DE105083C - - Google Patents

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DE105083C
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  • Treatment Of Water By Oxidation Or Reduction (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
KLASSE 53: Nahrungsmittel.
Baron HENRY TINDAL in AMSTERDAM.
mittels Ozons.
Patentirt im Deutschen Reiche vom 14. Juni 1898 ab.
Um beim Sterilisiren von Flüssigkeiten und hauptsächlich von Wasser mittels Ozons günstige Resultate zu erhalten, benutzte man Ozon in möglichst feiner Zertheilung. Die feine Zertheilung wurde dadurch erreicht, dafs fein gelochte Platten, in bestimmten Abstanden von einander gelagert, von der Flüssigkeit und dem Ozon durchströmt wurden. So lange man hierbei Ozon und Flüssigkeit in gleicher Richtung durch die gelochten Platten gehen liefs, kam Ozon von stärkstem Ozongehalt zuerst mit der unreinsten Flüssigkeit in Berührung. Die Oxydation der am leichtesten oxydirbaren Stoffe wurde also durch Ozon von hoher Concentration bewirkt, während die eigentliche Sterilisation bezw. die Abtötung der Mikroorganismen erst bei vermindertem Ozongehalt vor sich gehen mufste. Die erhaltenen Resultate waren daher oft nicht zufriedenstellend, so dafs man, um eine sichere Abtötung der Mikroorganismen zu erreichen, von vornherein sehr concentrates Ozon anwenden mufste.
Versucht man nun, Ozon und Wasser, wie es in der englischen Patentschrift Nr. 16308 v. J. 1895 vorgeschlagen ist, in entgegengesetzter Richtung durch dieselben Platten zu leiten, so wächst der Widerstand ganz bedeutend und es wird bei feiner Lochung der Durchtritt des Wassers sogar ganz verhindert. Es müssen deshalb Platten mit gröberer Perforirung benutzt werden, wodurch aber keine feine Vertheilung des Ozons und somit auch der erwartete Erfolg nicht erzielt wird.
Um nun bei feinster Vertheilung des Ozons doch einen Gegenstrom in Anwendung zu bringen, wird gemäfs vorliegender Erfindung ein mit einer verhältnifsmäfsig grofsen Anzahl über einander angeordneter fein gelochter Platten versehener verticaler Sterilisirbehälter angewendet, in welchem der ozonisirte Sauerstoff von unten aufsteigt, während das Wasser von oben, also im Gegenstrom, in Schlangenwindungen zwischen den einzelnen perforirten Platten mit Hülfe von Ueberleitungsrohren hindurchgeführt wird. Durch die Ueberleitungsrohre wird der Druck unterhalb und oberhalb der perforirten Platten ausgeglichen und bei feinster Perforirung auch feinste Vertheilung erreicht.
Auf beiliegender Zeichnung zeigt Fig. 1 einen Theil eines derartigen Apparates,
Fig. 2 einen Querschnitt durch denselben.
DerSterilisirapparat besteht aus einzelnen kurzen Rohrstücken a, die durch Flantschen b mit einander verbunden sind. Zwischen den einzelnen Rohrstücken ist immer eine perforirte Platte c angeordnet, die zwischen den Flantschen oder mittels rostartiger Anordnungen festgehalten wird. Je zwei benachbarte Abtheilungen im , Cylinder stehen durch ein seitliches Rohr d mit einander in Verbindung. Die Stutzen e für den Anschlufs der Rohre d sind bei den einzelnen Abtheilungen des Cylinders in ihrer Höhenlage so gegen einander versetzt, dafs der Eintrittsstutzen am Boden, der Austrittsstutzen hingegen an der oberen Kante des Cylinderabschnitts sich befindet.
Hierdurch wird Folgendes erreicht: '
Das ozonisirte Gas steigt, durch dieOeffnung/ in den Cylinder strömend, infolge der gelochten
Platten in allen Abtheilungen des Cylinders ganz gleichmäfsig vertheilt und den ganzen Querschnitt des Cylinders ausfüllend, von unten auf. Das Wasser durchströmt den Siebcylinder in der Richtung der eingezeichneten Pfeile, also dem Ozon gegenüber im Gegenstrom. Um nun die Mischung bezw. die Berührung zwischen Wasser und Ozon so innig und andauernd wie möglich zu machen, sind in den einzelnen Abtheilungen des Cylinders die Ein- und Austrittsstutzen für das Wasser derart verschieden hoch gelagert, dafs in den einzelnen Abtheilungen das Wasser sich wieder theilweise im Gleichstrom mit dem strömenden Gase bewegen mufs.
Während bereits die Anwendung des Gegenstromprincips eine ergiebige Wirkung sichert, wird das Resultat dadurch zu einem ganz besonders guten , dafs während des Durchströmens der einzelnen Abtheilungen das Wasser sich wieder im Gleichstrom mit dem Ozon bewegt.
Der Apparat kann auch zum Sterilisiren von Flüssigkeiten unter Benutzung des Gleichstromprincipes Verwendung finden. In diesem Fall wird das Wasser, ebenso wie beim Gegenstromprincip, durch die Ueberleitungsrohre in den einzelnen Abtheilungen quer durch den Behälter hindurchgeführt und hierbei von dem Ozon rechtwinklig durchströmt. Die Durchlochungen der Zwischenplatten können dann feiner ausgeführt werden, als dies ohne Anwendung von Ueberleitungsrohren möglich wäre, da es nicht erforderlich ist, dafs das Wasser gleichzeitig mit dem Ozon durch die Sieböffnungen tritt. Durch die Versetzung der Anschlufsstutzen für die Ueberleitungsrohre wird dabei erreicht, dafs das Wasser in den einzelnen Abtheilungen sich im Gegenstrom zum Ozon bewegt.

Claims (2)

Patent-Ansprüche:
1. Apparat zur Behandlung von Flüssigkeit mittels Ozons, insbesondere zur Sterilisirung von Wasser mittels Ozons, dadurch gekennzeichnet, dafs ein in bekannter Weise mit lein gelochten Sieben ausgerüsteter stehender Behälter mit Ueberleitungsrohren (d) für die Flüssigkeit versehen ist, zu dem Zweck, das von unten durch den Behälter emporsteigende Ozon in innige Berührung mit der strömenden Flüssigkeit .zu bringen.
2. Eine Ausführungsform des Apparates nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, dafs die Ueberleitungsrohre (d) in zwei benachbarte Behälterabtheilungen in der Nähe der äufseren Siebplatten einmünden, so dafs innerhalb der einzelnen Abtheilungen das Wasser eine seiner allgemeinen Stromrichtung entgegengesetzte Strömung ausführt.
Hierzu ι Blatt Zeichnungen.
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