DE1302829B - - Google Patents
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Description
Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung zum Formen mehrschichtiger dreidimensionaler Behälter aus
Faserstoff.
Aus der USA.-Patentschrift 2 854 897 ist bereits
eine Vorrichtung zum Formen mehrschichtiger dreidimensionaler Behälter aus Faserstoff mit einer drehbaren
Trommel mit mehreren am Trommelumfang verteilt angeordneten perforierten Saugformen bekannt,
die einen im wesentlichen ebenen, sich tangential erstreckenden Mittelabschnitt zur Formung eines
flachen Behälterbodens aufweisen und während der Trommeldrehung durch einen Vorratsbehälter laufen,
der durch ein sich quer erstreckendes Trennorgan in hintereinander angeordnete Kammern für verschiedene
Faserbreiarten unterteilt ist. Der obere Teil des Trennorgans liegt über die gesamte Breite der
Trommel an dieser und an den radial vorspringenden Saugformen abdichtend an und ist in radialer Richtung
nachgiebig ausgebildet.
Bei dieser bekannten Ausführung ist das Trennorgan eine im Vorratsbehälter unterhalb der drehbaren
Trommel gelagerte Schwammgummiwalze, die im Betrieb mit gleicher Umfangsgeschwindigkeit wie
die Trommel rotiert und dabei jeweils an ihren Oberseite durch die Saugformen radial zusammengedrückt
wird, so daß zwischen der Oberseite der Schwammgummiwalze und den Saugformen bzw. dem Trommelumfang
keine Flüssigkeit aus der einen Kammer in die nachfolgende Kammer gelangen kann.
Diese bekannte Ausführung hat mehrere Nachteile. Sie ist aufwendig und störungsanfällig, da an den
Seitenwänden des Vorratsbehälters Lagerungen für die Schwammgummiwalze vorgesehen werden müssen
und diese Lager gegen das Eindringen von Papierstoff abgedichtet werden müssen. Ferner muß eine
zusätzliche Abdichtung an der Unterseite der Schwammgummiwalze zwischen dieser und dem
Boden des Vorratsbehälters vorgesehen werden, und auch an den Stirnseiten der Schwammgummiwalze
sind besondere Abdichtungsmaßnahmen erforderlich. Das gilt um so mehr, als durch die Drehung der Walze
in erhöhtem Maß das Bestreben besteht, daß die Flüssigkeit von der einen Kammer in die andere
Kammer übertritt. Ein weiterer wesentlicher Nachteil besteht darin, daß der Schwammgummi in starkem
Maße zu einem kapillaren Aufsaugen von Faserbrei neigt, was in Verbindung mit der betriebsmäßigen
Drehung der Walze zu einem ständigen Austausch von Faserbrei zwischen den beiden Kammern führt.
Daher kann die bekannte Vorrichtung eine Vermischung der verschiedenen Faserbreiarten nur in sehr
begrenztem Maße verhindern.
Aus den USA.-Patentschriften 1730 450 und 1707 429 ist ferner eine ähnliche Vorrichtung bekannt,
bei der die benachbarten Kammern im Vorratsbehälter durch eine Trennwand unterteilt sind, die sich quer
durch den Behälter erstreckt und mit dem Behälterboden und den Seitenwänden des Behälters fest verbunden
ist, so daß dort keine Abdichtungsschwierigkeiten entstehen. Die Trennwand'weist an ihrer Oberseite
einen den umlaufenden Saugformen entsprechenden Einschnitt auf, durch den die umlaufenden Saugformen
hindurchtreten. Dabei weist die Einschnittkante einen Abstand von der Saugform auf, der
größer als die Stärke der abzulagernden Faserstoffschicht ist. Dementsprechend findet im Einschnittbereich
eine Vermischung der Faserbreiarten in den benachbarten Kammern statt, wobei insbesondere
unter der Wirkung der sich drehenden Trommel Faserbrei aus der in Umfangsrichtung vorderen Kammer
übertritt. Um ein Eindringen dieser Faserbreimengen in die nachfolgende Kammer zu verhindern,
schließt sich an den Einschnitt in Umlaufrichtung ein den Saugformen im Profil angepaßter, die benachbarten
Kammern verbindender Trog an, wobei erstrebt wird, daß die Faserbeimischung nahe dem Trog infolge
der Saugwirkung auf den Formen abgelagert wird. Jedoch kann auch diese Maßnahme eine Vermischung
der verschiedenen Faserbreiarten nicht vermeiden, und insbesondere wird bei dieser bekannten
Vorrichtung in Kauf genommen, daß bei den hergestellten Behältern aus Faserstoff die einzelnen
Schichten nicht scharf voneinander unterschieden sind, vielmehr einen Übergangs- oder Mischbereich
aufweisen.
Der Erfindung liegt nun die Aufgabe zugrunde, bei einer Vorrichtung der eingangs genannten Art mit
einfachen Mitteln das Trennorgan so auszubilden, daß eine Vermischung der verschiedenen Faserbreiarten
noch wirkungsvoller vermieden wird, als es bei den bekannten Vorrichtungen der Fall ist.
Die Erfindung geht dabei von der eingangs genannten bekannten Vorrichtung mit einem an der Trommel
und an den radial vorspringenden Saugformen abdichtend anliegenden und in radialer Richtung
nachgiebig auslenkbaren Trennorgan aus. Sie ist dadurch gekennzeichnet, daß das Trennorgan von
einem am Boden des Vorratsbehälters flüssigkeitsdicht befestigten Flachmaterialteil gebildet ist, dessen
unterer Abschnitt sich nach Art einer im wesentlichen formbeständigen Trennwand im wesentlichen
senkrecht nach oben erstreckt und in einen radial auslenkbaren oberen Abschnitt übergeht, der sich im
wesentlichen tangential in Trommelumlaufrichtung erstreckt und in leicht schleifender und wischender
Weise an den im wesentlichen ebenen Mittelabschnitt der jeweiligen, das Trennorgan basierenden Saugform
angedrückt ist.
Bei dieser Ausbildung ist eine Abdichtung zwischen bewegten Teilen nur im Bereich der Trommeloberfläche
erforderlich. Das Flachmaterialteil selbst kann im Gegensatz zu einer kompressiblen Schwammgummiausführung
flüssigkeitsundurchlässig sein, und insbesondere führt es praktisch keine Bewegung aus,
die eine Vermischung begünstigen würde.
Obwohl im Bereich des Trommelumfangs infolge ' 1er dreidimensionalen Ausführung der Saugformen
und des Abstandes zwischen in Umfangsrichtung benachbarten Saugformen wechselnde Profile in der
Abdichtungsebene abzudichten sind, wird mittels des erfindungsgemäßen Flachmaterialteils eine gute Abdichtung
erreicht, da dieses sich infolge seiner nachgiebigen Auslenkbarkeit dem jeweiligen abzudichtenden
Profil gut anpaßt. Dabei ist zu berücksichtigen, daß die über den unteren Flachmaterialabschnitt auf
den oberen Abschnitt aufgebrachte elastische Dichtungskraft durch die von den Saugformen ausgehende
Saugwirkung unterstützt wird, so daß der obere Flachmaterialabschnitt vergleichsweise dünn und
flexibel ausgeführt werden kann, damit er sich dem jeweiligen Abdichtungsprofil leicht anpassen kann,
wobei der obere Abschnitt jedoch noch mit einer ausreichenden Abdichtungskraft an den Trommelumfang
bzw. an die Saugformen angedrückt ist.
Ferner kann durch Aufrechterhaltung eines höheren statischen Faserbreidrucks in der in Umlaufrich-
tung nachfolgenden Kammer der relativ flexible obere Flachmaterialabschnitt zusätzlich unter Anpassung
an das jeweilige Abdichtungsprofil an den Trommelumfang angedrückt werden. Die Widerstandskraft des
FJachmateriaJteils gegen das Umbiegen seines oberen
Abschnitts in tahgentialer Richtung sowie die Saugwirkung der Formen und gegebenenfalls die hydrostatische
Wirkung des Faserbreis können so aufeinander abgestimmt werden, daß der obere Flachmate-
tend an der basierenden Saugform und am Trommelumfang anliegt. Die Bildung dieser aufblähbaren Kammer
kann auf einfache Weise dadurch erfolgen, daß das Flachmaterialteil nicht nur an einem, sondern an
5 seinen beiden Enden abdichtend am Behälterboden befestigt wird. Der Vorteil dieser Ausführungsform
liegt darin, daß das Flachmaterialteil keine Formsteifigkeit bzw. Biegestreifigkeit aufweisen muß, um
den oberen Abschnitt in Anlage an den Saugformen
rialabschnitt ohne Unterbrechung abdichtend an die io und am Trommelumfang zu halten. Diese Aufgabe
passierenden Saugformen und den Trommelumfang wird vielmehr durch das in die aufblähbare Kammer
angedrückt ist und dabei auf den Mittelabschnitt der eingeleitete Druckmittel übernommen. Dabei kann
Saugform bzw. auf die dort bereits abgelagerte Behäl- auch die Abdichtungskraft, mit der das Flachmaterialterbodenschicht
eine nur leicht schleifende und teil nach oben an die Saugformen bzw. an den Tromwischende
Wirkung ausübt, wobei in vorteilhafter 15 melumfang angedrückt wird, auf einfache Weise durch
Weise eine Verdichtung und Glättung dieser Schicht Änderung des Drucks in der aufblähbaren Kammer
erfolgt, ohne daß sie von der Saugform wieder abge- geändert und den jeweiligen Verhältnissen in optimastreift
wird. ler Weise angepaßt werden.
Damit das Flachmaterialteil die erwähnte Form Nach einer anderen vorteilhaften Maßnahme sind
einnimmt und insbesondere auch einerseits eine ge- 20 im Bereich des im wesentlichen ebenen Mittelabnügende
elastische Auslenkbarkeit und zum anderen Schnitts der Saugformen radial nach außen vorsprineine
gute Anpassungsfähigkeit seines oberen Ab- gende Formteile zur Ausbildung von Öffnungen in
Schnitts an das jeweilige Abdichtungsprofil aufweist, der vor dem Trennorgan gebildeten Schicht des Bemuß
es in bestimmter Weise ausgebildet sein. Als hälters vorgesehen, an denen das Trennorgan den
zweckmäßig hat sich ein Flachmaterialteil, beispiels- 25 Faserstoff abschabend angreift. Diese Gestaltung der
weise aus einem gummiartigen Werkstoff, erwiesen, Saugformen führt nicht nur zu den in verschiedenen
das eine in Richtung auf sein freies auslenkbares Anwendungsfällen erwünschten Öffnungen in der
Ende abnehmende Stärke aufweist. Dadurch ist der inneren Behälterschicht, sie gestatten insbesondere
untere Abschnitt vergleichsweise steif und wirkt einer das Andrücken des Flachmaterialteüs an die Saug-Auslenkung
des oberen Abschnitts entgegen, der in- 30 formen bzw. an den Trommelumfang mit einer größefolge
seiner geringeren Stärke relativ flexibel und an- ren, die Abdichtwirkung verbessernden Kraft. Dabei
passungsfähig ist. Dabei kann das Flachmaterialteil verhindern die Formteile, daß das Flachmaterialteil
mehrere Materialschichten umfassen^ die sich unter- die bereits auf dem Mittelabschnitt der Saugformen
schiedlich weit in Richtung auf das freie Ende des gebildete Schicht abstreift. Statt dessen wird sicher-Flachmaterialteils
erstrecken. Bei einer anderen 35 gestellt, daß das Flachmaterialteil in gewünschter
zweckmäßigen Ausführungsform weist das Flachmate- Weise mit leicht schleifender und wischender Wirrialteil
in seinem unteren Abschnitt größere Stärke kung über die bereits abgelagerte Faserstoffschicht
auf als im oberen Abschnitt. gleitet.
Eine andere vorteilhafte Ausführungsart sieht vor, Eine weitere vorteilhafte Maßnahme sieht vor, daß
daß das Flachmaterialteil mehrere aneinander anlie- 40 die Vertiefungen zwischen den in Umfangsrichtung
gende Einzelteile aus Flachmaterial umfaßt, die in aufeinanderfolgenden Formen durch am Umfang der
verschiedenen in Querrichtung im wesentlichen neben- Trommel vorgesehene Stege ausgefüllt sind. Auf diese
einanderliegenden Bereichen an den Saugformen und Weise wird erreicht, daß sich das jeweils abzudicham
Umfang der Trommel abdichtend anliegen. Bei tende Profil in geringerem Maße ändert. Dementdieser
Ausführung werden einzelne Bereiche des Ab- 45 sprechend ist das Flachmaterialteil in vorteilhafter
dichtungsprofils, beispielsweise der Mittelabschnitts- Weise in geringerem Ausmaße Auslenkungen ausgesetzt,
so daß eine noch wirksamere Abdichtung erzielt werden kann.
Gemäß einer weiteren vorteilhaften Maßnahme
bererche, von getrennten Einzelteilen aus FlachmaTe- 50 sind auch an den Seitenwänden des Vorratsbehälters
rial abgedichtet werden, die in ihrer Form und in Flachmaterialdichtungen vorgesehen, die an das
ihren Eigenschaften den in den einzelnen Bereichen Flachmaterialteil anschließen und abdichtend an den
unterschiedlichen Verhältnissen angepaßt werden Stirnseiten der Trommel oder an diesen vorgesehenen
können. Bei einer zweckmäßigen Ausführung dieser Dichtungsringen anliegen. Dadurch wird eine Ver-Art
weist das in Umlaufrichtung gesehen vorderste 55 mischung der verschiedenen Faserbreiarten auch im
Einzelteil eine sich über die gesamte Trommelbreite Bereich der Trommelstirnseiten weitgehend vermieerstreckende
gerade Oberkante auf, die abdichtend den.
an den am weitesten radial vorspringenden Auschnit- Die Erfindung wird nachfolgend an Hand schema-
ten der Saugformen anliegt, während die nachfolgen- tischer Zeichnungen an mehreren Ausführungsbeiden
Einzelteile zunehmend nach oben vorspringende 60 spielen näher erläutert.
Lappen aufweisen, die abdichtend an den übrigen F i g. 1 zeigt eine erfindungsgemäße Vorrichtung in
Lappen aufweisen, die abdichtend an den übrigen F i g. 1 zeigt eine erfindungsgemäße Vorrichtung in
bereich, die seitlich von diesen angeordneten, auch noch der Saugform zugeordneten Bereiche und die
stets am Trommelumfang angreifenden Abdichtungs-
Abschnitten der Saugformen und am Trommelumfang anliegen.
Nach einem weiteren besonders vorteilhaften Merkmal der Erfindung umgrenzt das Flachmaterialteil 65
eine an den Boden des Behälters angrenzende, durch Einleiten eines Druckmittels aufblähbare Kammer,
deren oberer Abschnitt nach dem Aufblähen abdich-
einer teilweise geschnittenen Seitenansicht;
F i g. 2 ist eine Schnittansicht nach Linie 2-2 in Fig. 1;
F i g. 3 und 4 zeigen andere Ausführungsformen des bei der Vorrichtung nach F i g. 1 verwendeten
Trennorgans;
F i g. 5 zeigt einen Teil einer mit Formteilen ver-
sehenen Saugform in einem Schnitt in ihrer Umlauf- tschukplatte bzw. des Flachmaterialteils 40 ist ihr obe-
ebene; rer Abschnitt in radialer Richtung nachgiebig auslenk-
F i g. 6 zeigt einen Teil des mit der Saugform nach bar und zugleich in einem solchen Ausmaß gemäß
F i g. 5 hergestellten Behälters aus Faserstoff in Drauf- Fig. 1 an den am weitesten radial vorspringenden Mitsicht;
5 telabschnitt der Saugform angedrückt, daß das Flach-. F i g. 7 zeigt den Behälter im Schnitt nach Linie 7-7 materialteil 40 in leicht schleifender und wischender
in Fig. 6; Weise am Mittelabschnitt der jeweils passierenden
F i g. 8 zeigt in einer Schnittdarstellung eine andere Saugform 20 bzw. an der auf dem Mittelabschnitt ab-
Ausführungsform des Trennorgans im Zusammen- gelagerten Faserstoffschicht aus der Kammer 38 an-
wirken mit einer der F i g. 5 entsprechenden Saug- io liegt, ohne diese Schicht von der Saugform 20 abzu-
form; streifen. Dabei wird der obere Abschnitt des Flach-
F i g. 9 ist ein Schnitt nach Linie 9-9 in F i g. 8; materialteils 40 auch infolge der Saugwirkung an die
F i g. 10 zeigt eine Ausführung des Trennorgans mit Saugform 20 angezogen, und, da gemäß F i g. 1 der
mehreren Einzelteilen aus Flachmaterial in einer Sicht Faserbrei in der Kammer 39 eine etwas größere Füllin
Umlaufrichtung der Saugformen; 15 höhe als der Faserbrei in der Kammer 38 aufweist, ist
F i g. 11 ist ein Schnitt nach Linie 11-11 in Fig. 10; der obere Abschnitt des Flachmaterialteils 40 zugleich
F i g. 12 und 13 zeigen den Lappen aufweisenden einer hydrostatischen Druckdifferenz ausgesetzt, die
Mittelbereich zweier gemäß Fi g. 10 und 1.1 verwen- das Flachmaterialteil 40 gleichfalls abdichtend an die
deter Einzelteile. passierenden Saugformen 20 und an den Umfang der
Gemäß F i g. 1 und 2 sind mehrere Saugformen 20 20 Trommel 22 andrückt, so daß sich der obere Ab-
paarweise am Umfang einer Trommel 22 verteilt an- schnitt des Flachmaterialteils, der infolge seiner ge-
gcordnet. Die mit der Trommel 22 gemäß F i g. 1 im ringen Stärke und seines Abstandes von der Halterung
Uhrzeigersinn umlaufenden Formen 20 tauchen auf 42 relativ flexibel ist, dem jeweiligen abzudichtenden
dem unteren Abschnitt ihrer Umlaufbahn in einen Profil am Trommelumfang gut anpaßt. Um ein allzu
Vorratsbehälter 24 für Faserbrei ein. Jede Form 20 25 starkes Auslenken des oberen Flachmaterialabschnitts
ist über radiale Kanäle 26 sowie die Hohlwelle 28 zu vermeiden, sind gemäß Fig. 1 zwischen den in
der Trommel an eine nicht gezeigte Unterdruckquelle Umlaufrichtung aufeinanderfolgenden Formen 20
angeschlossen. Die während des Eintauchens in den Stege 46 am Umfang der Trommel 22 befestigt, die
Faserbrei aus den Saugformen 20 gebildeten Behäl- etwa im gleichen Ausmaß wie die Formen 20 radial
ter werden nach ihrem Auftauchen aus dem Behälter 30 nach außen vorspringen.
infolge der Saugwirkung weiter entfeuchtet und an der An den Stirnseiten der Trommel 22 sind die Kam-
Übernahniestation 30 von den Gegenformen 32 einer mern 38, 39 gemäß F i g. 2 durch sich im wesentlichen
Übernahmevorrichtung 34 von den Formen 20 abge- senkrecht erstreckende Flachmaterialdichtungen 50
nommen und an eine Transportvorrichtung 36 abge- voneinander getrennt, die an das Flachmaterialteil 40
geben, welche die Behälter einer weiteren Trocknung 35 anschließen und mit an den Stirnseiten der Trommel
zuführt. Dabei wird an der Übernahmestation 30 die 22 vorgesehenen ringförmigen Leisten 48 abdichtend
Verbindung der Saugformen 20 mit der Unterdruck- zusammenwirken.
quelle unterbrochen, während die Gegenformen 32 Gemäß F i g. 1 ist ferner der Kammer 38 eine
zunächst zum Übernehmen der Behälter mit Unter- Speiseleitung 52 für den Faserbrei und der Kammer
druck beaufschlagt und dann zum Abgeben der Be- 40 39 eine Speiseleitung 54 für einen anderen Faserbrei
hälter an die Transportvorrichtung 36 mit einem zugeordnet, der nach der Ausbildung der ersten
Überdruck beaufschlagt werden. Schicht auf den Formen 20 beim Durchlaufen der
Die Vorrichtung dient der Herstellung von Behäl- Kammer 38 eine zweite Faserstoffschicht bildet, nachtern
aus zwei unterschiedlichen Faserstoffschichten. dem die Saugformen 20 das Trennorgan 40 passiert
Aus diesem Grunde ist der Vorratsbehälter 24 in zwei 45 haben.
voneinander getrennte Kammern 38, 39 unterteilt, in Gemäß F i g. 3 ist ein anderes Trennorgan 60 vor-
denen verschiedene Faserbreiarten vorhanden sind. gesehen, das mittels Schrauben 64 an einer Halterung
Die Unterschiede in den Faserbreiarten richten sich 62 befestigt ist und das Flachmaterialteil 40 gemäß
nach den jeweiligen Erfordernissen und können bei- Fig. 1 und 2 ersetzen kann. Das Trennorgan 60 be-
spielsweise in einem Unterschied der Faserstoffkon- 5° steht aus einem Flachmaterialteil, dessen Stärke stu-
zentration in der Feinheit des Faserstoffs, in Färb- fenweise in Richtung auf sein oberes freies mit den
unterschieden od. dgl. bestehen. Saugformen 20 und dem Umfang der Trommel 22
Gemäß F i g. 1 und 2 ist zur Trennung der Kam- zusammenwirkendes Ende abnimmt. Auf diese Weise
mern 38 und 39 voneinander ein Trennorgan 40 in erhält das Flachmaterialteil 60 einen relativ steifen
Form eines Flachmaterialteils vorgesehen, das sich 55 unteren Abschnitt und einen relativ flexiblen bzw.
axial über die gesamte Breite des Vorratsbehälters 24 biegsamen oberen Abschnitt, der sich den Saugfor-
erstreckt und an einer mit dem Behälterboden verbun- men 20 und dem Umfang der Trommel 22 gut anpaßt,
denen Halterung 42 mittels Schrauben 44 befestigt ist. Das Flachmaterialteil 60 kann beispielsweise aus meh-
Das Flachmaterialteil 40 weist einen unteren Abschnitt reren harzimprägnierten Materialschichten entspre-
auf, der sich nach Art einer steifen Trennwand im 60 chender Länge hergestellt werden,
wesentlichen senkrecht nach oben erstreckt und in Das in F i g. 4 dargestellte Trennorgan 70 umfaßt
einen radial gegenüber der Trommel 22 auslenkbaren eine den unteren Abschnitt bildende Platte 76 von
oberen Abschnitt übergeht, der sich im wesentlichen größerer Stärke, die mittels Schrauben 74 an einer
tangential in Trommelumlaufrichtung erstreckt. Das Halterung 72 befestigt ist. Mit dem oberen Ende der
Flachmaterialteil 40 besteht aus einer im Bereich zwi- 65 Platte 76 ist durch Befestigungsmittel 79 eine dünnere
sehen dem unteren und oberen Abschnitt gebogenen flexiblere Platte 78 verbunden, die den oberen Ab-
flüssigkeitsundurchlässigen Kautschukplatte von ge- schnitt des Trennorgans 70 bildet. Die Platte 76 kann
ringer Stärke. Infolge der Biegesteifigkeit der Kau- eine Stärke von etwa 6 mm haben, während die
Stärke der Platte der Folie 78 nur etwa 0,2 bis 0,5 mm
beträgt.
Gemäß F i g. 5 ist ein einstückiges Trennorgan 80 vorgesehen, das mittels Schrauben 84 an einer Halterung
82 befestigt ist, die ihrerseits am Boden des Vorratsbehälters 85 befestigt ist. In der Darstellung
gemäß F i g. 5 greift das Flachmaterialteil 80 an einer Saugform 86 an, die einen mit Saugkanälen versehenen
Formkörper und ein diesen abdeckendes Siebgeflecht 90 aufweist, das mittels eines Befestigungsrings 92 und Schrauben 94 mit der Saugform 86 verbunden
ist. Der im wesentlichen ebene Mittelabschnitt der Saugform 86 bzw. des Formkörpers 88 weist radil
nach außen vorspringende Noppen oder Formteile 96 von zylindrischer Gestalt auf. Es ist zu erkennen, daß
sich auf dem Siebgeflecht 90 und auf den Formteilen 96 eine erste Faserstoffschicht 104 während des
Durchlaufens der Kammer 38 bildet, und daß das Trennorgan 80 die Faserschicht von den freien Stirnseiten
der Formteile 96 abstreift und die erste Faserschicht zwischen den Formteilen 96 verdichtet, so daß
diese erste Faserschicht 104 eine Stärke erhält, die dem radialen Vorspringen der Formteile 96 gegenüber
dem Siebgeflecht 90 entspricht. Auf diese erste Faserstoffschicht 104 wird beim Durchlaufen der Kammer
39 eine zweite Faserstoff schicht 106 gelagert.
Wie die F i g. 6 und 7 zeigen, führt das Anbringen der Formteile 96 zu Vertiefungen 102 in der Oberseite
des Bodens des hergestellten Behälters 100. Diese Vertiefungen 102 erstrecken sich durch die gesamte
Faserstoffschicht 104, die gemäß F i g. 7 sich scharf gegenüber der Faserstoff schicht 106 abhebt, obwohl
diese Schichten fest zusammenhaften. Ein derartiger Behälter 100 ist insbesondere zum Verpacken von
Fleisch od. dgl. geeignet, wobei austretende Flüssigkeiten von den Vertiefungen 102 aufgenommen werden
und in die Schicht 104 eindringen.
Eine andere Ausführungsform des Trennorgans ist in den F i g. 8 und 9 dargestellt. Dieses Trennorgan
110 ist gleichfalls ein Flachmaterialteil, das jedoch nicht nur an einem, sonderen an beiden Enden mittels
Halteleisten 112 und Schrauben 114 am Boden des Vorratsbehälters 115 befestigt ist. Das Flachmaterialteil
110, das aus einer dünnen flexiblen Schicht oder Folie besteht, bildet auf diese Weise gemäß F i g. 8
einen Hohlraum, der durch Einleiten eines Druckmittels über die Leitung 116 aufblähbar ist, so daß
sich der obere Abschnitt bzw. die obere Wand des Flachmaterialteils 110 an den Trommelumfang bzw.
an die jeweils basierenden Saugformen 118 anlegt, die wiederum aus einem Formkörper 120 und einem diesen
abdeckenden Siebgeflecht 122 und radial vorspringenden Formteilen 124 bestehen. Gemäß F i g. 8
kann zwischen dem aufblähbaren Flachmaterialteil 110 und der Form 118 eine flexible Folie 126 angeordnet
sein, die mittels Schrauben 128 am Boden des Vorratsbehälters 115 befestigt ist. Diese Folie 126, die
wie auch die übrigen an den Saugformen angreifenden Flachmaterialteile eine glatte Oberfläche aufweist, die
über die bereits abgelagerte Faserstoffschicht gleitet, wird durch das aufblähbare Flachmaterialteil 110 in
dem erforderlichenAusmaß abdichtend an die Saugform 118 und an den Trommelumfang angedrückt.
Eine weitere Ausführungsform eines Trennorgans ist in den Fig. 10 und 11 dargestellt. Dieses Trennorgan
140 umfaßt drei flach aneinander anliegende getrennte Einzelteile 146, 147, 148 aus Flachmaterial,
die mit den Formen 150 und mit der Trommel 152 abdichtend zusammenwirken, an der die Formen 150
mittels Halteringen 154 und Schrauben 156 befestigt sind. Die Einzelteile 146, 147, 148 aus Flachmaterial
sind an ihren unteren Enden mittels Schrauben 144 mit einer Halterung 142 verbunden, die ihrerseits am
Behälterboden befestigt ist.
Das, in Um lauf richtung der Saugformen 150 gesehen, vordere Einzelteil 146 weist eine über die
ganze Breite der Trommel 152 bzw. des Vorratsbehälters durchlaufende gerade Oberkante 158 auf, die
so angeordnet ist, daß sie am im wesentlichen ebenen Mittelabschnitt der Saugformen 150 in leicht schleifender
und wischender Weise angreift. Die nachfolgenden Flachmaterialeinzelteile 147 und 148 weisen
eine etwas unterhalb der Oberkante 158 angeordnete Oberkante 161 auf, die jedoch nicht glatt durchläuft,
da diese Einzelteile Lappen 160 bzw. 162 aufweisen, die über die Oberkante 161 hinaus vorspringen. Die
Lappen 160 des mittleren Einzelteils 147 sind so ausgebildet und angeordnet, daß sie mit dem seitlich der
Mittelabschnitte der Saugform 150 vorhandenen Flächen der Saugformen abdichtend zusammenwirken,
und die Lappen 162 des hinteren Einzelteils 148 sind so ausgebildet und angeordnet, daß sie mit abdichtender
Wirkung am Umfang der Trommel 152 anliegen.
Die Einzelteile 146, 147, 148 sind aus dünnem
flexiblem Flachmaterial hergestellt, so daß sie sich gut an das jeweilige Abdichtungsprofil anpassen. Da
die Einzelteile deswegen in ihrem unteren Bereich nicht die notwendige Steifigkeit aufweisen, um zu
gewährleisten, daß sich die oberen Abschnitte der Einzelteile an die Saugformen 150 bzw. an die Trommel
anlegen, ist, in Umlaufrichtung der Formen 150 gesehen, hinter den Einzelteilen eine schleifenförmige
federnde Rückwand 166 vorgesehen, die gleichfalls mittels der Schrauben 144 an der Halterung 142
befestigt ist. Auf diese Weise ist eine abdichtende Anlage der Flachmaterialeinzelteile 146,147,148 an den
Saugformen 150 und an der Trommel 152 sowie eine leicht schleifende und wischende Wirkung des Einzelteils
146 auf den Mittelabschnitt der Saugformen 150 bzw. auf die dort bereits abgelagerte Faserstoffschicht
sichergestellt.
Claims (10)
1. Vorrichtung zum Formen mehrschichtiger, dreidimensionalerBehälter aus Faserstoff mit einer
drehbaren Trommel mit mehreren am Trommelumfang verteilt angeordneten perforierten Saugformen,
die einen im wesentlichen ebenen, sich tangential erstreckenden Mittelabschnitt zur Formung
eines flachen Behälterbodens aufweisen und während der Trommeldrehung durch einen Vorratsbehälter
laufen, der durch wenigstens ein sich quer erstreckendes Trennorgan in hintereinander
angeordnete Kammern für verschiedene Faserbreiarten unterteilt ist, wobei der obere Teil des
Trennorgans über die gesamte Breite der Trommel an dieser und an den radial vorspringenden Saugformen
abdichtend anliegt und in radialer Richtung nachgiebig ausgebildet ist, dadurch gekennzeichnet,
daß das Trennorgan von einem am Boden des Vorratsbehälters flüssigkeitsdicht befestigten Flachmaterialteil (40, 60, 70, 80,
110, 140) gebildet ist, dessen unterer Abschnitt sich nach Art einer im wesentlichen formbeständigen
Trennwand im wesentlichen senkrecht nach
009 585/2
oben erstreckt und in einen radial auslenkbaren oberen Abschnitt übergeht, der sich im wesentlichen
tangential in Trommelumlaufrichtung erstreckt und in leicht schleifender und wischender
Weise an den im wesentlichen ebenen Mittelabschnitt der jeweiligen, das Trennorgan passierenden
Saugform (20, 86, 118, 150) angedrückt ist.
2. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß das Flachmaterialteil (60) eine
in Richtung auf sein freies, auslenkbares Ende abnehmende Stärke aufweist.
3. Vorrichtung nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß das Flachmaterialteil (60) mehrere
Materialschichten umfaßt, die sich unterschiedlich weit in Richtung auf das freie Ende des
Flachmaterialteils erstrecken (Fi g. 3).
4. Vorrichtung nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß das Flachmaterialteil (70) in
seinem unteren Abschnitt (76) größere Stärke als im oberen Abschnitt (78) aufweist (Fig. 4).
5. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß das Flachmaterialteil (140)
mehrere aneinander liegende Einzelteile (146,147, 148) aus Flachmaterial umfaßt, die in verschiedenen,
in Querrichtung im wesentlichen nebeneinander liegenden Bereichen an den Saugformen
(150) und am Umfang der Trommel (152) abdichtend anliegen (Fig. 11).
6. Vorrichtung nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, daß das in UmI auf richtung gesehen
vordere Einzelteil (146) eine sich über die gesamte Trommelbreite erstreckende gerade Oberkante
(158) aufweist, die abdichtend an den am weitesten radial vorspringenden Abschnitten der
Saugformen (150) anliegt, während die nachfolgenden Einzelteile (147, 148) zunehmend nach
oben vorspringende Lappen (160,162) aufweisen, die abdichtend an den übrigen Abschnitten der
Saugformen und am Trommelumfang anliegen.
7. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß das Flachmaterialteil (110)
eine an den Boden des Behälters (115) angrenzende, durch Einleiten eines Druckmittels aufblähbare
Kammer umgrenzt, deren oberer Abschnitt nach dem Aufblähen abdichtend an der passierenden Saugform (118) und am Trommelumfang
anliegt. (Fi g. 8 und 9).
8. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, daß im Bereich
des im wesentlichen ebenen Mittelabschnitts der Saugformen (86,118) radial nach außen vorspringende
Formteile (96, 124) zur Ausbildung von öffnungen (102) in der vor dem Trennorgan
(80, 110) gebildeten Schicht (104) des Behälters (100) vorgesehen sind, an denen das Trennorgan
den Faserstoff abschabend angreift.
9. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 8, dadurch gekennzeichnet, daß die Vertiefungen
zwischen den in Umfangsrichtung aufeinanderfolgenden Formen (20) durch am Umfang
der Trommel (22) vorgesehene Stege (46) aufgefüllt sind.
10. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 9, dadurch gekennzeichnet daß auch an den
Seitenwänden des Vorratsbehälters (24) Flachmaterialdichtungen (50) vorgesehen sind, die an
das Flachmaterialteil (40, 60, 70, 80 110, 140) anschließen und abdichtend an den Stirnseiten
der Trommel (22) oder an diesen vorgesehenen Dichtungsringen (48) anliegen.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE1302829B true DE1302829B (de) | 1971-01-28 |
Family
ID=621605
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DENDAT1302829D Pending DE1302829B (de) |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE1302829B (de) |
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| CN108265569A (zh) * | 2018-02-06 | 2018-07-10 | 郑天波 | 中间取件的双热压全自动植物纤维模塑成型方法及成型机 |
-
0
- DE DENDAT1302829D patent/DE1302829B/de active Pending
Cited By (2)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| CN108265569A (zh) * | 2018-02-06 | 2018-07-10 | 郑天波 | 中间取件的双热压全自动植物纤维模塑成型方法及成型机 |
| CN108265569B (zh) * | 2018-02-06 | 2019-11-22 | 郑天波 | 中间取件的双热压全自动植物纤维模塑成型方法及成型机 |
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