DE1302199C2 - Vorrichtung zur verhinderung einer beeinflussung der messung von differenzdruck- oder standmessgeraeten mit biegedurchfuehrung durch den statischen druck - Google Patents
Vorrichtung zur verhinderung einer beeinflussung der messung von differenzdruck- oder standmessgeraeten mit biegedurchfuehrung durch den statischen druckInfo
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Description
Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung zur Verhinderung einer Beeinflussung der Messung von Differenzdruck-
oder Standmeßgeräten durch den statischen Druck, bei denen die Meßbewegungen oder
-kräfte aus einem unter Druck stehenden Gehäuseraum mittels eines Hebels durch ein biegsames, membran-
oder balgförmiges Dichtungselement hindurch nach außen übertragen werden wobei einerseits am
äußeren Hebelarm dieses Hebels und andererseits an ortsfesten Halterungen angreifende, biegeelastische
Spannteile zur Aufnahme der durch den statischen Druck hervorgerufenen Kräfte vorgesehen sind.
Durch diese Vorrichtung werden die durch den statischen Druck in dem Gehäuseraum hervorgerufenen
Kräfte aufgefangen, so daß die Meß- oder Stellbewegungen des Hebels nicht behindert und der Einfluß
des statischen Druckes möglichst ausgeschaltet wird.
Um diese Wirkung zu erzielen, müssen die bisher bekannten Geräte der in Rede stehenden Art mit großer
Fertigungsgenauigkeit hergestellt werden, wodurch die Fertigung entsprechend teuer wird. Aber
auch bei sehr großer Herstellungsgenauigkeit ist eine völlige Ausschaltung der Wirkung des statischen
Druckes im allgemeinen nicht möglich, weil sich die hierfür erforderliche völlig symmetrische Ausbildung
des Hebelsystems, der Biegedurchführung und der elastischen Spannteile praktisch kaum erreichen läßt.
Die Verwendung von biegeelastischen Spannteilen bei Meß- und Regelgeräten ist z. B. aus den französischen
Patentschriften 1 212 312 und 1 270 702 an sich bekannt. Dort handelt es sich aber" nicht um Vorrichtungen,
bei denen die Meßbewegungen oder -kräfte aus einem unter Druck stehenden Gehäuseraum durch
ein biegsames Dichtungselement hindurch nach außen übertragen werden, sondern um Druckräume in selbst
abgeschlossenen Federbälgen, deren Bewegungen von einem Balgboden derselben abgenommen wird.
Aus dem älteren deutschen Patent 1 194 163 und der österreichischen Pateritschrift 163 135 sind auch bereits
Vorrichtungen zur stopfbüchsenlosen Herausführung von Bewegungen aus einem geschlossenen
Druckraum mit Hilfe von membran- oder balgförmigen Dichtungselementen zu entnehmen, wobei die
,Drücke so hoch. sia^d^&%eine. besondere Abstützung
der Membran oder desvFrederbälges zum Schutz dieser
elastischen Abdichtujigsmittel notwendig wird.
Wenn es sich nun um sehr präzise Messungen handelt, bei denen die Meßbewegungen oder die Meßkrärte
aus abgeschlossenen Räumen mit verhältnismäßiggroßen
Drücken herausgeführt werden müssen, ergeben sich Fehler, die nicht mehr toleriert werden
können. In der Praxis hat sich gezeigt, daß auch bei sorgfältiger Herstellung der elastischen AbdichtungsmitteLdie
Resultierende der Kräfte, die vom Innendruck
auf ßJfeÄbstStzuiig ausgeübt werden, nicht genau durch
den Abstützungsminelpunkt geht und dadurch die Meßbewegungen oder die Meßkräfte nicht mehr unabhängig
von der Größe des Innendruckes sind.
Der Erfindung liegt deshalb die Aufgabe zu gründe, die Herstellung der eingangs genannten Vorrichtungen
zu erleichtern und diese Vorrichtungen so zu verbessern, daß die mit ihnen ausgerüsteten Geräte
eine genaue Messung, Anzeige oder sonstige Einstellung ermöglichen.
Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß dadurch gelöst, da3 die zur Aufnahme der durch den statischen
Druck hervorgerufenen Kräfte vorgesehenen biegeelastischen
Spannteile in ihrer ortsfesten, in der Nähe der Biegedurchführung liegenden Halterung mittels in
an sich bekannter Weise in drehbaren Exzentern gelagerten Hülsen eingespannt sind. Dadurch ist es möglich,
bei der Montage der Meßgeräte die Einstellung so vorzunehmen, daß der Einfluß des Innendruckes
auf die Meßbewegungen oder die Meßkräfte auch dann verschwindet, wenn Asymmetrien in der Biegedurchführung
(in der Membran oder im Faltenbalg) vorhanden sind. Da der schädliche Einfluß von Fertigungsungenauigkeiten
auf diese Weise mit Hilfe der Exzenterverstellung ausgeschaltet werden kann, wird
nicht nur die Herstellung solcher Geräte vereinfacht und verbilligt, sondern es wird auch der Ausschuß
entsprechend verringert. Ferner können auch im Laufe der Zeit auftretende Ungenauigkeiten durch
Nachstellung der Justiervorrichtungen ausgeglichen werden.
Es sei bemerkt, daß solche Exzenter zum Justieren der Zeigerwellen von Meßinstrumenten oder anderen
Bauteilen an sich bekannt sind und als solche keinen Gegenstand der Erfindung bilden.
In der Zeichnung ist die Erfindung in einer Ausführungsform beispielsweise veranschaulicht, und
zwar ist als Ausführungsbeispiel ein schematisch dargestellter Meßwertwandler für Differenzdruck gewählt
worden.
F i g. 1 zeigt einen Längsschnitt durch das Gerät;
F i g. 2 zeigt einen in bezug auf F i g. 1 um 90° gedrehten Längsschnitt durch das gleiche Gerät und
Fig.3 zeigt einen Horizontalschnitt durch den
Halteflansch nach der Linie A-B der F i g. 2.
Das Gerät hat ein Gehäuse 1 mit einer Zwischenwand!, in die eine Doppelmembran 3,3' eingebaut
ist. Die Räume 4 und 5 des Gehäuses 1 stehen unter Druck, wobei z. B. der Raum 5 an die Plus-Seite einer
Meßblende angeschlossen ist, so daß eine in F i g. 1 nach links gerichtete Kraft von der Membran 3' ausgeübt
wird.
Diese Kraft greift über ein Federgelenk 6 an dem in den Gehäuseraum 4 ragenden inneren Hebelarm
einer Hebelstange 7 an, welche die von der Differenzdruckmembran ausgeübte Kraft oder Bewegung nach
außen übertragen soll.
Da der Gehäuseraum 4,5 unter einem verhältnis mäßig hohen statischen Di^ck stehen kann, muß die
Hebelstange 7 an ihrer Durchführungsstelle sowohl gelenkig gelagert als auch voIJständig abgedichtet
sein. Zu diesem Zweck ist eine elastische Biegedurchführung 8 in Form einer flachen Membranscheibe
vorgesehen, deren Umfangsrand zwischen dem Gehäuse 1 und einem Halteflansch 9 eingespannt ist und
die in der Mitte mit der Hebelstange 7 fest verbunden ist. Der Halteflansch 9 trägt ferner eine rohrfönnige
Verlängerung 10, durch die der äußere Hebelarm der Hebelstange 7 mit genügendem Bewegungsspiel nach
außen durchgeführt ist
Das aus dem Rohr 10 herausragende freie Ende der Hebelstange 7 ist fest mit einem Joch 11 verbunden.
Mittels einer auf ein Endgewinde der Hebelstange 7 aufgeschraubten Mutter 12 ist an dem Joch
Il ein Federgelenk 13 befestigt, dessen freies Ende an einer Stange 14 angreift. Die Stange 14 ist z.B. in
einem längsverschiebbaren Lager 15 gelagert und greift mit ihrem anderen Ende an dem Balgboden
eines Rückführungsbalges 16 an. Durch einen Druck in diesem Rückführungsbalg wird die Kraft der Differenzdruckmembran
3,3' kompensiert.
An beiden Seiten des Joches 11 sind zwei biegeeli.
stische Spannteile 17 in Form von Stangen befestigt, die vorzugsweise aus Stahl bestehen. Die Stangen 17
werden mittels Gewindehülsen 18 und Muttern 19 an dem Joch 11 festgespannt. Die gegenüberliegenden
Enden der Stangen 17 sind an dem ortsfesten Halteflansch 9 eingespannt. Über das Joch Il und die Stangen
17 werden die Kräfte, die durch den in Richtung des Pfeiles S wirkenden statischen Druck entstehen,
aufgefangen. Da die beiden Stangen 17 und die Hebelstange 7 in einer Ebene liegen, ist eine Bewegung bzw.
Drehung der Hebelstange 7 und des Joches 11 senkrecht zur Zeichenebene der F i fr 2 durch die am inneren
Hebelarm der Hebelstange 7 angreifenden Kräfte der Differenzdruckmembran möglich Wenn die Hebelstange
7 genau zentrisch durch die Durchfuhrungs-
membrin8 geht und die Stangen 17 genau in dergleichen
Ebene üegen, treten durch den statischen Druck keine Kräfte senkrecht zur Zeichenebene der-Fig.2
auf. Dies ist aber nur theoretisch der Fall, wei bei der
praktischen Ausführung solcher Gerate stets Unsym-
ίο metrien vorhanden sind.
Daher sind erfindungsgemäß die Enden der Stangen 17 in dem Halteflansch 9 mit Hilfe von Exzentern
derart gelagert, daß ihre Angriffspunkte in der
FlanschbohrWn i» Sinne eines Ausgleiches der
Ungenauigkeiten verschoben werden können. Dies
kann gemäß dem Ausführungsbeisp.el auf einfache
Weise dadurch geschehen, daß die Gewindehulsen 20.
in denen die Enden der Stangen 17 befestigt and, in Exzentern 21 gelagert sind, welche nut Hilfe ihrer
*o Sechskantköpfe 22 in den Bohrungen des Halteflansches9
drehbar sind. Die Gewindehulsen 20 Stutzer, sich von unten mittels Bunden 23 ander Unterflachc
des Halteflansches 9 ab. Auf die oberen Enden der Gewindehulsen 20 sind Kontermuttern 24 auf ge
schraubt. . ,. _
Zwecks Justierung des Gerätes werden die Exzenter 21 so eingestellt, daß durch den statischen Drucs
im Gehäuseinnenraum keine Kräfte auftreten, die an der Hebelstange7 senkrecht zur Zeichenebene w:r-
ken. Die Verstellung der Hebelstange 7 erfolgt dauer lediglich durch die am inneren Hebelarm angreiterden
Kräfte, im vorliegenden Falle durch den auf an
Membran 3,3'wirkenden Differenzdruck.
Die Biegedurchführung ist nicht auf eine Flach
membran beschränkt, sondern anstatt dessen konnse
auch z. B. ein Metallbalg od. dgl. verwendet werden.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
Claims (1)
- Patentanspruch:Vorrichtung zur Verhinderung einer'Beeinflussung der Messung von Differenzdruck- oder Standmeßgeräten durch den statischen Druck, bei denen die Meßbewegungen oder -kräfte aus einem unter Druck stehenden Gehäuseraum mittels eines Hebels durch ein biegsames, membran- oder balgförmiges Dichtungselement hindurch nach außen übertragefi^eTdfen.fwöftejpeinferseits am ,äußeren Hebelann dieses'Hebels ifhd andererseits'ah orfsfesten Halterungen angreifende, biegeelastische Spannteile zur Aufnahme der durch den statischen Druck hervorgerufenen Kräfte vorgesehen sind, dadurch gekennzeichnet, daß die biegeelastischen Spannteile (17) in ihrer ortsfesten, in der Nähe der Biegedurchführung (8) liegenden Halterung (9) mittels in an sich bekannter Weise in drehbaren Exzentern (21) gelagerten Hülsen (20) eingespannt sind.
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DES0079191 | 1962-04-26 |
Publications (2)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE1302199B DE1302199B (de) | 1972-10-05 |
| DE1302199C2 true DE1302199C2 (de) | 1973-04-26 |
Family
ID=7508013
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DE19621302199D Expired DE1302199C2 (de) | 1962-04-26 | 1962-04-26 | Vorrichtung zur verhinderung einer beeinflussung der messung von differenzdruck- oder standmessgeraeten mit biegedurchfuehrung durch den statischen druck |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE1302199C2 (de) |
-
1962
- 1962-04-26 DE DE19621302199D patent/DE1302199C2/de not_active Expired
Also Published As
| Publication number | Publication date |
|---|---|
| DE1302199B (de) | 1972-10-05 |
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