DE1449C - Gluthbügeleisen - Google Patents

Gluthbügeleisen

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DE1449C
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Description

1877.
ALBERT LOHMANN in ISERLOHN. Gluthbügeleisen.
Patentirt im Deutschen Reiche vom 5. August 1877 ab.
1. Der Körper des Gluthbügeleisens besteht aus zwei aneinandergesetzten Theilen: dem eigentlichen Körper A, Fig. 1, 3, bestehend aus Boden und Seitenwand und aus einem Theil gegossen.
2. Dem durch Charnier E, Fig. 3, befestigten Deckel B, Fig. 1, 3, mit der Handhabe F.
In geschlossenem Zustande wird der Deckel B durch den beweglichen Riegel D, Fig. 1,3, festgehalten.
Der Boden des eigentlichen Gluthbügeleisens ist auf der inneren Seite mit kleinen Zapfen, Fig. 2, 3, 4, versehen, die den Zweck haben, als Träger des Gluthbolzens C, Fig. 2, 3, zu dienen und so eine Luftschicht zwischen Bolzen und Bügeleisen zu lassen. Es wird hierdurch ein doppelter Zweck erreicht. Einerseits wirken diese Zapfen als Wärmeübertrager des Bolzens für den Bügeleisenboden, andererseits wird durch die unterhalb des Bolzens C vorhandene Luftschicht, die durch die Oeffnungen G und J mit der äufseren Atmosphäre communicirt, eine Verbrennung des aus eigenthümlich zusammengesetzter brennbarer Masse geformten Bolzens möglich gemacht.
Anwendung.
1. Der Gluthbolzen wird auf einem klar hellbrennenden Feuer zehn bis zwölf Minuten lang rund herum angezündet; während dieser Zeit wird das Eisen auf der Kochplatte erwärmt und demnächst der Gluthbolzen sorgfaltig und behutsam vermittelst einer Zange auf die auf dem Boden des Eisen befindlichen Zäpfchen niedergelegt und der Deckel B geschlossen.
2. Durch das Hin- und Herbewegen des Eisens wird Verbrennung des Bolzens befördert.
3. Das Gluthbügeleisen, überall gleichmäfsig heifs, kann nach allen Richtungen, nach oben und unten gehandhabt werden, es kann sowohl mit den Rändern, dem Rücken, als mit der Fläche gebügelt werden.
: 4. Von Zeit zu Zeit wird die aus dem brennenden Bolzen entstehende feine Asche durch die Oeffnungen des Gluthbügeleisens entfernt.
5. Das Gluthbügeleisen kann zum Bügeln aller Stoffe, auch der leichtesten und feinsten, mit Bequemlichkeit gebraucht werden.
Vortheile.
1. Das Gluthbügeleisen mit eigens dazu angefertigtem Gluthbolzen, ist eine Verbesserung und Vervollkommnung aller bisher in Gebrauch genommenen Bügeleisen. Der das Gluthbügeleisen heizende Bolzen ist nicht von Eisen, und wird nicht von Zeit zu Zeit und von neuem im Ofen geglüht, sondern es ist ein brennender Gluthbolzen, der vier bis sechs, selbst bis zu zehn Stunden, je nach seiner Gröfse, die zum Bügeln nöthige Wärme enthält und der, nachdem er endlich verbrannt, durch einen neuen Gluthbolzen ersetzt wird. Rauch, Dampf oder Geruch verbreitet der gleichmäfsig glühende Bolzen nicht.
2. Der Preis des Gluthbügeleisens ist niedriger, als der gewöhnlichen Eisen und bietet durch das lange Brennen des wohlfeilen Gluthbolzens einen pecuniären Vortheil.
3. Was die mit Holzkohlen geheizten, viel gebrauchten Bügeleisen betrifft, so müssen die Holzkohlen durch Blasen oder vermittelst eines Blasebalges häufig und wiederholt angefacht werden, was bei diesen Gluthbügeleisen entbehrlich wird.
4. Die bügelnde Hausfrau kann abberufen werden und sich von Zeit zu Zeit von ihrer Arbeit entfernen, ohne dafs das Bügeleisen kalt wird oder der Bolzen erlischt.

Claims (2)

  1. Patent-Ansprüche:
    ι. Das Gluthbügeleisen selbst, welches sich durch seine Constructionen sowohl, als auch durch die verschiedene Art der Feuerung von allen bisher gebrauchten vollständig als neu unterscheidet.
  2. 2. Der Gluthbolzen, der aus einer Composition verschiedener eigenthümlicher Substanzen besteht, welche auf einem hellen Ofenfeuer überall zugleich angezündet, bis zu zehn Stunden ununterbrochen fortbrennt und fortglüht, und so ein ungestörtes Fortarbeiten der Büglerin möglich macht.
    Hierzu I Blatt Zeichnungen.
DE1449DA 1877-08-04 1877-08-04 Gluthbügeleisen Expired - Lifetime DE1449C (de)

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