DE130664C - - Google Patents

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DE130664C
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    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C01INORGANIC CHEMISTRY
    • C01BNON-METALLIC ELEMENTS; COMPOUNDS THEREOF; METALLOIDS OR COMPOUNDS THEREOF NOT COVERED BY SUBCLASS C01C
    • C01B32/00Carbon; Compounds thereof
    • C01B32/90Carbides
    • C01B32/914Carbides of single elements
    • C01B32/935Carbides of alkali metals, strontium, barium or magnesium

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  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • Inorganic Chemistry (AREA)
  • Production Of Liquid Hydrocarbon Mixture For Refining Petroleum (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
Den Gegenstand vorliegender Erfindung bildet ein Verfahren zur gewerblichen Nutzbarmachung der unter dem Namen der »Psilomelane« in der Natur vorkommenden Erdalkaliverbindungen des Mangansuperoxyds. Es war bisher nicht möglich, diese 40 pCt. Erdalkali enthaltenden Manganerze gewerblich nutzbar zu machen.
Nach vorliegender Erfindung geschieht nun die Aufschliefsung und Verarbeitung dieser Erze in der Weise, dafs man sie der bekannten Reduktionswirkung der Kohle unterwirft. Dabei bildet sich ein Carbid des Erdalkalimetalles und freies Mangan, dem eine geringe Menge von Mangancarbid zugemengt sein kann. Da das einen wesentlichen Bestandteil des Erzes ausmachende Erdalkalimetall eine gröfsere Verwandtschaft zum Kohlenstoff besitzt als das Mangan selbst, so bildet sich beim Glühen mit Kohle zunächst das Erdalkalicarbid und erst, nachdem die Erdalkalien vollkommen in Carbid verwandelt sind, wird auch der manganhaltige Bestandteil von der Kohle beeinflufst. Diese führt aber zunächst nur eine Reduktion zum Metall herbei. Man kann daher, wie ersichtlich, sehr leicht die Reaktion so leiten, dafs, während die ganze Menge des im Erz enthaltenen Erdalkalis in Carbid umgewandelt ist, das Manganoxyd selbst nur zu Metall reduzirt wird. Um jedoch eine Verflüssigung des gebildeten Manganmetalles auszuschliefsen, kann man auch eine geringe Menge von Mangancarbid bilden.
Im Gegensatz zu der bekannten, von Liebetanz in seinem Handbuch der Calciumcarbid- und Acetylentechnik (2. Auflage [1899], S. 90) erwähnten Herstellung eines Gemisches von Mangan- und Calciumcarbid aus einer etwa 5 bis 10 pCt. Manganoxyd haltigen mechanischen Mischung zwecks Erzielung eines reineren Acetylengases werden bei dem vorliegenden Verfahren Naturproducte, welche gewissermafsen Salze des Mangansuperoxyds darstellen, der Reduktion unterworfen und dadurch in der angegebenen Weise gewerblich nutzbar gemacht.
Die Ausführung des Verfahrens gestaltet sich derart, dafs man zweckmäfsigerweise das Erz zunächst röstet, um den Sauerstoff des Superoxyds zu gewinnen und weniger Kohle zur Reduktion zu benöthigen. Man mischt dann den GlührUckstand mit Kohle, deren Menge sich nach dem Procentgehalt an Erdalkalimetall, das meist als Baryt vorhanden ist, richtet.
Für 100 Theile Baryt (BaO) sind 23,5 Theile Kohle und für je 100 Theile Sauerstoff sind 75 Theile Kohle nothwendig.
Man kann, wie bemerkt, einen kleinen Ueberschufs von Kohle zufügen, um zur Verhinderung der Verflüssigung des Metalles etwas Mangancarbid zu bilden. Das gebildete Bariumcarbid kann eventuell unter Gewinnung von Barythydrat durch Wasser zersetzt 'und das
entstehende Acetylen beliebiger Verwendung zugeführt werden. Das Manganmetall ist direct verkaufsfähig oder kann noch durch Ra.ffiniren mit Kalk oder oxydischen Zuschlägen, beispielsweise durch Umschmelzen mit Manganoxyd oder unter Zuschlag von Erz, gereinigt werden. ' ·.

Claims (1)

  1. Pate nt-Anspruch :
    Verfahren zur Reduktion der als »Psilomelane« bekannten Barjummanganite zwecks Erzeugung von Bariumcarbid und metallischem Mangan, dadurch gekennzeichnet, dafs man auf das eventuell vorher geglühte Erz bei hoher Temperatur Kohle einwirken läfst.
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