DE1237654B - Vorrichtung zur Verriegelung steckbarer plattenfoermiger Baugruppen- oder Geraeteeinheiten der elektrischen Nachrichten- oder einer andere Informationen verarbeitenden Technik in Gestellen von Erschuetterungen ausgesetzten, vorzugsweise transportablen Anlagen oder Geraeten, mit einem einsetzbaren, dem Entriegeln und Herausziehen der plattenfoermigen Baugruppen dienenden Handgriff - Google Patents

Vorrichtung zur Verriegelung steckbarer plattenfoermiger Baugruppen- oder Geraeteeinheiten der elektrischen Nachrichten- oder einer andere Informationen verarbeitenden Technik in Gestellen von Erschuetterungen ausgesetzten, vorzugsweise transportablen Anlagen oder Geraeten, mit einem einsetzbaren, dem Entriegeln und Herausziehen der plattenfoermigen Baugruppen dienenden Handgriff

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DE1237654B DE1964F0044454 DEF0044454A DE1237654B DE 1237654 B DE1237654 B DE 1237654B DE 1964F0044454 DE1964F0044454 DE 1964F0044454 DE F0044454 A DEF0044454 A DE F0044454A DE 1237654 B DE1237654 B DE 1237654B
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Paul Heinrich
Franz Kohn
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Felten and Guilleaume AG
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Felten and Guilleaume AG
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    • HELECTRICITY
    • H05ELECTRIC TECHNIQUES NOT OTHERWISE PROVIDED FOR
    • H05KPRINTED CIRCUITS; CASINGS OR CONSTRUCTIONAL DETAILS OF ELECTRIC APPARATUS; MANUFACTURE OF ASSEMBLAGES OF ELECTRICAL COMPONENTS
    • H05K7/00Constructional details common to different types of electric apparatus
    • H05K7/14Mounting supporting structure in casing or on frame or rack

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  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Microelectronics & Electronic Packaging (AREA)
  • Mounting Of Printed Circuit Boards And The Like (AREA)

Description

  • Vorrichtung zur Verriegelung steckbarer plattenförmiger Baugruppen- oder Geräteeinheiten der elektrischen Nachrichten-oder einer andere Informationen verarbeitenden Technik in Gestellen von Erschütterungen ausgesetzten, vorzugsweise transportablen Anlagen oder Geräten, mit einem einsetzbaren, dem Entriegeln und Herausziehen der plattenförmigen Baugruppen dienenden Handgriff Um das Herauswandern von in Gestelle der elektrischen Nachrichten- oder einer andere Informationen verarbeitenden Technik eingebrachten steckbaren Baugruppen vorzugsweise plattenförmigerBauart beim Auftreten lang andauernder Erschütterungen, wie sie speziell bei transportablen Geräten in Erscheinung treten, zu verhindern, müssen an den Baugruppen Verriegelungen angebracht werden, die auch bereits in verschiedenen Ausführungsformen bekanntgeworden sind. Bei der platzsparenden Bauweise moderner Anlagen können diese Verriegelungen in der Regel nicht direkt von Hand aus gelöst werden, sondern benötigen nachträglich an die Baugruppen ansetzbare Entriegelungsvorrichtungen, die gleichzeitig dazu dienen, die eingebrachten und entriegelten Baugruppen auch wieder aus dem Gestell herausziehen zu können, wobei in der Regel die nicht unbeträchtliche Reibung der Messer in den Steckkontakten, die in der Größenordnung mehrerer Kilopond liegt, bloß mit zwei Fingern, nämlich Daumen und Zeigefinger, überwunden werden muß.
  • So sind bereits druckknopfartige Verriegelungsvorrichtungen für auswechselbare Bausteine elektronischer Geräte aus dem deutschen Gebrauchsmuster 1786 050 bekanntgeworden, doch bieten sie, auf eng nebeneinander eingesteckte Platten angewandt, ebenso wie die Messerleisten selbst, wenig Gewähr dafür, daß die von ihnen erzielte Klemmwirkung ausreicht, um ein Herauswandern der Platten aus ihren Aufnahmen bei lang andauernden Erschütterungen zu verhindern.
  • Über die Platten hinwegreichende, an der Gestellaußenwand gelagerte und verschieblich angeordnete Blenden, wie sie z. B. das deutsche Gebrauchsmuster 1894 755 zum Gegenstand hat, benötigen aber für ihre Anbringung viel zusätzlichen Raum und gestatten daher nur eine schlechte Gestellausnutzung, sie erhöhen außerdem noch dessen Konstruktionsgewicht, was gerade bei transportablen Geräten sehr unerwünscht ist.
  • Es sind daher Verriegelungsvorrichtungen bekanntgeworden, bei denen am unteren Ende des Vorderrandes der die elektrischen Bauelemente tragenden Platte ein Gehäuse angebracht und darin ein unter Federwirkung stehender zylindrischer Bolzen längsverschieblich gelagert ist, dessen aus dem Gehäuse herausragender Kopf einen Schlitz aufweist und mittels eines in diesen Schlitz einsetzbaren Werkzeuges bewegt werden kann.
  • Innerhalb des Gehäuses trägt dieser zylindrische Bolzen einen von ihm wegragenden Nocken, der durch Drehen des Bolzenkopfes und gleichzeitiges Spannen der den Bolzen aus dem Gehäuse hinausdrückenden Feder hinter einer Rast des Gestelles verankert werden kann. Da der Nocken in dieser Stellung stets durch die Feder gegen die Rast gedrückt wird, ist zwar eine selbsttätige Lösung dieser Verriegelungsvorrichtung auch bei lang andauernden Erschütterungen ziemlich unwahrscheinlich, doch hat diese Vorrichtung trotzdem noch Nachteile. So wird die Verriegelung beispielsweise dadurch wieder aufgehoben, daß der Bolzenkopf in entgegengesetzter Richtung gedreht wird, und zwar so lange, bis der vom Bolzenschaft wegragende Nocken wieder aus dem Bereich der im Gestenboden vorgesehenen Rast gelangt ist, worauf der Bolzen durch die gegen den Nocken drückende Feder axial nach außen zu verschoben wird und der ansonst an dem Gehäuse der Verriegelungsvorrichtung anliegende Bolzenkopf aus dem Gestell vorragt und von Daumen und Zeigefinger erfaßt werden kann. Bei der Kleinheit des Bolzenkopfes und der verhältnismäßig großen Klemmung der Messer in den Kontaktleisten ist es unter Umständen schwierig, die Baugruppe auf diese Weise aus dem Gestell herauszuziehen. Ein Handgriff zum Herausziehen plattenförmiger Steckeinheiten elektronischer Geräte, wie er z. B. aus dem deutschen Gebrauchsmuster 1806 304 bekanntgeworden ist, kann aber auf einen solchen Bolzenkopf nicht aufgesetzt werden.
  • Ein weiterer Nachteil dieser vorstehend beschriebenen Verriegelungsvorrichtung ist außerdem dadurch gegeben, daß sie zwar an jeder beliebigen Plattenseite angebracht, der Nocken selbst aber immer nur nach der gleichen Seite geschwenkt werden kann, so daß gegebenenfalls eine besondere Ausnehmung in der sie aufnehmenden Platte angebracht werden muß.
  • Eine weitere bekanntgewordene Ausführungsform einer Verriegelungsvorrichtung weist wie die vorgenannte ebenfalls ein Gehäuse auf, das an der unteren Ecke am Vorderrand der die elektrischen Bauelemente tragenden Platte angebracht wird, doch ist in diesem Gehäuse eine unter Federwirkung stehende Klinke um einen Bolzen schwenkbar gelagert, deren hakenförmiges, freies Ende durch eine Ausnehmung in der dem Gestellboden zugewandten Gehäusewand austreten kann und in diesem Fall ebenfalls hinter einer Rast im Gestellboden einhakt und die in das Gestell eingebrachte plattenförmige Baugruppe darin verriegelt. Da diese Klinke jedoch eine bogenförmige Schwenkbewegung macht und man von außen nicht beurteilen kann, wie weit die Klinke schon in die für sie vorgesehene Rast eingetreten ist, ist diese Art der Verriegelung stets mit einer gewissen Unsicherheit belastet. Dazu kommt, daß die Klinke zwar durch Einschrauben eines stabförmigen Ziehgriffes, dessen in das Gehäuse eintretendes, ein Gewinde tragendes Ende die Klinke entgegen der sie belastenden Feder so verschwenkt, daß ihr freies hakenförmiges Ende von der Rast im Gestellboden abgezogen wird und wieder in das Gehäuse der Verriegelungsvorrichtung eintritt, entriegelt werden kann, daß aber das Herausziehen der Baugruppe aus dem Gestell auch nur ruckweise erfolgen kann, so daß gegebenenfalls einige elektrische Bauelemente, die auf den Platten der plattenförmigen Baugruppe aufgebracht sind, Schaden erleiden können.
  • Es ist daher die Aufgabenstellung, die der vorliegenden Erfindung zugrunde liegt, alle die vorerwähnten Nachteile zu vermeiden. Die Erfindung betrifft somit eine Vorrichtung zur Verriegelung steckbarer plattenförmiger Baugruppen- oder Geräteeinheiten der elektrischen Nachrichten- oder einer andere Informationen verarbeitenden Technik in Gestellen von Erschütterungen ausgesetzten, vorzugsweise transportablen Anlagen oder Geräten, mit einem einsetzbaren, dem Entriegeln und Herausziehen der plattenförmigen Baugruppen dienenden Handgriff, die durch die Kombination folgender, zum Teil bereits bekannter baulicher Merkmale gekennzeichnet ist: a) Ein in seinem Inneren eine federbelastete Klinke aufnehmendes Gehäuse ist an einer Längsseite der Platte, mit deren vorderem Rand abschneidend, mit der Plattenfläche verbunden und greift, sobald die Platte in das Gestell eingeschoben und gesteckt ist, mit einem hakenförmigen, über die Längsseite der Platte hinausragenden Teil, in eine Nut der Gestenwand ein; b) die im Gehäuse geführte, federbelastete Klinke rastet mit ihrer geraden Vorderkante in eine ebenfalls eine gerade Vorderkante aufweisende Nut an der Innenseite der Gestellwand ein; c) die verriegelte Lage der Platte ist im Gestell durch einen in das Gehäuse der Verriegelungsvorrichtung einsetzbaren Handgriff lösbar; d) die entriegelte Platte ist durch das Niederdrücken eines mit dem Handgriff gelenkig verbundenen zweiarmigen Hebels mit einem sich an der Gestenwand abwälzenden kurvenförmigen Ende stetig aus dem Gestell und der Steckverbindung herausdrückbar.
  • Das an jeder beliebigen Plattenlängsseite durch Befestigungsmittel an sich bekannter Art anbringbare Gehäuse der vorstehend beschriebenen Vorrichtung weist an seinem dem hakenförmigen Gehäuseteil entgegengesetzten Ende eine senkrecht zur Plattenlängsachse angeordnete Führungsnut auf, in der eine Klinke mit gerader Vorderwand in ihrer Längsrichtung verschieblich gelagert ist, in deren mit Abweflächen ausgestattete, innerhalb der Führungsnut hin und her wandernde Ausnehmung, die freien Enden einer sich mit dem anderen Ende im Gehäuse abstützenden, um einen Gehäusebolzen geschlungenen, zweiarmigen Feder und eines ebenfalls zweiarmigen, um denselben Gehäusebolzen schwenkbaren Hebels eingreifen, dessen zweiter Arm einer in der Stirnwand des Gehäuses angeordneten Bohrung gegenüberliegt, in die das eine ballig ausgebildete Stirnwand aufweisende Ende eines der Entriegelung und dem Herausziehen der Platte aus dem Gestell und der darin vorgesehenen Steckverbindung dienenden Handgriffes einführbar ist.
  • Innerhalb des Gehäuses selbst sind ein oder ein Paar Anschläge vorgesehen, an denen der um seins Achse schwenkbare Hebel anliegt, solange der vorerwähnte Handgriff nicht in die Gehäusebohrung eingebracht ist.
  • Die in der Stirnseite des Verriegelungsgehäuses angeordnete Bohrung ist als Gewindebohrung ausgebildet, in die die ein Gewinde tragende Spitze eines Handgriffes mit gerändeltem Ende einschraubbar ist, die in ihrem in das Gehäuse eingeschraubten Zustand den die Klinke bewegenden Hebel entgegen der Wirkung einer Feder nach oben schwenkt, die Klinke nach oben verschiebt und dabei in das Gehäuse hineinzieht, wodurch die Verriegelung der Baugruppe aufgehoben ist.
  • Dabei weist die in der Stirnseite des Verriegelungsgehäuses angeordnete Bohrung durchgehende Nuten auf, in die die von einem zylindrisch abgesetzten und in diese Bohrung einführbaren Ende eines Hanoigriffes abstehende Zapfen einführbar sind.
  • Das zylindrisch abgesetzte Ende dieses Handgriffes wird durch Eindrücken in die Gehäusebohrung mittels seiner Spitze mit der Hinterwand des um die Achse schwenkbaren, die Verriegelungsklinke betAtigenden Hebels in Wirkungsverbindung gebracht, wobei der Hebel entgegen der Wirkung einer Feder zusammen mit der Klinke nach oben schwenkt und die Klinke in das Gehäuse hineinzieht, worauf die dermaßen durchgeführte Entriegelung der plattenförmigen Baugruppen durch Drehen der aus den Nuten aus- und in das Gehäuseinnere eingetretenen Zapfen des Handgriffes fixiert wird und die Baugruppe mittels des vorerwähnten Handgriffes aus dem Gestell entfernt werden kann.
  • Gegebenenfalls trägt dieser Handgriff einen weiteren, um die Längsachse des Handgriffes schwenkbaren, auf ihm drehbeweglich gelagerten Winkelhebel od. dgl., der sich nach dem Einsetzen dieses Handgriffes in die Baugruppe und deren Entriegelung mit seinem kürzeren, eine Kurvenbahn aufweisenden Hebelarm gegen die Stirnwand des Gestellbodens oder einen anderen feststehenden Bauteil abstützt, so daß die entriegelte Baugruppe durch Niederdrücken des längeren, dem Handgriffende benachbarten Hebelarmes unter nur geringem Kraftaufwand und stetig, d. h. völlig ruckfrei, aus dem Gestell herausgedrückt werden kann.
  • Eine beispielsmäßige Ausführungsform der erfindungsgemäßen Verriegelungsvorrichtung samt dazugehörigen Handgriffen ist der Zeichnung zu entnehmen. Darin zeigt F i g. 1 eine in das Gestell eingebrachte plattenförmige Baugruppe, gesteckt und verriegelt, in Seitenansicht, F i g. 2 einen Seitenriß zu F i g. 1, F i g. 3 einen Schnitt durch die Verriegelungsvorrichtung für die plattenförmige Baugruppe selbst, als Detail und in größerem Maßstab, F i g. 4 eine Draufsicht auf die Verriegelungsvorrichtung nach F i g. 3, F i g. 5 eine Ansicht eines der Entriegelung der plattenförmigen Baugruppe und deren Herausziehen aus dem Gestell dienenden Handgriffes, F i g. 6 eine etwas andere Ausbildung des Handgriffes nach F i g. 5 und F i g. 7 eine Seitenansicht eines verbesserten Handgriffes nach F i g. 5, der ein müheloses und stetiges Herausdrücken der entriegelten plattenförmigen Baugruppe aus dem Gestell ermöglicht.
  • In F i g. 1 der Zeichnung ist vermittels der strichpunktierten Linie 1 der Raum innerhalb eines Gestelles der elektrischen Nachrichten- oder einer andere Informationen verarbeitenden Technik angedeutet, der für die Aufnahme der plattenförmigen steckbaren Baugruppen bestimmt ist.
  • Die die elektrischen Bauelemente tragende Platte 2 einer solchen Baugruppe ist dabei in einer Nut 3 des Gestenbodens 4 geführt und mittels der am inneren Ende der Platte 2 angeordneten Steckerleiste 5 mit der mit dem Gestell selbst verbundenen Kontaktleiste 6 in elektrisch leitende Verbindung gebracht.
  • Um nun diese elektrisch leitende Verbindung im Betrieb nicht dadurch zu unterbrechen, daß die Platte 2, beispielsweise bei transportablen Geräten, beim Auftreten lang andauernder Erschütterungen aus dem Gestell hinauswandert, ist an der vorderen, unteren Ecke der Platte 2 eine Verriegelungsvorrichtung 7 angebracht, die zu beiden Seiten der Platte 2 gleichermaßen befestigt, z. B. angeschraubt sein kann.
  • Die in den folgenden F i g. 3 und 4 im Detail gezeigte und in größerem Maßstab gezeichnete Verriegelungsvorrichtung 7 greift, sobald die mit ihr verbundene Platte 2 in das Gestell 1 eingebracht ist, mit der Spitze eines in lotrechter Richtung beweglichen Schiebers 8 in eine Rast 9 im Gestenboden 4 ein, während ein an der Stirnseite der Verriegelungsvorrichtung 7 nach unten vorragender Haken 10 in eine Nut 11 des Gestellbodens 4 eingreift und dadurch jede Bewegung der Platte 2 auch in vertikaler Richtung unmöglich macht.
  • Wie aus F i g. 2 ersichtlich, trägt die Stirnseite der Verriegelungsvorrichtung außerdem noch eine Bohrung 12, in die ein aus den F i g. 5 bis 7 ersichtlicher Handgriff für das Entriegeln und das Ziehen der plattenförmigen Baugruppe aus dem Gestell einsetzbar ist.
  • Wie vorstehend bereits erwähnt, ist die aus den F i g. 3 und 4 in größerem Maßstab ersichtliche Verriegelungsvorrichtung 7 durch Befestigungsmittel an sich bekannter und daher auch nicht näher gezeigter Art, wie Schrauben od. dgl., je nach Bedarf an der einen oder anderen Seite der Platte 2 anzubringen. Sie besteht vorzugsweise aus einem als Massenartikel, beispielsweise in Druckguß erzeugten Gehäuse, das an seiner Stirnseite einen gegen das Gestellinnere zu gerichteten Haken 10 und eine darüber angeordnete Bohrung 12 aufweist, deren Aufgaben vorstehend schon kurz erläutert wurden.
  • Die Bohrung 12 ist entweder als Gewindebohrung ausgebildet oder weist beispielsweise zwei einander gegenüberliegende Nuten auf, in die ein später noch genauer zu beschreibender Handgriff entweder einschraub- oder aber in der Art eines Bajonettverschlusses einbringbar ist.
  • In dem dem Gestellinneren zugekehrten Ende der Verriegelungsvorrichtung 7 ist ein Schieber 8 vertikal verschieblich gelagert, in dessen nach außen zu sich erweiternde Ausnehmung 13 einerseits das eine Ende einer Feder 14 und andererseits das freie Ende eines Entriegelungshebels 15 eingreifen, die beide auf einer mit dem Gehäuse der Verriegelungsvorrichtung 7 festverbundenen Achse 16 gelagert sind.
  • Mit ihrem kürzeren Arm 17 stützt sich die Feder 14 in einer Ausnehmung des Gehäuses 7 ab, und die Hinterkante 18 des um die Achse 16 schwenkbaren Entriegelungshebels 15 liegt der Bohrung 12 gegenüber.
  • Die Wirkungsweise der vorstehend beschriebenen Verriegelungsvorrichtung ist nun die folgende: In der mit vollen Linien gezeichneten Lage der Teile 8 und 13 bis 15 stützt sich der Hebel 15 mit seiner Unterkante auf einem Vorsprung 19 des Gehäuses 7 ab, der Schieber 8 ist durch den Federarm 14 in seine unterste Lage gebracht und greift, wie in F i g. 1 gezeigt, mit seiner Schneide in die Rast 9 im Gestenboden 4 ein. Da der Schieber 8 nur parallel zu sich selbst in Längsrichtung verschiebbar ist, wird die Stellung der steckbaren Baugruppe im Gestell durch ihn genau festgelegt, sobald er in die Rast 9 eintritt, gleichzeitig ist aber auch eine sichere Verriegelung gewährleistet, weil der Schieber 8 in die Rast 9 hörbar einschnappt, sobald er in sie eintritt.
  • Obendrein ist auch die Lage der Platte 2, wie vorstehend bereits erwähnt, durch die Nase 10 in vertikaler Richtung genau festgelegt.
  • Trifft nun aber die Spitze eines in die Bohrung 12 des Gehäuses 7 einbringbaren Handgriffes auf die dieser Bohrung 12 gerade gegenüberliegende Hinterkante 18 des Hebels 15, so beginnt sich der Hebel 15 um die Achse 16 nach oben zu bewegen und nimmt den Schieber 8 entgegen der Wirkung der Feder 14 nach oben in die gestrichelt gezeichnete Lage mit. Dabei rastet die Schneide des Schiebers 8 aus der Rast 9 aus und erhebt sich über den Gestellboden so daß die plattenförmige Baugruppe 2 nunmehr vermittels des Handgriffes aus dem Gestell herausgezogen werden kann.
  • Ein derartiger Handgriff 20 ist beispielsweise aus F i g. 5 der Zeichnung zu ersehen: Er besteht im gezeigten Fall aus einem zylindrischen Bolzen, der an seinem in die Bohrung 12 einbringbaren Ende ein Gewinde 21 trägt, das vermittels des randrierten und ebentuell auch verstärkten anderen Ende des Bolzens 20 in die Bohrung 12 eingeschraubt werden kann.
  • Wie oben bereits erwähnt, ist es jedoch auch möglich, wie aus F i g. 6 der Zeichnung zu ersehen, das in die Bohrung 12 einbringbare Ende 23 des Bolzens 20 mit Zapfen 24 auszurüsten, die vorerst in Nuten der Bohrungswand 12 eingeführt und nach ihrem Eintritt in das Innere des Gehäuses 7 durch Schwenken des Griffes 20 darin fixiert werden, wie es bei den Bajonettverschlüssen allgemein bekannt ist. Der Vorteil eines solchen Verschlusses liegt in der Schnelligkeit, mit der die Verbindung zweier Teile hergestellt werden kann. Selbstverständlich sind aber auch noch beliebige andere Verbindungen denkbar.
  • Natürlich ist es möglich, auch mit solchen einfach ausgebildeten Handgriffen, wie ihn F i g. 5 der Zeichnung zeigt, die durch sie entriegelten Baugruppen aus dem Gestell herauszuziehen. Dabei ist aber das vorstehend schon beschriebene ruckartige Herausziehen der Baugruppen zu befürchten.
  • Diese wird jedoch durch die aus F i g. 7 der Zeichnung ersichtliche Ausführungsform eines Handgriffes vermieden, die ein stetiges, müheloses Ausziehen der Baugruppen ermöglicht.
  • Der Bolzen 20 trägt in diesem Fall einen drehbeweglich mit ihm verbundenen Hebel 25, der sich, nachdem der Bolzen 20 selbst, wie durch den Pfeil 26 angedeutet, in die nicht eingezeichnete Bohrung 12 der Verriegelungsvorrichtung eingebracht ist, mit seinem unteren, eine Kurvenbahn 27 tragenden Ende gegen den Gestellboden 4 oder einen anderen feststehenden Teil abstützt (Pfeil 28).
  • Wird nun das obere, als Handgriff ausgebildete Ende 29 des Hebels 25 in Richtung des Pfeiles 30 mit geringem Druck nach unten bewegt, so wälzt sich die Kurvenbahn 27 auf der Außenkante des Gestenbodens 4 od. dgl. ab, und infolge des wählbaren Hebelverhältnisses wird die plattenförmige Baugruppe 2 stetig und mühelos aus dem Gestell 1 herausgedrückt.
  • Die Verriegelungsvorrichtung nach der Erfindung im Verein mit dem aus F i g. 7 ersichtlichen Handgriff (Teile 20 bis 29) ermöglichen somit ein sicheres und müheloses Beschicken des Gestells mit plattenförmigen Baugruppen.

Claims (7)

  1. Patentansprüche: 1. Vorrichtung zur Verriegelung steckbarer plattenförmiger Baugruppen- oder Geräteeinheiten der elektrischen Nachrichten- oder einer andere Informationen verarbeitenden Technik in Gestellen von Erschütterungen ausgesetzten, vorzugsweise transportablen Anlagen oder Geräten, mit einem einsetzbaren, dem Entriegeln und Herausziehen der plattenförmigen Baugruppe dienenden Handgriff, gekennzeichnet durch die Kombination folgender, zum Teil bekannter baulicher Merkmale: a) Ein in seinem Inneren eine federbelastete Klinke (8) aufnehmendes Gehäuse (7) ist an einer Längsseite der Platte (2), mit deren vorderem Rand abschneidend, mit der Plattenfläche verbunden und greift, sobald die Platte (2) in das Gestell eingeschoben und gesteckt ist, mit einem hakenförmigen, über die Längsseite der Platte (2) hinausragenden Teil (10) in eine Nut (11) der Qestellwand (4) ein; b) die im Gehäuse (7) geführte, federbelastete Klinke (8) rastet mit ihrer geraden Vorderkante in eine ebenfalls eine gerade Vorderkante aufweisende Nut (9) an der Innenseite der Gestenwand (4) ein; c) die verriegelte Lage der Platte (2) ist im Gestell durch einen in das Gehäuse (7) der Verriegelungsvorrichtung einsetzbaren Handgriff (20) lösbar; d) die entriegelte Platte (2) ist durch das N ederdrücken eines mit dem Handgriff (20) gelenkig verbundenen zweiarmigen Hebels (29) mit einem sich an der Gestellwand (4) abwälzenden kurvenförmigen Ende (27) stetig aus dem Gestell und der Steckverbindung herausdrückbar.
  2. 2. Verriegelungsvorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß ihr an jeder beliebigen Plattenlängsseite durch Befestigungsmittel an sich bekannter Art anbringbares Gehäuse (7) an seinem dem hakenförmigen Gehäuseteil (10) entgegengesetzten Ende eine senkrecht zur Plattenlängsachse angeordnete Führungsnut aufweist, in der eine Klinke (8) mit gerader Vorderwand in ihrer Längsrichtung verschieblich gelagert ist, in deren mit Abwälzflächen ausgestattete, innerhalb der Führungsnut hin und her wandernde Ausnehmung (13) die freien Enden (14, 15) einer sich mit dem anderen Ende (17) im Gehäuse (7) abstützenden, um einen Gehäusebolzen (16) geschlungenen, zweiarmigen Feder und eines ebenfalls zweiarmigen, um denselben Gehäusebolzen (16) schwenkbaren Hebels eingreifen, dessen zweiter Arm (18) einer in der Stirnwand des Gehäuses (7) angeordneten Bohrung (12) gegenüberliegt, in die das eine ballig ausgebildete Stirnwand aufweisende Ende (21) eines der Entriegelung und dem Herausziehen der Platte (2) aus dem Gestell und der darin vorgesehenen Steckverbindung dienenden Handgriffes (20) einführbar ist.
  3. 3. Verriegelungsvorrichtung nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß innerhalb des Gehäuses (7) ein oder ein Paar Anschläge (19) vorgesehen sind, an denen der um die Achse (16) schwenkbare Hebel (15) anliegt, solange der Handgriff (20) nicht in die Gehäusebohrung (12) eingebracht ist.
  4. 4. Verriegelungsvorrichtung nach den Ansprüchen 2 und 3, dadurch gekennzeichnet, daß die in der Stirnseite des Verriegelungsgehäuses (7) angeordnete Bohrung (12) als Gewindebohrung ausgebildet ist, in die die ein Gewinde tragende Spitze (21) eines Handgriffes (20) mit gerändeltem Ende (22) einschraubbar ist, die in ihrem in das Gehäuse (7) eingeschraubten Zustand den die Klinke (8) bewegenden Hebel (15) entgegen der Wirkung der Feder (14) nach oben schwenkt, die Klinke (8) nach oben verschiebt und damit in das Gehäuse (7) hineinzieht, wodurch die Verriegelung der Baugruppe (2) aufgehoben ist.
  5. 5. Verriegelungsvorrichtung nach den Ansprüchen 2 und 3, dadurch gekennzeichnet, daß die in der Stirnseite des Verriegelungsgehäuses (7) angeordnete Bohrung (12) durchgehende Nuten aufweist, in die die von einem zylindrisch abgesetzten und in diese Bohrung (12) einführbaren Ende (23) eines Handgriffes abstehenden Zapfen (24) einführbar sind.
  6. 6. Verriegelungsvorrichtung nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, daß das zylindrisch abgesetzte Ende (23) des Handgriffes (20) durch Eindrücken in die Gehäusebohrung (12) mittels seiner Spitze mit der Hinterwand (18) des um die Achse (16) schwenkbaren, die Verriegelungsklinke (8) betätigenden Hebels (15) in Wirkungsverbindung gebracht ist, wobei der Hebel (15) entgegen der Wirkung der Feder (14) zusammen mit der Klinke (8) nach oben schwenkt und die Klinke (8) in das Gehäuse (7) hineinzieht, worauf die dermaßen durchgeführte Entriegelung der plattenförmigen Baugruppe (2) durch Drehen der aus den Nuten aus- und in das Gehäuseinnere (7) eingetretenen Zapfen (24) des Handgriffes (20) fixiert wird und die Baugruppe (2) mittels des Handgriffes (20) aus dem Gestell (1) entfernt werden kann.
  7. 7. Verriegelungsvorrichtung nach den Ansprüchen 4 bis 6, dadurch gekennzeichnet, daß der Handgriff (20) einen weiteren, um die Längsachse des Handgriffes (20) schwenkbaren, auf ihm drehbeweglich gelagerten Winkelhebel (25) od. dgl. trägt, der sich nach dem Einsetzen des Handgriffes (20) in die Baugruppe (2) und deren Entriegelung mit seinem kürzeren, eine Kurvenbahn (27) aufweisenden Hebelarm gegen die Stirnwand des Gestellbodens (4) oder einen anderen feststehenden Bauteil abstützt, so daß die entriegelte Baugruppe (2) durch Niederdrücken des längeren, dem Handgriffende (22) benachbarten Hebelarmes (29) unter nur geringem Kraftaufwand und stetig, d. h. völlig ruckfrei, aus dem Gestell herausgedrückt werden kann. In Betracht gezogene Druckschriften: Deutsche Gebrauchsmuster Nr. 1806 304, 1786 050, 1894 755.
DE1964F0044454 1964-11-12 1964-11-12 Vorrichtung zur Verriegelung steckbarer plattenfoermiger Baugruppen- oder Geraeteeinheiten der elektrischen Nachrichten- oder einer andere Informationen verarbeitenden Technik in Gestellen von Erschuetterungen ausgesetzten, vorzugsweise transportablen Anlagen oder Geraeten, mit einem einsetzbaren, dem Entriegeln und Herausziehen der plattenfoermigen Baugruppen dienenden Handgriff Pending DE1237654B (de)

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DE1786050U (de) * 1958-06-20 1959-04-02 Telefunken Gmbh Loesbare, druckknopfartig wirkende vorrichtung zur verriegelung von geraetebauteilen, insbesondere von auswechselbaren bausteinen elektronischer geraete.
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