DE1471832C - Verfahren und Vorrichtung zum Homogenisieren von geschmolzenem Glas - Google Patents

Verfahren und Vorrichtung zum Homogenisieren von geschmolzenem Glas

Info

Publication number
DE1471832C
DE1471832C DE1471832C DE 1471832 C DE1471832 C DE 1471832C DE 1471832 C DE1471832 C DE 1471832C
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
glass
organs
chamber
layer
cause
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Active
Application number
Other languages
English (en)
Inventor
Edgard; Duperroy Marcel; Jumet; Plumat Emile Gilly; Brichard (Belgien)
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
AGC Glass Europe SA
Original Assignee
Glaverbel Belgium SA

Links

Description

...■-■■,.■ . 1 - ■; . . ■' ■ - ' ; 2 ■■■■■.
Die Erfindung betrifft ein Verfahren zum Homo- vorrückenden oberen Schichten der Masse des gegenisieren geschmolzenen Glases in einem Kanal, der schmolzenen Glases durch mechanische Rührwerke den Ofen zum Verarbeiten und.Läutern des Glases vorsehen, weisen jedoch schwere Mängel auf. mit der Entnahme- oder Arbeitskammer des Glases Diese bestehen hauptsächlich darin, daß sie nicht das verbindet, wobei in diesem Kanal aufsteigende Strö- 5 Vorhandensein von Strömungen berücksichtigen, mungen erzeugt werden. welche das Glas in verschiedenen Richtungen ver-
Bekanntüch bildet geschmolzenes Glas keine ther- schieben. Es ist bekannt, daß in einem Förderkanal misch homogene Masse. Die Teile des Glases, die an für das geschmolzene Glas zwei hauptsächliche Ströder Oberfläche der Masse oder bei Berührung mit mungen vorhanden sind, von denen die eine, die hinden kalten Wänden der Kammer eine Abkühlung er- io gehende Strömung, den oberen Teil der Glasmasse fahren haben, sind dichter und viskoser geworden bildet, welche gegen die Entnahme- oder Arbeitsund haben die Neigung, auf den Boden zu sinken, kammer gerichtet ist, und von denen die andere, die während die Teile des Glases, die heißer und infolge- rückläufige Strömung, sich unterhalb der ersteren in dessen weniger dicht und flüssiger sind, zur Ober- entgegengesetzter Richtung verschiebt. Diese rückfläche aufsteigen. Es bilden sich daher in der Glas- 15 läufige Strömung wird durch Konvektionsströmungen masse sogenannte Konvektionsströmungen, welche gespeist, welche durch Glas der oberen Schicht geverschiedene Richtungen und Geschwindigkeiten auf- bildet werden, das sich abgekühlt hat und das inweisen, folgedessen dichter geworden und auf den Boden der
Andererseits ist das geschmolzene Glas auch keine Glasmasse gesunken ist. Die hingehende Strömung homogene Masse hinsichtlich seiner chemischen Zu- " u"d die rückläufige Strömung weisen beträchtliche sammensetzung, die verschieden ist, beispielsweise für Unterschiede der Temperatur und der Zusammendas Glas, das sich geschützt vor den Flammen am Setzung auf, und ihre Homogenisierung ist um so Boden der Wanne des Wannenofens befindet, und schwieriger, weil sich die Rührwerke nur mit einer für das an der Oberfläche.des Bades befindliche Glas, bescheidenen Drehzahl drehen können, damit, längs' das unmittelbar von den Flammen der Brenner-be- a5 der Welle des drehbaren Rührwerks 'keine Luft in strichen wird. das Glas eindringt. Eine ,vollständige Mischung der
Diese thermischen und chemischen Ungleichartig- hingehenden und der rückläufigen Strömung ist daher keiten zeigen keine Neigung, sich aufzuheben und schwer zu.erzielen und würde überdies einen anderen bleiben in dem geschmolzenen Glas während seines Nachteil sichtbar werden lassen, welcher darin beganzen Weges vom Ofen an die Entnahmestelle er- 30 steht, daß die von der rückläufigen Strömung mithalten, trotz der Richtungsänderungeri, die dem Glas geführten Verunreinigungen, wie z. B. die von der häufig mit der Absicht erteilt werden, eine Homo- Zersetzung der feuerfesten ■ Materialien herrührenden genisierung zu bewirken, z. B. durch Umlenkplatten, Körner oder Reste des entglasten Glases, welche diese Dämme, Schirme oder Siphons. Da sich die Ungleich- Strömung in die heißen Zonen des Ofens zurückartigkeiten des geschmolzenen Glases in den fertigen 35 führt, wieder eingeschmolzen werden und an die Produkten durch Fehler zeigen, z. B. durch Streifen Oberfläche des Glases aufsteigen, in den gezogenen Glastafeln, muß das geschmolzene Eine bereits bekannte Vorrichtung mit Rührgeräten
Glas im Augenblick seiner Entnahme so homogen wie in Form von Schiffsschrauben soll zur Durchmischung möglich sein. des gesamten Querschnittes einer Glasschmelze im
Es ist daher nicht erstaunlich,, daß schon mecha- 40 betreffenden Kanal dienen und fördert infolgedessen nische Rühreiririchtungen vorgeschlagen und verwen- mit den entsprechend tief und nahe am Boden des det worden sind, um die Glasmasse vor der Ent- Kanals angeordneten Schrauben auch das verhältnisnahme zu mischen, z. B, drehbare Rührwerke mit mäßig zähe und kältere Glas nach oben. Da die bewaagerechter, senkrechter oder geneigter Achse, die kannte Vorrichtung insbesondere zur Einfärbung von mit relativ zur Achse geneigten Schaufeln oder mit 45 Glasmassen eingesetzt werden soll, kann und darf nach innen gekrümmten Luftschrauben oder mit einer selbstverständlich keinerlei Rückströmung in Kauf ge-Schraubenfläche versehen sind. Es ist beispielsweise nommen werden, weil sonst unkontrollierbare Färbbekannt, Reihen von Rührwerken dieser Art in dem Wirkungen eintreten würden.
Kanal der Vorrichtung zur Herstellung gefärbten Im Gegensatz liegt der Erfindung die Aufgabe zu-
. Glases anzuordnen, in welcher dem aus der Affinier- 50 gründe, eine möglichst gleichmäßige Homogenisiekammer austretenden Glas ein gefärbtes Pigment in . rung eines Teiles der Glasschmelze zu erreichen, die Pulverform zugesetzt wird, das im Glas schmelzen sich nicht auf die tieferen Glasschichten erstreckt, und sich in demselben gleichmäßig verteilen soll, welche zur weiteren Verarbeitung in den Schmelz-.während das Glas gegen die Entnahme- oder Arbeits- ofen mitsamt den -mitgeführten Verunreinigungen zukammer vorrückt. . 55 rückkehren sollen. . ,
Man hat jedoch mechanische Rühreinrichtungen Zur Lösung dieser Aufgabe werden entsprechende
auch in den Vorrichtungen zur Herstellung nicht ge- Rührvorrichtungen als Antriebsorgane derart im Verfärbten Glases angeordnet. In diesem Fall müssen bindungskanal zwischen dem Schmelzofen und der diese Einrichtungen die Wirkung haben, die unteren Entnahmekammer zur Verarbeitung der Glasschmelze Schichten mit den oberen Schichten des Glases zu 60 eingesetzt, daß gemäß der Erfindung gegen die Glasmischen, die in einem Kanal gegen die Entnahme- oberfläche Glas aus dem unteren Teil einer Glaskammer vorrücken. Zu dem gleichen Zweck ist be- schicht gelenkt wird,.die gegen die Entnahmekammer reits vorgeschlagen worden, zwischen der Affinier- vorrückt und die sich oberhalb einer kälteren Glaskammer und der Entnahmekammer des Glases eine schicht befindet, die aus dieser Entnahmekam.mer in kreisförmige Kammer mit einem in derselben um- 65 den Ofen zum Verarbeiten und Läutern des Glases laufenden Rührwerk anzuordnen. zurückkehrt.
Die Verfahren, welche das Mischen der unteren Auf diese Weise wird die erwünschte Homogem-
Schichten mit den gegen die Entnahmekammer sierung auf die zur Weiterverarbeitung zu entneh-
mende Glasströmung konzentriert und dazu zweck- In der Zeichnung sind mehrere beispielsweise Ausmäßig so vorgegangen, daß deri aufsteigenden Strö- führungsformen der Erfindung dargestellt, mungen eine solche Stärke erteilt wird, daß die von Fig. 1 zeigt im Querschnitt einen Kanal, der ge-
denselben verdrängte Glasmenge größer ist als die schmolzenes Glas aus dem Schmelzofen in die Entgegen die Entnahmekammer vorrückende Glasmenge. 5 nahmekammer des Glases leitet und der mit einer Man kann dabei die Strömungsverhältnisse vorteil- Vorrichtung gemäß der Erfindung versehen ist, deren haft so einstellen, daß zusätzlich an der Oberfläche Übertragungsorgane oberhalb der Decke angeordnet der oberen Glasschicht eine Strömung erzeugt wird, sind; .
welche die auf dem geschmolzenen Glas schwimmen- ' F i g. 2 zeigt im Querschnitt einen Kanal, der mit den Rückstände nach der Schmelzzone zurückfließen io einer Vorrichtung gemäß der Erfindung versehen ist, läßt. Die auf diese Weise mitgeführten Rückstände deren Übertragungsorgane unterhalb der Decke ansetzen sich, dann am Ofenausgang ab und können geordnet sind;
dort in einer heißen Zone entweder absorbiert oder Fig. 3 zeigt schematisch eine Art der Befestigung
leicht abgeschöpft werden. . der Platte, die unterhalb eines Antriebsorgans an-
Im Gegensatz zu bereits bekannten ,Vorrichtungen 15 geordnet ist;
zur Homogenisierung des Glases in einer Entnahme- Fig. 4 bis 6 zeigen verschiedene Möglichkeiten
kammer, die mit Fingern in die Glasschmelze ein- der Anordnung der Antriebsorgane; tauchen oder dieser eine kreisförmige Bewegung er- Fig. 7 zeigt im Längsschnitt den Kanal und die in
teilen, wird das erfindungsgemäße Verfahren mit An- demselben vorhandenen oder durch die Antriebstriebsorganen durchgeführt, die zweckmäßig in den 20 organe'erzeugten Strömungen. . . ■ unteren Teil der gegen die Entnahmekammer vor- Der Kanal 1 wird durch einen Boden 2, durch rückenden oberen Glasschicht eingetaucht sind und Wände 3 und eine Decke 4 gebildet. Das geschmolnur in dieser oberen Glasschicht eine aufsteigende zene Glas 5, das sich im Glas aus dem Ofen zum Strömung des Glases herbeiführen, insbesondere in. . Schmelzen und Affinieren des Glases in die EntForm von Schrauben mit breiten Schraubenflächen. 25 nähme- oder Arbeitskammer des Glases bewegen Dadurch werden also keine Gaseinschlüsse in die zur soll (die in der Zeichnung nicht dargestellt sind), Entnahmekammer,wandernde Glasschmelze hinein- weist.im wesentlichen zwei Strömungen in entgegengebracht, wie bei den vorbekannten Anordnungen, gesetzten Richtungen auf, von denen die eine in der und es wird auch nicht der erwünschte Rückfluß der oberen Schicht 6 gegen die Entnahmekammer. vorauf der Oberfläche der oberen Glasschicht schwim- 30 rückt, während die andere, die von der Schicht 6 menden Verunreinigungen gestört. durch eine neutrale Zone 7 von geringer Dicke ge-
Zur gleichmäßigen Homogenisierung der zur Ent- trennt ist (in der Zeichnung durch eine unterbrochene nahmekammer vorrückenden Glasschicht werden Linie dargestellt), in der unteren Schicht 8 kälteres zahlreiche Antriebsorgane dicht nebeneinander in der Glas enthält, das aus derEntnahmekammer zurückgleichen Ebene des Strömungsquerschnittes vor- 35 kommt und sich gegen den Schmelzofen bewegt. Die gesehen, und zwar derart, daß diese Organe, welche obere, Schicht 6 erstreckt sich über ungefähr ein die aufsteigende Bewegung des Glases bewirken, auf Drittel und die Schichte über zwei Drittel der Tiefe senkrechten Wellen angeordnet sind, welche ein der Masse des geschmolzenen Glases. . Uberträgungsorgan aufweisen, das durch Schnecken Gemäß der Erfindung wenden in der oberen
auf einer um eine waagerechte Achse drehbaren Welle 40 Schicht 6 mit Hilfe von Antriebsorganen kräftige aufgesteuert wird, wobei die waagerechte Welle und die steigende Strömungen erzeugt. Die Antriebsorgane Übertragungsorgane oberhalb der Decke des Kanals können beispielsweise aus Luftschrauben 9 (Fig. 1 angeordnet sind, durch welche die senkrechten Wellen und 3) mit zwei Schaufeln oder auch aus Rührwerken hindurchgehen. . . mit einer Schraube bestehen, die eine große Schrau-
Bei einer anderen Ausführungsform sind die waage- 45 henfläche 10 aufweist (Fig. 2). Die Antriebsorgane rechte Welle "und die Übertragungsorgane unterhalb sind auf senkrechten Wellen 11 aufgekeilt, welche am der Decke über dem Glasschmelzbad angeordnet und oberen Ende ein Übertragungsorgan tragen, das mit dann in einem gekühlten Gehäuse untergebracht, wo- einem anderen Organ im Eingriff steht, welches auf bei zweckmäßig die waagerechte Welle aus einem einer waagerechten Steuerwelle 12 befestigt ist, beiRohr besteht, das von einem Kühlmittel durchströmt 50 spielsweise ein Zahnrad 13 mit Schraubenverzahnung, wird, so daß keine thermischen Verformungen die das durch eine Schnecke 14 angetrieben wird. Die Antriebsvorrichtung beeinträchtigen können. . senkrechten Wellen 11 drehen sich in Lagern 15, die
In allen Fällen sind die erfindungsgemäß angeord- . auf einem Rahmen 16 angeordnet sind, welcher auch neten Antriebsorgane möglichst dicht nebeneinander die Steuervorrichtung trägt.
angeordnet, über die Gesamtbreite des die Glasströ- 55 Bei der Ausführungsform gemäß'F ig. 1 sind der mungen aufnehmenden Kanals verteilt und zweck- Rahmen und die Steuervorrichtung oberhalb der mäßig sogar in Zickzackform mit sich gegenseitig . Decke 4 angeordnet, und die Wellenil gehen durch durchschneidenden Bewegungsräumen synchronisiert dieselbe hindurch. Bei einer .anderen Ausführungsangetrieben. Außerdem ist es vorteilhaft, noch unter- . form (F i g. 2) sind der Rahmen und die Steuervor-. halb der Antriebsorgane in der Berührungsebene zwi- 60 richtung unterhalb der Decke angeordnet und . in sehen der gegen die Entnahmekammer vorrückenden einem Gehäuse 17 eingeschlossen, das mit dichten Glasschicht und der aus dieser zurückströmenden Verbindungen 17' für den Durchgang der Wellen 11 Schicht noch waagerechte Führungselemente anzu- versehen ist. Das Gehäuse kann durch ein Medium ordnen, die ortsfest im Kanalquerschnitt aufgehängt.·. gekühlt werden, wie z. B. Luft, die durch die Leitunsind und, wie auch die Antriebsorgane, aus einem 65 gen 18 und 19 eingeleitet und abgeführt wird. Um wärmebeständigen und gegenüber der Glasschmelze die Gefahr einer Verformung der waagerechten Welle inertem Metall hergestellt sind, wie z. B. Molybdän, 12 unter der Wirkung der Hitze zu vermeiden, wird dessen Schmelzpunkt oberhalb 2600° C liegt. . vorzugsweise eine rohrförmige Welle verwendet, die
gen 28 verhindern, daß diese Rückstände gegen die Zone der Antriebsorgane vorrücken, indem sie die Rückstände in der heißen Zone zurückhalten, in welcher sie schließlich resorbiert werden.
Die aufsteigenden Strömungen 23 üben daher durch ihre Stärke zu beiden Seiten der Antriebsorgane eine günstige Wirkung aus. Stromabwärts homogenisieren sie das Glas, das in der Arbeitskammer entnommen werden soll, und stromaufwärts bilder oberen Schicht zu verhindern, sind unterhalb der io den sie einen Damm für die auf dem geschmolzenen Antriebsorgane Platten 20 (F i g. 2 und 3) angeordnet. Glas schwimmenden Rückstände.
von einem Kühlmedium durchflossen ist. wie z. B. Luft oder Wasser. Die Anordnung der Steuervorrichtung jn einem Gehäuse unterhalb der Decke bietet den Vorteil, daß die senkrechten Wellen 11 wesentlich verkürzt und die Antriebsorgane besser geführt werden können.
Um die Wirkung der Antriebsorgane nach unten zii begrenzen und die Einführung des aus der unteren Schicht herkommenden kälteren Glases in das Glas
Diese können in der Höhe der neutralen Zone 7 am unteren"Ende der Wellen 11 befestigt sein und sich mit denselben drehen (F i g. 2). Vorteilhaft werden die Platten jedoch unbeweglich gemacht, indem sie beispielsweise auf Stangen 21 aufgekeilt werden, die durch die hohlen Wellen 11 hindurchgehen und die an U-Eisen 22 befestigf sind, welche auf dem Rahmen angeordnet sind (F i g. 3).
Die Antriebsorgane 9 oder 10, die. Wellen 11 und die Platten 20 bestehen aus einem Material, das gegen die Hitze und das geschmolzene Glas.widerstandsfähig ist. vorzugsweise aus einem Metall, wie 7. B. Molybdän.
Die Antriebsorgane sind in. gewünschter Anzahl derart angeordnet, daß sie über die ganze Breite der oberen Glasschicht aufsteigende Strömungen erzeu^ gen. Sie können in einer Reihe angeordnet sein (Fig. 4) oder in Zickzackform in zwei Reihen (Fi g. 5) derart, daß die Wirkungsbereiche der Luftschrauben nebeneinanderlicgen oder sich teilweise überdecken (F i g. 6).
Die Gesamtheit der Antriebsorgane erzeugt aufsteigende Strömungen von solcher Stärke, daß die von denselben verdrängte Glasmcnge größer ist als die gegen die Entnahmekammer vorrückende Glasmengc. Wie Fig. 7 zeigt, bilden die aufsteigenden Strömungen 23 anfänglich kreisförmige Wirbel, die stromabwärts und stromaufwärts von den Antriebs-■'p'rganen wirksam werden. Stromabwärts steigt das geschmolzene Glas durch die Strömungen 23 aus dem unteren Teil der Schicht 6 an die Oberfläche dieser Schicht. Diese wird dadurch homogenisiert, und es werden Strömungen 24 gebildet, die sich gegen die Entnahmekammer hin bewegen; Um die Wirbel, die in den Strömungen 24 noch vorhanden sein können. ; zu beseitigen, werden diese. Strömungen unter einem Damm 25 hindurchgeführt. Ein kleiner Teil der Strömungen 24 wird durch die Wirbel nach der Unterseite der Schicht hin mitgenommen (Pfeile 26) und kehrt zu den Antriebsorganen zurück.
Stromaufwärts bilden die aufsteigenden Strömungen 23 in der Nähe der Oberfläche 27 der Schicht 6 Strömungen 28. die gegen den Schmelzofen gerichtet sind. Von. diesen Strömungen werden Strömungen 29 abgezweigt, weiche zur Unterseite der Schicht 6 absteigen und welche die aus dem Schmelzofen kommende Glasströmung 30 zwingen, in den unteren Teil der Schicht 6 einzutauchen und in derselben gegen ' die Zone der Antriebsorgane vorzurücken, in welcher sie auf die stromabwärts gebildeten kreisförmigen Wirbel 26 treffen, mit denen sie dann die durch die Antriebsorgahe bewegten aufsteigenden Strömungen 23 bilden. Die. Strömungen 28 sind in der Nähe der Oberfläche 27 gegen die heiße Zone des Schmelzofens gerichtet, in welcher sie auf die ungeschmolzeneri Rückstände 31 treffen, die auf der Oberfläche des aeschmolzenen Glases schwimmen. Die Strömun- : Die untere Glasschicht 8 besteht im wesentlichen aus Strömungen 32 kälteren Glases, die aus der Entnahmekammer in den Ofen zurückkehren. ■'.'-. .

Claims (15)

Patentansprüche:
1. Verfahren zum Homogenisieren von geschmolzenem Glas in einem Kanal, der den Ofen zum Verarbeiten und Läutern des Glases mit der Entnahme- oder Arbeitskammer des Glases verbindet, wobei in diesem Kanal aufsteigende Strömungen erzeugt werden, dadurch gekennzeichnet, daß gegen die Glasoberfläche Glas aus dem unteren Teil einer Glasschicht gelenkt wird, die gegen die Entnahmekammer vorrückt und die sich oberhalb einer kälteren Glasschicht befindet, die aus dieser Entnahmekammer in den Ofen zum Verarbeiten und Läutern des Glases zurückkehrt.
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß den aufsteigenden Strömungen eine solche Stärke erteilt wird, daß die von denselben verdrängte Glasmenge größer ist als die gegen die Entnahmekammer vorrückende Glasmenge.
3. Verfahren nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß an der Oberfläche der oberen Glasschicht eine Strömung erzeugt wird, welche die auf dem geschmolzenen Glas schwimmenden Rückstande nach der Schmelzzone zurückfließen läßt.
4. Vorrichtung zur Ausführung des Verfahrens nach einem oclcr mehreren der Ansprüche 1 bis 3. gekennzeichnet durch Antriebsorgane (9, 10). weiche in den unteren Teil der gegen die Eritnahmekammer vorrückenden oberen Glasschicht • (6) eingetaucht sind und welche in dieser oberen Glasschicht eine aufsteigende Bewegung des Glases herbeiführen.
5. Vorrichtung nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, daß die Organe (10).' welche die aufsteigende Bewegung des Glases bewirken, in Form einer Schraube mit einer breiten Schraubenfiäche ausgebildet sind.
6. Vorrichtung nach den Ansprüchen 4 und 5. dadurch gekennzeichnet, daß die Organe (9,10), weiche die aufsteigende Bewegung des Glases bewirken, auf senkrechten Wellen (11) angeordnet sind, welche ein Übertragungsorgan (13) aufweisen, das durch Schnecken (14) auf einer um eine waagerechte Achse drehbaren Welle (12) gesteuert wird.
7. Vorrichtung nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, daß die waagerechte Welle (12) und die übertragpngsorgane (13,14) oberhalb der Decke (4) des Kanals (1.) angeordnet sind, durch welche die senkrechten Wellen (11) hindurchgehen.
S. Vorrichtung nach Anspruch 6, dadurch ge-
kennzeichnet, daß die waagerechte Welle (12) und die Übertragungsorgane (13, 14) unter der Decke (4) oberhalb des Glasschmelzbades (5) angeordnet sind.
9. Vorrichtung nach einem oder mehreren der Ansprüche 6 bis 8, dadurch gekennzeichnet, daß die waagerechte Welle (12) und die Übertragungsorgane (13,14) in einem gekühlten Gehäuse (17) eingeschlossen sind.
10. Vorrichtung nach einem oder mehreren der ίο Ansprüche 6 bis 8, dadurch gekennzeichnet, daß die waagerechte Welle (12) aus einem Rohr besteht, das von einem Kühlmedium durchflossen ist. ■
11. Vorrichtung nach einem oder mehreren der Ansprüche 4 bis 10, dadurch gekennzeichnet, daß die Organe (9,10), welche die aufsteigende Bewegung des Glases bewirken, in geringem Abstand voneinander derart angeordnet sind, daß sie auf die ganze Breite des Kanals (1) einwirken.
12. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Organe (9,10), welche die aufsteigende Bewegung des Glases bewirken, in Zickzackform angeordnet sind. :
13. Vorrichtung nach einem oder mehreren der Ansprüche 4 bis 12, dadurch gekennzeichnet, daß unterhalb der Organe (9,10), welche die aufsteigende Bewegung des Glases bewirken, ebene waagerechte Elemente (20) angeordnet sind, die ungefähr in der Berührungsebene (7) zwischen der gegen die Entnahmekammer vorrückenden Glasschicht (6) und der aus dieser Kammer zu-. rückkommenden Schicht (8) liegen.
14. Vorrichtung nach Anspruch 13, dadurch gekennzeichnet, daß die ebenen waagerechten Elemente (20) ortsfest und an den Organen (9, 10) aufgehängt sind, welche die aufsteigende Bewegung des Glases bewirken.
15. Vorrichtung nach einem oder mehreren der Ansprüche 4 bis 14, dadurch gekennzeichnet, daß die mit dem geschmolzenen Glas in Berührung stehenden Organe (9,10, 20) aus einem Metall bestehen, das gegen Hitze widerstandsfähig und gegen das Glas inert ist, wie z. B. Molybdän.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen

Family

ID=

Similar Documents

Publication Publication Date Title
DE1471832B2 (de) Verfahren und Vorrichtung zum Homogenisieren von geschmolzenem Glas
DE2603561C2 (de) Glasschmelzbehälter
DE60217599T2 (de) Vakuumentgasungsvorrichtung für geschmolzenes Glas
DE102005050871B4 (de) Verfahren und Vorrichtung zum Konditionieren und Homogenisieren von Glasschmelzen
DE1203921B (de) Verfahren zum Schmelzen von Glas oder aehnlichem Material und Ofen zur Durchfuehrungdieses Verfahrens
DE1060109B (de) Verfahren und Vorrichtung zur Homogenisierung von geschmolzenem Glas
DE102009000785A1 (de) Verfahren und Vorrichtung zur Herstellung von Glas
DE1804665C3 (de) Verfahren zur Herstellung von glaskristallinem Tafelmaterial aus einem Glasband durch thermische entglasung
DE1471842B2 (de) Verfahren und vorrichtung zur homogenisierung eines stromes aus geschmolzenem glas
DE4440703C2 (de) Verfahren und Vorrichtung zum Homogenisieren von Glasschmelzen
DE2743289C3 (de) Vorrichtung zum Mischen und Homogenisieren von geschmolzenem Glas in einem Vorherd
DE2507015C2 (de) Verfahren und Ofen zum Schmelzen von Glas
DE1471832C (de) Verfahren und Vorrichtung zum Homogenisieren von geschmolzenem Glas
DE3132111C2 (de)
DE654519C (de) Ruehrvorrichtung zum Vergleichmaessigen des geschmolzenen Glases in einem Wannenofen
DE2401326A1 (de) Glasschmelzwanne und verfahren zur glaserzeugung
DE1471976B2 (de) Vorrichtung zum Homogenisieren eines Stroms aus geschmolzenem Glas
DE2518497C3 (de) Glasschmelzofen
DE1558412A1 (de) Verfahren und Vorrichtung zum Einschmelzen von Metall
DE1596362B2 (de) Vorherd fur einen Glasschmelzofen
DE2320787A1 (de) Verfahren und vorrichtung zum schoenen geschmolzenen glases in einem umlaufenden behaelter
DE3737683A1 (de) Ruehrer zum homogenisieren von niedrig- bis hochviskosen phasen
DE1471842C (de) Verfahren und Vorrichtung zur Homo gemsierung eines Stromes aus geschmolzenem Glas
DE1596362C (de) Vorherd für einen Glasschmelzofen
DE4411038C2 (de) Verfahren und Vorrichtung zum Konditionieren und Homogenisieren eines Glasstroms