DE1469728C - Verfahren zum kontinuierlichen Farben von Gebilden aus Polyacrylnitnlfasern mit kationischen Farbstoffen - Google Patents

Verfahren zum kontinuierlichen Farben von Gebilden aus Polyacrylnitnlfasern mit kationischen Farbstoffen

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DE1469728C
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Germany
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fibers
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polyacrylonite
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Expired
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English (en)
Inventor
Walter 5000 Köln Hees
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
Bayer AG
Original Assignee
Farbenfabriken Bayer AG
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Description

Gegenstand der vorliegenden Erfindung ist ein Verfahren zum kontinuierlichen Färben von Gebilden aus Polyacrylnitrilfasern mit kationischen Farbstoffen durch Aufklotzen der Farbstoffe und Fixierung auf den Gebilden mit Dampf oder Trockenhitze; das Verfahren ist dadurch gekennzeichnet, daß das Aufklotzen der Farbstoffe unter Mitverwendung einer Mischung erfolgt, die aus Estern mehrwertiger aliphatischer Alkohole mit niederen aliphatischen Carbonsäuren und aus Einwirkungsprodukten von Alkylenoxiden auf ■ aktive Wasserstoffatome enthaltende aliphatische oder aromatische Verbindungen bereitet ist.
Als Ester mehrwertiger aliphatischer Alkohole mit niederen aliphatischen Carbonsäuren kommen z. B. die Mono- und Diester des Äthylenglykols oder Diäthylenglykols sowie die Mono-, Di- und Triester des Glycerins, Trimethylolpropans oder Hexantriols mit Essigsäure in Betracht. .
Geeignete Alkylenoxideinwirkungsprodukte sind beispielsweise die Produkte, die durch Einwirkung von Äthylenoxid und/oder Propylenoxid auf aliphatische Alkohole, wie Trimethylolpropan, Stearylalkohol und Oleylalkohol, auf höhere Fettsäuren, wie Ölsäure, und auf Alkyl- oder Arylphenole, wie Nonylphenol und Hexadecylaminomethyiphenol oder Benzyl-oxydiphenyl, im Molverhältnis 6 bis 100 zu 1 erhältlich sind.
Das Mengenverhältnis zwischen den Estern und den Alkylenoxideinwirkungsprodukten kann in weiten Grenzen schwanken; im allgemeinen empfiehlt es sich, auf 50 bis 70 Gewichtsteile Ester 50 bis 30 Gewichtsteile Alkylenoxideinwirkungsprodukte einzusetzen. Die erforderlichen Mengen an der erfindungsgemäß zu verwendenden Mischung lassen sich durch Vorversuche leicht ermitteln; im allgemeinen reichen Mengen von 30 bis 70 g je Liter Klotzflotte aus.
Mit Hilfe des Verfahrens der vorliegenden Erfindung gelingt es, Gebilde aus Polyacrylnitrilfasern, z. B. Spinnkabel, Kammzüge, Gewebe oder Gewirke, mit kationischen Farbstoffen kontinuierlich in kurzer Zeit gleichmäßig und tief zu färben.
Beispiell
Man imprägniert einen Kammzug aus Polyacrylnitrilfasern auf dem Foulard mit einer auf 4O0C erwärmten Flotte, welche im Liter 20 g des gemäß Beispiel 1 der deutschen Patentschrift 1 083 000 aus den dort in der Tabelle in Zeile 3 angeführten Komponenten hergestellten Farbstoffs, 15 g Eisessig, 15 g Glycerin-triessigsäureester, 3 g des Einwirkungsproduktes von 95 Mol Äthylenoxid auf IMoI Trimethylolpropan, 12 g des Einwirkungsproduktes von 7 Mol Äthylenoxid auf 1 Mol Nonylphenol und 1 g Johannisbrotkernmehl als Verdickungsmittel enthält. Der Kammzug wird dann auf eine Gewichtszunahme von etwa 100 °/0 abgequetscht, anschließend während 20 Minuten bei einer Temperatur von 100 bis 1040C gedämpft, hiernach gespült und getrocknet. Man erhält eine volle, echte Goldgelbfärbung.
B e i s p. i e 1 2
Man verfährt wie im Beispiel 1 angegeben, verwendet jedoch zum Imprägnieren eine Flotte, die im Liter 40g des im Beispiell angeführten Farbstoffs, 15g Eisessig, 20 g Glycerin-triessigsäureester, 14 g des Einwirkungsproduktes von 7 Mol Äthylenoxid auf L Mol Nonylphenol und 6 g des Einwirkungsproduktes von 6 Mol Äthylenoxid auf L Mol ölsäure enthält. Man erhält dann ebenfalls eine volle, echte Goldgelbfärbung.
B e i s ρ i e I 3
Ein Spinnkabel aus Polyacrylnitrilfäden wird auf dem Foulard mit einer auf 400C erwärmten Flotte imprägniert, welche, im Liter 30 g des Farbstoffs des Beispiels 1 der deutschen Auslegeschrift 1 190 126, 15 g Eisessig, 15 g Glycerin-triessigsäureester, 10 g des
ίο Einwirkungsproduktes. von 7 Mol Äthylenoxid auf 1 Mol Nonylphenol, 5 g des Einwirkungsproduktes von 6 Mol Äthylenoxid auf 1 Mol Ölsäure und 1 g Johannisbrotkernmehl als Verdickungsmittel enthält.. Die Spinnkabel werden dann auf eine Gewichtszunähme von etwa 100 % abgequetscht, während 30 Minuten bei 1040C gedämpft, hiernach gespült und getrocknet. Man erhält eine echte, rotstichige Blaufärbung.
Beispiel-4
Ein Gewebe aus Polyacrylnitrilfasern wird auf dem Foulard mit einer auf 70° C erwärmten Flotte imprägniert, welche im Liter 25g des Farbstoffs des.Bei- ( spiels 1 der deutschen Patentschrift 666 081, 9 g des .
durch Quaternierung von l-(y-Dimethylaminopropyl)-amino-4-(p-toIyl)-aminoanthrachinon mit Dimethylsulfat erhaltenen Farbstoffs, 3 g Eisessig, 15 g Glycerin-triessigsäureester, 10 g des Einwirkungsproduktes von 7 Mol Äthylenoxid auf 1 Mol Nonylphenol,
5 g des Einwirkungsproduktes von 6 Mol Äthylenoxid auf 1 Mol Ölsäure und 2 g Johannisbrotkernmehl als -Verdickungsmittel enthält. Das Gewebe wird dann auf eine Gewichtszunahme von etwa 90% abgequetscht, kontinuierlich in einem Infrarot-Strahlerfeld auf etwa 100° C erwärmt und in der Dampfatmosphäre einer geschlossenen Kammer in aufgerolltem Zustand während 2 Stunden bei 1000C belassen. Nach dem Trocknen weist das Gewebe eine echte Grünfärbung auf.
Beispiel 5
Eine Gewebe aus Polyacrylnitrilfasern wird auf dem Foulard mit einer auf 400C erwärmten Flotte imprägniert, welche im Liter 20 g des gemäß Beispiel 1 der deutschen Patentschrift 1083 000 aus den dort in der Tabelle in Zeile 1 angeführten Komponenten hergestellten Farbstoffs, 15 g Eisessig, 20 g Glycerinmonoessigsäureester, 10 g Glycerin-triessigsäureester, 5 g des Einwirkungsproduktes von 14 Mol Äthylenoxid auf 1 Mol Hexadecylaminomethyiphenol, 15 g des Einwirkungsproduktes von 6 Mol Äthylenoxid auf 1 Mol Ölsäure und 3 g Johannisbrotkernmehl als Verdickungsmittel enthält. Das Gewebe wird dann auf eine Gewichtszunahme von etwa 90% abgequetscht, hiernach getrocknet und anschließend während 60 Sekunden mit Heißluft von 1900C behandelt. Nach dem Spülen und Trocknen zeigt das Gewebe eine echte Gelbfärbung.
Beispiel 6
Ein Mischgewebe, das zu 60 Gewichtsprozent aus Polyacrylnitrilfasern und zu 40 Gewichtsprozent aus Kupferzellwolle besteht, wird auf dem Foulard mit der nachstehend beschriebenen, auf 700C erwärmten Flotte, die einen kationischen Farbstoff zum Färben der Polyacrylnitrilfasern sowie einen Substantiven Farbstoff zum Färben der Zellulosefasern enthält, imprägniert und dann auf eine Gewichtszunahme von etwa
50°/o abgequetscht. Anschließend wird das Gewebe kontinuierlich in einem Infrarot-Strahlerfeld auf etwa 1000C erwärmt und in aufgerolltem Zustand in der Dampfatmosphäre einer geschlossenen Kammer während 3 Stunden bei 100° C belassen. Die Polyacrylnitrilfasern des Gewebes' sind dann blau gefärbt, und die Kupferzellwollfasern sind rot gefärbt.
Die verwendete Färbeflotte war in folgender Weise hergestellt: 20 g des Farbstoffs Colour Index, 2. Auflage, Nr. 51005 wurden mit einer_ Mischung aus 10 g Glycerin-triessigsäureester, 5 g Äthylenglykol-diacetat, 10 g des Einwirkungsproduktes von 12 Mol Äthylenoxid auf 1 Mol Ortho-benzyl-oxydiphenyl und 10 g Wasser angeteigt und mit 450 ml kochend heißem Wasser in Lösung gebracht. Diese Lösung wurde dann unter ständigem Rühren mit einer Lösung versetzt, die aus 500 ml kochendem Wasser, 10 g des Kondensationsproduktes von 2 Mol /7-Naphthalinsulfonsäure mit 1 Mol Formaldehyd und 20 g des Farbstoffs bereitet war, der durch Kuppeln von diazotierter 1-Amino-2-methoxybenzol-5-carbonsäure auf den unsymmetrischen Harnstoff hergestellt war, welcher aus 2-Amino-5-oxynaphthalin-7-sulfonsäure und dem Phenylurethan der Monoazoverbindung 1-Amino-8-oxynaphthalin-3,6-disulf onsäure -» Kresidin erhalten war.

Claims (1)

  1. Patentanspruch:
    Verfahren zum kontinuierlichen Färben von Gebilden aus Polyacrylnitrilfasern mit kationischen Farbstoffen durch Aufklotzen der Farbstoffe und Fixierung auf den Gebilden mit Dampf oder Trokkenhitze, dadurch gekennzeichnet, daß das Aufklotzen der Farbstoffe unter Mitverwendung einer Mischung erfolgt, die aus Estern mehrwertiger aliphatischer Alkohole mit niederen aliphatischen Carbonsäuren und aus Einwirkungsprodukten von Alkylenoxiden auf aktive Wasserstoffatome enthaltende aliphatische oder aromatisehe Verbindungen bereitet ist.

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