DE1255834B - Plasmabrenner - Google Patents
PlasmabrennerInfo
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- DE1255834B DE1255834B DEC29155A DEC0029155A DE1255834B DE 1255834 B DE1255834 B DE 1255834B DE C29155 A DEC29155 A DE C29155A DE C0029155 A DEC0029155 A DE C0029155A DE 1255834 B DE1255834 B DE 1255834B
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Description
DEUTSCHES
PATENTAMT
AUSLEGESCHRIFT
Int. α.:
H05b
B23k
Deutsche Kl.: 21 h - 30/02
Nummer: 1255 834
Aktenzeichen: C 29155 VIII d/21 h
Anmeldetag: 14. Februar 1963
Auslegetag: 7. Dezember 1967
Die Erfindung betrifft einen Plasmabrenner mit einer Anode in Düsenform zur Abgabe von Plasma
und einer Kathode in Gestalt eines koaxial zur Düse angeordneten Stabes.
Ein Plasmabrenner weist bekanntlich eine Kathode aus hochhitzebeständigem Metall auf, die einer zu
dieser Kathode koaxialen Düse, welche die Anode bildet, benachbart angeordnet ist, ferner Vorrichtungen,
durch welche die Ausbildung eines Lichtbogens zwischen diesen beiden Elektroden bewirkt
wird. Der Lichtbogen wird von dem die Düse durchströmenden Arbeitsgas zusammengeschnürt. Das
Gas wird durch die hohe Temperatur des Lichtbogens ionisiert und elektrisch leitend, nimmt die Wärmeenergie
auf und tritt als helleuchtender Plasmastrahl aus der Düse aus. Bei Verwendung mehratomiger
Arbeitsgase dissoziieren diese in dem Lichtbogen, und die Rekombination der Atome im Plasmastrahl
führt zu einer laufenden Nachlieferung von Wärmeenergie. Ferner ist ein solcher Plasmabrenner in be- ao
kannter Weise mit zusätzlichen Einrichtungen für die Kühlung der Elektroden, die Regelung des Elektrodenabstandes
usw. ausgerüstet.
Es wurden bereits verschiedene Konstruktionen für Plasmabrenner beschrieben, die sich zwar vonein- as
ander durch Form und Innenaufbau unterscheiden, jedoch sämtlich das gemeinsame Merkmal aufweisen,
daß die Kühlung der Elektroden durch einen Strom einer Kühlflüssigkeit, wie Wasser, erfolgt, die die zu
diesem Zweck vorgesehenen, Anode und Kathode oder den Kathodenträger umgebende Kammern
durchströmt.
Bekanntgeworden sind bereits ein- oder mehrphasige Lichtbogenanordnungen zur Erzeugung eines
Gasstroms hoher Energiedichte, wobei ein Gas in einem elektrischen Lichtbogen zur Reaktion gebracht
werden soll. Die dort beschriebene Anordnung kann gegebenenfalls unter Zuhilfenahme einer geeigneten
profilierten Expansionsdüse zum Schweißen oder Schmelzen von Stoffen Verwendung finden. Hierbei
wird Gas eingeführt, kühlt die erste Elektrode und wird dann ausgestoßen, ohne die zweite Elektrode zu
kühlen, die nämlich ausschließlich von einem anderen dieser zweiten Elektrode zugeführten Gasstrom gekühlt
wird, der unmittelbar danach durch die genannte Öffnung austritt. Die Einleitung des zur Kühlung
des Grundkörpers dienenden Gases erfolgt hierbei durch einen Ringkanal. Bei der bekannten Einrichtung
handelt es sich allerdings nicht um einen Plasmabrenner.
Schließlich ist noch darauf hinzuweisen, daß die düsenähnliche Konstruktion bei der beschriebenen
Plasmabrenner
Anmelder:
Compagnie de Saint-Gobain,
Neuilly-sur-Seine (Frankreich)
Vertreter:
Dipl.-Ing. R. H. Bahr und Dipl.-Phys. E. Betzier,
Patentanwälte, Herne, Freiligrathstr. 19
Als Erfinder benannt:
Rene Mattmuller, Malakoff, Seine (Frankreich)
Beanspruchte Priorität:
Frankreich vom 14. Februar 1962 (887 995),
vom 4. Mai 1962 (896 471)
Frankreich vom 14. Februar 1962 (887 995),
vom 4. Mai 1962 (896 471)
Anordnung nicht durch das durch den Lichtbogen geführte Gas, sondern durch ein Kühlmittel, bei dem
es sich offensichtlich um eine Kühlflüssigkeit handelt, gekühlt wird.
Erfindungsgemäß sollen nun die eingangs erwähnten bekannten Plasmabrenner bezüglich der
Kühlung der Elektroden erheblich verbessert werden.
Erreicht wird dies erfindungsgemäß dadurch, daß die Kühlung der beiden Elektroden ausschließlich
durch das das Plasma erzeugende Gas erfolgt, das zunächst durch eine Kühlkammer der Düse und im Anschluß
daran durch eine Kühlkammer der Kathode geführt ist und dann als Plasma durch die Düse austritt.
Vorzugsweise wird das das Plasma erzeugende Gas unter erhöhtem Druck in gasförmigem Zustand dem
Brenner zugeführt und in der Anodenkühlkammer entspannt, wobei in an sich bekannter Weise die Entspannungsarbeit
des Gases für die Kühlung der Anode ausgenutzt wird.
Zweckmäßig wird das Kühlgas unter hohem Druck in verflüssigter Form zugeführt und in der Anodenkühlkammer
verdampft.
Nach einer weiteren Ausführungsform der Erfindung durchströmt das das Plasma erzeugende Gas
aus der Kathodenkühlkammer vor seinem Eintritt in die Anodendüse auf der ganzen Länge des Kathodenträgers
in diesem vorgesehene Kanäle und nimmt so die von der Kathode durch Leitung auf den
Kathodenträger übertragene Wärme auf.
709 707/476
I 255 834
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Zweckmäßig besteht die Anodendüse aus einem 11, 12, 15, der weiter unten noch im einzelnen beMetall mit gut reflektierenden Eigenschaften, insbe- schrieben werden wird, gelagert, angeordnet,
sondere aus Silber oder einer Silberlegierung, deren Das Gas für die Speisung des Brenners (Argon, Innenfläche so vollkommen wie möglich poliert ist. Stickstoff, Wasserstoff usw.) wird in die Vorrichtung
sondere aus Silber oder einer Silberlegierung, deren Das Gas für die Speisung des Brenners (Argon, Innenfläche so vollkommen wie möglich poliert ist. Stickstoff, Wasserstoff usw.) wird in die Vorrichtung
Günstig ist es, wenn die Außenfläche der Anoden- 5 durch einen Kanal 23 eingeführt, aus welchem es
düse in an sich bekannter Weise durch gegebenen- durch einen Kanal 9 und eine kalibrierte Düse 3
falls aus dem Material des Düsenkörpers selbst aus- strömt, um in der Anodenkühlkammer 2 entspannt
gearbeitete Rippen vergrößert ist und derart der zu werden.
Wärmeaustausch zwischen diesem Körper und dem Durch diese Düse wird das unter hohem Druck,
die Anodenkühlkammer durchströmenden Medium io z. B. in der Größenordnung von etwa 150 bis 200 kg/
verbessert ist. cm2, eingeführte Gas bei seinem Eintritt in die An-
Die erfindungsgemäße Wirkung wird noch unter- odenkühlkammer 2 entspannt,
stützt, wenn die Anodenkühlkammer außen mit ihre Es ist von Vorteil, wenn wahlweise die eine oder
Kühlung durch die Wirkung der Außenluft verbes- andere einer Anzahl von austauschbaren kalibrierten
sernden, an sich bekannten Rippen versehen ist. 15 Düsen verwendet wird, welche es ermöglichen, in die
Zweckmäßig kann hierbei an der Düsenkammer Anodenkühlkammer das Gas in verschiedenen
zum Entweichen von überschüssigem Gas eine ver- Mengen in der Zeiteinheit, von z. B. 5, 10, 15 oder
stellbare Ablaßdüse angeordnet sein. 20 cbm stündlich, einzuführen. Auf diese Weise er-
Erfindungsgemäß wird also erreicht, daß ein Gas, folgt die Kühlung dieser Kammer und demzufolge
möglicherweise ein seltenes Gas ohne chemische «o auch der Anoden nicht nur durch das strömende Gas,
Affinität, bei seinem Durchtritt durch den Lichtbogen sondern außerdem durch die Entspannungsarbeit des-
ionisiert wird, wobei die durch den elektrischen selben im Inneren der Anodenkühlkammer.
Lichtbogen zugeführte Wärme der entspricht, die zur Die Anodenkühlkammer ist einerseits durch die
Wiederzusammenführung der dissoziierten Atome Außenwand der Anodendüse und andererseits die
notwendig ist. Das das Plasma erzeugende Gas kühlt 35 Innenwand des Brennerkopfes 6 abgeschlossen. Der
also zunächst die erste Elektrode in Form einer Ab- Brennerkopf besteht vorzugsweise aus einer Leicht-
gabedüsenanode, während es durch die Kühlkammer metallegierung, wie Aluminiumbronze, und weist, wie
der Anode zugeführt wird. Sodann strömt das Gas das deutlich aus den Fig.2 und 3 ersichtlich ist,
durch die Kühlkammer, nämlich die stabförmig aus- radiale Rippen 6 a auf, die den Wärmeaustausch mit
gebildete Kathode, und wird von dieser durch eine 30 der Außenatmosphäre verbessern.
Mittelöffnung der anodischen Düse zugeführt, um aus Der in der Anodenkühlkammer entspannte Gas-
der Vorrichtung in Form von Plasma ausgestoßen zu strom wird durch den Kanal 10 abgeführt und gelangt
werden. über diesen in die in dem Körper des Brenners 14
Beispielsweise Ausführungsformen der Erfindung liegende Kathodenkühlkammer 13. Wie aus den Fisollen
nun an Hand der Zeichnungen näher erläutert 35 guren ersichtlich, ist die Außenwandung des Brennerwerden,
in denen körpers mit Kühlrippen 14 a versehen. Der Brenner-
Fig. 1 ein Vertikalschnitt durch einen Plasma- körper 14, der vorzugsweise wie der Anodenkopf 6
brenner gemäß der Erfindung ist, in welchen das aus einer Leichtmetallegierung besteht, ist gegen den
Kühlmedium in gasförmigem Zustand eingeleitet Anodenkopf 6 durch eine Buchse 4 aus Isolierstoff
wird; 40 elektrisch isoliert.
Fig. 2 ist eine Stirnansicht des Brenners gemäß In der Kammer 13 gibt das Gas einen Teil seines
F i g. 1, von der Seite der Anodendüse aus gesehen; Wärmeinhalts an den Brennerkörper 14 ab. Das der-
Fig. 3 zeigt, teilweise in Seitenansicht, teilweise im art teilweise gekühlte Gas tritt anschließend in die
Längsschnitt gemäß LinieIII-III der Fig. 2 einen sich in der Längsrichtung des Kathodenträgers 11 in
Teil des Brenners; 45 diesem erstreckenden Rillen 12 ein und durchströmt
Fig. 4 ist ein Axialschnitt gemäß Linie I-I der den Kathodenträger auf dessen ganzer Länge, um
Fig. 5 durch einen Brenner gemäß der Erfindung, in schließlich endgültig durch die Anodendüse 1 hin-
welchen das Kühlmedium in flüssigem Zustand ein- durch nach außen auszutreten und das Einschnüren
geführt wird; des Lichtbogens und die Erzeugung der Plasma-
F i g. 5 ist ein Schnitt durch den in F i g. 4 darge- 50 flamme zu bewirken. Das Gas nimmt derart, während
stellten Brenner gemäß Linie II-II dieser Figur, es den Kathodenträger durchströmt, einen großen
Fig. 6 ist ein Axialschnitt gemäß LinieHI-III der Teil der Wärmeenergie mit, die auf den Kathoden-
F i g. 5; träger durch Leitung von der eigentlichen Kathode 5
Fig. 7 ist ein teilweiser Axialschnitt gemäß übertragen wird.
Linie IV-IV der F i g. 5. 55 Der Kathodenträger ist axial in bezug auf die Ring-
Der in F i g. 1 dargestellte Brenner besitzt die kammer 13 einerseits durch die zentrale Öffnung der
grundsätzliche Form einer Pistole. aus isolierendem Werkstoff bestehenden Buchse 4,
Einer der wesentlichen Bauteile dieses Brenners andererseits durch einen Ringkörper 18 zentriert, der
ist die Anode 1, die als teilweise konische und teil- die Kathodenanzapfung bildet und an dem Körper
weise zylindrische Düse ausgebildet ist, z. B. aus ßo des Brenners durch Schrauben 16 befestigt ist.
Silber besteht und auf ihrer Innenfläche poliert ist. Der Teil 21 des Kathodenträgers ist mit Gewinde Wie aus den F i g. 1 und 3 deutlich erkennbar ist, versehen und in den Ringkörper 18 eingeschraubt, weist der zylindrische Teil der Düse auf seiner wodurch es möglich ist, durch Drehung des Kathoden-Außenfläche Rippen la auf, welche die Abführung trägers mittels des Einstellknopfes 19 den Abstand der Wärme nach der Anodenkühlkammer 2 hin be- 65 der Elektroden voneinander beliebig zu ändern. Um günstigen. den Elektrodenträger in seiner Stellung festzuhalten,
Silber besteht und auf ihrer Innenfläche poliert ist. Der Teil 21 des Kathodenträgers ist mit Gewinde Wie aus den F i g. 1 und 3 deutlich erkennbar ist, versehen und in den Ringkörper 18 eingeschraubt, weist der zylindrische Teil der Düse auf seiner wodurch es möglich ist, durch Drehung des Kathoden-Außenfläche Rippen la auf, welche die Abführung trägers mittels des Einstellknopfes 19 den Abstand der Wärme nach der Anodenkühlkammer 2 hin be- 65 der Elektroden voneinander beliebig zu ändern. Um günstigen. den Elektrodenträger in seiner Stellung festzuhalten,
Koaxial zu der Anodendüse ist die z. B. aus Wolf- ist am Ende des Ringkörpers 18 eine Feder 20 vorge-
ram bestehende Kathode 5, in einem Kathodenträger sehen. i>; S
Der Kathodenträger ist auf dem größten Teil seiner Länge von einer isolierenden Hülse 15 umgeben,
welche insbesondere die in dem Kathodenträger vorgesehenen Rillen 12 nach außen schließt.
Aus F i g. 1 sind ferner die Zuleitung 22 für den
Kathodenstrom 22 und 26 für den Anodenstrom durch den Handgriff 25 der Pistole hindurch ersichtlich. In
dem für die Zuleitung des Anodenstromes dienenden Kabel ist ein schematisch bei 24 angedeuteter Schalter
vorgesehen, der es ermöglicht, daß die Bedienungsperson nur dann, wenn sie auf den Abzug 24 α drückt,
den den Lichtbogen erzeugenden Strom einschaltet.
Aus F i g. 3 ist eine aus den anderen Figuren nicht ersichtliche Einzelheit, nämlich die Anordnung einer
Ablaßdüse 7, die durch eine Schraube 8 einstellbar ist, zu ersehen. Durch diese Düse wird es möglich,
den Brenner normalerweise mit einer Menge an Gut zu betreiben, die größer ist als die, welche für die
Unterhaltung der Plasmaflamme erforderlich ist. Das überschüssige Gas entweicht durch die Düse 7 in von
der Stellung der Schraube 8 abhängiger Menge nach außen.
Im Fall der Verwendung der Plasmapistole zum Versprühen von feinstverteilten Feststoffen, wie von
Metallpulver usw., kann diese mit Gewinde versehene Düse 7 gegebenenfalls für den Anschluß einer Vorrichtung,
durch welche das in die Plasmaflamme einzuschleudernde Pulver in fließfähigem Zustand verbracht
wird, verwendet werden. Aus F i g. 3 sind ferner die auf dem Anodenkopf des Brenners vorgesehenen
Rippen 6a ersichtlich. Wie F i g. 2 zeigt, sind vier Paare von solchen Rippen 6 α vorgesehen, deren
sich in vertikaler Richtung erstreckendes Paar dicker ist als die anderen, um zu ermöglichen, daß im
Inneren der oberen Rippe der Abführkanal aus der Anodenkammer und im Inneren der unteren Rippe
die Düse 3 untergebracht werden.
Die Brenner gemäß der Erfindung sind, weil sie nicht mit einem flüssigen Kühlmedium arbeiten, unabhängig
von dem Vorhandensein einer Flüssigkeitszuleitung an ihrer Arbeitsstelle. Der Fortfall der Zu-
und Ableitungen für die Kühlflüssigkeit ergibt eine weit bessere Handhabbarkeit der Vorrichtung.
Ferner wird der Wirkungsgrad verbessert. Bei einem durch Wasser gekühlten Brenner der üblichen
Bauart werden 2,4 bis 2,6 kW von 10 kW an dem Brenner zugeführte Energie durch das Kühlwasser in
Form von Wärme abgeführt, was einen Wirkungsgrad von 74 bis 76 % bedeutet, während im Fall der
Kühlung des Brenners durch das Betriebsgas selbst mit diesem Gas 1 bis 1,5 kW in Form von Wärmeenergie
wieder in die Plasmaflamme eingeführt werden, was eine Erhöhung des Wirkungsgrades auf
85 bis 90 »/0 entspricht.
Weger seiner besonders vorteilhaften Eigenschaften ist die Anwendung des Brenners gemäß der Erfindung
vor allem von Vorteil für das Versprühen von pulverförmigen Stoffen und die Herstellung von Niederschlagen,
wie von Metallniederschlägen, Überzügen aus feuerfestem Werkstoff usw. auf diesem Wege.
Diese Vorteile, vereint mit der leichteren Handhabbarkeit der Vorrichtung ergeben eine erhebliche Erweiterung
des Bereichs der Anwendungsmöglichkeiten von Plasmabrennern.
Bei der vorstehend beschriebenen Ausführungsform des neuen Plasmabrenners wird das Kühlmedium
in gasförmigem Zustand unter erhöhtem Druck zugeführt und in der Anodenkühlkammer entspannt,
wobei dieser Entspannungsvorgang zur Kühlung der Elektroden beiträgt.
Nachstehend wird eine weitere Ausführungsform eines Plasmabrenners gemäß der Erfindung beschrieben,
bei welcher für die Kühlung des Brenners das das Plasma erzeugende Gas in verflüssigter Form
verwendet und es hierdurch möglich wird, für die Kühlung die Verdampfungswärme dieses Flüssiggases
auszunutzen.
Die Gestalt und die Abmessungen dieses neuen Brenners bzw. sein Platzbedarf und sein Gewicht
können auf ein Mindestmaß beschränkt werden, so daß sich ein Brenner dieser Ausführungsform besonders
gut für Feinarbeiten, wie z. B. das genaue Schneiden und Bearbeiten von komplizierten Profilen,
sowie für Arbeiten eignet, welche innerhalb eines beschränkten Raumes, z. B. eines Rohres von kleinem
Durchmesser, durchgeführt werden müssen.
Die Speisung dieses Brenners erfolgt aus einem Vorratsbehälter, der ein verflüssigtes Gas, wie Stickstoff,
unter Druck enthält. Dieses Gas wird in flüssiger Form bis nach der Anodenkühlkammer geleitet.
Die Kühlung des Brenners erfolgt zum großen Teil durch die Verdampfung des verflüssigten Gases in
der Anodenkühlkammer.
Die F i g. 4 bis 7 zeigen, der klareren Darstellung wegen in vergrößertem Maßstab, einen Brenner gemäß
dieser Ausführungsform.
Dieser Brenner ist, wie aus F i g. 4 ersichtlich ist, abweichend von der Ausführungsform des Brenners
gemäß den F i g. 1 bis 3 von grundsätzlich rohrförmiger
Gestalt. Mit 51 ist die Anodendüse bezeichnet, welche den Kopf des Brenners bildet und aus der die
Plasmaflamme austritt. Koaxial zu der Anodendüse ist in einem Kathodenträger 54 die Kathode 52 befestigt.
Die Anodenkühlkammer 64 ist durch einen Hohlraum im Brennerkopf 51 gebildet, in welchem
außerdem die Anodendüse 51a für den Austritt des Plasmagases, ausgespart ist. Der Brennerkopf besteht
vorzugsweise aus einem gut wärmeleitfähigen Werkstoff, der außerdem möglichst ein gutes Reflexionsvermögen
besitzt. Als diesen Voraussetzungen entsprechender Werkstoff kommt insbesondere Silber in
Betracht. Wie bereits oben erläutert wurde, ist die Innenwandung der Ausblasdüse für das Plasma vorzugsweise
poliert. Der Körper 55 des Brenners ist auf dem größten Teil seiner Länge hohl und bildet die
Kühlkammer 55 a des Kathodenträgers, welche durch einen Kanal 53 mit der Anodenkühlkammer 64 in
Verbindung steht. Der letzteren Kammer wird über den Kanal 60 durch die z. B. aus Tetrafluoräthylen bestehende
Düse 59 hindurch verflüssigtes Gas zugeführt. Der Kathodenträger 54 weist Längsrillen 54 a für
den Durchtritt des Gases auf und ist von einer diese Rillen außen abschließend isolierenden Hülse 56 umgeben.
Er ist in einem gerändelten Knopf 57 befestigt, mittels dessen der Abstand der Elektroden voneinander
in weiter unten noch zu beschreibender Weise eingestellt werden kann.
Die Arbeitsweise des beschriebenen Brenners ist wie folgt:
Das verflüssigte Gas wird durch den Kanal 60 hindurch über die Düse 59 in die Anodenkühlkammer 64
eingeführt, in welcher es verdampft. Durch die hierfür verbrauchte Wärme wird der die Anodendüse bildende
Kopf des Brenners stark gekühlt. Nach seinem Austritt aus der Anodenkühlkammer 64 tritt das Gas
durch den Kanal 53 in die Kühlkammer 55 a des
Claims (8)
1. Plasmabrenner mit einer Anode in Düsenform zur Abgabe von Plasma und einer Kathode
in Gestalt eines koaxial zur Düse angeordneten Stabes, dadurch gekennzeichnet, daß
die Kühlung der beiden Elektroden (1, 51; 5, 52) ausschließlich durch das das Plasma erzeugende
Gas erfolgt, das zunächst durch eine Kühlkammer der Düse und im Anschluß daran durch eine
Kühlkammer (55 a) der Kathode (52) geführt ist und dann als Plasma durch die Düse (1,51a) austritt.
2. Plasmabrenner nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß das das Plasma erzeugende Gas
unter erhöhtem Druck in gasförmigem Zustand dem Brenner zugeführt und in der Anodenkühlkammer
(2) entspannt wird, wobei in an sich bekannter Weise die Entspannungsarbeit des Gases
für die Kühlung der Anode (2) ausgenutzt wird.
3. Plasmabrenner nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß das Kühlgas unter hohem
Druck in verflüssigter Form zugeführt und in der Anodenkühlkammer (2) verdampft wird.
4. Plasmabrenner nach Anspruch 2 oder 3, dadurch gekennzeichnet, daß das das Plasma erzeugende
Gas aus der Kathodenkühlkammer (13, SSa) vor seinem Eintritt in die Anodendüse (1,
51) auf der ganzen Länge des Kathodenträgers (11, 12, 15; 54) in diesem vorgesehene Kanäle
durchströmt und so die von der Kathode durch Leitung auf den Kathodenträger übertragene
Wärme aufnimmt.
5. Plasmabrenner nach einem der Ansprüche 2 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß die Anodendüse
(1, 51) aus einem Metall mit gut reflektierenden Eigenschaften, insbesondere aus Silber
oder einer Silberlegierung besteht und ihre Innenfläche so vollkommen wie möglich poliert ist.
6. Plasmabrenner nach einem der Ansprüche 2 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß die Außenfläche
der Anodendüse in an sich bekannter Weise durch gegebenenfalls aus dem Material des
Düsenkörpers selbst herausgearbeitete Rippen vergrößert ist und derart der Wärmeaustausch
zwischen diesem Körper und dem die Anodenkühlkammer durchströmenden Kühlmedium verbessert
ist.
7. Plasmabrenner nach einem der Ansprüche 2 bis 6, dadurch gekennzeichnet, daß die Anodenkühlkammer
außen mit ihre Kühlung durch die Wirkung der Außenluft verbessernden, an sich bekannten Rippen versehen ist.
8. Plasmabrenner nach einem der Ansprüche 2 bis 7, dadurch gekennzeichnet, daß an der Düsenkammer
(27) zum Entweichen von überschüssigem Gas eine verstellbare Ablaßdüse (7) angeordnet
ist.
In Betracht gezogene Druckschriften: Deutsche Auslegeschrift Nr. 1100 204;
deutsches Gebrauchsmuster Nr. 1 788 914; britische Patentschrift Nr. 869 791.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
709 707/476 11.67 © Bundesdruckerei Berlin
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|---|---|---|---|
| FR887995A FR1322260A (fr) | 1962-02-14 | 1962-02-14 | Chalumeau à flamme de plasma |
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Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE1255834B true DE1255834B (de) | 1967-12-07 |
Family
ID=26194364
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
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- 1963-02-14 GB GB6049/63A patent/GB1031033A/en not_active Expired
Patent Citations (3)
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Also Published As
| Publication number | Publication date |
|---|---|
| FR81633E (fr) | 1963-10-18 |
| US3217133A (en) | 1965-11-09 |
| GB1031033A (en) | 1966-05-25 |
| FR1322260A (fr) | 1963-03-29 |
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