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Schießscheibenträger für Scheibentransportanlagen Die Erfindung bezieht
sich auf einen schießscheibenträger für Scheibentransportanlagen, bestehend aus
einem Traggerüst zur Aufnahme eines Stapels gelenkig miteinander verbundener, einzeln
um mindestens 180° klappbarer und dabei zunächst parallel zur Schußrichtung liegender
Schießscheiben, von denen zum Zwecke des Beschusses jeweils eine senkrecht aufgerichtete
Schießscheibe von einem am Traggerüst angeordneten Scheibenhalter gestützt wird.
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Es ist ein. Schießscheibenträger dieser Art bekannt, dessen Schießscheibenhalter
im wesentlichen aus einer Öse besteht, die sich quer zur Schußrichtung über einen
Block von miteinander verbundenen Schießscheiben erstreckt, wobei der Block waagerecht
und unter der Öse aufgeklappt liegt und jeweils eine Schießscheibe senkrecht aufgestellt
und unter Biegung zwecks Halterung in dieser Lage in die Öse eingeschoben wird.
Dieses Einführen der aufgerichteten Schießscheiben ist zeitraubend, erfordert die
Anwendung von zwei Händen und bedingt zusätzlich, daß die vorhergehende Schießscheibe
erst aus der Öse herausgebogen werden muß, bevor die nachfolgende eingesteckt werden
kann. Außer diesen zeitaufwendigen Nachteilen ist ein weiterer Nachteil, daß für
Einzelscheiben in diesem Schießscheibenhalter keine Halterung vorgesehen ist, die
an der Bodenkante - entgegengesetzt der im Bereich der oberen Kante wirksamen Öse
- für ein Festsetzen der Schießscheibe Gewähr gibt.
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Auf Schießständen werden ferner bekannterweise Schießscheibenträger
verwendet, die einen gabelförmig ausgebildeten Scheibenhalter aufweisen, dessen
freie Enden in einem bestimmten Abstand voneinander und parallel zueinander nach
oben ragen. Diese Enden sind zumeist gerade oder zickzackförmig geschlitzt, um eine
einzige Scheibe an ihren Rändern aufzunehmen und festzuhalten. Bisher ist es notwendig,
jedesmal nach Beschießen einer Scheibe die beschossene Scheibe gegen eine neue Scheibe
auszuwechseln. Da die Scheibe jeweils mit ihrem linken und rechten Rand in einen
Schlitz eingeführt werden muß, beansprucht das Wechseln der Scheibe verhältnismäßig
viel Zeit. Außerdem benötigt man stets beide Hände. Da in aller Regel jeder Schütze
eine Serie von Schüssen abgibt und bei Wettkämpfen abgeben muß, bleibt allein dadurch
jeder Schießstand von einem Schützen relativ lange Zeit besetzt.
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Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, das Wechseln von Scheiben
am Scheibenträger zu vereinfachen und zu beschleunigen, um dadurch zu erreichen,
daß der Schießstand von jedem einzelnen Schützen nur kürzere Zeit besetzt bleibt.
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Die Lösung der der Erfindung zugrunde liegenden Aufgabe wird erreicht
durch einen an sich bekannten gabelförmigen Scheibenhalter, an dessen Streben je
ein hinter der aufgerichteten Schießscheibe befindlicher, diese stellenweise an
ihrem Rand stützender, nach vorn offener Anschlag und je eine vor der aufgerichteten
Schießscheibe befindliche federnde Halterung angeordnet sind.
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An einem so ausgebildeten Scheibenträger läßt sich eine einzelne Schießscheibe,
aber auch ein Stapel von solchen, die an einer Stelle ihres Randes derart miteinander
gelenkig verbunden sind, daß sie einzeln gegeneinander wie ein Buch oder Block aufklappbar
sind, schnell anbringen. Der Schütze braucht lediglich die jeweils beschossene Scheibe
von der Haltegabel od. dgl. nach hinten umzulegen bzw. umzuklappen, um danach eine
neue, von dem vor der Gabel liegenden Stapel befindliche Scheibe nach oben zu klappen,
um sie aufzustellen und an der Gabel od. dgl. zu befestigen. Daß diese Handhabung
wesentlich einfacher und schneller durchzuführen ist als das Abziehen und Aufstecken
der Scheibe in der bisher üblichen Weise, liegt auf der Hand.
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An dem erfindungsgemäß ausgebildeten Scheibenträger ist das Traggerüst
zweckmäßigerweise aus einer Tragplatte gebildet, auf der die Auflage des horizontalen
Scheibenstapels erfolgen kann. Hierbei ist es zweckmäßig, die Platte so groß auszubilden,
daß sich ein Teil von ihr auch hinter der Scheibenhaltegabel befindet, der dann
der Auflage der jeweils
beschossenen und nach hinten umgeklappten
Scheiben dient.
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Der Scheibenstapel wird auf seiner Unterlage bzw. Tragplatte vorteilhafterweise
mit Hilfe von Haltemitteln festgespannt bzw. festgehalten. Hierzu können beispielsweise
auf der Tragplatte angeordnete, den Scheibenstapel festhaltende Haltestifte dienen,
auf welche der Stapel bzw. ein am Scheibenstapel befindliches Deck- oder Rückblatt
festklemmend aufgesteckt wird. Es ist aber auch möglich, als federnde Halterung
einen Federdrahtbügel oder eine Blattfeder vorzusehen, die den Scheibenstapel auf
die Auflage drücken und diese niederhalten. In weiterer vorteilhafter Ausgestaltung
der Erfindung sind die den Scheibenstapel bzw. -satz bildenden Scheiben schuppenförmig
übereinanderliegend angeordnet, was den Vorteil hat, daß der Schütze die Scheiben
schnell einzeln ergreifen und aufrichten kann, ohne jeweils mehr als eine Scheibe
zu erfassen. Zur Auswertung können die Scheiben mühelos vereinzelt werden, wenn
sie mit einem elastischen Klebstreifen miteinander verbunden sind, von dem sie sich
leicht entfernen lassen.
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Es ist aber auch möglich, die Scheiben mittels eines längs einer Perforation
abtrennbaren Stegs miteinander zu verbinden, wobei gegebenenfalls jeweils zwei Scheiben
durch den Steg verbunden sind. Die den Satz bildenden Scheiben lassen sich bei einer
derartigen Verbindung miteinander ebenfalls wie ein Buch aufblättern bzw. aufklappen.
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Vorteilhafterweise sind die den Stapel bzw. Satz bildenden Scheiben
mit einem Deck- bzw. Rückblatt versehen oder verbunden, auf welchem beispielsweise
die verschiedensten Daten verzeichnet sein können, so die Nummer und der Name des
Schützen, die Art des Schießens, das Datum, der Ort, die Zeit des Schießens u. a.
m. Die derart zusammenhängenden Scheiben, die im Rahmen einer Serie vom Schützen
beschossen worden sind, bleiben stets beieinander und können dann ausgewertet werden.
Dadurch, daß der Zusammenhang der einzelnen Scheiben eines Satzes oder Stapels gewährleistet
ist, ist es praktisch nicht möglich, Scheiben auszutauschen.
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In den F i g. 1 bis 8 der Zeichnung sind einige bevorzugte Ausführungsbeispiele
der Erfindung dargestellt, welche nachstehend im einzelnen näher beschrieben sind.
Es zeigt F i g. 1 den erfindungsgemäßen Schießscheibenträger mit auf dessen Tragplatte
aufliegendem Scheibenstapel in perspektivischer Ansicht, F i g. 2 eine perspektivische
Ansicht eines Teils des gabelförmigen Scheibenhalters in einer zweiten Ausführungsform,
F i g. 3 eine perspektivische Ansicht eines bügelförmigen Scheibenhalters, F i g.
4 eine Draufsicht auf einen auf einer Deckscheibe liegenden Stapel von Scheiben,
die miteinander verbunden sind, F i g. 5 eine Draufsicht auf die Vorderseite der
Deckscheibe, an der der Scheibenstapel befestigt ist, F i g. 6 eine Draufsicht auf
einen an einem Deck-oder Rückblatt befestigten Scheibenstapel in aufgeklapptem Zustand,
F i g. 7 und 8 eine perspektivische Ansicht je eines Scheibenstapels in weiteren
Ausführungsformen.
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Wie F i g. 1 erkennen läßt, hat der erfindungsgemäße Schießscheibenträger
grundsätzlich den gleichen Aufbau wie ein an sich bekannter Scheibenträger, der
mittels eines nicht dargestellten Seilzuges hin und her bewegbar ist. An seinem
oberen Ende befindet sich der gabelförmige Scheibenhalter 11, dessen zwei nach oben
ragende Streben 12 die jeweils zu beschießende Schießscheibe 13 halten. Die Streben
12 des gabelförmigen Scheibenhalters 11 sind zweiteilig ausgebildet. Die hinteren
Teile der Streben 12 haben eine solche Lage, daß sie die Scheibe 13 abstützende
Anschläge 12 a bilden. An den vorderen Teilen 12 b befinden sich Federdrahtbügel
14, die vor der Scheibe 13 liegen. Die durch die Anschläge 12 a und
die Federdrahtbügel 14 gebildete Halterung verhindert ein Umfallen der Schießscheibe
13 sowohl nach vorn als auch nach hinten. Beim Aufklappen bzw. Aufrichten jeweils
einer zu beschießenden Scheibe 13 werden die Federdrahtbüge114 vom Scheibenrand
zur Seite gedrückt, bis sich diese vor den Rand der Scheibe 13 legen. An dem Steg
15 des Scheibenhalters 11 ist eine horizontale Tragplatte 16 befestigt, deren vorderer
Teil 16 a vor und deren hinterer Teil 16 b
hinter dem Scheibenhalter
11 liegen. Die seitlichen Randstreifen 17 der Tragplatte 16 sind auf- und etwas
gegeneinander umgebogen, damit sie über die Seitenränder der Schießscheiben 13'
bzw. 13" greifen, die auf der Tragplatte 16 aufliegen. Die Scheiben 13 des Scheibenstapels
sind einerseits mittels des elastischen Klebestreifens 20 miteinander verbunden,
wie dies insbesondere aus F i g. 4 hervorgeht, und andererseits mit diesem auf einem
Deckblatt 21 befestigt, welches auf dem vorderen Teil 16 a der Tragplatte 16 aufliegt.
Um dieses Deckblatt 21 mit dem Scheibenstapel in einer bestimmten Lage zu halten,
sind auf der Tragplatte 16 Stifte 22 angebracht, die durch Löcher 23 des Deckblattes
21 hindurchgreifen.
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An ihrem unteren Rand wird die jeweils aufgerichtete Scheibe 13 z.
B. durch den Klebestreifen 20 gehalten, während ihre Halterung an den seitlichen
Rändern durch die Streben 12 des Scheibenhalters 11 erfolgt. Es ist gegebenenfalls
möglich, auf der Tragplatte 16 im Bereich des Steges 15 des Scheibenhalters
11 einen Halter anzubringen, um mit diesem einzelne runde Scheiben an deren unterem
Rand einzuspannen bzw. festzuhalten, falls der Wunsch besteht, auch einzelne Scheiben
an Stelle eines Scheibensatzes oder -stapels zu verwenden.
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Die nach oben ragenden Streben 12' eines Scheibenhalters 11' können
auch in der aus F i g. 2 ersichtlichen Form ausgebildet sein. An der hinteren Kante
der Streben 12' befindet sich ein Anschlag 24 für die Anlage und Abstützung der
Schießscheibe 13' bzw. deren seitlichen Rand. An einem an der Vorderkante der Streben
12' sitzenden Lappen 25 ist eine Blattfeder 26 befestigt, deren freies Ende sich
vor die Vorderseite der Scheibe 13' legt, wenn diese gegen den Anschlag 24 gedrückt
wird, wobei das freie Ende der Blattfeder 26 zur Seite ausweicht und den seitlichen
Rand der Scheibe 13' passieren läßt.
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Es ist aber, wie F i g. 3 erkennen läßt, auch möglich, an Stelle der
beiden Streben (12 oder 12' nach F i g. 1 bzw. 2) des gabelförmigen Scheibenhalters
(11 oder 11' nach F i g. 1 bzw. 2) einen Haltebügel 27 vorzusehen, an dessen oberem
Scheitelpunkt ein Anschlag 24' angeordnet ist, vor den die am Haltebügel 27 befestigte
Blattfeder 26' ragt, die beim Aufrichten einer neuen Schießscheibe in ihre vertikale
Lage durch den Rand der Scheibe nach oben gedrückt
wird und die
sich dann, nachdem die Scheibe an dem Anschlag 24' anliegt, mit ihrer Stirnkante
vor den Rand der Scheibe legt, um diese festzuhalten.
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Weiterhin ist es auch möglich, auf der Tragplatte 16' an der Peripherie
der Scheiben liegende Zapfen 28 vorzusehen, um den Scheibenstapel festzulegen. Weiterhin
befinden sich an beiden Seiten an der Tragplatte 16' Federbügel 29, die über den
zwischen den Zapfen 28 liegenden Scheibenstapel greifen und die Scheiben auf der
Tragplatte 16' festhalten, um insbesondere ein Hochflattern bzw. Hochklappen der
horizontal liegenden Scheiben beim Hin- und Herbewegen des Schießscheibenträgers
zu verhindern.
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Da die Scheiben des Stapels - wie nachfolgend beschrieben - schuppenförmig
aufeinanderliegen, kann einfach und mühelos jeweils eine neue Scheibe erfaßt und
aufgerichtet werden, nachdem oder während die beschossene Scheibe nach hinten geklappt
worden ist. Beim Aufrichten der neuen Scheibe wird diese von der Halterung selbsttätig
eingespannt, ohne daß es besonderer Handgriffe oder Maßnahmen bedarf.
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Wie F i g. 4 und 5 erkennen lassen, sind die Scheiben 13 eines Stapels
schuppenförmig gestapelt aufeinander und überdies auf ein Deckblatt 21 gelegt. Der
Klebestreifen 20 aus elastischem, flexiblem Werkstoff, beispielsweise Kunststoff,
verbindet nunmehr alle Scheiben 13 miteinander und mit dem Deckblatt 21, da jeweils
ein schmaler Randstreifen einer jeden Scheibe 13 von dem Klebestreifen 20 überdeckt
wird. Die aufeinanderliegenden Scheiben 13 lassen sich also einzeln nacheinander
in eine senkrechte Lage aufstellen und weiterhin nach hinten umklappen.
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Wie F i g. 5 zeigt, können auf der Vorderseite des Deckblattes 21
in bekannter Weise verschiedenste Daten festgehalten werden, was insbesondere für
Wettkämpfe von Bedeutung ist. Mittels der Löcher 23 erfolgt eine Festlegung des
Deckblattes 21 auf den Stiften 22 der Tragplatte 16 des Schießscheibenträgers.
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Es ist aber auch möglich, den erfindungsgemäßen Scheibenstapel bzw.
-satz in der aus F i g. 6 ersichtlichen Weise auszubilden. Hier sind je zwei Scheiben
13 durch einen Steg 42 miteinander verbunden. Die runden Scheiben 13 können von
dem Steg 42 längs einer Perforation 43 abgetrennt werden. Die Stege
42
der Scheibenpaare sind ihrerseits an einem aus einem Blatt bestehenden
Deck- bzw. Rückblatt 21, beispielsweise mittels einer Heftklammer
45, befestigt. Um den Stapel neuer zu beschießender Scheiben 13 fest auf
dem Deckblatt 21 zu halten, ist es möglich, in die Ränder des Deckblattes 21 je
zwei Kerben 47 einzustanzen und in diese je ein Gummiringband 48 einzuhängen, welches
über den Rändern 49 der zu beschießenden Scheiben 13 liegt und diese festhält. Auch
hier liegen die Scheiben 13 vorzugsweise schuppenförmig gestapelt übereinander,
um ein einfaches, leichtes Erfassen jeweils nur einer Scheibe 13 zum Aufrichten
zu ermöglichen.
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Eine weitere Möglichkeit zur Bildung eines Scheibenstapels bzw. eines
Satzes von Scheiben besteht, wie aus F i g. 7 hervorgeht, darin, daß man die Scheiben
13 mit einem Schlitz 52 versieht und durch die Schlitze 52 ein Band 53 hindurchzieht,
dessen Enden 54 mittels eines Nietes 55, einer Heftklammer od. dgl. miteinander
verbunden werden. Man kann gegebenenfalls bei den Scheiben 13 eines ganzen Satzes
den Schlitz 52 jeweils geringfügig versetzen, so daß die Scheiben schuppenförmig
übereinanderliegen, während alle Schlitze 52 deckend liegen, um dadurch zu erreichen,
daß man die jeweils oberste Scheibe leichter erfassen kann.
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Auch ist es möglich, wie in F i g. 8 dargestellt, in die Scheiben
13 in einer Reihe liegende Löcher 62 zu stanzen, durch die dann ein Stück
einer Spirale 63 gezogen ist, welche die Scheiben 13 des Stapels miteinander verbindet.