DE122018C - - Google Patents
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Description
KAISERLICHES
PATENTAMT.
Vorliegende Erfindung betrifft ein elektrisches Wasserfilter, welches eine Sterilisirung des
Wassers bewirkt, ehe dasselbe dem eigentlichen Filtermaterial zur Entfernung der Unreinigkeiten
zugeführt wird. Durch diese Sterilisirung werden die im Wasser befindlichen Bacillen getödtet,
ehe dieselben das Filtermaterial erreichen und hier einen Verbreitungsherd bilden können.
Die Sterilisirung des Wassers erfolgt in durch-. aus wirkungsvoller, bisher nicht erreichter
Weise dadurch, dais dasselbe, in zwei gegen einander geführte Ströme zerlegt, am Punkt
des Zusammentreffens der Einwirkung eines elektrischen Stromes ausgesetzt wird.
Auf beiliegender Zeichnung ist:
Fig. ι ein Schnitt des Filters.
Fig. 2 veranschaulicht das obere Ende desselben im Schnitt und vergröfserten Mafsstabe,
und
Fig. 3 ist ein Schnitt nach der Linie X-X der Fig. 2.
Das Gehäuse α des Filters wird durch eine aus nichtleitendem Material'bestehende Scheidewand
b in zwei Abtheilungen c, d getheilt. In der Scheidewand b sind die zwei längeren Schenkel^
eines U-förmigen Rohres e angeordnet, deren dritter kürzerer Schenkel g frei in der unteren
Abtheilung d ausläuft. Wie aus den Fig. 1 und 2 ersichtlich, bilden die Schenkel f, g des
Rohres e die einzige Verbindung der Abtheilungen c und d. Nahe dem Schenkel g
des Rohres e und innerhalb desselben sind Elektroden h, i angeordnet, welche durch in
isolirende Rohre k eingeschlossene Leitungen m, η mit einer nicht dargestellten elektrischen
Kraftquelle in Verbindung stehen. Das in die obere Abtheilung c des Filters eingeführte, zu
reinigende Wasser wird zuerst durch eine Siebplatte 0 von etwa mitgeführten, gröberen
Unreinigkeiten befreit, ehe es zur Scheidewand b und zum Rohr e gelangt. Hier tritt dasselbe
durch die Scheidewand in die Schenkel f des Rohres e ein, welche die beiden Ströme- des
Wassers dicht an den Elektroden vorbei und durch ihre Ausbildung noch im Bereich derselben
gegen einander führen. An dem Punkte des Zusammentreffens der von entgegengesetzten
Seiten kommenden Wasserströme wird eine wirbelnde Bewegung des Wassers erzeugt und
gleichzeitig eine gewisse Verzögerung desselben im Austritt durch den Schenkel g hervorgerufen.
An diesem für die Behandlung des Wassers geeignetsten Punkt wird dasselbe der Einwirkung des elektrischen Stromes ausgesetzt.
Durch die wirbelnde Bewegung des Wassers werden alle Theile desselben von dem elektrischen,
von einer Elektrode nach der anderen überspringenden Strom getroffen bezw. mit demselben in Berührung gebracht und eine
sichere Tödtung aller im Wasser vorhandenen Bacillen bewirkt. Das an den Elektroden gebildete
Sauerstoff- und Wasserstoffgas entweicht durch die Schenkel f, g in die obere Abtheilung
c des Filters, wie Fig. 2 zeigt. Das aus dem Schenkel g in die Abtheilung d eintretende
Wasser wird durch eine Siebplatte ρ ■ geführt und durch dieselbe nochmals von mitgerissenen,
gröberen Unreinigkeiten befreit, . ehe dasselbe
dem eigentlichen Filtermaterial q zugeführt wird. Das Filtermaterial wird von einer Siebplatte
r getragen, unter welcher ein Sammelraum für das nunmehr sterilisirte und gereinigte
Wasser geschaffen ist, aus welchem es zum Gebrauch in geeigneter Weise abgeleitet wird.
Das U-förmige, aus Glas, Porcellan oder anderem Isolirmaterial bestehende Rohr e ist
mittels mit den Enden der Schenkel f verschraubter Ringe s leicht auswechselbar mit
der Scheidewand b verbunden.
Durch die intensive Einwirkung des elektrischen Stromes auf die geringe Wassermenge
innerhalb des Rohres e wird eine gründliche Sterilisirung desselben erzielt, ehe das Wasser
dem Filterbett zur Reinigung zugeführt wird. Es wird hierdurch vermieden, dafs Bacillen das
Filterbett lebend erreichen können, in welchem sie in kürzester Zeit einen Verbreitungsherd
bilden und dadurch den mit dem Filter angestrebten Zweck vollständig zu nichte machen
würden. , Gleichzeitig wird durch die Sterilisirung des Wassers ausschliefslich innerhalb
des Rohres vermieden, dafs der elektrische Strom das Filtermaterial passirt und dasselbe
in Bewegung versetzt, welche Bewegung eine gründliche Reinigung des Wassers verhindert,
wie dies in anderen elektrischen Filtern der Fall ist. Aufser diesem Uebelstande in solchen
Filtern, in welchen der elektrische Strom ein Filterbett und Wasser durchdringen mufs, tritt
ferner eine Sterilisirung des Wassers nicht ein, da bei einer grofsen Wassermenge eine solche
Sterilisirung unmöglich ist. Filter solcher Bauart verfehlen deshalb den angestrebten Zweck
der Sterilisirung und Reinigung des Wassers in jeder Weise.
Claims (1)
- Patent-Anspruch:Elektrisches Wasserfilter, gekennzeichnet durch ein dreischenkliges, mit Elektroden versehenes Rohr, durch welches das zu reinigende Wasser fliefsen mufs, bevor es auf das Filter gelangt, und in welchem vermöge des an der Gabelung des Rohres einwirkenden elektrischen Stromes infolge der dort erfolgenden Stauung und Wirbelbewegung des Wassers eine vollständige Vernichtung der Bacterien erzielt wird.Hierzu ι Blatt Zeichnungen.
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE122018C true DE122018C (de) |
Family
ID=390972
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DENDAT122018D Active DE122018C (de) |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE122018C (de) |
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0
- DE DENDAT122018D patent/DE122018C/de active Active
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