DE1274591B - Einrichtung an einem Feuchtwerk fuer Rotationsflachdruckmaschinen zur kontinuierlichen Veraenderung der Beruehrzeit der Heberwalze mit der Verteilwalze - Google Patents

Einrichtung an einem Feuchtwerk fuer Rotationsflachdruckmaschinen zur kontinuierlichen Veraenderung der Beruehrzeit der Heberwalze mit der Verteilwalze

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DE1274591B DEA52209A DEA0052209A DE1274591B DE 1274591 B DE1274591 B DE 1274591B DE A52209 A DEA52209 A DE A52209A DE A0052209 A DEA0052209 A DE A0052209A DE 1274591 B DE1274591 B DE 1274591B
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Description

  • Einrichtung an einem Feuchtwerk für Rotationsflachdruckmaschinen zur kontinuierlichen Veränderung der Berührzeit der Heberwalze mit der Verteilwalze Die Erfindung betrifft eine Einrichtung an einem Feuchtwerk für Rotationsflachdruckmaschinen zur kontinuierlichen Veränderung der Berührzeit der Heberwalze mit der Verteilwalze, wobei die Heberwalze konzentrisch zu einer Feuchtwalze schwenkbar und mittels eines umlaufenden Exzenters intermittierend an eine nachfolgende Verteilwalze anschwenkbar ist und zwischen einen vom Exzenter gesteuerten Hebel und ein mit den Schwenkhebeln der Heberwalze in Verbindung stehendes Getriebeglied ein Koppelglied eingeschaltet ist, das den Winkel zwischen dem vom Exzenter gesteuerten Hebel und dem mit der Heberwalze verbundenen Getriebeglied zu verändern gestattet.
  • Es ist bereits bekannt, zur kontinuierlichen Veränderung der Heberberührzeit die exzentrische Antriebskurve der Heberwalze zu verändern. Diese Art der Walzensteuerung erfordert in jedem Fall eine verhältnismäßig aufwendige Ausbildung der Antriebskurve, die bei einigen Ausführungsformen zudem störanfällig und geräuschvoll im Betrieb ist.
  • Es ist außerdem bekannt, bei einer zwischen einer Duktorwalze und einer Verteilwalze pendelnden Heberwalze zwischen einen vom Exzenter gesteuerten Hebel sowie ein mit den Schwenkhebeln der Heberwalze in Verbindung stehendes Getriebeglied ein Koppelglied einzuschalten, das den Winkel zwischen dem vom Exzenter gesteuerten Hebel und dem mit der Heberwalze verbundenen Getriebeglied zu verändern gestattet. Bei dieser Anordnung ist jedoch der die Berührzeit bestimmende Walzenweg festgelegt bzw. vorgegeben, so daß keine kontinuierliche Veränderung dieser Zeit, sondern lediglich eine Einstellung der Heberwalzenanlage an die mit ihr zusammenarbeitenden Walzen vorgenommen werden kann. Außerdem bewegen sich bei diesen bekannten Einrichtungen die Einstellvorrichtungen immer zusammen mit der Heberwalze, so daß eine genaue Einstellung während des Betriebes nicht möglich ist.
  • Letzteres trifft auch auf eine weitere bekannte Einrichtung zu, bei welcher die Heberwalze konzentrisch zu einer Feuchtwalze an eine nachfolgende Verteilwalze ausschwenkbar ist und bei der als einstellbares Koppelglied eine auf dem vom Exzenter gesteuerten Hebel angeordnete Anschlagschraube vorgesehen ist.
  • Der Erfindung liegt nun die Aufgabe zugrunde, diese bekannten Anordnungen dahingehend zu verbessern, daß das Einstellelement von außen bequem zugänglich angeordnet ist. Erfindungsgemäß wird dies dadurch erreicht, daß das Koppelglied quer zu seiner Kraftübertragungsrichtung an einer verstellbaren, gerätefesten Führung geführt ist und daß am Koppelglied oder an den mit dem Koppelglied im Eingriff stehenden Getriebegliedern an sich bekannte Steuerkanten ausgebildet sind, welche als Folge der Verschiebung des Koppelgliedes quer zu seiner Kraftübertragungsrichtung den Winkel zwischen den Hebeln verändern. Insbesondere kann gleichachsig mit einem dem Exzenter anliegenden Hebel ein übertragungshebel angeordnet sein, der eine Steuerkante trägt, welche mit einer entsprechenden Steuerkante des dem Exzenter anliegenden Hebels scherenartig zusammenwirkt, und als Koppelglied kann ein zwischen die Steuerkanten ragender, mit beiden Kanten in kraftschlüssigem Kontakt stehender, gerätefest geführter Scherstift vorgesehen sein. Zweckmäßigerweise wird ferner der Scherstift an einem Schwinghebel angeordnet, welcher an einem gerätefest gelagerten, mit einem äußeren Einsteller verbundenen Hebel angelenkt ist.
  • Mit dieser Anordnung wird auf äußerst einfache Weise erreicht, daß die Einstellung der Heberberührzeit ohne Schwierigkeit auch während des Betriebes vorgenommen werden kann. Die Feinfühligkeit der Verstellung bzw. die Länge des vom Scherstift zwischen zwei vorgegebenen Einstellungen zurückgelegten Stellweges kann durch entsprechende Gestaltung der Steuerkanten allen denkbaren Anforderungen angepaßt werden. Darüber hinaus ist es auch möglich, durch die Formgebung dieser Steuerkanten eine zweckentsprechende Zuordnung der in der Regel nicht in allen Bereichen linear mit der Änderung der Berührzeit zunehmenden Feuchtgabe zur Stellung des äußeren Einstellers zu erreichen. Insofern unterscheidet sich die vorliegende Anordnung auch sehr vorteilhaft von einer anderen bekannten Anordnung, welche zur Änderung der Feuchtgabe während des Betriebes die Verstellung des Drehpunktes eines Übertragungshebels vorsieht und bei welcher sich sehr kleine, der Feuchtgabe starr zugeordnete Stellwege ergeben.
  • In weiterer Ausgestaltung der Erfindung kann eine Reibungsbremse oder eine Rastvorrichtung für den äußeren Einsteller der Führung des Koppelgliedes vorgesehen sein. Die Reibungsbremse legt den Einsteller in jeder beliebigen Einstellage fest, während die Rastvorrichtung eine deutlich fühlbare Festlegung bevorzugter, beispielsweise durch die Art der häufig beim Drucken verwendeten Materialien vorgegebener Einstellungen erlaubt. Die Rastung des Einstellers kann ohne Verwendung zusätzlicher Teile auch dadurch verwirklicht werden, daß an den Steuerkanten der dem Koppelglied kraftschlüssig anliegenden Hebel Rastvertiefungen ausgebildet sind.
  • Nach einem weiteren Merkmal der Erfindung ist in die Kraftübertragung zwischen dem Exzenter und den Schwenkhebeln der Heberwalze mindestens ein plastisch verformbarer Anschlag eingeschaltet. Zum Beispiel können auf der Achse des mit dem Koppelglied im Eingriff stehenden Übertragungshebels zwei Schwenkhebel befestigt sein, welche mit je einem plastisch verformbaren Anschlag mit den beiden Schwenkhebeln der Heberwalze im Eingriff stehen. Bei dieser Anordnung läßt sich die gleichzeitige Anlage der gesamten Mantellinie der Heberwalze an die Verteilwalze in sehr einfacher Weise nach der Montage des Feuchtwerkes durch Verbiegen der plastischen Anschläge mittels einer Zange oder eines Schraubenziehers genau justieren.
  • Grundsätzlich kann der kraftschlüssige Kontakt aller Getriebeglieder durch eine einzige an einem Schwenkhebel der Heberwalze angreifende Feder, deren Kraft sich bis zum Exzenter fortpflanzt, sichergestellt werden. Diese Feder muß dann aber so stark sein, daß sie das gegenseitige Abheben aller trägheitsbehafteten, in kraftschlüssigem Eingriff miteinander stehenden Getriebeglieder verhindern kann. Diese starke Feder wirkt dann aber auch auf den Scherstift und erschwert dessen Verstellung auf Grund der entsprechend großen Reibungskräfte. Außerdem ist nach dem Aufsetzen der Heberwalze auf die Verteilwalze der kraftschlüssige Kontakt der übrigen Getriebeglieder aufgehoben, was eine starke Geräuschbildung zur Folge hat. Erfindungsgemäß sind daher getrennte Andruckfedern zur Herstellung des formschlüssigen Kontaktes des Exzenters und des Koppelgliedes mit den jeweils mit ihnen zusammenwirkenden Getriebegliedern und zum Andrücken der Heberwalze an die Verteilwalze vorgesehen.
  • Gemäß einer besonders vorteilhaften Ausführungsform der Erfindung wirkt schließlich noch die intermittierendgesteuerte Heberwalze mit einem Verreibzylinder eines kombinierten Feuchtfarbwerkes zusammen und der die Heberwalze des Feuchtwerkes steuernde Exzenter dient gleichzeitig zur Steuerung einer oszillierenden Heberwalze des Farbwerkes.
  • In der Zeichnung ist eine Ausführungsform der Erfindung beispielsweise dargestellt. Dabei zeigt F i g. 1 einen Längsschnitt durch das erfindungsgemäße Feuchtwerk, F i g. 2 einen Schnitt entlang der Linie II-II in F i g. 1, F i g. 3 eine Ansicht in Pfeilrichtung II und F i g. 4 eine Ansicht in Pfeilrichtung IV gemäß F i g. 1. In der Zeichnung ist an einem von einem Unterteil 1 und den beiden Platinen 2 und 3, welche in der üblichen Weise durch nicht näher dargestellte Stehbolzen in ihrer Lage gehalten werden, gebildeten Feuchtfarbwerksgestell eine Verteilwalze 4 gelagert. Die Verteilwalze 4, die in bekannter Weise zugleich als Verreibzylinder für die Farbe wirkt, wird zur Steigerung ihrer Verreibwirkung in ebenfalls bekannter Weise mittels einer Kurvenwalze 5 in eine hin- und hergehende axiale Bewegung versetzt und von einer Farbkastenwalze 6, der eine mittels einer Stellschraube 61 einstellbare Rakel 62 anliegt, mittels einer Heberwalze 7 mit Farbe versorgt. Außerdem arbeitet mit der Verteilwalze 4 eine Feuchtauftragwalze 9 zusammen, die konzentrisch zu einer in einen Wasserkasten tauchenden Wasserkasten- bzw. Feuchtwalze 8 verschwenkbar ist. Dem Antrieb dieser Walzen mit der jeweils erforderlichen Umfangsgeschwindigkeit dienen in der üblichen Weise die insbesondere aus F i g. 4 ersichtlichen, an der Platine 2 gelagerten Zahnräder 10, 11, 12, 13, die nach dem Einschieben des Feuchtfarbwerkes in die Druckmaschine von einem auf der Achse des Folienzylinders befestigten Zahnrad angetrieben werden.
  • Auf der Achse 14 der Feuchtwalze 8 sind Schwenkarme 15 und 16 gelagert, an welchen Führungsschlitze 15 a und 16 a zur Führung der Achse 17 der Feuchtheberwalze 9 ausgebildet sind. Durch die Achse 17 der Feuchtheberwalze 9 ragen Spannschrauben 18 und 19, welche mittels je einer Schraubenmutter 20 und 21 Druckfedern 22, 22a spannen, die sich auf je einen Lappen 15 b und 16 b der Schwenkarme 15, 16 abstützen. Mittels dieser Federn wird die Feuchtheberwalze 9 in sicherer Anlage mit der Feuchtwalze 8 gehalten, wobei der Anpreßdruck durch Verdrehen der Schrauben 18 und 19 bzw. der Schraubenmuttern 20 und 21 verändert werden kann.
  • Die Anlage der Feuchtheberwalze 9 an die Verteilwalze 4 wird mittels an gestellfesten Stiften 25 eingehängter Zugfedern 24 bewirkt, welche jeweils an einem Arm der Schwenkhebel 15 bzw. 16 angreifen. In der Zeichnung ist der Übersichtlichkeit halber nur die am Schwenkhebel 15 angreifende Zugfeder dargestellt.
  • In den Platinen 2 und 3 ist außerdem eine Welle 26 gelagert, an der gemäß F i g. 2 ein Schwenkhebel 27 befestigt ist und welcher mittels eines Stiftes 28 mit einer Anschlagsnase 15c des Schwenkhebels 15 im Eingriff steht. Ein weiterer, auf der Welle 26 befestigter, der Übersichtlichkeit halber ebenfalls nicht dargestellter Hebel 27 steht in gleicher Weise mit dem Schwenkhebel 16 der Feuchtheberwalze 9 im Eingriff.
  • Gemäß F i g. 3 ist ferner auf der Welle 26 ein Abtasthebel 29 drehbar gelagert. Er trägt ein Druckstück 33, welches unter der Wirkung einer zwischen einem an der Platine 3 befestigten Stift 30 und einem am Abtasthebel 29 befestigten Stift 31 eingehängten Zugfeder 32 an einer Exzenterscheibe 34 anliegt. Die Exzenterscheibe 34 ist auf der Achse 35 der Verteilwalze 4 drehbar gelagert und drehfest mit einem Zahnrad 36 verbunden. Das Zahnrad 36 steht mit einem Zahnrad 37 im Eingriff, welches zusammen mit einem Zahnrad 38 auf einer drehfest mit dem obenerwähnten Zahnrad 10 verbundenen Welle 39 befestigt ist. Das Zahnrad 38 steht mit einem nicht näher dargestellten, auf der Achse des Folienzylinders befestigten Zahnrad in Verbindung. Die Exzenterscheibe 34 ist also reit dem Antrieb der Druckmaschine in einem bestimmten, vom übersetzungsverhältnis des verhältnismäßig schnell umlaufenden Verteilzylinders abweichenden übersetzungsverhältnis verbunden. Üblicherweise entspricht die Umdrehungszahl der Exzenterscheibe 34 etwa der Umdrehungszahl des Folienzylinders, so daß die Feuchtheberwalze 9 sowie auch die Farbheberwalze 7 in einer im folgenden noch näher beschriebenen Weise pro Folienzylinderumdrehung einmal an die Verteilwalze 4 angelegt werden. Wie ferner bekannt ist, sollte die Schwingungszahl dieser beiden Walzen um einen geringen Betrag von der Umdrehungszahl des Folienzylinders abweichen, damit die Farb- und Feuchtgabe nicht jeweils bei der gleichen Winkelstellung des Folienzylinders erfolgt bzw. damit sich eine bessere Verteilung der Farbe und der Feuchtigkeit auf der Druckform ergibt.
  • Auf der Welle 26 ist außerdem ein übertragungshebel 40 gelagert, der mittels Klemmschrauben 41 und 42 drehfest mit dieser Welle verbunden ist. Am Übertragungshebel 40 ist eine Steuerkante 40a ausgebildet, die zusammen mit einer Steuerkante 29a des Abtasthebels 29 eine scherenartige Anordnung bildet. Der Übertragungshebel 40 trägt einen Stift 43, an welchem eine an dem Stift 31 des Abtasthebels 29 eingehängte Zugfeder 44 angreift. Die Zugfeder 44 sucht demnach den Übertragungshebel 40 im Uhrzeigersinn gegenüber dem Hebel 29 zu verdrehen. Diese relative Drehung der beiden Hebel 29, 40 wird jedoch mittels eines zwischen die beiden scherenartigen Kanten 29a und 40a ragenden Scherstiftes 45 verhindert, welcher an einem Schwinghebel 46 befestigt ist. Der Schwinghebel 46 ist an einem Hebel 47 angelenkt, welcher mittels einer Achse 48 an der Platine 3 gelagert ist. Der Hebel 47 trägt ein Lagerloch 47a, in welchem ein an einem doppelarmigen Stellhebel 49 befestigter Stift 49 a geführt ist. Der Hebel 49 ist an einer Achse 50 der Platine 3 gelagert und mit einem Einstellknopf 49 b versehen. Zwischen der Platine 3 und der Lagerbuchse 49 c des mittels eines Sprengringes 52 auf seiner Achse 50 gehaltenen Stellhebels 49 ist eine Federscheibe 53 eingelegt, welche als Reibungsbremse zur Festlegung der am Stellhebel 49 getroffenen Einstellung dient. Mittels an einer der Steuerkanten 29a oder 40a angebrachter Rastvertiefungen 29b bis 29d lassen sich außerdem noch bevorzugte Einstellungen deutlich fühlbar festlegen.
  • Bei der gezeigten Anordnung kann also der unter der Wirkung der Feder 44 zwischen den Steuerkanten 29a und 40a geklemmte Scherstift 45 der von der Exzenterscheibe 34 hervorgerufenen Schwingbewegung des Abtasthebels 29 im wesentlichen ungehindert folgen und diese Schwingbewegung auf den Übertragungshebe140 übertragen. Da der übertragungshebel 40 und die Hebel 27 drehfest mit der Welle 26 verbunden sind, erfahren auch die Hebel 27 eine entsprechende Schwingbewegung, wodurch deren Stifte 28 zur Anlage an die Anschläge 15 c und 16 c der Schwinghebel 15 und 16 kommen und somit die Heberwalze 9 im Rhythmus der Bewegung der Exzenterscheibe 34 von der Verteilwalze 9 abheben.
  • Wird nun der Einstellhebel 49 aus der in F i g. 3 gezeigten Ausgangslage im Gegenuhrzeigersinn verschwenkt, so verschwenkt er seinerseits den Hebel 47, an welchem der Schwinghebel 46 angelenkt ist, im Uhrzeigersinn. Der am Kipphebel 46 befestigte Scherstift 45 gleitet dabei in einer gegenüber der Welle 26 radial nach außen gerichteten Richtung, an den Steuerkanten 29a und 40a entlang, wobei je nach der Formgebung dieser Steuerkanten die beiden Hebel 29 und 40 gegeneinander verdreht werden. In dieser neuen Einstellage wird die Kippbewegung des Hebels 29 gleichermaßen auf den Übertragungshebel 40 übertragen, dessen Ausgangslage sich jedoch nunmehr von seiner vorhergehenden Ausgangslage unterscheidet. Die Heberwalze 9 wird dadurch früher von der Verteilwalze 4 abgehoben und später an diese Walze angelegt, wodurch sich die Berührzeit der beiden Walzen verkürzt.
  • Es ist ohne weiteres möglich, den übertragungshebel 40 so weit im Gegenuhrzeigersinn gegenüber dem Schwinghebel 29 zu verdrehen, daß die Heberwalze 9 die Verteilwalze 4 während ihrer Schwingbewegung überhaupt nicht mehr erreicht, oder ihn so weit im Uhrzeigersinn zu verdrehen, daß die Stifte 28 während der gesamten Schwingbewegung nicht mehr zur Anlage an die Anschläge 15c und 16c kommen. Im ersteren Fall erfolgt keinerlei Feuchtgabe. Im letzteren Fall überträgt die Heberwalze 9 ununterbrochen von der Feuchtwalze 8 aus dem Wasserkasten 23 aufgenommene Feuchtigkeit auf die Verteilwalze 4.
  • Mit der gezeigten Anordnung ist somit eine kontinuierliche Regelung der Feuchtgabe zwischen ihren beiden Extremwerten möglich. Die Steuerkanten 29a und 40a können außerdem ohne weiteres so gestaltet werden, daß gleiche Stellwege am Stellhebel 49 einer gleich großen Zunahme der Feuchtgabe entsprechen. Dies ist insbesondere im Bereich der minimalen Feuchtgabe von Bedeutung, in welchem eine geringe Vergrößerung der Berührzeit bereits eine erhebliche prozentuale Zunahme der Feuchtgabe zur Folge haben kann.. Es ist insbesondere in diesem Bereich sehr wesentlich, die gleichzeitige Anlage der gesamten Mantellinie der Feuchtheberwalze 9 an die Verteilwalze 4 zu gewährleisten. Die Parallelität dieser beiden Walzen kann durch Verbiegen der Anschläge 15c und 16c der Schwenkhebel 15 und 16 genau justiert werden.
  • Schließlich ist noch die Farbheberwalze 7 in Schwenkhebeln 54 gelagert, welche auf einer gestenfesten Welle 55 gelagert sind. Diese Welle 55 trägt einen Abtasthebel 56, an dem ein Druckstück 57 befestigt ist, welches unter der Wirkung einer Zugfeder 58 gegen die Exzenterscheibe 34 gedrückt wird. Die Exzenterscheibe 34 steuert somit in sehr einfacher Weise auch die Schwingbewegung der Heberwalze 7, wobei die Bewegungsübertragung in bekannter Weise über ein mittig zwischen den Schwenkhebeln 54 auf der Welle 55 befestigtes Klemmstück 59 und einen Federstab 60 auf die Schwenkhebel 54 erfolgt. Die Farbregulierung kann in der üblichen Weise durch Einstellung der Rakelschrauben 61 und/oder Änderung der Drehgeschwindigkeit der Duktorwalze 6 vorgenommen werden.

Claims (10)

  1. Patentansprüche: 1. Einrichtung an einem Feuchtwerk für Rotationsflachdruckmaschinen zur kontinuierlichen Veränderung der Berührzeit der Heberwalze mit der Verteilwalze, wobei die Heberwalze konzentrisch zu einer Feuchtwalze schwenkbar und mittels eines umlaufenden Exzenters intermittierend an eine nachfolgende Verteilwalze anschwenkbar ist und zwischen einen vom Exzenter gesteuerten Hebel sowie ein mit den Schwenkhebeln der Heberwalze in Verbindung stehendes Getriebeglied ein Koppelglied eingeschaltet ist, das den Winkel zwischen dem vom Exzenter gesteuerten Hebel und dem mit der Heberwalze verbundenen Getriebeglied zu verändern gestattet, d a d u r c h g e k e n n z e i c h n e t, daß das Koppelglied (45) quer zu seiner Kraftübertragungsrichtung an einer verstellbaren, gerätefesten Führung (46, 47, 49) geführt ist und daß am Koppelglied oder an den mit dem Koppelglied im Eingriff stehenden Getriebegliedern (29, 40) an sich bekannte Steuerkanten (29 a, 40 a) ausgebildet sind, welche als Folge der Verschiebung des Koppelgliedes quer zu seiner Kraftübertragungsrichtung den Winkel zwischen den Hebeln (29, 40) verändern.
  2. 2. Einrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß gleichachsig mit einem dem Exzenter (34) anliegenden Hebel (29) ein Übertragungshebel (40) angeordnet ist, der eine Steuerkante (40a) trägt, welche mit einer entsprechenden Steuerkante (29a) des dem Exzenter anliegenden Hebels scherenartig zusammenwirkt, und daß als Koppelglied ein zwischen die Steuerkanten ragender, mit beiden Kanten (29a, 40a) in kraftschlüssigem Kontakt stehender, gerätefest geführter Scherstift (45) vorgesehen ist.
  3. 3. Einrichtung nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß der Scherstift an einem Schwinghebel (46) angeordnet ist, welcher an einem gerätefest gelagerten, mit einem äußeren Einsteller (49 b) verbundenen Stellhebel (49) angelenkt ist.
  4. 4. Einrichtung nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß eine Reibungsbremse (53) für den äußeren Einsteller (49, 49 b) der Führung (46, 47) des Koppelgliedes (45) vorgesehen ist.
  5. 5. Einrichtung nach den Ansprüchen 2 und 3, dadurch gekennzeichnet, daß eine Rastvorrichtung (29 b bis 29 d) für den äußeren Einsteller (49) der Führung des Koppelgliedes (45) vorgesehen ist.
  6. 6. Einrichtung nach den Ansprüchen 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, daß an den Steuerkanten (29a, 40a) der dem Koppelglied kraftschlüssig anliegenden Hebel (29, 40) Rastvertiefungen (29 b bis 29 d) ausgebildet sind.
  7. 7. Einrichtung nach den Ansprüchen 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, daß in die Kraftübertragung zwischen dem Exzenter (34) und den Schwenkhebeln (15, 16) der Heberwalze (9) mindestens ein plastisch verformbarer Anschlag (15 c) eingeschaltet ist. B.
  8. Einrichtung nach den Ansprüchen 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, daß auf der Achse (26) des mit dem Koppelglied (45) im Eingriff stehenden Übertragungshebels (40) zwei Schwenkhebel (27) befestigt sind, welche mit je einem plastisch verformbaren Anschlag (15c) mit den beiden Schwenkhebeln (15, 16) der Heberwalze (9) im Eingriff stehen.
  9. 9. Einrichtung nach den Ansprüchen 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, daß getrennte Andruckfedern (24, 32, 44) zur Herstellung des formschlüssigen Kontaktes des Exzenters (34) und des Koppelgliedes (45) mit den jeweils mit ihnen zusammenwirkenden Getriebegliedern (29, 40) und zum Andrücken der Heberwalze (9) an die Verteilwalze (4) vorgesehen sind.
  10. 10. Einrichtung nach den Ansprüchen 1 bis 9, dadurch gekennzeichnet, daß die intermittierend gesteuerte Heberwalze (9) mit einem Verreibzylinder (4) eines kombinierten Feuchtfarbwerkes zusammenwirkt und daß der die Heberwalze des Feuchtwerkes steuernde Exzenter (34) gleichzeitig zur Steuerung einer oszillierenden Heberwalze (7) des Farbwerkes dient. In Betracht gezogene Druckschriften: Deutsche Patentschriften Nr.110 440, 883 288, 1082 602; USA.-Patentschriften Nr. 742 249, 3 064 564.
DEA52209A 1966-04-20 1966-04-20 Einrichtung an einem Feuchtwerk fuer Rotationsflachdruckmaschinen zur kontinuierlichen Veraenderung der Beruehrzeit der Heberwalze mit der Verteilwalze Pending DE1274591B (de)

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