DE1455087C - Gefedertes, reibungsgebremstes Traglager zur seitlichen Abstützung eines Fahrzeugkastens auf einem Drehgestell für Schienenfahrzeuge - Google Patents
Gefedertes, reibungsgebremstes Traglager zur seitlichen Abstützung eines Fahrzeugkastens auf einem Drehgestell für SchienenfahrzeugeInfo
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- 238000010276 construction Methods 0.000 description 3
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- 230000035939 shock Effects 0.000 description 1
Description
Die bekannten Traglager zur Abstützung eines Fahrzeugkastens bestehen gewöhnlich aus einem unteren
Führungskasten mit vertikalen Seitenwänden und einem oberen, von den Innenseiten der Führungskastenwände
umschlossenen und geführten, gegen den Führungskastenboden federnd abgestützten Tragkasten. An den führenden bzw. an den geführten
Wänden sind dabei Reibungsdämpfungsflächen vorgesehen. Die Traglager dienen dazu, den Roll- oder
Schlingerbewegungen des Fahrzeuges einen elastischen Widerstand entgegenzusetzen und übermäßige
Längslagerdrücke aufzunehmen. Außer mehreren bekanntgewordenen Vorschlägen neben oder an Stelle
der bisher verwendeten Federn Gummizwischenlagen zu verwenden, sind auch schon Traglagerausbildungen
bekannt, bei denen neben dem gegen den Führungskastenboden und den Tragkastendeckel abgestützten
vertikalen Federsätzen weitere, in horizontaler Richtung wirksame Federsätze verwendet werden,
die einmal ein besseres Gegeneinanderdrücken der Reibungsdämpfungsflächen bewirken und darüber
hinaus einen Teil der horizontalen Komponenten der Stöße aufnehmen sollen. Diese Ausbildungsformen
setzen allerdings konstruktiv verhältnismäßig aufwendige und im Betrieb deshalb störanfällige geteilte
Tragkästen oder entsprechend geteilte zwischen beiden Kästen angeordnete Führungsorgane voraus.
Schließlich wurde noch eine Ausbildungsform bekannt, bei der die einander gegenüberliegenden
Wände beider Kästen an einer Längsseitc winklig nach außen ausgebuchtet sind und bei der der innere
Kasten mit Hilfe einer zusätzlich zu den vertikalen Federsätzen vorgesehenen Horizontalfeder, die sich
gegen die Rückwand des äußeren Kastens abstützte, mit den Außenflächen der Winkelausbuchtung gegen
die Innenflächen der Winkelausbuchtung gedrückt wird. Die einander gegenüberliegenden Wandflächen
sind dabei im Bereich der Ausbuchtung mit Reibungsdämpfungsflächen versehen.
Diese zuletzt erwähnte Ausbildungsform eines Traglagers erlaubt zwar bereits die jeweils einstükkige
Konstruktion des Führungs- und des Tragkastens, benötigt aber ebenfalls neben dem Vertikalfedersatz
noch eine Horizontalfeder und bringt we-. gen der Anordnung dieser Feder und der Winkelausbuchtung
der Wände nach außen den Nachteil eines vergleichsweise großen Raumbedarfs mit sich, der
beim Fahrzeugbau erheblich ins Gewicht fällt.
Der im Anspruch 1 angegebenen Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, diese Nachteile zu beseitigen.
Die Aufgabe wird durch die im kennzeichnenden Teil des Anspruchs!, angegebenen Merkmale gelöst.
In vorteilhafter Weise werden die bisher in horizontaler
Richtung wirksamen Federn so geneigt zur vertikalen angeordnet, daß sie sowohl den Tragkasten
gegen den Führungskasten abstützen als auch die einander gegenüberliegenden Wände der Winkelausbuchtung
gegeneinanderdrücken. Ein zusätzlicher Vorteil der erfindungsgemäßen Ausbildung des Traglagers
ergibt sich dabei noch durch die Möglichkeit, den Winkel der Ausbuchtung ohne Vergrößerung des
Raumbedarfs verhältnismäßig spitz, beispielsweise etwa 90° groß zu wählen und damit eine besonders
gute Wiederstandsfähigkeit der Führungs- und Reibungsdämpfungselemente
auch gegen seitliche Stöße zu erzielen.
Die Zeichnung gibt ein Ausführungsbeispiel der Erfindung wieder. Es zeigt
F i g. 1 das Traglager in der Draufsicht,
F ig. 2 die Längsseitenansicht von Fig. 1 und
F i e. 3 einen Schnitt nach der Linie 3-3 durch Fig.2. .
F ig. 2 die Längsseitenansicht von Fig. 1 und
F i e. 3 einen Schnitt nach der Linie 3-3 durch Fig.2. .
Der Führungskasten 2 besteht aus einer Bodenplatte 6 mit Schraubflanschen 11. Von den beiden,
die Schmalseitenwände 4 verbindenden Führungskastenwänden 3 und 3 α weist die Führungskastenwand
3 eine nach innen gehende, winkelförmige Ausbuchtung auf. Im Winkelknick der Wand ist eine
Bohrung 26 vorgesehen und in der Führungskastenwand 3 α eine entsprechende Bohrung 27. Im Bereich
der Führungskastenwand 3 a weist der Boden des Führungskastens einen Federsitz 14 (vgl. F i g. 2
und 3) für die geneigt angeordneten Stützfedern 13 auf.
Der Tragkasten 12 ist ähnlich ausgebildet. Die Deckelplatte 17, die mit einer Trag-Verschleißplatte
29 abgedeckt ist, läuft in vertikale Seitenwände aus, von denen die schmaleren 23 durch die längs angeordneten
Tragkastenwände 18 und 22 verbunden sind. Die Tragkastenwand Ί8 weist eine der Winkelausbuchtung
der Führungskastenwand 3 entsprechende Ausbuchtung auf. In' der Flucht der in den
Führungskastenwänden vorgesehenen Bohrungen 26 und 27 sind in den Tragkastenwänden 18 und 22
vertikale Längsschlitze 24 und 25 vorgesehen. Der dem Federsitz 14 im Führungskasten entsprechende
Federsitz 16 im Tragkasten (F i g. 2 und 3) ist in dem freien Bereich zwischen der schmalen Seitenwand 23
und dem Beginn der Winkelausbuchtung der Tragkastenwand 18 vorgesehen. Durch die Bohrungen 26
und 27 und die Längsschlitze 24 und 25 ist ein
Schraubenbolzen 28 gesteckt, der den Führungskasten 2 und den Tragkasten 12 miteinander verbindet
und dabei eine begrenzte vertikale Bewegung zwischen beiden Kästen zuläßt.
Wie insbesondere aus Fig.3 in Verbindung mit F i g. 1 zu ersehen ist, drücken die beiden Stützfedern
13 den Tragkasten 12 mit seinen Reibungsdämpfungsflächen aufweisenden Wandaußenseiten 19 und
21 gegen die entsprechenden gegenüberliegenden inneren Wandflächen 9 des Führungskastens 2 und
gleichzeitig den Tragkasten 12 als Ganzes nach oben, bis die unteren Begrenzungen der Längsschlitze 24
und 25 an dem Schraubenbolzen 28 zur Anlage gelangen.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
Claims (2)
1. Gefedertes, reibungsgebremstes Traglager zur seitlichen Abstützung eines Fahrzeugkastens
auf einem Drehgestell für Schienenfahrzeuge, bestehend aus einem unteren Führungskasten mit
vertikalen Seitenwänden und einem oberen, von den Innenseiten der Führungskastenwände umschlossenen
und geführten, gegen den Führungskastenboden federnd abgestützten Tragkasten sowie
an den führenden bzw. geführten Wänden vorgesehenen Reibungsdämpfungsflächen, bei
dem die einander gegenüberliegenden Wände beider Kästen an einer Längsseite eine Winkelausbuchtung
aufweisen, dadurch gekennzeichnet, daß die Winkelausbuchtungen der
Führungskastenwand (3) und der Tragkastenwand (18) nach innen gerichtet und die in an sich
bekannter Weise beiderseits der Ausbuchtung angeordneten Stützfedern (13) geneigt zur Vertikalen
angeordnet sind.
2. Traglager nach Anspruch 1, gekennzeichnet durch einen horizontalen in der Mitte des Winkelknicks
der Ausbuchtung durch Bohrungen (26 und 27) in den Führungskastenwänden (3, 3 a)
und durch vertikale Längsschlitze (24 und 25) in den Tragkastenwänden (18 und 22) gesteckten,
lösbaren, an sich bekannten Schraubenbolzen (28).
Applications Claiming Priority (2)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DEA0047070 | 1964-09-12 | ||
| DEA0047070 | 1964-09-12 |
Publications (3)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE1455087A1 DE1455087A1 (de) | 1969-01-30 |
| DE1455087B2 DE1455087B2 (de) | 1973-02-08 |
| DE1455087C true DE1455087C (de) | 1973-09-06 |
Family
ID=
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