DE140284C - - Google Patents

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DE140284C
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casting
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currents
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Classifications

    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B22CASTING; POWDER METALLURGY
    • B22DCASTING OF METALS; CASTING OF OTHER SUBSTANCES BY THE SAME PROCESSES OR DEVICES
    • B22D27/00Treating the metal in the mould while it is molten or ductile ; Pressure or vacuum casting
    • B22D27/02Use of electric or magnetic effects

Landscapes

  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Mechanical Engineering (AREA)
  • Treatment Of Steel In Its Molten State (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
Vorliegende Erfindung bezieht sich auf ein Verfahren zur Entgasung und Dichtung von Stahl- und Grauguß unter Anwendung eines magnetischen Kraftlinienfeldes, bezweckt also die Herstellung eines äußerst dichten und homogenen, blasenfreien Stahl- und Graugusses.
Die Anwendung eines Magnetfeldes an Stelle mechanischen Druckes behufs Erzielung eines dichten Gusses ist wohl schon vorgeschlagen worden, doch haben die bezüglichen Versuche einen durchschlagenden praktischen Erfolg nicht aufzuweisen gehabt. Dies hat seinen Grund darin, daß hierzu nur ein gleichgerichtetes Magnetfeld verwendet wurde, in der irrigen Annahme, daß die Web er'sehe Theorie auch auf flüssige Eisenmassen anwendbar und die Moleküle der flüssigen Masse sich gleichgerichteten Magnetfeldern gegenüber ebenso wie die Eisenfeilspäne verhalten und daß somit durch die richtende Wirkung gleichgerichteter Magnetfelder einerseits eine erhöhte Permeabilität des Materiales, andererseits eine dichtere Aneinanderschließung der Moleküle erzielt werden kann, was aber nicht der Fall ist oder wenigstens nicht in dem Maße, daß eine praktische Verwertung des Verfahrens lohnend ist. Bei dem vorliegenden Verfahren, welches darauf abzielt, durch Entfernung der in der Eisenmasse enthaltenden Gase selbsttätig eine Dichtung der Masse zu erzielen, soll diese Wirkung ebenfalls durch Einwirkung eines Magnetfeldes erreicht werden.
Während aber bei dem bekannten Verfahren Gleichstrom verwendet wird, läßt man nach vorliegender Erfindung auf die flüssige Eisenmasse und zwar vom Zeitpunkte des Beginnes des Eingusses bis zum vollendeten Gusse oder noch länger wechselnde magnetische Felder einwirken, die infolge ihrer elektrochemischen wie auch elektromechanischen Wirkung eine nahezu vollkommene Entgasung und infolgedessen eine innige dichte Aneinanderschließung der Moleküle herbeiführen.
Die Durchführung des Verfahrens gestaltet sich wie folgt:
Vor oder unmittelbar zu Beginn des Eingusses des flüssigen Eisenmaterials in die Form oder Coquille wird der Stromkreis einer Stromquelle geschlossen, die während der ganzen Dauer des Gusses, oder auch noch länger, ununterbrochen wechselnde Kraftlinienimpulse durch die flüssige Eisenmasse leitet, wobei die letztere gewissermaßen die sekundäre Wicklung eines Wechselstromtransformators bildet, in welcher infolgedessen sehr starke Ströme induziert werden.
Außer einer möglicherweise vorhandenen elektrochemischen Wirkung tritt noch eine elektromechanische Wirkung in Form von einer, der Periodenzahl des Stromes entsprechenden Molekularvibration auf, die das Entweichen der Gase durch Ausschütteln derselben fördert. Sind die Gase ausgeschieden, was an dem Erlöschen der blauen Flamme (nur bei Coquillenguß, da bei Formsandgüssen
auch fremde Gase verbrennen) zu bemerken ist, so rücken ohne weiteres die noch tropfbar flüssigen Moleküle von selbst enger aneinander und bilden somit eine blasenfreie, homogene Masse.
Nach erfolgter Ausschaltung dieser wechselnden Kraftlinienströme kann, um gewissermaßen eine Nachkompression des Materials zu erzielen und dessen Permeabilität zu erhöhen,
ίο noch in bekannter Art durch einen Gleichstrom auf die erstarrende Masse eingewirkt werden, was aber nicht unbedingt notwendig und nur bei großen Gußstücken vorteilhaft ist.
Die Form der herzustellenden Gußstücke ist ohne Einfluß auf die Anwendungsfähigkeit des obigen Verfahrens und sind nur die Kraftlinienzuleiter entsprechend anzupassen. Insbesondere wertvoll ist das vorliegende Verfahren für die Fabrikation der verschiedenen Bleche, Kesselbleche, Panzerplatten usw. und ao von sonstigem Stahlguß, wo eine mechanische Pressung technisch undurchführbar ist, oder nur geringe Materialstärken vorhanden sind.

Claims (1)

  1. Patent-Anspruch:
    Verfahren zur Entgasung und Kompression von Stahl- und Grauguß unter Anwendung von auf das Gußmaterial einwirkenden Kraftlinienströmen, dadurch gekennzeichnet, daß diese Kraftlinienströme durch wechselnde Magnetfelder gebildet werden und während der ganzen Dauer des Gießens oder noch länger auf die flüssige Eisenmasse zur Einwirkung gebracht werden.
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