DE1291435B - Verfahren zum Abdichten von Lecks in Rohrleitungen und Behaeltern - Google Patents

Verfahren zum Abdichten von Lecks in Rohrleitungen und Behaeltern

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DE1291435B
DE1291435B DESCH38776A DESC038776A DE1291435B DE 1291435 B DE1291435 B DE 1291435B DE SCH38776 A DESCH38776 A DE SCH38776A DE SC038776 A DESC038776 A DE SC038776A DE 1291435 B DE1291435 B DE 1291435B
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DE
Germany
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epoxy resin
top layer
leak
containers
pipelines
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Pending
Application number
DESCH38776A
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English (en)
Inventor
Hasse Horst
Schinabeck Rainer
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Schinabeck & Co R
Original Assignee
Schinabeck & Co R
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Publication date
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Pending legal-status Critical Current

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    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C08ORGANIC MACROMOLECULAR COMPOUNDS; THEIR PREPARATION OR CHEMICAL WORKING-UP; COMPOSITIONS BASED THEREON
    • C08LCOMPOSITIONS OF MACROMOLECULAR COMPOUNDS
    • C08L63/00Compositions of epoxy resins; Compositions of derivatives of epoxy resins

Landscapes

  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Health & Medical Sciences (AREA)
  • Chemical Kinetics & Catalysis (AREA)
  • Medicinal Chemistry (AREA)
  • Polymers & Plastics (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • Pipe Accessories (AREA)

Description

  • Die Erfindung betrifft ein Verfahren zum Abdichten von Lecks in Rohrleitungen und Behältern durch Aufbringen und Härten von gegebenenfalls wie üblich verstärkten Epoxydharzmassen.
  • Derartige Verfahren haben sich in der Praxis seit der Schaffung geeigneter Kunstharzmassen eingeführt und teilweise sehr gut bewährt. Eine besondere Schwierigkeit beim Abdichten von Lecks ist stets dann gegeben, wenn derartige Lecks unter dem Überdruck eines in den abzudichtenden Behältern oder der Rohrleitungen stehenden Mediums steht. Besonders schwierig ist die Abdichtung beim Flüssigkeitsaustritt aus einem Leck, da die erforderliche Reinigung und Trocknung des das Leck umgebenden Bereichs nur schwierig oder überhaupt nicht durchgeführt werden kann. Da im übrigen eine gewisse Aushärtezeit für die das Leck abdichtende Epoxydharzschicht in Kauf genommen werden muß, war - es bisher nicht möglich, unter Überdruck stehende Leitungen oder Behälter ohne Druckabbau bzw. Entfernung des daran befindlichen Mediums abzudichten.
  • Ein erheblicher Nachteil bekannter Abdichtverfahren für Lecks mittels einer oder auch mehrerer Epoxydharzschichten gleicher Zusammensetzung war der, daß eine Dichtung bei unter einer Druckdifferenz zwischen Außen- und Innenraum stehenden Rohren oder Behältern nicht möglich war.
  • Erfindungsgegenstand ist ein Verfahren zum Abdichten von Lecks in Rohrleitungen und Behältern durch Aufbringen und Härten von gegebenenfalls wie üblich verstärkten Epoxydharzmassen. Es ist dadurch gekennzeichnet, daß man zunächst eine erste übliche Epoxydharzmasse mit kurzer Härtezeit aufbringt und diese sodann überlappend mit einer zweiten üblichen, langsamer härtenden Epoxydharzmasse bedeckt.
  • Mit dem erfindungsgemäßen Verfahren kann auch ein Leck in einem Rohr, das unter relativ hohem Überdruck steht, bei entsprechend kleinem Leckquerschnitt abgedichtet werden, während man bei großen Leckquerschnitten entsprechend geringere Überdrücke für die erfolgreiche Anwendung - des - erfindungsgemäßen Verfahrens benötigt. Darüber hinaus ermöglicht das Verfahren nicht nur eine provisorische Reparaturmöglichkeit, sondern auch eine Leckbeseitigung über längere Zeiträume, möglicherweise während der Gesamtlebensdauer des zu reparierenden Teils.
  • Die erste Epoxydharzmasse hat eine relativ kurze Aushärtezeit von vorzugsweise nur 1 bis 5 Minuten; die anschließend aufgetragene zweite Epoxydharzmasse, die die erste Schicht und den diese umgebenden Bereich bedeckt, hat eine Härtezeit von vorzugsweise 1 bis 5 Stunden. Die beiden Epoxydharzmassen können sowohl auf der Basis gleicher wie auch unterschiedlicher Epoxydharze aufgebaut sein. Im ersten Fall unterscheiden sie sich nur im Härter. Als ersten Härter, der die rasche Aushärtung der ersten Epoxydharzmasse bewirkt, verwendet man zweckmäßigerweise eine katalytische, eine Homopolymerisation des Epoxydharzes bewirkende Verbindung, beispielsweise ein tertiäres Amin, vorzugsweise einen Bortrifluoridaminkomplex, während als zweiter Härter aliphatische oder aromatische Amine bzw. mit Beschleuniger versetzte Polyaminoamide oder Polysulfide, vorzugsweise ein Gemisch aromatischer mehrwertiger Amine, verwendet werden kann. Sowohl Epoxydharze als auch Härter sind handelsüblich.
  • Beide Epoxydharzmassen und Härter werden zweck- mäßigerweise mit üblichen Füllstoffen versehen. Dies geschieht nicht nur aus Gründen der Kostenersparnis, die Füllstoffe sind vielmehr notwendig, um die gewünschten Aushärtegeschwindigkeiten zu steuern. Als Füllstoffe lassen sich beispielsweise Gemische aus Quarzmehl, auch Schiefermehl, Titandioxyd, besonders hergestellte Kieselsäure, oder Tonerde verwenden.
  • Die Füllstoffe sind gegebenenfalls mit geeigneten Thixotropierungsmitteln versetzt, um ihre Vermischung mit den Harzmassen zu erleichtern. Der Füllstoffanteil kann variieren und beispielsweise für die Grundschicht 35 Gewichtsteile und für die Deckschicht 67 Gewichtsteile, bezogen auf das Gesamtgewicht von Epoxydharzmasse und Härter, betragen.
  • Zur Erfindungshöhe wird folgendes ausgeführt: Zum Abdichten von Lecks in Rohren sind bereits verschiedene Verfahren bekannt. Beispielsweise kann man nach dem Vorschlag der USA.-Patentschrift 3 085 892 in die zu dichtenden Rohrabschnitte ein aromatische Lösungsmittel enthaltendes Gemisch aus hauptsächlich Teer und Silikaten einbringen und durch Verdampfung des Lösungsmittels auf der Innenseite des Rohres einen dichtenden Film aus den festen Bestandteilen der Mischung erzeugen.
  • Dieses Verfahren kann jedoch naturgemäß nur zum Abdichten von Gasrohren Verwendung finden und ist außerdem auf die Fälle beschränkt, bei denen kein Überdruck vorliegt. Schließlich ist es nicht möglich, auf diese Weise Schnellreparaturen vorzunehmen.
  • Aus der britischen Patentschrift 750 906 ist es weiter bekannt, das: Leck mit Alkydharzen unter Verwendung von Glasfaser- oder Nylongeweben abzudichten. Infolge der langen Aushärtezeit dieser Harze ist diese Arbeitsweise für Reparaturen bei unter Druck stehenden Leitungen und Behältern sowie für Schnellreparaturen nicht geeignet.
  • Auf Grund der Tatsache, daß Harzmassen mit kurzer Härtungszeit für die meisten Anwendungszwecke zu spröde sind, eine nur sehr geringe chemische Beständigkeit besitzen und außerdem nach dem Aushärten etwas schrumpfen, hat man bisher von dem Einsatz dieser Harzmassen zum Abdichten von Lecks Abstand genommen, da gefürchtet werden mußte, daß die auf diese Weise hergestellten Abdichtungen zwar eine momentane Abdichtung bewerkstelligen, die erhaltenen Abdichtungen jedoch beim weiteren Gebrauch nicht die notwendige Beständigkeit aufweisen.
  • Es wurden daher von der Fachwelt bisher noch keine Versuche angestellt, für diesen Zweck geeignete Massen mit äußerst kurzer Härtungszeit aufzufinden.
  • Vielmehr hat man die mit der Verwendung von Harzen mit langer Härtungszeit verbundenen Nachteile, insbesondere die Unmöglichkeit, Schnellreparaturen und Reparaturen an unter Druck stehenden Leitungen durchzuführen, als unumgänglich in Kauf genommen.
  • Durch die Erfindung wird dieses Vorurteil insofern überwunden, als dieser der Gedanke zugrunde liegt, zunächst einen ersten Überzug aus einer kurzhärtenden Masse, der eine sofortige Abdichtung des Lecks bewirkt, aufzubringen und diesen anschließend mit einem zweiten Überzug aus einem langsam erhärtendem Harz zu versehen, welcher dem Ganzen die notwendige Beständigkeit verleiht.
  • Beispiel 1 Es soll ein etwa 5 40 mm großes Leck in Form eines diagonal zur Längsachse eines aus Grauguß gefertigten Rohres (NW 150 mm, Außendurchmesser 170 mm) verlaufenden Risses abgedichtet werden.
  • Zunächst wird die Oberfläche im Randbereich des Lecks des leeren Rohres mechanisch mit einer rotierenden Drahtbürste gereinigt, bis der Untergrund blank ist. Hierauf wird mit einem Gemisch organischer Lösungsmittel entfettet. Dann wird die Deckschicht 1 nach Vermischen der beiden Komponenten A 1 (Epoxydharzmasse) und B 1 (Härter) unmittelbar vor der Verarbeitung im Verhältnis 1:1 aufgetragen.
  • Die Temperatur des behandelten Rohres beträgt 23"C. Die Deckschicht 1 wird etwa 5 mm über den Rand des Lecks hinaus in einer Stärke von etwa 3 mm aufgetragen.
  • Zusammensetzung der Deckschicht 1: Komponente A 1 70 Gewichtsteile eines Epoxydharzes (Epoxydäquivalent etwa 170 bis 250) 30 Gewichtsteile eines mineralischen Füllstoffes Komponente B 1 60 Gewichtsteile eines in fließfähigen Weichmachern gelösten BF2-Komplexes 40 Gewichtsteile eines mineralischen Füllstoffes Die Aushärtezeit der Deckschicht 1 beträgt etwa 120 Sekunden.
  • Im Anschluß daran (oder auch später) wird die Deckschicht 2 aufgebracht, deren beide Komponenten A2 und B 2 ebenfalls im Verhältnis von 1:1 Volumteilen vermischt wurden.
  • Zusammensetzung der Deckschicht 2: Komponente A 2 20 Gewichtsteile eines Epoxydharzes (Epoxydäquivalent etwa 170 bis 250) 40 Gewichtsteile eines Gemisches aus mineralischen und metallischen Füllstoffen Komponente B 2 15 Gewichtsteile eines aromatischen Polyamidgemisches 25 Gewichtsteile eines Gemisches aus mineralischen und metallischen Füllstoffen Die Deckschicht 2 wird in einer Stärke von etwa 2 bis 5 mm über eine Fläche aufgetragen, die etwa 5 bis 10 mm den Außenrand der Deckschicht überlappt. Die Aushärtezeit der Deckschicht 2 obiger Zusammensetzung beträgt etwa 3 bis 4 Stunden.
  • Nach dieser Zeit ist das Rohr wieder voll einsatzfähig. Die angegebene Zeit braucht jedoch nicht abgewartet zu werden, wenn für wichtige Leitungsteile eine nur kurzzeitige Unterbrechung des Betriebes möglich ist. Hier kann unmittelbar nach Aushärten der ersten Deckschicht der volle Innendruck der reparierten Leitung wieder eingestellt werden.
  • Beispiel 2 Es wird ein Leck in einem Asbest-Zement-Rohr (NW 150 mm, Wandstärke 7 mm) in Form eines etwa 3 mm breiten und 110 mm langen Risses bei einer Arbeitstemperatur von 19"C abgedichtet. Die Oberfläche wird im Leckbereich mit 10 0/0iger Salzsäure abgewaschen, mit Wasser gespült und getrocknet.
  • Das Rohr steht während der Reparatur unter einem Druck von etwa 470 mm Wassersäule (Stadtgas). Die Deckschicht 2 wird etwa 150 Sekunden nach der Schicht 1 aufgebracht. Die Zusammensetzung der beiden Deckschichten ist die gleiche wie bei Beispiel 1, jedoch wird hier wegen des inneren Überdrucks bei Deckschicht 1 ein Glasfasergewebe mitverwendet.
  • Dieses hat bei einem derart geringen Überdruck lediglich die Aufgabe, der Deckschicht 1 während des Aushärtens einen besseren Halt zu geben. Die glasfaserverstärkte Deckschicht 1 überlappt den Riß allseitig um etwa 5 mm, während die Deckschicht 2 so aufgetragen wird, daß sie die Schicht 1 um etwa 10 bis 15 mm allseitig überlappt. Die Schichtstärken betragen etwa 3 bis 4 mm.
  • Beispiel 3 Es soll ein verhältnismäßig großflächiges Leck in einem Graugußrohr mit einem Durchmesser von 500 mm und einer Wandstärke von etwa 20 mm abgedichtet werden. Das Leck ist hier durch einen Schlag und Herausbrechen eines Gußstückes erzeugt worden und hat eine Abmessung von etwa 60 80 mm.
  • Die Arbeitstemperatur beträgt 17"C. Die Vorbehandlung ist die gleiche wie bei Beispiel 1.
  • Nach der Reinigung wird ein Glasfasergewebe in Form von zwei 100 mm breiten und 170 mm langen Streifen mit der mit Härter vermischten Epoxydharzmasse bestrichen und auf das Leck und die Umgebungsffäche aufgebracht. Nach einer Aushärtezeit von etwa 120 bis 180 Sekunden wiid auf diese Deckschicht 1 die Deckschicht 2 in einer Schichtstärke von etwa 3 bis 4 mm und die Deckschicht 1 allseitig etwa 20 mm überlappend aufgetragen. Die Zusammensetzung der Schichten ist die gleiche wie im Beispiel 1.
  • Die Aushärtezeit der Deckschicht 2 beträgt etwa 2 bis 3 Stunden. Eine Druckbeanspruchung des derart reparierten verhältnismäßig großen Loches ist jedoch bereits nach etwa 15 Minuten möglich, da auch die Deckschicht 1 bei Verstärkung durch das Glasfasergewebe nach dieser Zeit bereits in der Lage ist, die auftretende Druckbeanspruchung bis zur Aushärtung der Deckschicht 2 allein aufzunehmen.

Claims (1)

  1. Patentanspruch : Verfahren zum Abdichten von Lecks in Rohrleitungen und Behältern durch Aufbringen und Härten von gegebenenfalls wie üblich verstärkten Epoxydharzmassen, d a d u r c h g e k e n nz e i c h n e t, daß man zunächst eine erste übliche Epoxydharzmasse mit kurzer Härtezeit aufbringt und diese sodann überlappend mit einer zweiten üblichen, langsamer härtenden Epoxydharzmasse bedeckt.
DESCH38776A 1966-04-01 1966-04-01 Verfahren zum Abdichten von Lecks in Rohrleitungen und Behaeltern Pending DE1291435B (de)

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Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
US4859491A (en) * 1987-10-13 1989-08-22 Mobil Oil Corporation Process for repairing a cryogenic heat exchanger

Citations (2)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
GB750906A (en) * 1953-03-24 1956-06-20 E M Cromwell & Company Ltd Means and process for sealing joints and apertures
US3085892A (en) * 1960-09-30 1963-04-16 Washington Gas Light Company Joint sealant for gas mains

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