DE1422158C - Fernrohrsystem bestehend aus mehreren einzelnen Fernrohrsystemen - Google Patents
Fernrohrsystem bestehend aus mehreren einzelnen FernrohrsystemenInfo
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Description
Die Erfindung betrifft ein Fernrohrsystem, bestehend aus mehreren einzelnen Fernrohrsystemen, die
jeweils eine Ausblicksöffnung, ein Objektiv und ein Okular enthalten.
Es sind Panoramafernrohre mit mehreren Objektiven und mehreren Okularen bekannt. Bei diesen
Fernrohren ist für sämtliche Objektive zur Vermeidung des Stürzens des Bildes oder der Bilder nur ein
einziges rechtwinkeliges, gleichschenkeliges, optisches Prisma vorgesehen, das um eine senkrecht zur Hypothenusenfläche
stehende und durch die Mitte der gegenüberliegenden Kante gehende Achse drehbar ist
und durch Einschaltung verschiedener optischer Elemente, z.B. Prismen, zwischen diesem rechtwinkelig
gleichschenkeligen Prisma und den Okularen die Beobachtungen ein und desselben Bildes oder auch
mehrerer Bilder durch mehrere Personen gleichzeitig gemacht werden können.
Die Strahlengänge der Einzelsysteme verlaufen bei diesen Fernrohren parallel zueinander. Es ist dementsprechend
nicht möglich, den objektivseitigen Teil des Fernrohres gegenüber dem okularseitigen Teil zu
verdrehen. Dies ist jedoch beispielsweise in Panzerfahrzeugen erwünscht, wenn bei feststehenden Sitzen
für den oder die Beobachter ein Absuchen des Geländes durch Verdrehen des objektivseitigen Teiles
des Fernrohres vorgenommen werden soll. Bei Periskopen sind weiterhin oftmals größere Baulängen erforderlich,
um die Entfernung zwischen einem gegebenen Standort des Einblickes zu einem z. B. höher
gelegenen Ausblick zu überbrücken. Dies trifft beispielsweise für Periskope von Unterseefahrzeugen,
für Geschützturmkuppeln in Festungsanlagen und auch für Panzerfahrzeuge zu. Wenn entsprechende
Objektivaperturen erwünscht sind, dann muß jedes Einzelsystem in der Mitte einen relativ großen
Durchmesser, z. B. von 10 bis 20 cm haben. Bei mehreren nebeneinander angeordneten Einzelsystemen,
wie sie bei dem obengenannten bekannten Panoramafernrohr verwendet werden, wird dann das Fernrohr
in der Mitte ziemlich breit.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, mehreren Fernrohrbemessungen mit möglichst geringem
technischem Aufwand zusammenzufassen.
Diese Aufgabe wurde gemäß der Erfindung dadurch gelöst, daß in der Mitte des Fernrohres ein
einziges, an sich bekanntes Umkehrsystem vorgesehen ist, in welchem sich die optischen Achsen der
voneinander verschiedenen einzelnen Fernrohrsysteme schneiden.
Auf der Zeichnung ist eine Ausführungsform eines Fernrohrsystemes gemäß der Erfindung dargestellt.
Das Fernrohr enthält in seiner Mitte ein Reversionsprisma 1 der Äbbe'schen Gattung, welchem eine
Umkehrlinse-2 zugeordnet ist.-Das Fernrohr besitzt bei der dargestellten Ausführungsform zwei nicht
dargestellte Ausblicksöffnungen mit entsprechenden-'
Objektiven. Die Brennebenen der beiden Objektive sind mit 4 und 5 bezeichnet. Ebenso besitzt das Fernrohr
zwei nicht dargestellte Einblicksöffnungen mit entsprechenden Okularen. Die Brennebenen der
Okulare sind mit 6 und 7 bezeichnet. Der objektivseitigen Brennebene 4 ist dabei die okularseitige Brennebene
6, der objektivseitigen Brennebene 5 die oku-v larseitige Brennebene 7 zugeordnet. Das Fernrohr
enthält also zwei optisch voneinander unabhängige Einzelsysteme, die entweder monokular von zwei
Beobachtern oder binokular von einem einzigen Beobachter benutzt werden können.
Der optische Querschnitt des Fernrohrsystemes wird von dem Querschnitt der Linse 2 oder dem diesem
etwa entsprechenden Querschnitt des Reversionssystemes 1 bestimmt. Wenn die optischen Achsen
der beiden Einzelsysteme parallel zueinander verlaufen würden, wie bei bekannten Fernrohren,
dann müßten beispielsweise zwei Linsen 2 oder zwei Reversionsprismen 1 nebeneinander angeordnet werden,
wodurch die Breite des Fernrohres vergrößert und der optische Aufwand erhöht wird.
Da. sich die optischen Achsen der Einzelsysteme in dem Reversionsprisma schneiden, würden ohne die
Linse 2 der linken Objektivbrennebene 4 die rechte Okularb~rennebene 7 bzw. der rechten Objektivbrennebene
5 die linke Okularbrennebene 6 zugeordnet sein. Dies würde jedoch eine binokulare Betrachtung
unmöglich machen. Die Linse 2 dient dementsprechend dazu, die richtigen Zuordnungen wieder herzustellen.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
Claims (2)
1. Fernrohrsystem, bestehend aus mehreren einzelnen Fernrohrsystemen, die jeweils eine
Ausblicksöffnung, ein Objektiv und ein Okular enthalten, dadurch gekennzeichnet,
daß in der Mitte des Fernrohres ein einziges an sich bekanntes Umkehrsystem vorgesehen ist, in
welchem sich die optischen Achsen der voneinander verschiedenen einzelnen Fernrohrsysteme
schneiden.
2. Fernrohrsystem nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß das Umkehrsystem aus
einem Reversionsprisma (1) vorzugsweise der Äbbe'schen Gattung mit einer vorgeschalteten
Linse (2) besteht.
Applications Claiming Priority (2)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DEH0044131 | 1961-11-15 | ||
| DEH0044131 | 1961-11-15 |
Publications (3)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE1422158A1 DE1422158A1 (de) | 1971-12-30 |
| DE1422158B2 DE1422158B2 (de) | 1973-02-01 |
| DE1422158C true DE1422158C (de) | 1973-08-23 |
Family
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