DE1237754B - Mittels Dampf angetriebene Vertaeuungswinde - Google Patents
Mittels Dampf angetriebene VertaeuungswindeInfo
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- B66—HOISTING; LIFTING; HAULING
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- F01B—MACHINES OR ENGINES, IN GENERAL OR OF POSITIVE-DISPLACEMENT TYPE, e.g. STEAM ENGINES
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Description
- Mittels Dampf angetriebene Vertäuungswinde Die Erfindunor betrifft eine Vertäuungswinde, die ein Zylinder-Kolben-Systein aufweist und die mittels Dampf angetrieben wird, wobei dem System der Dampf über einen gesteuerten Schieber zu- und ab-#,eführt wird.
- Es sind bereits mehrere Typen derartiger selbsttätiger Vertäuungswinden bekannt. Bei diesen tritt der Nachteil auf, daß sich, wenn die Spannung im Drahtseil das vorgeschriebene Maß überschreitet, so daß die Winde Seil ausgeben soll, die Trägheit der mechanischen übertragungsmittel zu dem Widerstand a addiert, -. den die Dampfmaschine der Winde bietet, wenn sie sich gegen die eingestellte Drehrichtung bewegen muß.
- Die dabei entstehende Gesamtbelastung bewirkt in vielen Fällen, daß das Seil zerrissen oder die Winde von ihrem Fundament losgerissen wird.
- Die Erfindung bezweckt, diesen Nachteil zu beheben. Sie ist darin zu sehen, daß das Dampfableitungsrohr ein Druckregelventil enthält, das den Dampfgegendruck an der Abflußseite der Antriebsmaschine erhöht und die Leistung der Maschine dadurch vermindert.
- Im einzelnen soll dieses Druckregelventil ein Druckreduktionsventil enthalten, dessen Kolben mit ehier Mernbran- oder Kolbenfläche von wesentlich geringerer Oberfläche als derjenigen des Druckreduktionsventils verbunden ist -, derart, daß das Regelventil gegen den Abdampfdruck mit dem Frischdampfdruck in der Abzweigleitung belastet ist. - Zweckmäßig ist dabei, daß im Bereich des Druckregelventils das Dampfableitungsrohr mit der Abzweigleitung über eine Nebenleitung verbunden ist und daß das Druckreaelventil derart ausgebildet ist, daß es bei Unterbrechung der Frischdampfzufuhr über die Abzweileitung völlig offensteht und dabei die volle Leistung der Maschine bewirkt. Bei dieser Vorrichtung wird der Druckunterschied zwischen den beiden Seiten des Arbeitskolbens auf einen vorbestimmten Druck vermindert, wodurch die Widerstandskraft der Dampfmaschine geringer wird, wenn das Seil von der Trommel ab 'gezogen werden soll.
- Die Erfindung unterscheidet sich durch diese Merkmale auch erheblich von einer bekannten Dampf- und Fördermaschinenanlage, die z. B. für Bergbaubetriebe Verwendung findet und bei der die Lasten nicht nur von unten nach oben, sondern auch in umgekehrter Richtung befördert werden sollen, wobei die hierbei anfallende Energie nicht durch eine Reibungsbremse vernichtet werden soll. Vielmehr wird nach dem Gegendruckprinzip aus der Abdampfleitung Dampf angesaugt und in die Frischdampfleitung zurückgedrückt, aus der dann der Dampf über ein besonderes Ventil wieder in die Abdampfleitung a - Entsprechend der aus dieser be-"eführt wird.
- kannten Anlage vorhandenen Aufgabenstellung ist ein Drosselventil (Einhän-eventil) nicht in der Abdampfleitung vorgesehen, sondern zwischen der Frischdampf- und der Abgasdampfleitung, wo es verhindern soll, daß der Druck in der Frischdampfleitun- zu groß wird. Dieses so laenannte Einhänge-Ventil ist seiner Funktion nach ein Umlaufventil, da es die Auf 'aabe hat, den Dampf, den die Maschine in die Frischdampfleitung einführt, wenn die Maschine von äußeren Kräften gegen ihre positive Drehrichtung getrieben wird, zur Abgasseite zurückgehen zu lassen. In diesem Zusammenhang wird somit bei der bekannten Anlage der Gegendruck ständig geändert, t2 el damit hierdurch auch die Geschwindigkeit geändert werden kann.
- Im Unterschied dazu hat das Druckregelventil gemäß der Erfindung die Aufgabe, in der Abflußleitung einen Gegendruck aufzubauen. Infolgedessen kann das Druckregelventil nur mit offenem Hauptdampfventil wirksam sein.
- Es besteht bei dem Druckregelventil gemäß der Erfindun 'g im Unterschied zu der bekannten Anlage ein gleichbleibendes Druckgefälle von der Abgasseite der Maschine zur Abgasleitung. Dieses Druckgefälle wirkt sowohl für die positive Drehrichtung der Maschine als auch für den Fall, daß die Maschine vorübergehend rücklaufend getrieben wird und dabei Dampf in die Frischdampfleitung pumpt. Dieses Pumpen erfolgt gegen den gesamten Dampfdruck, d. h. bei offenem Hauptdampfventil. Die Zugkraftbegrenzung erfolgt durch den Gegendruck auf der Abgasseite. Nur wenn die Maschine rücklaufend betrieben wird, wird ein Gegendruck durch die angegebene Nebenleitung erzeugt.
- In der Zeichnung ist ein Ausführungsbeispiel der Ausbildung gemäß der Erfindung dargestellt.
- 1 bezeichnet die Zuleitung für Frischdampf zu dem Arbeitszylinder C, worin sich der Kolben 3 bewegt; 2 ist der Schieber zur Regelung der Dampfzufuhr und des Abströmens, und 4 ist das Dampfableitungsrohr.
- In dem gezeigten Beispiel ist in dem Ableitungsrohr 4 ein Druckregelventil V vorgesehen. Letzteres besteht aus einem Druckreduktionsventil (Tellerventil) 5, das das Abströmen von der Leitung 4 zur Außenluft oder zum Kondensator durch das Rohr 9 absperrt. Das Ventil 5 ist mittels einer Spindel mit» einem kleineren Ventil oder einem Kolben 6 verbunden, der obenseitig dem Frischdampfdruck ausgesetzt ist, da das Gehäuse des Druckregelventils V hier durch eine Abzweigleitung 7 mit der Frischdampfleitung 1 verbunden ist. Eine Nebenleitung 8 verbindet zum Erzielen des erwünschten Druckunterschiedes, wie gezeigt, die Abzweigleitung 7 mit dem Ablaufrohr 4.
- Die Oberfläche des Ventils 5 in der Ableitung ist wesentlich größer als die des Kolbens 6. Das Ventil 5 ist somit durch Frischdampfdruck gegen die Oberseite des Kolbens 6 gegen den Abdampfdruck belastet. Auf Grund des erwähnten Flächenunterschiedes öffnet das Ventil 5 für das Abströmen von Abdampf zur Leitung 9.
- Variationen des Druckes Pl in der Frischdampfleitung 1 wirken bei dieser Vorrichtung selbsttätig auf die Belastung, welcher der Kolben 6 ausgesetzt ist, ein und regeln dadurch auch den Gegendruck zum öffnen des Ventils 5 für den Abdampf.
- Dadurch, daß der Druck P 2 in der Ableitung 4 wegen des belasteten Ventils 5 erhöht wird, werden auch die Druckunterschiede P" P, im Zylinder C vermindert, so daß eine geringere Widerstandskraft zu überwinden ist, wenn das Seil abgezogen werden soll.
- Wenn die selbsttätiae Winde beim Vertäuen verwendet werden soll, kann das Ventil F durch geeignete Mittel außerFunktion gebracht werden. In dem C t Gezeigten schematischen Beispiel erfoleg das, indem das Ventil auch eine Spindel 10 aufweist, die zu einem Hebel 11 geführt ist, der an seinem anderen Ende ein Pedal 12 besitzt. Dieses Pedal wird nach unten gedrückt, wenn die Winde manuell bedient wird, und losgelassen, wenn die Winde wieder selbsttätig wirken soll. An geeigneten Stellen können C ID Federn an der Vorrichtung vorgesehen werden. C
Claims (2)
- Patentansprüche: 1. Vertäuungswinde, die ein Zylinder-Kolben-System aufweist und die mittels Dampf angetrieben wird, wobei dem System der Dampf über einen gesteuerten Schieber zu- und abgeführt wird, d a - durch gekennzeichnet, daß das Dampfableitungsrohr(4) ein Druckregelventil(V) enthält, das den Dampfgegendruck (P2) an der Abflußseite der Antriebsmaschine erhöht und die Leistung der Maschine dadurch vermindert.
- 2. Vertäuungswinde nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß das Druckregelventil (V) ein Druckreduktionsventil (5) enthält, dessen Kolben mit einer Membran- oder Kolbenfläche (6) von wesentlich geringerer Oberfläche als derjenigen des Druckreduktionsventils verbunden ist, derart, daß das Regelventil gegen den Abdampfdruck (P.,) mit dem Frischdampfdruck (P1) in der Ab- zweigleitung (7) belastet ist. 3. Vertäuungswinde nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß im Bereich des Druckregelventils (V) das Dampfableitungsrohr (4) mit der Abzweigleitung (7) über eine Nebenleitung (8) verbunden ist. 4. Vertäuungswinde nach Anspruch 1, 2 oder 3, dadurch gekennzeichnet, daß das Druckregelventil (V) derart ausgebildet ist, daß es bei Unterbrechung der Frischdampfzufuhr über die Abzweigleitung (7) völlig offensteht und dabei die volle Leistung der Maschine bewirkt. In Betracht gezogene Druckschriften: Deutsche Auslegeschrift Nr. 1104 526. C
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE1963P0031699 DE1237754B (de) | 1963-04-29 | 1963-04-29 | Mittels Dampf angetriebene Vertaeuungswinde |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE1963P0031699 DE1237754B (de) | 1963-04-29 | 1963-04-29 | Mittels Dampf angetriebene Vertaeuungswinde |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE1237754B true DE1237754B (de) | 1967-03-30 |
Family
ID=7372414
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DE1963P0031699 Withdrawn DE1237754B (de) | 1963-04-29 | 1963-04-29 | Mittels Dampf angetriebene Vertaeuungswinde |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE1237754B (de) |
Citations (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE1104526B (de) * | 1954-11-15 | 1961-04-13 | Rheinstahl Eisenwerke Muelheim | Dampffoerdermaschinenanlage |
-
1963
- 1963-04-29 DE DE1963P0031699 patent/DE1237754B/de not_active Withdrawn
Patent Citations (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE1104526B (de) * | 1954-11-15 | 1961-04-13 | Rheinstahl Eisenwerke Muelheim | Dampffoerdermaschinenanlage |
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