DE1294853B - Verschlusspfropfen fuer Platzpatronen - Google Patents
Verschlusspfropfen fuer PlatzpatronenInfo
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- F42B7/02—Cartridges, i.e. cases with propellant charge and missile
- F42B7/12—Cartridge top closures, i.e. for the missile side
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Description
1 2
Die Erfindung bezieht sich auf einen Propfen zum bleiben. Dabei ist es auch möglich, Sollbruchstellen
Verschließen einer Platzpatrone für sportliche oder zwischen Scheibe und Flansch anzubringen, um das
für industrielle Zwecke, der nach dem Abschuß in Zerreißen der Scheibe zu begünstigen. In dieser Richder
Patronenhülse verbleibt. tung ist es zwar bekannt, bei Platzpatronen, deren
Neben Verschlüssen in Form von Scheiben oder 5 Hülsen in einen kuppeiförmigen Kopf auslaufen, im
Platten aus Pappe oder Papier, die keine ausreichende Kopfteil Sollbruchstellen vorzusehen, um hier beim
Abdichtung als Schutz des Pulvers in der Patrone Abschuß ein Zerreißen des Kopfes für den Austritt
darstellen und nach dem Abschuß Rückstände in der der Pulvergase zu schaffen.
Waffenkammer oder im Werkzeug zurücklassen, die Die Erfindung kann auf verschiedene Weise prak-
den Abschußmechanismus störend beeinflussen, ist io tisch durchgeführt werden. Es werden nunmehr beies
bekannt, Verschlußpropfen für Übungs- oder spielhaft einige der möglichen Ausführungsformen
Platzpatronen zu verwenden, die nach dem Abschuß unter Bezugnahme auf die Zeichnungen näher bein
der Patronenhülse verbleiben, aber den Austritt schrieben. Es zeigt
der Pulvergase durch einen verengten Querschnitt zu- F i g. 1 eine perspektivische Ansicht einer ersten
lassen. Es wird dabei so vorgegangen, daß in den ver- 15 Ausführungsform der Erfindung mit einem einzelnen
engten Hals einer üblichen Geschoßpatronenhülse Flansch in vergrößertem Maßstab und als Teilschnitt,
ein topfartiger metallischer Verschlußpfropfen einge- Fig. 2 eine Abwandlung des Pfropfens nach
setzt wird, der so ausgebildet ist, daß er sich beim F i g. 1 mit einem kegeligen Flansch,
Abschuß verformt und mit dem Hülsenhals Kanäle F i g. 3 einen Teilschnitt durch eine andere Ausfüh-
bildet, durch die die Pulvergase austreten können, ao rungsform der Erfindung mit zwei Flanschen in per-Nach
einer anderen Ausführung läuft die Patronen- spektivischer Darstellung,
hülse aus Plastikmaterial in eine Spitze mit achsparal- Fig. 4 eine Abwandlung des Pfropfens nach
lelen Kanälen aus, die durch einen inneren Propfen F i g. 3 mit konischen Flanschen,
abgeschlossen sind, der sich beim Abschuß durch F i g. 5 und 6 in perspektivischer Ansicht und im
den Druck der Pulvergase verschiebt und die Kanäle 25 Teilschnitt zwei verschiedene Arten zum Festhalten
zum Austritt der Pulvergase freigibt. Schließlich ist des Pfropfens nach F i g. 4 in einer Platzpatrone,
es auch bekannten den verengten Hals einer üblichen Fig. 7 eine andere Ausführungsform der Erfin-
Gewehrpatronenhülse einen geschoßartig geformten dung mit zwei Flanschen und einer doppelten Schwä-Propfen
festsitzend einzuführender in einem axialen, chungsnut, die um den Umfang der Scheibe verläuft,
beidendig durch Papierplättchen abgeschlossenen 30 Fig. 8 eine Abwandlung des Pfropfens nach
Hohlraum eine Zündladung aufnimmt, die durch das F i g. 7 mit kegelig verlaufendem Flansch,
Zündhütchen der Patrone gezündet wird und zur F i g. 9 eine perspektivische Ansicht im Teilschnitt
Zündung eines, auf die Waffenmündung aufgesteck- einer anderen möglichen Ausführungsform mit radial
ten Geschosses dient. verlaufenden Schwächungsnuten und
Diese bekannten Ausführungen mit in der Patro- 35 Fig. 10 eine Abwandlung des Pfropfens nach
nenhülse beim Abschuß verbleibenden Verschluß- F i g. 9 mit kegeligen Flanschen,
pfropfen sind jedoch sehr kompliziert im Aufbau und In F i g. 1 ist ein einfaches Beispiel für einen obe-
teuer in der Herstellung und nur für spezielle Ge- ren Pfropfen zum Verschließen einer Platzpatrone
wehrpatronen mit verengtem Hals geeignet. nach der Erfindung gezeigt. Er besteht aus einem
Durch die Erfindung soll ebenfalls die Aufgabe 40 scheibenförmigen Teil 1, der an seinem Umfang mit
gelöst werden, einen Verschlußpfropfen für Patronen einem breiten Flanschteil 2 versehen ist, der senkrecht
zu schaffen, der nach dem Abschuß in der Patrone zur Ebene der Scheibe verläuft und in einem einzigen
verbleibt, jedoch die Pulvergase austreten läßt, ohne Stück aus Plastikmaterial beispielsweise nach dem
daß stückige Teile des Pfropfens in der Kammer der Spritzgußverfahren hergestellt ist.
Waffe oder im Werkzeug, z. B. beim Abschießen von 45 Grundsätzlich ähnlich ist der in F i g. 2 gezeigte
Sprengnieten, zurückbleiben, wobei aber der Aufbau Pfropfen ausgebildet, bei dem jedoch der Flanschdes
Pfropfens denkbar einfach und billig ist, und in teil 2 von seiner Verbindung mit dem scheibenförmijede
übliche Patrone, wie sie im Sport oder für indu- gen Teil 1 aus in Richtung auf sein freies Ende sich
strielle Zwecke verwendet wird, schnell und einfach kegelig verjüngt.
bei einwandfreier Abdichtung der Pulverladung ein- 50 In F i g. 3 ist ein oberer Pfropfen gezeigt, bei dem
gepaßt werden kann. der scheibenförmige Teil 1 mit zwei Flanschteilen 3
Dementsprechend besteht der Verschlußpfropfen versehen ist, die einen einzelnen zylindrischen Körfür
Platzpatronen nach der Erfindung darin, daß er per bilden, der wiederum zusammen mit dem scheieinen
scheibenförmigen Teil und einen Flanschenteil benförmigen Teil 1 ein einzelnes Stück aus Plastikumfaßt
und durch Spritzguß einstückig aus Plastik- 55 material bildet, wobei die Scheibe derart zentral anmaterial
hergestellt ist, wobei der Pfropfen so dimen- geordnet ist, daß die beiden Flanschteile 3 gleiche
sioniert und befestigt ist, daß nach dem Abschuß im Längen in bezug auf die jeweiligen Seiten der
wesentlichen der Flansch in der Patronenhülse ver- Scheibe haben.
bleibt. Die in F i g. 4 dargestellte Ausführungsform eines
Ein solcher Pfropfen ist verständlicherweise äußerst 60 Pfropfens ist der in F i g. 3 gezeigten ähnlich und uneinfach,
leicht und billig im Spritzgußverfahren her- terscheidet sich nur dadurch, daß die Flanschteile 3'
zustellen und in die Patronen einzusetzen, wobei er kegelig verlaufen.
durch die verhältnismäßig große äußere Flansch- Die F i g. 5 und 6 zeigen zwei verschiedene Arten
fläche und eine etwaige Umbördelung des Patronen- zur Anbringung des Pfropfens nach Fig. 4 in einer
randes und den dadurch erreichten Reibungssitz beim 65 Platzpatrone 4. Für den Fall der Fig. 5 ist der
Abschuß der Patrone festgehalten wird, während die Rand 4' der Patrone einfach über den Flanschteil 3'
Pulvergase durch Pulverisierung der Scheibe austre- des Pfropfens gebogen, und zwar entsprechend der
ten können, ohne daß störende Rückstände zurück- herkömmlichen Praxis zur Befestigung normaler
Pfropfen in Form von Pappscheiben. Im Gegensatz hierzu ist in F i g. 6 der Rand 4" in U-Form um den
Flanschteil 3' gebogen, um diesen auf diese Weise sicher festzulegen.
Eine der in den F i g. 5 oder 6 gezeigten Anordnungen kann offensichtlich gleichfalls für bereits beschriebene
wie auch für noch zu beschreibende Ausführungsformen verwendet werden.
Für die noch zu beschreibenden Ausführungen zeigt F i g. 7 ein weiteres Beispiel. Der Pfropfen, der
die in F i g. 3 gezeigte Form hat, weist auf jeder Seite des scheibenförmigen Teils 1 in der Nähe des Verbindungsbereichs
zwischen ihr und dem Flanschteil 3 eine Umfangsnut 5 auf. Dasselbe ist beim Propfen in
F i g. 8 der Fall, wo jedoch die Flanschteile 3' kegelig ausgebildet sind.
In den F i g. 9 und 10 sind wiederum scheibenförmige Teile 1 mit Schwächungsnuten versehen. In diesen
beiden Fällen sind jedoch radial verlaufende Nuten 6 vorgesehen, wobei die beiden Pfropfen sich ao
nur in der Form der Flanschteile 3 und 3' unterscheiden.
Die Funktion der Schwächungsnuten besteht offensichtlich darin, Bruchlinien für die Trennwand zu
schaffen, welche durch den scheibenförmigen Teil 1 des Pfropfens dargestellt wird, sobald die in der Patrone
befindliche Ladung explodiert.
Der beschriebene Pfropfen aus Plastikmaterial schafft viele wichtige Vorteile. Der Umfangsflansch
schafft für die gesamte Einrichtung eine wirksame Abdichtung gegen die Wandungen der Hülse, wobei
gleichzeitig ein gutes innen-ballistisches Verhalten der Patrone sichergestellt wird. Die Explosion bewirkt
eine Pulverisierung bzw. Zertrümmerung des mittleren Teils der Pfropfenscheibe, so daß weder
Abrieb noch Rückstände irgendwelcher Art in der Waffenkammer zurückbleiben. Dieser Vorteil ist besonders
bei der industriellen Verwendung von großer Bedeutung und zwar beim Schließen von Nieten od.
dgl., mit Werkzeugen, die einen Kolben aufweisen, welcher auf die zu schließende Niete einwirkt. Jede
Art von Verschmutzung der Kammer des Werkzeugs wird vermieden und die genaue Bewegung des Kolbens
wird völlig sichergestellt auch nach dem Abschießen einer größeren Anzahl Patronen, was in Gegensatz
zu den Erfahrungen steht, die man mit bisher bekannten Vorrichtungen gemacht hat, bei denen ein
ständiges Säubern der Kammer erforderlich ist.
Diese Ergebnisse werden mit allen Pfropfenformen, die bisher beschrieben wurden, erreicht, sei es, daß
sie gemäß der F i g. 5 oder der F i g. 6 verwendet werden. Die Festlegung des Pfropfens nach F i g. 6
ist sicherer und wirksamer. Diese Anordnung wird deshalb bevorzugt.
Es ist ebenso offensichtlich, daß die mit Schwächungsnuten
versehenen Pfropfen nach den F i g. 7 bis 10 bessere Ergebnisse erzielen als die anderen.
Bei diesen Pfropfen bewirkt die Explosion tatsächlich ein Aufreißen der mittleren Scheibe entlang bevorzugter
Linien, welche durch die Nuten bestimmt werden, und es wird die Möglichkeit des Verbiegens oder
Brechens an ungewünschten Bereichen, insbesondere in der Nähe der Flansche, vermieden. Die Pulverisierung
des mittleren scheibenförmigen Teils des Pfropfens wird erleichtert und erhöht. Die Verwendung
dieser Pfropfen zusammen mit der Befestigungsart nach F i g. 6 schafft somit ausgezeichnete Ergebnisse.
Die anderen Pfropfenformen sind jedoch auch wesentlich wirksamer und besser als die bisher verwendeten,
wenn sie in der herkömmlichen Anordnung nach Fig. 5 festgelegt werden. Die Auswahl
eines Pfropfens wird deshalb für jede Patrone entsprechend den Ergebnissen, die man erreichen will
getroffen, und zwar nach Art, nach Verwendung der Patrone, ihren Kosten usw.
Claims (9)
1. Pfropfen zum Verschließen einer Platzpatrone für sportliche oder für industrielle
Zwecke, der nach dem Abschluß in der Patronenhülse verbleibt, dadurch gekennzeichnet,
daß der Pfropfen einen scheibenförmigen Teil (1) und einen Flanschenteil (2, 3) umfaßt und
durch Spritzguß einstückig aus Plastikmaterial hergestellt ist, wobei der Pfropfen so dimensioniert
und befestigt ist, daß nach dem Abschluß im wesentlichen der Flansch in der Patronenhülse
verbleibt.
2. Pfropfen nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß Sollbruchstellen (5,6) auf dem
scheibenförmigen Teil (1) oder in bekannter Weise zwischen der Scheibe und dem Flanschteil
(2, 3) vorgesehen sind.
3. Pfropfen nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß sich der Flanschteil (2) von
der einen Seite des scheibenförmigen Teils (1) gegen die Mündung der Patronenhülse (4) erstreckt.
4. Pfropfen nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß sich der Flanschteil (3, 3')
beiderseits des scheibenförmigen Teils (1) erstreckt.
5. Pfropfen nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, daß die beiden Seiten des Flanschteils
(3, 3') die gleiche Form haben.
6. Pfropfen nach einem oder mehreren der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, daß
sich der Flanschteil (2', 3') vom Verbindungsbereich mit dem scheibenförmigen Teil (1) zum
jeweils freien Ende hin kegelig verjüngt.
7. Pfropfen nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß als Sollbruchstellen Nuten (5) auf
einer oder auf beiden Seiten des scheibenförmigen Teils (1) vorgesehen sind und in bekannter Weise
kreisförmig um den Mittelpunkt derselben verlaufen.
8. Pfropfen nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Nuten als Sollbruchstellen
auf dem scheibenförmigen Teil (1) radial verlaufen.
9. Patrone mit einem Pfropfen nach einem oder mehreren der Ansprüche 1 bis 8, dadurch
gekennzeichnet, daß der Halterand (4', 4") der Patronenhülse (4) U-förmig über den oberen
Rand des Flanschteils (3') des eingesetzten Pfropfens gebogen ist.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
Applications Claiming Priority (1)
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| IT169265 | 1965-01-26 |
Publications (1)
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|---|---|
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ID=11101885
Family Applications (1)
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| DE1965S0101038 Pending DE1294853B (de) | 1965-01-26 | 1965-12-18 | Verschlusspfropfen fuer Platzpatronen |
Country Status (5)
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| GB (1) | GB1122418A (de) |
| SE (1) | SE321168B (de) |
Families Citing this family (1)
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- 1965-12-18 DE DE1965S0101038 patent/DE1294853B/de active Pending
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1966
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- 1966-01-25 SE SE92366A patent/SE321168B/xx unknown
- 1966-01-25 FI FI17766A patent/FI43272B/fi active
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Also Published As
| Publication number | Publication date |
|---|---|
| SE321168B (de) | 1970-02-23 |
| FR1462930A (fr) | 1966-12-16 |
| GB1122418A (en) | 1968-08-07 |
| FI43272B (de) | 1970-11-02 |
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