DE12945C - Verfahren und Apparat, um Zucker oder Zuckerfüllmasse dadurch zu decken, dafs man dieselben ohne Hinzufügung anderer Stoffe unter Erwärmung schleudert - Google Patents

Verfahren und Apparat, um Zucker oder Zuckerfüllmasse dadurch zu decken, dafs man dieselben ohne Hinzufügung anderer Stoffe unter Erwärmung schleudert

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DE12945C
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C. BÖGEL in Brieg (Reg. Bez.- Breslau)
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Classifications

    • B—PERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B04—CENTRIFUGAL APPARATUS OR MACHINES FOR CARRYING-OUT PHYSICAL OR CHEMICAL PROCESSES
    • B04B—CENTRIFUGES
    • B04B15/00—Other accessories for centrifuges
    • B04B15/12—Other accessories for centrifuges for drying or washing the separated solid particles

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  • Confectionery (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
Die vorliegende Erfindung ist ein Verfahren, , den Zucker in der Centrifuge dadurch zu decken, dafs man denselben beim Schleudern genügend heifs macht, so dafs der den Krystallen anhängende Syrup dünnflüssig wird und durch die (Zentrifugalkraft von den Krystallen abgeschleudert werden kann.
Benutzt man zur Erhitzung des Zuckers oder der Zuckerfüllmasse in der Centrifuge Dampf oder Dampfnebel, so mufs man demnach dafür sorgen, dafs der Dampf oder Dampfnebel selbst nicht in Berührung mit der im Innern der Trommel sich befindenden Zuckerwand gelangt, dafs dennoch aber der Dampf im Stande ist, seine Wärme an den Zucker abzugeben, um so das leichtere Abfliefsen des Syrups zu ermöglichen.
Ein zu diesem Zweck benutzter Apparat ist in Fig. ι im Verticalschnitt und in Fig. 2 im Horizontalschnitt G-H dargestellt.
Es wird in. die Centrifugentrommel A ein concentrischer Blechcylinder B, Fig. 1 und 2, eingesetzt, welcher durch den abnehmbaren Trommeldeckel niedergehalten wird und zu diesem Zweck oben mit einer Rippe in versehen ist; diesen Cylinder kann man auch am Konus befestigen. Der Blechcylinder B und die Centrifugentrommel A begrenzen den Laderaum C.
Füllt man eine derartig eingerichtete Centrifuge mit Zucker oder Zuckerfüllmasse, setzt dieselbe in Gang und läfst durch Rohr D Dampf, Dampfnebel oder heifse Luft einströmen, so wird wohl der Dampf oder Dampfnebel oder die heifse Luft den Laderaum C von allen Seiten umströmen, insbesondere, wenn man in C noch ein Podest eingelegt hat; jedoch das Füllgut selbst wird nicht vom Dampf oder Dampfnebel bestrichen. Nur aufsen an der Centrifugentrommel A ist dies der Fall, doch hält die Centrifugalkraft den Dampf genügend ab, so dafs nirgends an der Zuckeroberfläche sich Dampf condensiren kann. Es wird so die Zuckerschicht in C genügend erwärmt, um den Syrup leicht abfliefsend zu machen.
Man kann auch die Zuckermasse in Formen füllen, dieselbe erkalten lassen, und dann die Formen in eine gewöhnliche Centrifuge, mit dem Boden der Form nach innen, einsetzen, so dafs die Böden der Form den Blechcylinder B vertreten.
Man kann gleichfalls Centrifugen construiren, weiche gleich den Blechcylinder B in beliebiger vieleckiger Form enthalten, oder in die derartige Einsätze zu demselben Zweck eingesetzt werden.
Die durch die Zeichnung dargestellte Einrichtung kann man auch benutzen, wenn man das Erhitzen durch heifse Luft vornimmt.

Claims (1)

  1. P ATENT-An Sprüche:
    i., Ein Verfahren, um Zucker oder Zuckerfüllmasse dadurch zu decken, dafs man dieselben ohne Hinzufügung anderer Stoffe schleudert und dabei die den Füllraum der Centrifuge begrenzenden Wände von aufsen mittelst Dampfes oder warmer Luft erwärmt.
    Zu dem unter i. bezeichneten Verfahren einen Apparat, bestehend in einer in die Centrifuge einzufügenden, undurchlöcherten Wand B, welche sich dicht an den Boden der Centrifuge anlegt, einem Deckel K, welcher den von der Trommelwand A und der Wand B begrenzten Füllraum oben dicht abschliefst, und einem Rohr D, mit Hülfe dessen Dampf in den oben offenen Raum innerhalb der Wand B eingeleitet wird.
    Hierzu I Blatt Zeichnungen.
    BERLIN. GEDRÜCKT IN DER REICHSDRUCKEREI.
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