DE138340C - - Google Patents

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DE138340C
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circuit
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    • HELECTRICITY
    • H03ELECTRONIC CIRCUITRY
    • H03BGENERATION OF OSCILLATIONS, DIRECTLY OR BY FREQUENCY-CHANGING, BY CIRCUITS EMPLOYING ACTIVE ELEMENTS WHICH OPERATE IN A NON-SWITCHING MANNER; GENERATION OF NOISE BY SUCH CIRCUITS
    • H03B11/00Generation of oscillations using a shock-excited tuned circuit
    • H03B11/02Generation of oscillations using a shock-excited tuned circuit excited by spark

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  • Toys (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
M 138540-^ KLASSE 21 a.
Patentirt im Deutschen Reiche vom 24. März 1900 ab.
Verwendet man als Geber für eine funkentelegraphische Einrichtung einen isolirten Luftdraht nach Marconi'scher Anordnung, so wurde der Luftdraht derart mit Elektricität gespeist, dafs der eine Pol des stromliefernden Funkeninductors an dem unteren Ende des Luftdrahtes befestigt und der andere Pol geerdet war, und dafs man von dem Ende des Luftdrahtes Funken in eine ebenfalls geerdete Kugel überschlagen liefs. Der elektrische Vorgang ist daher der, dafs der Luftdraht als ein Leiter von bestimmter Capacität und Selbstinduction anzusehen ist, mit Elektricität geladen wurde und dafs die Elektncitätsmenge sich bei Ueberschreitung einer gewissen Potentialgrenze in einem Funken nach der Erde zu entlud. Die Funkenentladung wird eine oscillatorische sein, sofern der Ohm'sche Widerstand des Geberdrahtes nach den bekannten Gesetzen gegenüber seiner Selbstinduction und Capacitä't zu vernachlässigen ist. Bei dieser Entladung wird die Schwingungsdauer, welche die im Leiter hin- und herpulsirende Elektricität ausführt, im Wesentlichen dem Grundton des Leiters entsprechen. Benutzt man aber an Stelle des isolirten Gebers einen oberhalb der Funkenstrecke mit der Erde durch metallische Leitung verbundenen Geber, z. B. die bekannte SIa by'sehe Geberanordnung, so ist es nicht mehr möglich, auf dem eben gegebenen Wege im Leiter schnelle Schwingungen hervorzurufen, weil ja infolge der Erdverbindung der Secundärkreis des Inductors kurz geschlossen wäre, im Leiter also nur Pulsationen von der Frequenz der Unterbrechungen stattfinden, die infolge ihrer geringen Frequenz Fernwirkungen nicht äufsern würden.
Um nun derartig geerdete Geber zu funkentelegraphischen Zwecken benutzbar zu machen, müfste man den nicht geerdeten Inductorpol vom Geberende durch eine Funkenstrecke trennen und durch Parallelschaltung einer Capacität in dem Secundärkreis des Inductors von vornherein oscillatorische Entladungen in den Geber hineinsenden. Der Vorgang ist dann der, dafs im Momente des ersten Stromstofses eine gewisse Elektricitätsmenge über den oben geerdeten Geber zur Erde abfiiefst, dafs bei der nächsten Partialoscillation im ladenden Funken diese Elektricitätsströmung aufgehoben wird und dafs nun analog der Frequenz der Partialoscillation im Ladefunken die Elektricität im Geber Pulsationen ausführen wird. Diese Oscillationen werden im Allgemeinen sich nicht mit dem Grundton des Gebers decken; infolge dessen wird im Geber eine erzwungene Schwingung auftreten, die durch die Schwingungsdauer des Ladekreises bestimmt ist, da der Geber sich nur durch den Ladefunken hindurch nach Erde entladen kann. Es werden infolge dessen von dem Geber eine ganze Reihe von Wellenzügen austreten, die durch Interferenz sich stören und die Fernwirkung beeinträchtigen.
Dieser Fehler kann dadurch vermieden werden, wenn man am Geber eine zweite Funkenstrecke, die direct nach der Erde führt, derartig anordnet, dafs dem Geber die Möglichkeit gegeben ist, sich durch diese zweite Funkenstrecke hindurch direct nach der Erde zu

Claims (1)

  1. entladen. Die Schwingungsdauer der Partialoscillationen dieses Nebenfunkens wird dann der Eigenschwingung des Gebers entsprechen; sie wird nicht beeinflufst werden, gleichviel in welcher Frequenz die Zuführung der Elektricität durch die Ladefunken erfolgt, da jeder Ueberschufs im Momentanwerthe des Potentiales, welcher durch den Ladefunken erfolgt, sich bei Ueberschreitung eines gewissen Potentiales durch die beiden Funkenstrecken, die dann in Reihe geschaltet sind, erfolgt. Dabei mufs in bekannter Weise die Leitung, welche die Erdleitung des eigentlichen Gebers darstellt, diesem gegenüber eine so grofse Selbstinduction oder einen so grofsen Ohm'schen Widerstand besitzen, dafs in ihm die Fernwirkung störende Oscillationen nicht stattfinden können. Unter diesen Umständen ist es nach dieser Schaltung auch möglich, den Geber mit directen Inductorfunken ohne parallelgeschaltete Capacität zu speisen und trotzdem in jener zweiten Funkenstrecke . oscillatorische Entladungen von der Frequenz der Eigenschwingung des Gebers zu erhalten. Diese Schaltungen bieten infolge dessen gegenüber der bisher bekannten Schaltung, bei der die Ladung und Entladung nur durch eine Funkenstrecke hindurch bewirkt wurde, einen wesentlichen Vortheil.
    Die beiden Fig. ι und 2 stellen die Schaltung dar. Es bedeutet in der Figur / der ladende Inductor, C eine zu seinem Secundärkreis parallel geschaltete Capacität, F die bekannte Ladefunkenstrecke, N die neue Nebenfunkenstrecke, durch die sich der mittels des Erddrahtes D geerdete Geber G direct nach der Erde entladen kann. Die Anordnung der drei in der Zeichnung vorgesehenen Erdleitungen ist praktisch natürlich belanglos; man kann bei beschränkten Raumverhältnissen, wie sie beispielsweise bei Installationen in Schiffen häufig vorkommen werden, die eine Erdleitung sparen und statt dessen, wie in der gestrichelten Verbindung angedeutet, den geerdeten Inductorpol mit der Nebenfunkenstrecke in directe Verbindung bringen.
    Die Fig. 2 stellt einen Geber ohne zum Inductor parallel geschaltete Capacität mit der oben erwähnten, an sich bekannten Selbstinductionsspule S im oberen Ende des Gebers dar. Es ist selbstverständlich, dafs diese Inductionsspule nicht unbedingt im Anfange der Erdleitung eingeschaltet zu sein braucht, sie kann sich vielmehr an jeder beliebigen Stelle der Erdleitung befinden.
    Patent-A ν Spruch:
    Schaltung eines oberhalb der Funkenstrecke geerdeten Gebers für Funkentelegraphie, gekennzeichnet durch die Anordnung einer direct geerdeten Nebenfunkenstrecke, die bewirkt, dafs der Geber, unbeeinflufst von der Zuführungsform der Elektricität, sich durch diese Nebenfunkenstrecke hindurch mit den Schwingungen seiner Eigenperiode entladen kann.
    Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
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