DE130341C - - Google Patents

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DE130341C
DE130341C DE1901130341D DE130341DA DE130341C DE 130341 C DE130341 C DE 130341C DE 1901130341 D DE1901130341 D DE 1901130341D DE 130341D A DE130341D A DE 130341DA DE 130341 C DE130341 C DE 130341C
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DE
Germany
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rollers
grooves
hollow
rolling
hollow block
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Application number
DE1901130341D
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Publication of DE130341C publication Critical patent/DE130341C/de
Application filed filed Critical
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Expired - Lifetime legal-status Critical Current

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Classifications

    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B21MECHANICAL METAL-WORKING WITHOUT ESSENTIALLY REMOVING MATERIAL; PUNCHING METAL
    • B21BROLLING OF METAL
    • B21B17/00Tube-rolling by rollers of which the axes are arranged essentially perpendicular to the axis of the work, e.g. "axial" tube-rolling
    • B21B17/02Tube-rolling by rollers of which the axes are arranged essentially perpendicular to the axis of the work, e.g. "axial" tube-rolling with mandrel, i.e. the mandrel rod contacts the rolled tube over the rod length
    • B21B17/06Tube-rolling by rollers of which the axes are arranged essentially perpendicular to the axis of the work, e.g. "axial" tube-rolling with mandrel, i.e. the mandrel rod contacts the rolled tube over the rod length in a discontinuous process

Landscapes

  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Mechanical Engineering (AREA)
  • Reduction Rolling/Reduction Stand/Operation Of Reduction Machine (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT
KLASSE Ta. . 4f/j>
Beim Walzen von Rohren auf Dornen in Kaliberwalzen tritt an den Fugen des Kalibers die Neigung zu Gratbilddngen auf; dabei werden die Grate um so stärker, je stärker die Streckung in einem Stich ist. Nach vorliegendem Verfahren werden nun an den rohen Hohlstücken vor dem Auswalzen Auskehlungen oder Abflachungen an den Stellen erzeugt, die mit den Walzschnittfugen zusammentreffen sollen, wodurch trotz einer Streckung des Rohres auf das Mehrfache seiner Länge die Gratbildung ganz vermieden, oder doch stark vermindert wird. Oder es werden die Hohlstücke von vornherein mit solchen Abflachungen oder Auskehlungen hergestellt.
Fig. ι stellt den Querschnitt eines Hohlstückes dar, wie es für das Auswalzen in Kaliberwalzwerken vorbereitet ist. Das Hohlstück c hat vier Auskehlungen c2, so dafs dazwischen vier erhöhte Stellen cl verbleiben. Fig. 2 zeigt die Ansicht eines Walzwerkes mit vier Walzen von der Austrittsseite gesehen. Fig. 3 zeigt die Vorderansicht eines in einem Stich fertig gewalzten Rohres; an Stelle der ursprünglichen Auskehlungen c1 bei Fig. 1 sind hier vier geringe Längserhöhungen am Rohr entstanden, die bei sorgfältiger Auskehlung des Hohlkörpers event, auch ganz verschwinden können. Fig. 4 zeigt im Querschnitt einen mit zwei Abflachungen versehenen Hohlkörper, der zwischen zwei Walzen (Fig. 6 und 7) in der Weise ausgewalzt werden soll, dafs seine Abflachungen beim Durchgange zwischen den beiden Walzen an den Kaliberfugen liegen. In Fig. 5 ist in Vorderansicht das fertige Rohr dargestellt, das an zwei Stellen mehr oder weniger kleine Längserhöhungen c5 haben kann und welches in einem Stich aus dem Hohlkörper (Fig. 4) entstanden ist. Fig. 6 zeigt zwei Walzen mit dazwischen befindlichem Werkstücke nebst Dorn, von der Austrittsseite gesehen; durch die punktirte Linie. wird der Querschnitt des noch nicht ausgewalzten Theiles des Werkstückes angedeutet. Fig. 7 stellt dasselbe Walzwerk von der Seite gesehen dar.
Das Walzenkaliber ist am besten kreisrund mit schwachen Abrundungen der sich berührenden Walzkanten.
Die Auskehlungen oder Abflachungen müssen genau mit den Schnittfugen des Walzenkalibers zusammentreffen; daher wird am Eintritt in die Walzen eine Führung angewendet, die das Umschlagen des Werkstückes verhindert. Da solche Führungen an Walzwerken bekannt sind, so ist von einer Zeichnung derselben Abstand genommen. Der Dorn kann für manche Fälle feststehen, oder lose mit dem Rohr durch die Walzen gehen. Zu einer möglichst starken Streckung des Rohres ist es indefs erwünscht, nicht nur ,die Walzen anzutreiben, sondern auch den Dorn mechanisch durch das Walzwerk zu ziehen oder zu drücken. Das ist jedoch nicht Gegenstand vorliegender Erfindung.
Die zum Auswalzen kommenden rohen Rohrstücke werden entweder von vornherein mit Auskehlungen oder Abflachungen hergestellt, oder aufsen rande Hohlstücke werden nachträglich durch geeignete Vorrichtungen mit den erforderlichen Auskehlungen versehen, indem man sie beispielsweise zwischen entsprechend
geformten Walzen hindurchgehen läfst. In dem gleichen oder einem besonderen Durchgange kann alsdann zwischen den Walzen a a (Fig. 2) oder α α (Fig. 6 und 7) die beabsichtigte starke Streckung ausgeführt werden.
Beim Auswalzen zwischen drei oder mehr Walzen müssen Auskehlungen, nicht Abflachungen, am Hohlstücke vorhanden sein, wenn stark gestreckt werden soll.
Beim Auswalzen zwischen zwei Walzen werden am besten am Hohlstücke Abflachungen angebracht (Fig. 4), so dafs an diesen Stellen das Hohlstück fast die Wandstärke des fertigen Rohres hat.
In Fig. 8 ist ein solches Hohlstück im Querschnitt gezeichnet, das gerade von den Walzen erfafst wird. Die angreifenden Walzen berühren bei kreisförmigen Kalibern das Hohlstück zunächst in einer ellipsenähnlichen Curve, deren kleine Achse parallel mit den Walzenachsen Diese Ellipse ist in Fig. 8 durch Schraffiangedeutet. Je mehr das Werkstück den engeren Stellen zwischen den Walzen zugeführt wird (Fig. 9), desto mehr nähert sich die vorhin erwähnte ellipsenä'hnliche Angriffscurve dem Kreise; an der engsten Stelle der Walzenabstände ist die Angriffslinie in einen Kreis übergegangen (Fig. 10). Bei den aus den Fig. 4 und 8 ersichtlichen starken Abflachungen des Werkstückes erstreckt sich der Walzendruck fast ausschliefslich auf diejenigen Seiten des rohen Rohrstückes, an welchen die stärkste Materialanhäufung vorhanden ist, und dieses Material wird in der Längsrichtung ausgestreckt. Da das nicht unter Walzdruck stehende Material an den abgeflachten Seiten des Werkstückes ziemlich gering ist im Verhältnifs zu dem gestreckten Theil des Querschnittes, so geben die abgeflachten Theile nach und werden mit den unter Walzdruck stehenden dickeren Theilen des Querschnittes ausgestreckt. Durch dieses Ausziehen der seitlichen, noch nicht von den Walzenkanten gefafsten dünnen Stellen wird nun eine Faltenbildung vermieden, welche bei nicht abgeflachten Hohlkörpern entstehen würde.
liegt.
Fig. 11 zeigt den Querschnitt eines Rohres, welches aus einem nicht mit Abflachungen versehenen Hohlkörper von ehemals kreisrundem Querschnitt zwischen zwei Walzen mit kreisförmigem Kaliber ausgewalzt wird. Da sich die Walzenkanten al al in das Rohrmaterial eindrücken, stauchen sie das zwischen diesen Walzenkanten liegende Material und erzeugen bei c° seitliches Abheben des Rohres vom Dorn. Beim weiteren Zusammendrücken (Fig. 12) entstehen rechts und links im Inneren die Falten. Wegen der Stärke der zwischen den Walzenkanten liegenden Materialtheile ist die Streckung des Rohres geringer und die Ausbreitung daher so stark, dafs immer Faltenbildung bei starken äufseren Graten erfolgt.
Die Abflachungen nach Fig. 4 erreichen also nicht nur eine Verminderung der Grate, sondern weil sie der Rohrstreckung geringen Widerstand entgegensetzen und daher stark in die Länge gereckt werden, vermeiden sie auch die innere Faltenbildung.
Haben die Walzen kreisrundes Kaliber mit geringer Abrundung der Kanten, so entsteht das in Fig. 5 gezeichnete Rohr in einem Stich, wobei das Rohr an den Schnittfugen entweder ganz am Dorn anliegt oder zwei leichte Ausbreitungen, wie gezeichnet, hat, welche das Abschieben vom Dorn erleichtern.

Claims (2)

Patent-Ansprüche:
1. Verfahren zum Auswalzen von Rohren und anderen Hohlkörpern, dadurch gekennzeichnet, dafs beim Auswalzen eines Hohlblockes zwischen Kaliberwalzen und Dorn an den Fugen des Kalibers eine Gratbildung dadurch ganz vermieden oder doch in ihrer Gröfse verringert wird, dafs dem auszuwalzenden Hohlblock an den, den Walzenfugen entsprechenden Stellen eine dünnere Wandung durch Anordnung von Auskehlungen gegeben wird.
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch ge-, kennzeichnet, dafs der Hohlblock statt der Auskehlungen in der Längsrichtung durchgehende Abflachungen erhält.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
DE1901130341D 1901-05-29 1901-05-29 Expired - Lifetime DE130341C (de)

Priority Applications (1)

Application Number Priority Date Filing Date Title
AT9773D AT9773B (de) 1901-05-29 1902-05-20 Verfahren zum Auswalzen von Rohren und anderen Hohlkörpern.

Publications (1)

Publication Number Publication Date
DE130341C true DE130341C (de)

Family

ID=398746

Family Applications (1)

Application Number Title Priority Date Filing Date
DE1901130341D Expired - Lifetime DE130341C (de) 1901-05-29 1901-05-29

Country Status (1)

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DE (1) DE130341C (de)

Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE1040994B (de) * 1955-04-02 1958-10-16 Eugene Weiss Dipl Ing Arbeitseinrichtung, z. B. Stossbank, zum Herstellen von nahtlosen sowie im wesentlichen runden Hohlkoerpern auf dem Wege des Streckens

Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE1040994B (de) * 1955-04-02 1958-10-16 Eugene Weiss Dipl Ing Arbeitseinrichtung, z. B. Stossbank, zum Herstellen von nahtlosen sowie im wesentlichen runden Hohlkoerpern auf dem Wege des Streckens

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