abflachung der Lichtellipse durch die
Schwingung Y und ß2 der Winkel der Achsen dieser
Ellipse in bezug auf die Achsen Ox und Oy ist.
Die plane Darstellung von Poincare erlaubt es,
unmittelbar zu erkennen, daß zwei zueinander senkrechte Schwingungen zwei Ellipsen der gleichen
Abflachung ergeben, deren Achsen um j versetzt
sind.
Es ist also
Es ist also
io
r2 =
20 Es sei O der zu untersuchende Punkt des Modells,
beobachtet in der Richtung Oy (F i g. 21).
Weiterhin sei a0 die öffnung des den Punkt O beleuchtenden
Lichtkegels mit der Achse Oz und dem festen Winkel Q = 2π (1 - cos a0). Die bei O aufgenommene
Energie ist proportional dem konstanten Winkel Ω.
Es sei nun im Inneren dieses Kegels ein durch die Winkel α und Θ (Fig. 21) bestimmter Lichtstrahl
betrachtet und ebenso der feste Winkel άΩ, der bestimmt ist durch
άΩ = sin α ■ da · άΘ.
Es sei Ou die Schnittlinie in der Ebene der einfallenden Welle und der Ebene xOy, und Ov die Richtung
der zu Ou senkrechten Wellenebene.
Die Schwingungen des einfallenden Lichts lassen sich in zwei inkohärente nach Ou und Ov gerichtete
Schwingungen zerlegen mit den Intensitäten
u2 = Ι2άΩ
, Daraus folgt
E = A2 Γΐ.+ cos 2 (ßt - /S1)I,
L ' ι + Ti J
L ' ι + Ti J
e = α2 [l - -j^-f- cos 2 (ßt - A)] ·
= Ι2άΩ.
Und somit
E + e = A2 + a2 + (A2 - a2) -—A- cos 2 (Qt - ft).
Die am Wechselstromvoltmesser abgelesene Spannung ist also proportional
Das Prinzip der Messungen der Orientierung der Achsen und der Phasenverschiebung eines doppeltbrechenden
Körpers bleibt also in der vorstehend beschriebenen Weise in seiner Gesamtheit gültig.
Nachdem der Polarisationszustand die Meßprinzipien nicht beeinflußt, bleibt im Falle gestreuten
Lichts zu untersuchen, was diejenige öffnung des Lichtbündels ist, bei welcher die Größe A2 — a2
einen maximalen Wert darstellt.
Es sei nun der Polarisationszustand des durch
in der Richtung Oy gestreuten Lichts festgestellt.
in der Richtung Oy gestreuten Lichts festgestellt.
Es seien χ und ζ die Komponenten der nach den zu
Oy senkrechten Richtungen Ox und Oz gestreuten
Schwingung. Es ergibt sich
wobei ux, vx, uz und vz die Komponenten der Schwingungen
u und ν in den Richtungen Ox und Oy sind.
Man erhält .
Man erhält .
w2 = Γ2ήη2ΘάΩ
w2 = 0 .
υ2 = /'2cos2acos20iii3
v\ = Γ2 sin2 α άΩ,
indem Γ2 = K2I2, wobei K2 der Streukoeffizient ist.
Daraus folgt .._ ..
x2 = Γ2 [cos2 α cos2 Θ + sin2
z2 = Γ2 sin2 adΩ.
z2 = Γ2 sin2 adΩ.
IdQ
Betrachtet man nun den gesamten Öffnungskegel a0,
so haben die Komponenten nach Ox und Oz der gestreuten
Schwingung die Intensitäten A2 und a2
gemäß folgenden Gleichungen: . · .· .
A2 = fx2 = f fr2 [COs2O cos2 Θ + sin2 0] sin α · da- άΘ
S
oo ■■·■.·
α2 =fz2 =JJl'2 sin2 α ■ · si
Ω O O
■ · sin α;
Damit ist
.2 7/2/1 \ Γι , 1+COSa0-I-COS2OoI
A* = π Γ2 (1 — cos O0) IH -± -^- ,
7 τ „2m \Γι 1+COSa0H-COS2O0"]
ίΓ = 2π/'2(1 -COSa0) 1 -^ r^· ··
309 547/124
Es ist nunmehr zu untersuchen, welchen Wert der Winkel a0 besitzt, bei dem die Größe A2 — a2
einen Maximalwert ergibt. Es ist
A2 — a2 = π Γ2 sin2 α0 cos α0 .
Diese Menge hat ein Maximum bei
Diese Menge hat ein Maximum bei
2 sin a0 cos2 a0 — sin3 a0 = 0 .
Dabei sei
Dabei sei
d.h.
tg a0 = /T,
ao~55V
ao~55V
Es ist also wünschenswert, den den Punkt O beleuchtenden
Lichtkegel bis auf einen Maximalwert zu öffnen.
* Es ist wichtig zu beachten, daß dies mit dem neuartigen
erfindungsgemäßen Verfahren möglich ist, bei dem lediglich die Energien und die Abflachung
der Lichtellipse gemessen werden. Bei dem bisher angewandten Verfahren, bei dem lediglich die Interferenzstreifen
zur Untersuchung herangezogen werden, wäre es völlig unzulässig, das Lichtbündel so
weit zu öffnen, weil hierdurch eine teilweise Polarisation des gestreuten Lichts verursacht werden würde.
über den Einfluß der Dicke des Büschels ist folgendes
zu sagen:
Es sei zunächst bemerkt, daß die Gesetze der geometrischen Abbildung die Gleichung
fi n2 -ds- άΩ = η'2 ·· ds' · άΩ'
ergeben, in der sind η und n' der Brechungsindizes
der Räume Objekt und Bild, ds und ds' die Dimensionen
der Punkte Objekt und Bild, άΩ und άΩ' die
festen Winkel in dem Raum Objekt und in dem Raum Bild.
Für eine vorgegebene Lichtquelle von bekannter Dimension und bekanntem Emissionsindex wird ds'
vermindert, indem άΩ' erhöht wird. Dies ist deswegen
wichtig, weil ds! Dicke des Büscheis darstellt, welche
vor und nach der Verschiebung die im Inneren des Modells, befindliche zu untersuchende Lamelle abgrenzt.
Das in den vorstehenden Ausführungen beschrieb
bene Verfahren besteht darin, daß die Orientierung Qx
und die Phasenverschiebung <px der Lamelle bei
Bekanntsein der Orientierungen Q2 und <93 und der
Phaseriverschieburigen ψ2 und φ>3 einerseits für die
vor die Lamelle plazierte Doppelbrechung und andererseits für die Gesamtheit aus dieser Doppelbrechung
und die Lamelle bestimmt wird. (Fig. 22).
Es sei nunmehr angenommen, daß Qx == Q2 ...
Es ist bekannt, daß, wenn alle die Doppelbrechung
— Ψ2Θ2 bildenden Elemente verschiedene Achsen haben,
bei Veränderung der Belastung sich Q2 verändert,
während O1 fest ist. Man kann also durch entsprechende
Veränderung der Belastung versuchen zu erreichen, daß Q2 = Qx ist, was offensichtlich
6>3 == Qx nach sich zieht. Dies wird berücksichtigt,
wenn das Büschel in der Dicke der Doppelbrechung <px Qx verschoben wird.
Es1 sei das Büschel so plaziert, daß es die Doppelbrechung
q>2 · Q2 tangiert und 2& diejenige Phasenverschiebung
ist, welche der Breite des Büschels ent-
spricht (F i g. 22). Es sei mit Φ die Phasenverschiebung
der Gesamtheit bezeichnet, bestehend aus der kleinen Doppelbrechung δ und der Doppelbrechung (P1Q2-
Man kann davon ausgehen, daß die Energie E des Büschels auf 2n + 1 Ebenen, die von — n bis +n
numeriert sind, konzentriert ist, die das Büschel in 2« gleiche Abschnitte zerteilen (Fig. 22).
Es sei nunmehr nach der experimentell gemessenen Phasenverschiebung gefragt.
ίο Das in der Ebene k konzentrierte Licht durchläuft
eine Doppelbrechung, deren Phasenverschiebung
gleich Φ -I ist, wobei k zwischen — η und +n
liegt.
Wird angenommen, daß cos (φ-\ j das Vorzeichen
nicht ändert, wenn sich k von — η bis +n
verändert, so ist die gemessene Phasenverschiebung die ausgeglichene Summe der den verschiedenen
Ebenen entsprechenden Phasenverschiebungen, d. h.
cos Φ* =
+ n
In +I 4τγ
cos
(·♦")■
Ist δ klein (z, B. δ < 10°), so kann man schreiben:
/c<5
cos
. . kö . . /c2<52
cos Φ sin Φ —=-?- cos Φ.
η In
Werden die Ebenen + fc und — k einander je
zweifach zugeordnet, so ergibt sich
+ n
cos
- -JJ2- cos Φ(12 + 22 + 32.+ · · · + n2)! .
Und wenn η bis gegen Unendlich reicht, so ist
COS Φ* .= | cos | φ | D | 6 J |
oder | ||||
cos Φ = | cos | φ* | [' | +4] |
Zur Bestimmung der Charakteristiken einer Lamelle wird also nacheinander der Mittelpunkt des
Büschels auf jede der einzelnen Seiten der Lamelle gerichtet, wobei das Modell derart belastet wird, daß
Q2 = Q1 ist.
Es kann dann gegebenenfalls der Wert der gemessenen Phasenverschiebung bei Kenntnis der Breite
des Büschels, d. h. eines Wertes, welcher sich δ nähert,
korrigiert werden.
Es sei nunmehr eine Vorrichtung zur Ausführung des Verfahrens beschrieben.: (F i g. 23)
Bei dem den Erfindungsgedanken erläuternden und in der Figur gezeigten Ausfuhrungsbeispiel der Vorrichtung
zur Durchführung des erfindungsgemäßen Verfahrens findet als Lichtquelle 5 eine Quecksilberdampflampe
vom Typ 100 W Verwendung, welche auf Grund ihrer geringen Abmessungen gewählt wurde (Abstand der Zwischenelektroden 0,25 mm)
bei sehr hohem Lichtstrom (170 000 Stilbs).
Die Linsen L1 und L2 bilden das Bild der Lichtquelle
auf der Blende D1 ab, die jedoch lediglich den durch den Bogen gegebenen Lichtfleck durchläßt
und das Bild des Kolbens nicht durchläßt.
Die Blende D1 befindet sich dabei im Brennpunkt
der Linse L3.
Das Licht geht durch eine Irisblende D2 hindurch,
was eine Regelung der Lichtintensität gestattet.
Dann wird das Licht an einem total reflektierenden Prisma reflektiert, das hier einem Spiegel vorgezogen
wird, um eine Polarisation durch Reflexion zu vermeiden.
Die Linse L4 bildet das Bild der Lichtquelle in dem
zu untersuchenden Punkt des Modells M, das sich
in einer Schale befindet, die mit einer Flüssigkeit mit i gleichem Brechungsindex gefüllt ist.
Das gestreute Licht wird in der zur Achse T Y' des
einfallenden Bündels senkrechten Richtung beobachtet. Die Wandung der Schale, durch welche das
gestreute Licht austritt, muß vollkommen frei von Doppelbrechung sein.
Die Beobachtungsachse ist durch zwei öffnungen T1 und T2 bestimmt. Das gestreute Licht geht durch
ein Interferenzfilter und den Drehanalysator A hindurch und tritt in den Photomultiplikator PM ein.
Die Verschiebung des einfallenden Lichtbüschels wird in der Weise erreicht, daß die Gesamtanordnung
von Prisma P und Linse L4 entlang der Achse X'X
verschoben wird. Das Modell kann sich um die Beobächtungsachse
RR' drehen, womit erreicht wird, daß auch die Richtungen der Hauptkontraktionen in
bezug auf die Polarisationsrichtung gedreht werden.
Um schließlich von einem Untersuchungspunkt zum anderen überzugehen, kann das Modell einerseits
entlang der Achse R'R und andererseits entlang der Achse Z'Z verschoben werden, die zur Ebene der
Figur senkrecht liegt;
Die ersten Untersuchungen wurden mit auf Druck beanspruchten Probestückchen in einer Größe von
30 χ 30 χ 120 mrii durchgeführt.
Diese Experimente verliefen wie folgt: Bei gegebener
Belastung wurde das Modell um die BeobachtungS' achse gedreht, was eine Veränderung der Orientierung
der Kontraktionen in bezug auf die festgelegte Polarisationsrichtung bedeutet. Für jede Stellung des Modells
wird der Wert der am Wechselstromvoltmesser abgelesenen Wirkspannung notiert, der entsprechend
den vorstehenden Ausführungen proportional ist
U — sin2 2 & sin2 <p,'
wobei τ die Abflachung der Lichtellipse am Ausgang
des Modells, Θ der von der Polärisationsrichtung mit einer Achse der Doppelbrechung eingeschlossene
Winkel und ψ die Phasenverschiebung der Doppelbrechung ist.
Nachdem sich die Absorption im Verlauf dieser Drehbewegung ändert, muß der gesamte durch Streuung
emittierte und am Gleichstromvoltmesser abgelesene Lichtfluß konstant gehalten werden. Zu diesem
Zweck findet die vorstehend bereits erwähnte Irisblende Verwendung. Es wurde bestätigt, daß die so
erzielte Veränderung an der öffnung a0 am einfallenden
Bündel praktisch ohne Einfluß auf den Anteil an polarisiertem Licht ist. Da der Winkel a0 nur klein
(etwa 3°) ist, zeigt eine einfache Rechnung unter Zugrundelegung der vorstehend angegebenen Bezugsgleichungen, daß
ίο dy
ο ■ j ' '
—-— = -2a0da0,_
wobei y den Anteil an polarisiertem Licht darstellt. Man ging dann dazu über, ein Modell aus photoelastischem
Methylpolymethacrylat anzufertigen.
Der Streukoeffizient dieser Substanz ist jedoch gering. Aus diesem Grund mußte die elektronische
Vorrichtung derart verbessert werden, daß der Einfluß des Rauschens des Photomultiplikators auf die
Messung der Wirkspannung weitgehend vermindert wurde.
Zu diesem Zweck wurde dem Wechselstrom-Millivoltmeter ein Selektivfilter mit Röhre vorgeschaltet,..
der auf das Doppelte der Drehfrequenz des Anäly-sators eingestellt ist. Dieser Filter ist in zweifacher
Hinsicht vorteilhaft. Er schaltet nämlich zum einen einen großen Teil des sich auf den Wechselstromvoltmesser
übertragenden Rauschens aus, da dieses proportional der Quadratwurzel der Bandbreite ist. Als
zweites spielt er die Rolle eines Verstärkers.
Nach dieser Modifizierung des elektronischen
Systems wurden die vorgenannten Untersuchungen wieder aufgenommen. Es war jedoch unzweckmäßig,
ein Interferenzfilter zu verwenden; und zwar weil das
Maximum der Streuung im blauen Bereich liegt, ebenso wie das Maximum der Ansprechempfindlichkeit
des Photomultiplikators.
Die F i g. 24 zeigt in Abhängigkeit von der Orientierung
Θ des Modells die Veränderung der am Wechselstromvoltmesser abgelesenen Größe, welche
proportional ist ,. Diese Kurve ist vollkommen
symmetrisch und zeigt, daß die Achsen der Doppelbrechung
gut der Stellung 0 = 0 entsprechen.
Nach dieser Bestimmung der Achsen der Doppelbrechung
wurde die Entwicklung der Phäsenyer-' Schiebung als Funktion der Belastung gemäß dem vorstehend
erläuterten Verfahren untersucht.
Die Ergebnisse sind in Fig. 25 dargestellt. Die experimentell ermittelten Punkte weichen von einer
Die Ergebnisse sind in Fig. 25 dargestellt. Die experimentell ermittelten Punkte weichen von einer
Geraden maximal um 2° ab, d. h., es besteht -^q' Abweichung
(frange), wodurch sich eine sehr gute Genauigkeit über die Veränderung der Phasenver-Schiebung
in Abhängigkeit von der Ladung ergibt. Diejenigen beiden Punkte, welche am weitesten von
der Geraden abweichen, sind diejenigen, die zu beiden
■ Seiten des Wertes φ == 100° liegen. ■
Es seien nun folgende Schlußfolgerungen gezogen:
Die Genauigkeit kann noch weiter erhöht werden durch ' ■■:.- ■'■
eine stabilere Speisung der Lichtquelle,
Festlegung der Drehfrequenz des Analysators auf einen genau definierten Wert und Abstimmung des Selektivfilters auf das Doppelte dieser Frequenz, um eine sehr enge Bandbreite anwenden zu können,
Festlegung der Drehfrequenz des Analysators auf einen genau definierten Wert und Abstimmung des Selektivfilters auf das Doppelte dieser Frequenz, um eine sehr enge Bandbreite anwenden zu können,
Verminderung des Rauschens des Photomultiplikators durch Kühlung.
Die zur Herstellung des Modells verwendete Substanz muß eine ziemlich geringe photoelastische Sensibilität
haben, einen großen Reinheitsgrad besitzen und transparent sein, da ein geringer Streukoeffizient
und eine gute Transparenz unbedingt zu fordern ist und auch Modelle großer Abmessungen erlaubt.
■■ Bei der Durchführung des erfindungsgemäßen Ver- ]0 fahrens wurde festgestellt, daß zwar die Meßzeit in der gleichen Größenordnung wie bei den bekannten Verfahren liegt, daß es jedoch zweckmäßig ist, die Dauer der Messungen zu verkürzen. Zu diesem Zweck wurde eine Vorrichtung entwickelt, mit deren Hilfe die Energie der Lichtellipse am Ausgang des Drehpolarisators konstant gehalten werden kann, derart, daß der Vergleich der Abflachung der Lichtellipse eine Anzeige der Stellung des Analysators ist.
* Zu diesem Zweck ist vorgesehen, die am Ausgang des Photomultiplikators erhaltene mittlere Komponente des Stromes der Gleichspannung unter Zuhilfenahme einer Regelvorrichtung konstant zu halten.
■■ Bei der Durchführung des erfindungsgemäßen Ver- ]0 fahrens wurde festgestellt, daß zwar die Meßzeit in der gleichen Größenordnung wie bei den bekannten Verfahren liegt, daß es jedoch zweckmäßig ist, die Dauer der Messungen zu verkürzen. Zu diesem Zweck wurde eine Vorrichtung entwickelt, mit deren Hilfe die Energie der Lichtellipse am Ausgang des Drehpolarisators konstant gehalten werden kann, derart, daß der Vergleich der Abflachung der Lichtellipse eine Anzeige der Stellung des Analysators ist.
* Zu diesem Zweck ist vorgesehen, die am Ausgang des Photomultiplikators erhaltene mittlere Komponente des Stromes der Gleichspannung unter Zuhilfenahme einer Regelvorrichtung konstant zu halten.
Wie aus den vorstehenden Ausführungen hervorgeht, genügt es zur Bestimmung der Richtung der in
einem unter Belastung stehenden Modell auftretenden Kontraktionen, die verschiedenen. Wechselspannungen
am Ausgang des elektronischen Multiplikators in Abhängigkeit vom Einfallswinkel des polarisierten
Lichtes am Modell zu messen, wobei die Gleichspannung . konstant gehalten wird. Bisher wurde diese
letztere unter Zuhilfenahme eines Widerstandes geregelt ;■ es war praktisch bei jeder Messung notwendig,
diese Regelung wieder vorzunehmen, um die Gleichspannung auf den Ausgangssollwert zurückzuführen.
Bei Zuhilfenahme der vorgeschlagenen Regelvorrichtung können die Schwankungen der Gleichspannung
ausgeglichen werden, welche entweder auf ein Absinken oder auf ein Ansteigen der die aus einer
Quecksilberdampflampe bestehende Lichtquelle speisenden Energie oder auf Absorptionsänderungen der
optisch durchläufenden Bahn zurückzuführen sind.
Es sei nunmehr die elektronische Regelvorrichtung beschrieben: .
, Das Grundschaltbild ist schematisch in Fig. 26 dargestellt. - \, . .-.. , ;
Das in dieser Fi g. 26 gezeigte Regelsystem besteht allgemein aus: einer Lichtquelle, beispielsweise einer
Bogenlampe LA, deren Lichtbündel auf ein optisches System SOA V mit veränderlicher Absorption gerichtet
ist, an dessen Ausgang das Lichtbündel auf die Kathode einer Elektronenphotomultiplikatorröhre
PM fällt. Das mittlere Potential am Ausgang des
Elektronenmultiplikators (oder ein Teil desselben) wird mit einem konstanten, aber einstellbaren Potential
·. TR verglichen. Diese beiden Spannungen werden einem Differenzialverstärker AD zugeführt,
dessen Ausgangsleitung nach Begrenzung durch die Begrenzer L auf. den Leistungsverstärker AP gegeben
wird, welcher auf dje Lichtquelle LA zurückwirkt.
Bei dieser Regelvorrichtung (asservissement) ergeben
sich zwei wesentliche Probleme:
Einerseits ist die vom Photomultiplikator gelieferte
Spannung aus einer Wechselspannung und aus einer Gleichspannung zusammengesetzt, wobei sich das
Verhältnis der beiden.Amplituden zwischen 0 und 1 ändern kann; es muß die Gleichspannung reguliert
werden, ohne an diesem Verhältnis etwas zu ändern.
Andererseits muß aus praktischen Gründen ein Meßausgang für die Wechselspannung vorgesehen
werden, und gleichzeitig müssen auch Spannungsbegrenzer in die Schleife eingesetzt werden, damit die
Lichtquelle LA weder erlischt noch überbelastet wird.
Zur Frage der Verstärkung der Schleife sei folgendes ausgeführt:
Es sei Ve die Bezugsspannung und Vs der mittlere
Wert der vom Photomultiplikator gelieferten Spannung. Die Differenz dieser beiden K-Werte ist die
Fehlerspannung. Die Gleichstrom-Verstärkung der
Vs
Schleife ist bestimmt durch — = kc.
Dadurch, daß auf dem optischen Weg Elemente mit veränderlicher Absorption vorhanden sind, ist die
Verstärkung, der Schleife abhängig von Vs, während
die Verstärkung der Verstärker konstant bleibt.
Im Hinblick auf die erforderliche Genauigkeit und die normalerweise zum Einsatz gelangenden Spannungen
wurde eine Verstärkung für Vs von 100 in der Größenordnung von 1000 Millivolt des Mittelwertes,
und eine Verstärkung von 1000 für Vs in der Größen-·
Ordnung von 100 Millivolt gewählt.
Unter diesen Bedingungen ist die Verstärkung der Schleife groß genug, um eine Stabilität von mehr als
10~2 über der Gleichspannung sicherzustellen.
Die beiden Verstärkungswerte sind vertauschbar. Der schwächere Wert entspricht der Verwendung
der Regelvorrichtung in gestreutem Licht; die Vertauschung wirkt sich gleichzeitig auf den maximalen
Gleichstrom-Sollwert aus.
Der Abgriff des Verstärkers liegt in der Größenordnung von 100 μν, nach dem Eingang zurückgeführt,
d.h. 1 mV bis 10 mV der kleinsten Bezugsspannung; mit diesem, Werten muß gearbeitet werden.
Die sich auf das Signal auswirkende Modulation muß in der Regelschleife unterdrückt werden, nachdem
der der Lampe zugeführte Strom ein Gleichstrom sein muß. !
: Eine entsprechende Berechnung zeigt, daß das Vorhandensein
der Modulation die Regelung nichtlinear gestaltet, wodurch deutlich wird, daß zur Erzielung
von echten Messungen der Wechselspannungen mit einer Genauigkeit von mindestens 1 μν das Verhältnis
der Schleifenverstärkungen, einerseits im Gleichstrom, andererseits bei der Modulationsfrequenz mindestens
gleich 1Ö4 sein muß. Das Signal muß also ,
ganz energisch gefiltert werden, wobei gleichzeitig die Modulation für die Messung gewahrt werden
muß.
- Die Prinzipien, welche erfindungsgemäß zur Messung
der Ächsenorientierung und der Phasenverschiebung der äquivalenten Doppelbrechung herangezogen
werden, die vor den beleuchteten Punkt des Körpers plaziert ist, gehen davon aus,, daß, von diesem Körper
M aus gesehen, das einfallende Bündel sich um die Beobachtungsachse BR' drehen könne, was in der
Praxis einfacher durch Drehung des Körpers zu erreichen ist. Dieser muß außerdem die nötigen Freiheitsgrade
haben, um eine Untersuchung eines jeden beliebigen Punktes und in den erforderlichen Ebenen
zu gestatten (s. F i g. 23).
Das senkrecht zur Achse des einfallenden Bündels austretende Bündel wird beispielsweise durch zwei
Löcher T1 und T2 begrenzt, es tritt durch den Drehanalysator
A hindurch, weiter, sofern dies im Hinblick auf die Art der den Körper bildenden Substanz not-
wendig ist, durch ein monochromatisches Filter F, von wo aus er in einen Photomultiplikator PM
eintritt.
Infolge der Drehung des Analysator ist die an den Klemmen eines zwischen die Anode des Photomultiplikators
und die Masse eingeschalteten Widerstandes abgegriffene Spannung die Summe aus einer
Gleichspannung und einer Wechselspannung.
Die Gleichspannung, die unmittelbar von der durch Streuung vom beleuchteten Punkt des Körpers ausgehenden
Lichtenergie abhängig ist, muß während der Bestimmung des Polarisationszustandes konstant
gehalten werden und darf insbesondere nicht durch die Drehung des Körpers um die Beobachtungsachse
oder durch irgendwelche von der Stromquelle her bedingte Gründe beeinflußt werden. Zu diesem Zweck
wird die von der Lichtquelle ausgehende Lichtintensität unter Zuhilfenahme einer entsprechenden
elektronischen Vorrichtung an die etwaigen Änderungen der Gleichspannung im Sinne einer Kompensation
geregelt.
Der Effektivwert der Wechselspannung ist in einfacher Weise von der Elliptizität des gestreuten
Lichts abhängig. Die Messung dieses Effektivwertes für verschiedene Orientierungen des Körpers um die
Beobachtungsachse erlaubt die Bestimmung der Charakteristiken der Doppelbrechung, die der Brechung
desjenigen Teils des Körpers gleichwertig ist, der von dem gestreuten Lichtbündel durchdrungen wird.
Die Genauigkeit kann noch weiter dadurch erhöht werden, daß ein selektives Durchlaßfilter verwendet
wird, das auf das Zweifache der Drehfrequenz des
ίο Analysators eingestellt ist.
All diese Maßnahmen können naturgemäß auch auf automatischem Wege getroffen werden, beispielsweise
durch Verwendung von Digital-Millivoltmessern, welche an ein Schreibgerät angeschlossen sind.
Die Erfindung umfaßt gleichzeitig auch die Anwendung der vorstehend beschriebenen elektronischen
Vorrichtung für die Lösung von Problemen der planen Photoelastizimetrie, soweit sich dort derartige Probleme
ergeben, beispielsweise bei der Untersuchung von aus gehärteten Modellen herausgeschnittenen Lamellen;
in ähnlichen Fällen kann die Meßvorrichtung auch für geradliniges Licht und nicht für gestreutes
Licht verwendet werden.
Hierzu 4 Blatt Zeichnungen
309547/124
Claims (1)
1. Verfahren zur Messung und Bestimmung des Ortes mechanischer Spannungen in einem entsprechenden
photoelastischen Körper, gekennzeichnet durch die Kombination folgender
an sich bekannter Merkmale:
Applications Claiming Priority (1)
Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
---|---|---|---|
FR953357A FR1383074A (fr) | 1963-11-12 | 1963-11-12 | Viseur pour armes à tir direct |
Publications (3)
Publication Number | Publication Date |
---|---|
DE1473423A1 DE1473423A1 (de) | 1972-03-09 |
DE1473423B2 true DE1473423B2 (de) | 1973-11-22 |
DE1473423C3 DE1473423C3 (de) | 1974-06-27 |
Family
ID=8816284
Family Applications (1)
Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
---|---|---|---|
DE1964E0028118 Expired DE1473423C3 (de) | 1963-11-12 | 1964-11-12 | Verfahren zur Messung mechanischer Spannungen |
Country Status (2)
Country | Link |
---|---|
DE (1) | DE1473423C3 (de) |
FR (1) | FR1383074A (de) |
-
1963
- 1963-11-12 FR FR953357A patent/FR1383074A/fr not_active Expired
-
1964
- 1964-11-12 DE DE1964E0028118 patent/DE1473423C3/de not_active Expired
Also Published As
Publication number | Publication date |
---|---|
FR1383074A (fr) | 1964-12-24 |
DE1473423C3 (de) | 1974-06-27 |
DE1473423A1 (de) | 1972-03-09 |
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C3 | Grant after two publication steps (3rd publication) | ||
E77 | Valid patent as to the heymanns-index 1977 | ||
EHJ | Ceased/non-payment of the annual fee |