DE1290108B - Verfahren und Vorrichtung zum mannlosen Abbau von Kohlefloezen - Google Patents

Verfahren und Vorrichtung zum mannlosen Abbau von Kohlefloezen

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DE1290108B
DE1290108B DEP1758203.5-2A DE1758203A DE1290108B DE 1290108 B DE1290108 B DE 1290108B DE 1758203 A DE1758203 A DE 1758203A DE 1290108 B DE1290108 B DE 1290108B
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DE
Germany
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extraction
cutting
drilling
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mining
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DEP1758203.5-2A
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English (en)
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Mann Horst
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Gewerkschaft Eisenhutte Westfalia GmbH
Original Assignee
Gewerkschaft Eisenhutte Westfalia GmbH
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    • EFIXED CONSTRUCTIONS
    • E21EARTH OR ROCK DRILLING; MINING
    • E21CMINING OR QUARRYING
    • E21C41/00Methods of underground or surface mining; Layouts therefor
    • E21C41/16Methods of underground mining; Layouts therefor
    • E21C41/18Methods of underground mining; Layouts therefor for brown or hard coal

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  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Mining & Mineral Resources (AREA)
  • Remote Sensing (AREA)
  • Life Sciences & Earth Sciences (AREA)
  • General Life Sciences & Earth Sciences (AREA)
  • Geochemistry & Mineralogy (AREA)
  • Geology (AREA)
  • Excavating Of Shafts Or Tunnels (AREA)

Description

  • Die Erfindung betrifft ein Verfahren zum mannlosen Abbau von Kohleflözen unter Verwendung einer sich aus einer Strecke bewegenden Gewinnungsvorrichtung mit einem nachgeschalteten, von der Gewinnungsvorrichtung gezogenen, die hereingewonnene Kohle auf einen Streckenförderer übergebenden Fördermittel, sowie Vorrichtungen zur Durchführung dieses Verfahrens.
  • Es ist eine solche Vorrichtung bekannt, bei der nach dem Örterpfeilerbau gearbeitet wird und wobei der dem Abbaufeld' anliegede Saum der Abbaustrecke sägezahnartig ausgekohlt wird, so daß hier jeweils die neue Gewinnungsfahrt angesetzt werden kann. Die bei diesem Verfahren benutzte Vorrichtung ist eine von einem Bedienungsstand ferngesteuerte Maschine, die den Strebförderer hinter sich herzieht und die während des Rückganges mit ausschwenkbaren Schrämauslegern die Kohle hereingewinnt. Das Auffahren des Ortes erfolgt somit mit eingeschwenkten und die Rückfahrt mit ausgeschwenkten Gewinnungsauslegern (deutsche Auslegeschrift 1189 936).
  • Es ist weiter bekannt, bei einem Verfahren zum Auffahren von Strecken in Bergwerksbetrieben in Vortriebsrichtung zunächst ein Bohrloch herzustellen und ein aus diesem Bohrloch herausführendes Seil, eine Kette od. dgl. zum Vortrieb der Vortriebsmaschine zu benutzen, in dem sich die Vortriebsmaschine an dieser Kette vorzieht (deutsche Patentschrift 1174 729).
  • Weiter ist es bekannt, bei der Herstellung von Großbohrlöchern Kernbohrgeräte zu verwenden, bei denen das Gewinnungsgut durch den hohlen Bohrer abgeführt wird (deutsche Patentschrift 970 413).
  • Schließlich ist es bekannt, in der schneidenden Kohlengewinnung Schrämwalzen zu benutzen, die geeignet sind, das hereingewonnene Gut infolge schneckenartiger Ausbildung des Schrämmantels od. dgl. auf einen Förderer zu übergeben.
  • Die Erfindung macht sich die Erkenntnis zunutze, daß bei den bekannten Vorrichtungen nach dem Stand der Technik bei der bohrenden Kohlengewinnung die Kohle bei allen Gewinnungsfahrten tatsächlich nur »vor Kopf« der Maschine hereingewonnen wird, wenngleich schon Mittel vorgeschlagen worden sind, die es erlauben, die Gewinnungswerkzeuge einer solchen Bohrvorrichtung parallel zu sich selbst zu verschieben, so daß mit einer Maschine Bohrungen verschieden großen Durchmessers aufgefahren werden können (deutsche Auslegeschrift 1162 310).
  • Weiter macht sich die Erfindung aber auch die Erkenntnis zunutze, daß, sofern ein Aufhauen mit einem darin verlegten Fördermittel besteht, die bekannten Schrämmaschinen @ in"@ -värteilhaft&r --Weise geeignet sind, das Mineral neben dem Fördermittel hereinzugewinnen und auf das Fördermittel zu verladen.
  • Die Erfindung hat sich also die Aufgabe gestellt, die Vorteile der bohrenden Gewinnung mit den Vorteien der schrämenden Gewinnung zu verbinden.
  • Zur Lösung dieser gestellten Aufgabe schlägt die Erfindung ein Verfahren zum mannlosen Abbau von Kohleflözen unter Verwendung einer sich aus einer Strecke bewegenden Gewinnungsvorrichtung mit einem nachgeschalteten, von der Gewinnungsvorrichtung gezogenen, die hereingewonnene Kohle auf einen Streckenförderer übergebenden Fördermittel vor und.kengzeichnet sich dadurch, daß eine bohrend -6d& . schrämend hergestellte burchvrterung des Flözes durch den Werkzeugträger der Gewinnungsvorrichtung, die sich an einem in der Durchörterung festgelegten Zugmittel oder Widerlager fortbewegt, bohrend erweitert wird, wonach auf der Rückfahrt der Gewinnungsvorrichtung der gleiche Werkzeugträger, um 90`= geschwenkt, schrämend eingesetzt wird.
  • Da die Gewinnungsvorrichtung zunächst bohrend und nach Beendigung der ersten Gewinnungsfahrt schrämend arbeitet, wobei zwischen beiden Gewinnungsfahrten die Schwenkung des Bohrers erfolgt, kommen jeweils die für die jeweilige Arbeitsweise geeigneten Werkzeuge mit dem unverritzten Mineral zum Eingriff. Während der Bohrfahrt greifen im wesentlichen nur die Bohrwerkzeuge den Stoß an; während der Schrämfahrt gelangen im wesentlichen die auf dem Umfang des Bohrers angeordneten Schrämmeißel zum Eingriff. Dies gewährleistet eine optimale Wirksamkeit der Gewinnungswerkzeuge.
  • Nach einem weiteren Merkmal der Erfindung wird bei der--Rückfahrt der Gewinnungsmaschine das unverritzte Flöz gleichzeitig mit einer zusätzlichen Schrämvorrichtung neu durchörtert und in diese neue Durchörterung das Zugmittel für die Gewinnungsvorrichtung eingebracht. Während sich die Gewinnungsvorrichtung an einem Zugmittel entlandg zieht (oder durch dieses Zugmittel gezogen ) wird gleichzeitig das für die nächste Bohrfahrt erforderliche Zugmittel bzw. Widerlager eingebracht.
  • In Ausgestaltung der Erfindung wird eine Gewinnungsvorrichtung mit schwenkbarem Ausleger für das Verfahren zum mannlosen Abbau von Kohleflözen vorgeschlagen, wobei der Ausleger walzenartig ausgebildet ist und an seiner Stirnseite der bohrenden Gewinnung dienende Werkzeuge und Werkzeugträger aufweist, während an seinem Umfang ausschließlich der schrämenden Gewinnung dienende Werkzeuge und Werkzeugträger vorgesehen sind, derart, daß die Gewinnungsvorrichtung bei einer ersten Gewinnungsfahrt bohrend arid nach Schwenken des Auslegers bei einer zweiten Gewinnungsfahrt schrämend arbeitet, wobei jeweils andere Werkzeuge die Hauptschneidwerkzeuge bilden.
  • Erfindungsgemäß dient als Vorrichtung zum mannlosen Abbau von Kohleflözen, die sich an einem durch die Gewinnungsvorrichtung hindurchgeführten Zugmittel vorzieht, eine hohle Schrämwälze 'mit stimseitig angeordneten Bohrwerkzeugen, wobei sowohl das Zugmittel als auch das Gewinnungsgut durch den Hohlraum der Walze geführt sind.
  • In weiterer Ausgestaltung der Erfindung ist es vorleilhaft;- wenn= zur Dntchörterung des unverritzten Flözes ein an seinem Ende mit einem Schrämpilz versehener Schrämarm dient, an dem das einzubringende Zugmittel angeschlagen ist. Der Schrämarm ist etwa im Bereich des Schrämpilzes nach einem weiteren Merkmal der Erfindung mit einer Steuervorrichtung versehen, die geeignet ist, die Höhenlage des Schrämarmes zu beeinflussen. Hierdurch soll erreicht werden, daß die vom Schrämarm eingebrachte Kette für die neue Gewinnungsfahrt stets in einer solchen Höhe über dem Liegenden liegt, daß sie bei der nächsten Gewinnungsfahrt wieder mittig durch die Bohrwalze läuft, so daß die Gewinnungsfahrt in der Kohle verläuft und das Liegende bzw. Hangende nicht angeschnitten wird. Hier ist darauf zu verweisen, daß die Anwendung von Schrämarmen mit an den Enden der Schrämarme vorgesehenen Schrämstangen oder Schrämpilzen grundsätzlich bekannt ist (deutsche Patentschrift 965 691).
  • Die Erfindung wird nachfolgend an Hand eines Ausführungsbeispieles näher erläutert.
  • F i g. 1 bis 5 zeigen einzelne Phasen des erfindungsgemäßen Verfahrens.
  • Die Gewinnungsvorrichtung 3 zieht sich an einem in einer Durchörterung 1 verlegten Zugmittel 2 entlang und schleppt dabei einen kurvengängigen Förderer 20 nach. Der Ablauf des Verfahrens ist dabei wie folgt: Bei Beginn des Abbaues muß zunächst eine Durchörterung 1 hergestellt werden. Diese Durchörterung wird zweckmäßig mittels eines Bohrgestänges erfolgen, wobei beim Einholen des Bohrgestänges das Zugmittel 2 eingebracht wird (F i g. 1). Bei dieser Durchörterung entsteht der Querschnitt nach F i g. l a.
  • Gemäß F i g. 2 hangelt sich die Gewinnungsvorrichtung 3 nun an dem Zugmittel 2 von der Strecke 21 ausgehend auf die Strecke 22 zugehend entlang. Die Gewinnungsvorrichtung arbeitet dabei bohrend »vor Kopf«, wobei die an der Stirnseite 7 vorgesehenen Gewinnungswerkzeuge 8 die Kohle lösen und das hereingewonnene Gut und das Zugmitte12 durch den hohlen Ausleger der Gewinnungsmaschine abgeführt werden. Hierbei wird der in F i g. 2 a schraffiert gezeigte Querschnitt hereingewonnen.
  • Nach Durchschlägigwerden wird der Ausleger 5 der Gewinnungsvorrichtung um 90° - und zwar in der Zeichnungsebene nach rechts - geschwenkt, wobei gleichzeitig ein Schrämarm 11 mit Schrämpilz 10 zur entgegengesetzten Seite (in der Zeichnungsebene nach links) ausgeschwenkt wird. Hierbei ist es vorteilhaft, wenn der Förderer 20 gegenüber der Gewinnungsvorrichtung 3 so verschoben wird, daß bei der nunmehr erfolgenden Rückfahrt das Gewinnungsgut mit Sicherheit in den Förderer gelangt. Hierbei bildet der Ausleger 5 eine Schrämwalze, wobei die an dem Umfang der Schrämwalze angeordneten und ausschließlich der schrämenden Gewinnung dienenden Werkzeuge 9 mit dem Kohlenstoß 32 zum Eingriff gelangen (F i g. 3). In der F i g. 3 a ist der zu schrämende Querschnitt gestrichelt angedeutet.
  • F i g. 4 zeigt die Gewinnungsvorrichtung in der Draufsicht, wobei erkennbar ist, daß der Schrämpilz 10 den Kanal für die Kette 2' freischneidet und der Schrämarm 11 die neu zu verlegende Kette 2' einbringt. Der freigeschrämte Querschnitt ist in F i g. 4 a erkennbar.
  • F i g. 5 zeigt die Gewinnungsvorrichtung 3 vor Beginn der neuen Bohrfahrt an der Kette 2'. Der geschrämte Querschnitt ist in F i g. 5 a schraffiert dargestellt.
  • Der Förderer 20 kann das hereingewonnene Gut in bekannter Weise auf einen nicht dargestellten Streckenförderer übergeben.
  • Ob man im unverritzten Feld 6 Pfeiler stehen läßt oder einen Totalabbau vornimmt, ist erster Linie von der Beschaffenheit der Dachschichten abhängig.

Claims (6)

  1. Patentansprüche: 1. Verfahren zum mannlosen Abbau von Kohleflözen unter Verwendung einer sich aus einer Strecke bewegenden Gewinnungsvorrichtung mit einem nachgeschalteten, von der Gewinnungsvorrichtung gezogenen, die hereingewonnene Kohle auf einen Streckenförderer übergebenden Fördermittel, d a d u r c h g e k e n n -z e i c h n e t, daß eine bohrend oder schrämend hergestellte Durchörterung (1) des Flözes durch den Werkzeugträger der Gewinnungsvorrichtung (3), die sich an einem in der Durchörterung festgelegten Zugmittel (2) oder Widerlager fortbewegt, bohrend erweitert wird, wonach auf der Rückfahrt der Gewinnungsvorrichtung der gleiche Werkzeugträger, um 90° geschwenkt, schrämend eingesetzt wird.
  2. 2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß bei der Rückfahrt der Gewinnungsmaschine (3) das unverritzte Flöz (6) gleichzeitig mit einer zusätzlichen Schrämvorrichtung (10, 11) neu durchörtert und in diese neue Durchörterung das Zugmittel (2') für die Gewinnungsvorrichtung eingebracht wird.
  3. 3. Gewinnungsvorrichtung mit schwenkbarem Ausleger für das Verfahren zum mannlosen Abbau von Kohleflözen nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der Ausleger (5) walzenartig ausgebildet ist und an seiner Stirnseite (7) der bohrenden Gewinnung dienende Werkzeuge (8) und Werkzeugträger aufweist, während an seinem Umfang ausschließlich der schrämenden Gewinnung dienende Werkzeuge (9) und Werkzeugträger vorgesehen sind, derart, daß die Gewinnungsvorrichtung bei einer ersten Gewinnungsfahrt bohrend und nach Schwenken des Auslegers bei einer zweiten Gewinnungsfahrt schrämend arbeitet, wobei jeweils andere Werkzeuge (8, 9) die Hauptschneidwerkzeuge bilden.
  4. 4. Vorrichtung zum mannlosen Abbau von Kohleflözen nach Anspruch 1, die sich an einem durch die Gewinnungsvorrichtung hindurchgeführten Zugmittel vorzieht, dadurch gekennzeichnet, daß die Gewinnungsvorrichtung eine hohle Schrämwalze (Ausleger 5) mit stirnseitig angeordneten Bohrwerkzeugen (8) ist, wobei sowohl das Zugmittel (2) als auch das Gewinnungsgut durch den Hohlraum der Walze geführt sind.
  5. 5. Vorrichtung zur Durchführung des Verfahrens nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß zur Durchörterung des unverritzten Flözes (6) ein an seinem Ende mit einem Schrämpilz (10) versehener Schrämarm (11) dient, an dem das einzubringende Zugmittel (2') angeschlagen ist.
  6. 6. Vorrichtung zur Durchführung des Verfahrens nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß im Bereich des Schrämpilzes (10) Meßvorrichtungen zur Messung des am Nebengestein anliegenden Mineralpackens vorgesehen sind, die den Schrämarm (11) steuern, derart, daß die nachfolgende Gewinnungsfahrt stets in der Kohle verläuft.
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Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE3241129C1 (de) * 1982-11-06 1984-02-16 Klöckner-Becorit GmbH, 4620 Castrop-Rauxel Kettenkratzerförderer, insbesondere für den untertägigen Grubenbetrieb

Citations (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE1189936B (de) * 1961-10-28 1965-04-01 Demag Ag Verfahren zum Abbau von Kohlefloezen

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