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Vorrichtung zur Verriegelung steckbarer plattenförmiger Baugruppen-
oder Geräteeinheiten der elektrischen Nachrichten-oder einer andere Informationen
verarbeitenden Technik in Gestellen von Erschütterungen ausgesetzten, vorzugsweise
transportablen Anlagen oder Geräten, mit einem einsetzbaren, dem Entriegeln und
Herausziehen der plattenförmigen Baugruppen dienenden Handgriff Um das Herauswandern
von in Gestelle der elektrischen Nachrichten- oder einer andere Informationen verarbeitenden
Technik eingebrachten steckbaren Baugruppen vorzugsweise plattenförmigerBauart beim
Auftreten lang andauernder Erschütterungen, wie sie speziell bei transportablen
Geräten in Erscheinung treten, zu verhindern, müssen an den Baugruppen Verriegelungen
angebracht werden, die auch bereits in verschiedenen Ausführungsformen bekanntgeworden
sind. Bei der platzsparenden Bauweise moderner Anlagen können diese Verriegelungen
in der Regel nicht direkt von Hand aus gelöst werden, sondern benötigen nachträglich
an die Baugruppen ansetzbare Entriegelungsvorrichtungen, die gleichzeitig dazu dienen,
die eingebrachten und entriegelten Baugruppen auch wieder aus dem Gestell herausziehen
zu können, wobei in der Regel die nicht unbeträchtliche Reibung der Messer in den
Steckkontakten, die in der Größenordnung mehrerer Kilopond liegt, bloß mit zwei
Fingern, nämlich Daumen und Zeigefinger, überwunden werden muß.
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So sind bereits druckknopfartige Verriegelungsvorrichtungen für auswechselbare
Bausteine elektronischer Geräte aus dem deutschen Gebrauchsmuster 1786 050
bekanntgeworden, doch bieten sie, auf eng nebeneinander eingesteckte Platten angewandt,
ebenso wie die Messerleisten selbst, wenig Gewähr dafür, daß die von ihnen erzielte
Klemmwirkung ausreicht, um ein Herauswandern der Platten aus ihren Aufnahmen bei
lang andauernden Erschütterungen zu verhindern.
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Über die Platten hinwegreichende, an der Gestellaußenwand gelagerte
und verschieblich angeordnete Blenden, wie sie z. B. das deutsche Gebrauchsmuster
1894 755 zum Gegenstand hat, benötigen aber für ihre Anbringung viel zusätzlichen
Raum und gestatten daher nur eine schlechte Gestellausnutzung, sie erhöhen außerdem
noch dessen Konstruktionsgewicht, was gerade bei transportablen Geräten sehr unerwünscht
ist.
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Es sind daher Verriegelungsvorrichtungen bekanntgeworden, bei denen
am unteren Ende des Vorderrandes der die elektrischen Bauelemente tragenden Platte
ein Gehäuse angebracht und darin ein unter Federwirkung stehender zylindrischer
Bolzen längsverschieblich gelagert ist, dessen aus dem Gehäuse herausragender Kopf
einen Schlitz aufweist und mittels eines in diesen Schlitz einsetzbaren Werkzeuges
bewegt werden kann.
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Innerhalb des Gehäuses trägt dieser zylindrische Bolzen einen von
ihm wegragenden Nocken, der durch Drehen des Bolzenkopfes und gleichzeitiges Spannen
der den Bolzen aus dem Gehäuse hinausdrückenden Feder hinter einer Rast des Gestelles
verankert werden kann. Da der Nocken in dieser Stellung stets durch die Feder gegen
die Rast gedrückt wird, ist zwar eine selbsttätige Lösung dieser Verriegelungsvorrichtung
auch bei lang andauernden Erschütterungen ziemlich unwahrscheinlich, doch hat diese
Vorrichtung trotzdem noch Nachteile. So wird die Verriegelung beispielsweise dadurch
wieder aufgehoben, daß der Bolzenkopf in entgegengesetzter Richtung gedreht wird,
und zwar so lange, bis der vom Bolzenschaft wegragende Nocken wieder aus dem Bereich
der im Gestenboden vorgesehenen Rast gelangt ist, worauf der Bolzen durch die gegen
den Nocken drückende Feder axial nach außen zu verschoben wird und der ansonst an
dem Gehäuse der Verriegelungsvorrichtung anliegende Bolzenkopf aus dem Gestell vorragt
und von Daumen und Zeigefinger erfaßt werden kann. Bei der Kleinheit des Bolzenkopfes
und der verhältnismäßig großen Klemmung der Messer in den Kontaktleisten ist es
unter Umständen schwierig, die Baugruppe auf diese Weise aus dem Gestell herauszuziehen.
Ein Handgriff zum Herausziehen plattenförmiger Steckeinheiten elektronischer
Geräte,
wie er z. B. aus dem deutschen Gebrauchsmuster 1806 304 bekanntgeworden ist,
kann aber auf einen solchen Bolzenkopf nicht aufgesetzt werden.
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Ein weiterer Nachteil dieser vorstehend beschriebenen Verriegelungsvorrichtung
ist außerdem dadurch gegeben, daß sie zwar an jeder beliebigen Plattenseite angebracht,
der Nocken selbst aber immer nur nach der gleichen Seite geschwenkt werden kann,
so daß gegebenenfalls eine besondere Ausnehmung in der sie aufnehmenden Platte angebracht
werden muß.
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Eine weitere bekanntgewordene Ausführungsform einer Verriegelungsvorrichtung
weist wie die vorgenannte ebenfalls ein Gehäuse auf, das an der unteren Ecke am
Vorderrand der die elektrischen Bauelemente tragenden Platte angebracht wird, doch
ist in diesem Gehäuse eine unter Federwirkung stehende Klinke um einen Bolzen schwenkbar
gelagert, deren hakenförmiges, freies Ende durch eine Ausnehmung in der dem Gestellboden
zugewandten Gehäusewand austreten kann und in diesem Fall ebenfalls hinter einer
Rast im Gestellboden einhakt und die in das Gestell eingebrachte plattenförmige
Baugruppe darin verriegelt. Da diese Klinke jedoch eine bogenförmige Schwenkbewegung
macht und man von außen nicht beurteilen kann, wie weit die Klinke schon in die
für sie vorgesehene Rast eingetreten ist, ist diese Art der Verriegelung stets mit
einer gewissen Unsicherheit belastet. Dazu kommt, daß die Klinke zwar durch Einschrauben
eines stabförmigen Ziehgriffes, dessen in das Gehäuse eintretendes, ein Gewinde
tragendes Ende die Klinke entgegen der sie belastenden Feder so verschwenkt, daß
ihr freies hakenförmiges Ende von der Rast im Gestellboden abgezogen wird und wieder
in das Gehäuse der Verriegelungsvorrichtung eintritt, entriegelt werden kann, daß
aber das Herausziehen der Baugruppe aus dem Gestell auch nur ruckweise erfolgen
kann, so daß gegebenenfalls einige elektrische Bauelemente, die auf den Platten
der plattenförmigen Baugruppe aufgebracht sind, Schaden erleiden können.
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Es ist daher die Aufgabenstellung, die der vorliegenden Erfindung
zugrunde liegt, alle die vorerwähnten Nachteile zu vermeiden. Die Erfindung betrifft
somit eine Vorrichtung zur Verriegelung steckbarer plattenförmiger Baugruppen- oder
Geräteeinheiten der elektrischen Nachrichten- oder einer andere Informationen verarbeitenden
Technik in Gestellen von Erschütterungen ausgesetzten, vorzugsweise transportablen
Anlagen oder Geräten, mit einem einsetzbaren, dem Entriegeln und Herausziehen der
plattenförmigen Baugruppen dienenden Handgriff, die durch die Kombination folgender,
zum Teil bereits bekannter baulicher Merkmale gekennzeichnet ist: a) Ein in seinem
Inneren eine federbelastete Klinke aufnehmendes Gehäuse ist an einer Längsseite
der Platte, mit deren vorderem Rand abschneidend, mit der Plattenfläche verbunden
und greift, sobald die Platte in das Gestell eingeschoben und gesteckt ist, mit
einem hakenförmigen, über die Längsseite der Platte hinausragenden Teil, in eine
Nut der Gestenwand ein; b) die im Gehäuse geführte, federbelastete Klinke rastet
mit ihrer geraden Vorderkante in eine ebenfalls eine gerade Vorderkante aufweisende
Nut an der Innenseite der Gestellwand ein; c) die verriegelte Lage der Platte ist
im Gestell durch einen in das Gehäuse der Verriegelungsvorrichtung einsetzbaren
Handgriff lösbar; d) die entriegelte Platte ist durch das Niederdrücken eines mit
dem Handgriff gelenkig verbundenen zweiarmigen Hebels mit einem sich an der Gestenwand
abwälzenden kurvenförmigen Ende stetig aus dem Gestell und der Steckverbindung herausdrückbar.
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Das an jeder beliebigen Plattenlängsseite durch Befestigungsmittel
an sich bekannter Art anbringbare Gehäuse der vorstehend beschriebenen Vorrichtung
weist an seinem dem hakenförmigen Gehäuseteil entgegengesetzten Ende eine senkrecht
zur Plattenlängsachse angeordnete Führungsnut auf, in der eine Klinke mit gerader
Vorderwand in ihrer Längsrichtung verschieblich gelagert ist, in deren mit Abweflächen
ausgestattete, innerhalb der Führungsnut hin und her wandernde Ausnehmung, die freien
Enden einer sich mit dem anderen Ende im Gehäuse abstützenden, um einen Gehäusebolzen
geschlungenen, zweiarmigen Feder und eines ebenfalls zweiarmigen, um denselben Gehäusebolzen
schwenkbaren Hebels eingreifen, dessen zweiter Arm einer in der Stirnwand des Gehäuses
angeordneten Bohrung gegenüberliegt, in die das eine ballig ausgebildete Stirnwand
aufweisende Ende eines der Entriegelung und dem Herausziehen der Platte aus dem
Gestell und der darin vorgesehenen Steckverbindung dienenden Handgriffes einführbar
ist.
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Innerhalb des Gehäuses selbst sind ein oder ein Paar Anschläge vorgesehen,
an denen der um seins Achse schwenkbare Hebel anliegt, solange der vorerwähnte Handgriff
nicht in die Gehäusebohrung eingebracht ist.
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Die in der Stirnseite des Verriegelungsgehäuses angeordnete Bohrung
ist als Gewindebohrung ausgebildet, in die die ein Gewinde tragende Spitze eines
Handgriffes mit gerändeltem Ende einschraubbar ist, die in ihrem in das Gehäuse
eingeschraubten Zustand den die Klinke bewegenden Hebel entgegen der Wirkung einer
Feder nach oben schwenkt, die Klinke nach oben verschiebt und dabei in das Gehäuse
hineinzieht, wodurch die Verriegelung der Baugruppe aufgehoben ist.
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Dabei weist die in der Stirnseite des Verriegelungsgehäuses angeordnete
Bohrung durchgehende Nuten auf, in die die von einem zylindrisch abgesetzten und
in diese Bohrung einführbaren Ende eines Hanoigriffes abstehende Zapfen einführbar
sind.
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Das zylindrisch abgesetzte Ende dieses Handgriffes wird durch Eindrücken
in die Gehäusebohrung mittels seiner Spitze mit der Hinterwand des um die Achse
schwenkbaren, die Verriegelungsklinke betAtigenden Hebels in Wirkungsverbindung
gebracht, wobei der Hebel entgegen der Wirkung einer Feder zusammen mit der Klinke
nach oben schwenkt und die Klinke in das Gehäuse hineinzieht, worauf die dermaßen
durchgeführte Entriegelung der plattenförmigen Baugruppen durch Drehen der aus den
Nuten aus- und in das Gehäuseinnere eingetretenen Zapfen des Handgriffes fixiert
wird und die Baugruppe mittels des vorerwähnten Handgriffes aus dem Gestell entfernt
werden kann.
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Gegebenenfalls trägt dieser Handgriff einen weiteren, um die Längsachse
des Handgriffes schwenkbaren,
auf ihm drehbeweglich gelagerten Winkelhebel
od. dgl., der sich nach dem Einsetzen dieses Handgriffes in die Baugruppe und deren
Entriegelung mit seinem kürzeren, eine Kurvenbahn aufweisenden Hebelarm gegen die
Stirnwand des Gestellbodens oder einen anderen feststehenden Bauteil abstützt, so
daß die entriegelte Baugruppe durch Niederdrücken des längeren, dem Handgriffende
benachbarten Hebelarmes unter nur geringem Kraftaufwand und stetig, d. h. völlig
ruckfrei, aus dem Gestell herausgedrückt werden kann.
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Eine beispielsmäßige Ausführungsform der erfindungsgemäßen Verriegelungsvorrichtung
samt dazugehörigen Handgriffen ist der Zeichnung zu entnehmen. Darin zeigt F i g.
1 eine in das Gestell eingebrachte plattenförmige Baugruppe, gesteckt und verriegelt,
in Seitenansicht, F i g. 2 einen Seitenriß zu F i g. 1, F i g. 3 einen Schnitt durch
die Verriegelungsvorrichtung für die plattenförmige Baugruppe selbst, als Detail
und in größerem Maßstab, F i g. 4 eine Draufsicht auf die Verriegelungsvorrichtung
nach F i g. 3, F i g. 5 eine Ansicht eines der Entriegelung der plattenförmigen
Baugruppe und deren Herausziehen aus dem Gestell dienenden Handgriffes, F i g. 6
eine etwas andere Ausbildung des Handgriffes nach F i g. 5 und F i g. 7 eine Seitenansicht
eines verbesserten Handgriffes nach F i g. 5, der ein müheloses und stetiges Herausdrücken
der entriegelten plattenförmigen Baugruppe aus dem Gestell ermöglicht.
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In F i g. 1 der Zeichnung ist vermittels der strichpunktierten Linie
1 der Raum innerhalb eines Gestelles der elektrischen Nachrichten- oder einer andere
Informationen verarbeitenden Technik angedeutet, der für die Aufnahme der plattenförmigen
steckbaren Baugruppen bestimmt ist.
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Die die elektrischen Bauelemente tragende Platte 2 einer solchen Baugruppe
ist dabei in einer Nut 3 des Gestenbodens 4 geführt und mittels der am inneren
Ende der Platte 2 angeordneten Steckerleiste 5 mit der mit dem Gestell selbst verbundenen
Kontaktleiste 6 in elektrisch leitende Verbindung gebracht.
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Um nun diese elektrisch leitende Verbindung im Betrieb nicht dadurch
zu unterbrechen, daß die Platte 2, beispielsweise bei transportablen Geräten, beim
Auftreten lang andauernder Erschütterungen aus dem Gestell hinauswandert, ist an
der vorderen, unteren Ecke der Platte 2 eine Verriegelungsvorrichtung 7 angebracht,
die zu beiden Seiten der Platte 2 gleichermaßen befestigt, z. B. angeschraubt sein
kann.
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Die in den folgenden F i g. 3 und 4 im Detail gezeigte und in größerem
Maßstab gezeichnete Verriegelungsvorrichtung 7 greift, sobald die mit ihr
verbundene Platte 2 in das Gestell 1 eingebracht ist, mit der Spitze
eines in lotrechter Richtung beweglichen Schiebers 8 in eine Rast 9 im Gestenboden
4 ein, während ein an der Stirnseite der Verriegelungsvorrichtung 7 nach unten vorragender
Haken 10 in eine Nut 11 des Gestellbodens 4 eingreift und dadurch jede Bewegung
der Platte 2 auch in vertikaler Richtung unmöglich macht.
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Wie aus F i g. 2 ersichtlich, trägt die Stirnseite der Verriegelungsvorrichtung
außerdem noch eine Bohrung 12, in die ein aus den F i g. 5 bis 7 ersichtlicher
Handgriff für das Entriegeln und das Ziehen der plattenförmigen Baugruppe aus dem
Gestell einsetzbar ist.
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Wie vorstehend bereits erwähnt, ist die aus den F i g. 3 und 4 in
größerem Maßstab ersichtliche Verriegelungsvorrichtung 7 durch Befestigungsmittel
an sich bekannter und daher auch nicht näher gezeigter Art, wie Schrauben od. dgl.,
je nach Bedarf an der einen oder anderen Seite der Platte 2 anzubringen. Sie besteht
vorzugsweise aus einem als Massenartikel, beispielsweise in Druckguß erzeugten Gehäuse,
das an seiner Stirnseite einen gegen das Gestellinnere zu gerichteten Haken
10 und eine darüber angeordnete Bohrung 12 aufweist, deren Aufgaben
vorstehend schon kurz erläutert wurden.
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Die Bohrung 12 ist entweder als Gewindebohrung ausgebildet oder weist
beispielsweise zwei einander gegenüberliegende Nuten auf, in die ein später noch
genauer zu beschreibender Handgriff entweder einschraub- oder aber in der Art eines
Bajonettverschlusses einbringbar ist.
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In dem dem Gestellinneren zugekehrten Ende der Verriegelungsvorrichtung
7 ist ein Schieber 8 vertikal verschieblich gelagert, in dessen nach
außen zu sich erweiternde Ausnehmung 13 einerseits das eine Ende einer Feder 14
und andererseits das freie Ende eines Entriegelungshebels 15 eingreifen, die beide
auf einer mit dem Gehäuse der Verriegelungsvorrichtung 7
festverbundenen Achse
16 gelagert sind.
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Mit ihrem kürzeren Arm 17 stützt sich die Feder 14 in einer Ausnehmung
des Gehäuses 7 ab, und die Hinterkante 18 des um die Achse 16 schwenkbaren Entriegelungshebels
15 liegt der Bohrung 12 gegenüber.
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Die Wirkungsweise der vorstehend beschriebenen Verriegelungsvorrichtung
ist nun die folgende: In der mit vollen Linien gezeichneten Lage der Teile
8 und 13 bis 15 stützt sich der Hebel 15 mit seiner
Unterkante auf einem Vorsprung 19 des Gehäuses 7 ab, der Schieber 8 ist durch
den Federarm 14 in seine unterste Lage gebracht und greift, wie in F i g. 1 gezeigt,
mit seiner Schneide in die Rast 9 im Gestenboden 4 ein. Da der Schieber
8 nur parallel zu sich selbst in Längsrichtung verschiebbar ist, wird die
Stellung der steckbaren Baugruppe im Gestell durch ihn genau festgelegt, sobald
er in die Rast 9 eintritt, gleichzeitig ist aber auch eine sichere Verriegelung
gewährleistet, weil der Schieber 8 in die Rast 9 hörbar einschnappt, sobald er in
sie eintritt.
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Obendrein ist auch die Lage der Platte 2, wie vorstehend bereits erwähnt,
durch die Nase 10 in vertikaler Richtung genau festgelegt.
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Trifft nun aber die Spitze eines in die Bohrung 12
des Gehäuses
7 einbringbaren Handgriffes auf die dieser Bohrung 12 gerade gegenüberliegende
Hinterkante 18 des Hebels 15, so beginnt sich der Hebel 15 um die Achse 16 nach
oben zu bewegen und nimmt den Schieber 8 entgegen der Wirkung der Feder
14
nach oben in die gestrichelt gezeichnete Lage mit. Dabei rastet die Schneide
des Schiebers 8 aus der Rast 9 aus und erhebt sich über den Gestellboden so daß
die plattenförmige Baugruppe 2 nunmehr vermittels des Handgriffes aus dem Gestell
herausgezogen werden kann.
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Ein derartiger Handgriff 20 ist beispielsweise aus F i g. 5
der Zeichnung zu ersehen: Er besteht im gezeigten Fall aus einem zylindrischen Bolzen,
der an seinem in die Bohrung 12 einbringbaren Ende ein
Gewinde
21 trägt, das vermittels des randrierten und ebentuell auch verstärkten anderen
Ende des Bolzens 20 in die Bohrung 12 eingeschraubt werden kann.
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Wie oben bereits erwähnt, ist es jedoch auch möglich, wie aus F i
g. 6 der Zeichnung zu ersehen, das in die Bohrung 12 einbringbare Ende 23 des Bolzens
20 mit Zapfen 24 auszurüsten, die vorerst in Nuten der Bohrungswand
12 eingeführt und nach ihrem Eintritt in das Innere des Gehäuses 7 durch Schwenken
des Griffes 20 darin fixiert werden, wie es bei den Bajonettverschlüssen allgemein
bekannt ist. Der Vorteil eines solchen Verschlusses liegt in der Schnelligkeit,
mit der die Verbindung zweier Teile hergestellt werden kann. Selbstverständlich
sind aber auch noch beliebige andere Verbindungen denkbar.
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Natürlich ist es möglich, auch mit solchen einfach ausgebildeten Handgriffen,
wie ihn F i g. 5 der Zeichnung zeigt, die durch sie entriegelten Baugruppen aus
dem Gestell herauszuziehen. Dabei ist aber das vorstehend schon beschriebene ruckartige
Herausziehen der Baugruppen zu befürchten.
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Diese wird jedoch durch die aus F i g. 7 der Zeichnung ersichtliche
Ausführungsform eines Handgriffes vermieden, die ein stetiges, müheloses Ausziehen
der Baugruppen ermöglicht.
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Der Bolzen 20 trägt in diesem Fall einen drehbeweglich mit
ihm verbundenen Hebel 25, der sich, nachdem der Bolzen 20 selbst, wie durch
den Pfeil 26
angedeutet, in die nicht eingezeichnete Bohrung 12 der Verriegelungsvorrichtung
eingebracht ist, mit seinem unteren, eine Kurvenbahn 27 tragenden Ende gegen den
Gestellboden 4 oder einen anderen feststehenden Teil abstützt (Pfeil 28).
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Wird nun das obere, als Handgriff ausgebildete Ende 29 des Hebels
25 in Richtung des Pfeiles 30 mit geringem Druck nach unten bewegt, so wälzt sich
die Kurvenbahn 27 auf der Außenkante des Gestenbodens 4 od. dgl. ab, und
infolge des wählbaren Hebelverhältnisses wird die plattenförmige Baugruppe 2 stetig
und mühelos aus dem Gestell 1 herausgedrückt.
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Die Verriegelungsvorrichtung nach der Erfindung im Verein mit dem
aus F i g. 7 ersichtlichen Handgriff (Teile 20 bis 29) ermöglichen somit ein sicheres
und müheloses Beschicken des Gestells mit plattenförmigen Baugruppen.