DE1277C - Mehlsichtmaschine mit Centrifugalaufschüttung, trichterförmiger Siebfläche und stellbarem Rüttelwerk - Google Patents
Mehlsichtmaschine mit Centrifugalaufschüttung, trichterförmiger Siebfläche und stellbarem RüttelwerkInfo
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- DE1277C DE1277C DE1277DA DE1277DA DE1277C DE 1277 C DE1277 C DE 1277C DE 1277D A DE1277D A DE 1277DA DE 1277D A DE1277D A DE 1277DA DE 1277 C DE1277 C DE 1277C
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Classifications
-
- B—PERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
- B07—SEPARATING SOLIDS FROM SOLIDS; SORTING
- B07B—SEPARATING SOLIDS FROM SOLIDS BY SIEVING, SCREENING, SIFTING OR BY USING GAS CURRENTS; SEPARATING BY OTHER DRY METHODS APPLICABLE TO BULK MATERIAL, e.g. LOOSE ARTICLES FIT TO BE HANDLED LIKE BULK MATERIAL
- B07B4/00—Separating solids from solids by subjecting their mixture to gas currents
- B07B4/02—Separating solids from solids by subjecting their mixture to gas currents while the mixtures fall
- B07B4/025—Separating solids from solids by subjecting their mixture to gas currents while the mixtures fall the material being slingered or fled out horizontally before falling, e.g. by dispersing elements
Landscapes
- Combined Means For Separation Of Solids (AREA)
- Centrifugal Separators (AREA)
Description
1S77.
Klasse 50-
RICHARD E. WITT in WIRWA MÜHLE bei TERESPOL (Westpreussen).
Mehlsichtmaschine mit Centrifugalaufschüttung, trichterförmiger Siebfläche
und stellbarem Rüttelwerk.
Patentirt im Deutschen Reiche vom 26. September 1877 ab.
Diese Maschine soll dazu dienen, das in Mühlen nöthige Sichten zu verrichten, wozu
man bis jetzt hauptsächlich liegende, rotirende Prisma-Siebe ■— sogen. Cylinder — und Centrifugalsichtmaschinen
benutzt. Beide sind nach dem Princip des liegenden Cylinders als Sichtboden gebaut, beide kämpfen daher auch mit
den Schwierigkeiten, die nothwendig aus diesem Principe folgen: Die Cylinder sind zu grofs und
leisten zu wenig bei den Centrifugalsichtmaschinen; die Flügelwellen müssen zu schnell rotiren, absorbiren
infolge dessen zu viel Kraft und liefern besonders bei Mehl keine klare Sichtung; beide
erfordern eine sehr feine Gaze, beide nutzen die Gaze und die einzelnen Theile.zu sehr ab,
bei beiden sind die Anschaffungs- und Unterhaltungskosten zu hoch.
Bei dieser Sichtmaschine ist der Sichtboden
kein liegender Cylinder, sondern ein stehender Trichter, mit dem spitzen Ende nach unten gekehrt.
Dadurch ist der Mechanismus ebenso einfach und die Herstellungs- und Unterhaltungskosten
niedrig, wie die Maschine leistungsfähig und die Sichtung vorzüglich.
Das Princip, nach dem ich meine Maschine aufbaue, beruht auf dem Erfahrungssatze, dafs
die gröfseren und die leichten Theile im Sichtgut bei einer Bewegung oder Erschütterung
desselben, von den kleinen und schweren verdrängt, sich stets über dieselben lagern. Dieser
Satz, der den Sichtprocefs so sehr vereinfacht und erleichtert, wird bei Cylinder- wie bei
Centrifugalsichtmaschine nicht beachtet, vielmehr durch complicirte, kostspielige, zum Theil unnütze
Anordnungen zum Schaden der Sichtung unterdrückt.
Bei der für den Sichtboden zu wählenden Form habe ich den von mir aufgestellten Satz
in Anwendung gebracht, dafs es wesentlich zu einer guten und klaren Sichtung beitragen müsse,
wenn die Sichtfläche mit dem Sichtgut abnehme. Der Erfolg hat gezeigt, dafs dieses
richtig. Bei der Anordnung der einzelnen Theile und der Trichterform der Sichtfläche gelangt das
Sichtgut nicht in einem Strome oder in Strahlen, wie bisher, sondern gleichmäfsig und vollständig
vertheilt auf den Sichtboden, und zwar sofort auf die ganze Sichtfläche; und so lange kleine
schwere Theile im Sichtgut vorhanden, kommen die grofsen und die leichten, selbst kleinen
Theile mit der Gazefläche nicht in Berührung. Man verfolge den Sichtprocefs auf Fig. 1 (Längenschnitt).
Der Strom des Sichtguts, das der Maschine oben zugeführt wird, fällt auf den rotirenden
Teller a, von diesem, nach allen Seiten vertheilt, in den Vorrathtrichter b, von hier durch
den Mundcylinder c auf die an der Welle d befestigte und sich mit dieser drehenden Decke
des Wellkonus e, wird von diesem vermöge der Centrifugalkraft gleichmäfsig nach allen Seiten
ausgebreitet und schon hier sortirt, indem die groben Theile gegen den Decktrichter / geschleudert
von diesem abprallen, ohne Aufenthalt die Seitenwände des Gazetrichters g
passiren und die leichten Theile des Sichtguts mit sich fortführen, während die kleinen und
schweren Theile ungefähr beim Falz des Decktrichters f auf die Gazenfläche fallen, und durch
ihre Kleinheit und Schwere die Gazefläche allein bedecken und so Gelegenheit haben, durch
die Löcher der Gaze zu fallen, was wirksam noch dadurch unterstützt werden . kann, dafs
man nach Bedürfnifs die Gaze erschüttern und die Erschütterung reguliren kann. Diejenigen
Theile, die nicht durch die Gaze gehen, sammeln sich am unteren Ende des Gazetrichters g
und fallen durch Abfallrohr h aus der Maschine, während die durchfallenden, vom äufseren Trichter
i aufgefangen, durch Rohr k die Maschine verlassen.
Die Erschütterung der Gaze wird bewirkt durch die Anschlagnasen 11, die an der äufseren,
der Gaze zugekehrten Seite des Wellkonus e angebracht nach Fig. 2 (Grundrifs, die oberen
Anschlagwinkel) bei der Drehung gegen die Erschütterungswinkel m schlagen. Die rückwirkenden
Erschütterungswinkel sind mit ihrem Fufsende in den Ringen η η befestigt. Diese
Ringe, die von drei stehenden Rippen ο ο ο, die
oben an dem Decktrichter, unten an Abfallrohr h befestigt und liegend im Inneren,
des Gazetrichters angebracht sind, bilden mit den Rippen, dem Falz des Decktrichters f
und dem Falz des Abfallrohrs h ' das Gaze-,
Claims (1)
- trichtergerippe, das von aufsen von der Gaze umschlossen ist.Die Gaze besteht aus drei Theilen, und ist nach Fig. 3 geformt, und auf allen Kanten auf Schnur . gefafst, ist auf den durch die drei Rippen gebildeten Feldern so befestigt, dafs die Fassungsschnur oben durch Ring / in den Falz -Kies Decktrichters, seitwärts durch den lösbaren Theil der Rippe, Fig. 4, in den Falz der Rippe, unten durch Ring q in den Falz des Abfallrohrs h geprefst wird. Die Gaze kann aus einer gröberen Nummer bestehen; sie kann sehr leicht gewechselt werden, wobei Fangtrichter i, aus zwei mit Griffen versehenen Hälften bestehend, von der Maschine abgenommen wird.Zur Regulirung der Erschütterung dient für j e einen der beiden Ringe η η ein Vorgelege, Fig. 5, dessen Welle ε oben durch den Decktrichter /, wo sie, mit Hand- und Sperrrad versehen, hindurchreicht, während sie unten auf den Schüttelring 11 in β gelagert ist; sie erhält nahe am unteren Ende Zähne, die in einen im Falz von η beweglichen Ring δ greifen. In diesem- eingeschobenen Ringe δ fufst der Erschütterungswinkelschenkel m\ Fig. 2, während //z2 durch einen Schlitz des Ringes δ hindurchreichend, in Ring η fufst. Bei einer Drehung der Vorgelegewelle ε werden so die Fufsenden der Winkelschenkel m1 den Fufsenden von m2 genähert oder entfernt, je nachdem die Drehung vor- oder rückwärts geschieht, und da m1 und m2 in η verbunden und m2 über die Verbindung η hinausreicht, so wird das Ende der Verlängerung von m2 dem Wellkonus e genähert oder entfernt. Dadurch findet ein kräftigeres oder schwächeres Anschlagen der Nasen 11 an die Erschütterungswinkel und rückwirkend eine gröfsere oder geringere Erschütterung der Gaze statt.r r sind zwei Ringe, die vermittelst einer Schnur oben an Decktrichter /, seitwärts an Ring n schwebend, im Inneren des Gazetrichters aufgehängt, die Erschütterungswinkel in gehöriger Lage erhalten.Die stehende Welle d, oben mit einem Bund versehen, wird von Lager s, und dieses wieder von Steg t gehalten, u ist der Schmierbehälter, ν ein Cylinder, der mit einer Schnur versehen am Wirbel zur Regulirung des Zuflusses dient; χ ist die Zapfenspur für den Wellzapfen, y der untere Steg, der wie der obere t durch Gestellständer ζ gehalten wird; w w sind Rohrklappen oder Schieber.Die Bewegung erhält die Maschine oben durch die Scheibe D vermittelst eines Riemens von irgend einer rotirenden verticalen Welle aus; die Scheibe überträgt die Drehung an die Welle d und den darauf befestigten Teller «, sowie Konus e, der an seiner äufseren, der Gaze zugekehrten Seite die Anschlagnasen // hat. Fig. 6 stellt die geschlossene Maschine im Gestell dar.Patent-Ansprüche: Die Form, die Anordnung und Ausführung des Ganzen, wie der einzelnen Theile der Mehlsichtmaschine, wie beschrieben und in der Zeichnung dargestellt.Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE1277T | 1877-09-25 |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE1277C true DE1277C (de) |
Family
ID=70918043
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DE1277DA Expired - Lifetime DE1277C (de) | 1877-09-25 | 1877-09-25 | Mehlsichtmaschine mit Centrifugalaufschüttung, trichterförmiger Siebfläche und stellbarem Rüttelwerk |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE1277C (de) |
-
1877
- 1877-09-25 DE DE1277DA patent/DE1277C/de not_active Expired - Lifetime
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